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Locarno 10: Locarnos L.A. ZOMBIE in Australien zensiert
Von Michael Sennhauser | 26. Juli 2010 - 15:21

'L.A. Zombie' behind the scenes ©Bruce LaBruce
Locarnos neuer Direktor Olivier Père schlägt Pflöcke ein und hat offenbar bei aller Zurückhaltung durchaus Lust auf Provokation. So wird sein erster Wettbwerb in Locarno zwar mit der im Tessin angesiedelten Schweizer Produktion Songs of Love and Hate von Katalin Gödrös eröffnet, dann folgt aber um 23 Uhr am Donnerstag, 5. August gleich schon starker Tobak: Die schwule Zombie-Apocalypse L.A. Zombie des Kanadiers Bruce LaBruce ist den australischen Sittenwächtern in den falschen Hals geraten: Nach Meldung von moviepilot.de musste das Filmfestival von Melbourne den Film wieder aus dem Programm nehmen. Im sittenstrengen Tessin läuft die Diskussion seither auch, der «Corriere del Ticino» hat die Geschichte dankbar aufgenommen, und nun laufen in der Sonnenstube wieder die politischen Diskussionen um Subventionen sowie «gute» und «schlechte» Kultur. Ach, wenn sich Festivals doch so leicht programmieren liessen wie konservative Politiker…

Topics: Film, Filmfestival, Regisseur/in | 6 Kommentare »
26.Juli 2010 at 18:38
Du hast einfach einen zu niedrigen Moral-Level, weil du direkt vom NIFFF angereist bist. Sonst würdest du dich bestimmt auch mit den properen Tessinern empören.
26.Juli 2010 at 22:21
Moral ist was für Apostel.
27.Juli 2010 at 11:50
Zeitungen bringen Publikum, Sponsoren und vieles mehr und sie lieben Skandale…..
ergo Festivals lieben sie auch
29.Juli 2010 at 18:42
Schade, dass man nicht über den Film von Katalin diskutiert, statt ewig diese langweiligen “SCHOCK! werke.. püh
29.Juli 2010 at 20:22
@Bruno: Über Katalins Film kann man wohl erst ab Freitag diskutieren. Der wird offiziell am Donnerstag um 16 Uhr uraufgeführt.
13.August 2010 at 17:48
gut, dass Père mehr offenheit zeigt. warum nicht eine version der zombie filme ausgeweitet auf die porno filmwelt in den usa? die vermag heute kaum mehr so zu erschrecken. in der game szene ist dies ‘nasenwasser’ abgesehen von der darstellung von schwulen praktiken. seien wir doch offen und ehrlich!