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	<title>Sennhausers Filmblog &#187; Filmbesprechung</title>
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		<title>SFT12: ALLES EIS DING von Anita Blumer</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 22:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für eine Freude, dieser Film! Er ist einfach und liebenswert, schmerzlich und komisch, linear und formlos zugleich. Anita Blumer erzählt von sechs Schwestern, die mit ihrer schon leicht wunderlichen Grossmutter am Zürcher Stadtrand in einem alten Haus mit Garten wohnen. Der Film hat damit fast die gleiche Ausgangslage wie Milagros Mumenthalers in Locarno ausgezeichneter [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/25/sft12-alles-eis-ding-von-anita-blumer/&amp;text=SFT12: ALLES EIS DING von Anita Blumer&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6269" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-6269" title="Sophie Hottinger  Jeanne Devos  Anna-Katharina Müller in Alles eis Ding copy frenetic" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Sophie-Hottinger-Jeanne-Devos-Anna-Katharina-Müller-in-Alles-eis-Ding-copy-frenetic.jpg" alt="" width="450" height="254" /><p class="wp-caption-text">Sophie Hottinger, Jeanne Devos und Anna-Katharina Müller in &#39;Alles eis Ding&#39; ©frenetic</p></div>
<p>Was für eine Freude, dieser Film! Er ist einfach und liebenswert, schmerzlich und komisch, linear und formlos zugleich. Anita Blumer erzählt von sechs Schwestern, die mit ihrer schon leicht wunderlichen Grossmutter am Zürcher Stadtrand in einem alten Haus mit Garten wohnen. Der Film hat damit fast die gleiche Ausgangslage wie Milagros Mumenthalers in Locarno ausgezeichneter <em><a title="Locarno 11: ABRIR PUERTAS Y VENTANAS von Milagros Mumenthaler" href="http://sennhausersfilmblog.ch/2011/08/08/locarno-11-abrir-puertas-y-ventanas-von-milagros-mumenthaler/">Abrir puertas y ventanas</a>.</em> Auch hier geht es um Verantwortung der älteren Schwestern für die jüngeren, um den Weg aus dem Geschwisternest in die Welt hinaus, um den Tod der Eltern und der letzten Bezugsperson, um Liebschaft, Erotik, Zukunft, Vergangenheit.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6171" title="ST12logo" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" width="450" height="54" /></p>
<p>Während aber Mumenthalers Film ein kompaktes, streng durchkomponiertes Kammerdrama ist, hat <a href="http://www.alleseisding.ch/" target="_blank"><em>Alles eis Ding</em></a> eine fröhliche Leichtigkeit, die manchmal ins Absurde rutscht und immer eine extreme Herzlichkeit ausstrahlt.<span id="more-6266"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6270" title="Alles eis Ding copy frenetic 1" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Alles-eis-Ding-copy-frenetic-1.jpg" alt="" width="450" height="254" /></p>
<p>Ein Film mit Frauen, von Frauen, und alle sind sie unglaublich schön, auch zum Anschauen, aber vor allem wirklich. Dass die beiden Männer, die vorkommen, nichts zu sagen haben und kaum reden, ist mehr ein liebenswerter running Gag als programmatisch. Dass der Film irgendwo anfängt und irgendwo aufhört, eingefasst von der Erzählstimme einer der Schwestern, passt zur ganzen Offenheit des Konzeptes. Es sind die einzelnen Szenen, die das ganze Leben einfangen, immer wieder und immer wieder anders. Die Magie des leicht anderen Blickes, welche über all dem schwebt, ist jene von Pipi Langstrumpf, der Mädchenfigur, die unglaublich stark ist und darum die Welt um sich herum anders aussehen lässt. Bei <em>Alles eis Ding</em> funktioniert das in beide Richtungen. Die Schwestern verändern unseren Blick auf Momente und Situationen, indem sie unglaublich stark, oder auch unglaublich schwach darauf reagieren. Es wird zweifellos Mäkler geben, die feststellen, dass das nicht eigentlich ein Film sei, im klassischen Sinne, mit Aufbau und drei Akten und Dramaturgie. Stimmt alles. Ist aber nicht nötig: Ist alles ein Ding.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6271" title="Alles eis Ding copy frenetic 2" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Alles-eis-Ding-copy-frenetic-2.jpg" alt="" width="450" height="254" /></p>
<p>Alles ist ganz leicht in Richtung Wahrhaftigkeit verschoben, weg von der gewohnten Realität und Wahrnehmung. Und noch etwas macht diesen Film (der mit 64 Minuten auch ungewohnt kurz, aber genau richtig ist, wie Lionel Baiers <a title="SFT12: TOULOUSE von Lionel Baier" href="http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/25/sft12-toulouse-von-lionel-baier/" target="_blank"><em>Toulouse</em></a>) zu einem Glücksfall: Es ist der letzte mit Stephanie Glaser. Er ist dabei eine grosse Hilfe, wenn es darum geht, den biederen TV-Krimi <em>Mord hinterm Vorhang</em> zu vergessen, in dem sie zwar in alter Frische spielte, aber leider von der Miss-Marple-Klamotte fast zugedeckt wurde. In Alles eis Ding spielt sie eine leicht demente Grossmutter mit einer unglaublichen Präsenz, komödiantisch, mimisch, mit faustdickem Witz in aller Stille.</p>
<div id="attachment_6268" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-6268" title="Alles eis Ding copy frenetic 3" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Alles-eis-Ding-copy-frenetic-3.jpg" alt="" width="450" height="254" /><p class="wp-caption-text">Stephanie Glaser in &#39;Alles eis Ding&#39; ©frenetic</p></div>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/25/sft12-alles-eis-ding-von-anita-blumer/&amp;text=SFT12: ALLES EIS DING von Anita Blumer&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<title>SFT12: TOULOUSE von Lionel Baier</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 11:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/25/sft12-toulouse-von-lionel-baier/&amp;text=SFT12: TOULOUSE von Lionel Baier&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6258" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-6258" title="Lionel Baier 'Toulouse'" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Lionel-Baier-Toulouse.jpg" alt="" width="450" height="254" /><p class="wp-caption-text">Alexandra Angiolini, Julia Perazzini in &#39;Toulouse&#39;</p></div>
<p>Lionel Baier hat es wieder fertiggebracht: Der Mann macht Filme, die nicht nur nahtlos in der grossen Westschweizer Tradition stehen, sondern auch noch eine Art Synthese darstellen. <em>Toulouse</em> nimmt Themen und Befindlichkeiten der 70er Jahre auf und ist zugleich absolut von heute. Eine entschlossene junge Frau ist mit ihrer Tochter unterwegs im Waadtland. Sie kauft auf einem Hof einen alten Ford Taunus, mit dem die beiden (bei denen man bald das Gefühl hat, sie seien auf einer unbestimmten Flucht) allerdings bald immer wieder erkannt werden. Zuerst vom Polizisten, der sie anhält, weil sie ohne Nummernschilder unterwegs sind, dann vom Mann, der ihnen weiterhilft, als das Benzin ausgeht. Alle kennen Solange, den goldbraunen Ford Taunus. Und da hilft es auch nicht, dass die raketenbegeisterte kleine Marion das Auto in &#8220;Ariane&#8221; umbenennt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6171" title="ST12logo" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" width="450" height="54" /></p>
<p><em>Toulouse</em> hat mich restlos begeistert. Kein anderer Spielfilm hier in Solothurn ist dermassen reich aufgeladen auf jeder Ebene und zugleich so simpel. Da sind die Kornfelder und Landschaftsbilder, das Terrorismus-Substrat und die Frauenfiguren, die an Alain Tanner erinnern, etwa an seinen wunderbaren <a title="Abbitte bei Alain Tanner" href="http://sennhausersfilmblog.ch/2009/12/04/abbitte-bei-alain-tanner/"><em>Messidor</em></a>, die Wolkenbilder und der Musikeinsatz, die Tankstelle, die assoziativen Schnitte, die von Godard kommen, und da sind die absolut hinreissenden Einfälle von Baier, der für einen verblüffenden Bildwitz manchmal nur ein paar Frames braucht. <span id="more-6256"></span>Zum Beispiel bei der Einstellung auf einen Jet am Himmel, der den üblichen Kondensstreifen hinter sich zurücklässt und nur solange sichtbar bleibt, bis er hinter einem Laternenpfahl verschwindet &#8211; aber auf der anderen Seite nicht wieder hervorkommt. Wenig später kehrt Baier das Bild sogar noch um, diesmal erscheint der Jet aus dem Nichts auf der anderen Seite des Pfahls, ohne den Kondensstreifen in der anderen Bildhälfte. Schon der Versuch einer Beschreibung dauert drei mal länger als die Bildfolge auf der Leinwand. Und dies in einem Spielfilm, der insgesamt bloss 63 Minuten lang ist. Im Kern erzählt der Film einfach, wie sich Cécile mit ihrer Tochter von deren abwesendem Vater trennt, von dem man in Rückblenden und Einschüben erfährt, dass er einer Gruppe radikaler Oekoterroristen angehört. Erstaunlich daran ist, dass die Geschichte so tatsächlich eins zu eins in den Siebzigerjahren hätte erzählt werden können, aber nie so wirkt, als ob sie in jene vergangene ZEit gehören würde. Damit spielt Baier sogar, zum Beispiel, indem er einen Original-Werbefilm für den Ford Taunus einschneidet, der mit seiner Pseudo-Morricone-Musik, seiner Road-Movie-Ästhetik und der geballten Ladung Auto-Faszination ganz eindeutig und unverwechselbar aus einer längst vergangenen Zeit stammt. Solche Brüche, die in Wirklichkeit das Gegenteil sind, nämlich Brücken, machen das formale Herz dieses Films aus. Aber auch sonst ist der Film einfach randvoll mit Kinoglücksmomenten, vom Musikeinsatz über die Schauspielerinnen bis hin zu unglaublich anarchisch-komischen Szenen. Wo immer <a href="http://www.bandeapartfilms.com/" target="_blank"><em>Toulouse</em></a> zu sehen sein wird: Nicht verpassen.</p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/25/sft12-toulouse-von-lionel-baier/&amp;text=SFT12: TOULOUSE von Lionel Baier&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<title>SFT12: Aussenblick auf den Schweizer Film</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 07:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/25/sft12-aussenblick-auf-den-schweizer-film/&amp;text=SFT12: Aussenblick auf den Schweizer Film&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/redenueberfilmkatjanicodemusundandreaskilb.jpg" alt="Katja Nicodemus und Andreas Kilb ©sennhauser" width="450" height="145" /><p class="wp-caption-text">Katja Nicodemus und Andreas Kilb ©sennhauser</p></div>
<p>An den Solothurner Filmtagen haben die organisierte Debatten die einstigen wilden Diskussionen über die Filme abgelöst &#8211; eine Folge der Medialisierung und der Entwicklung hin zum Publikumsfestival. Was aber als Hilfskonstruktion vor ein paar Jahren begonnen hat, funktioniert mittlerweile ganz gut. Das Format &#8220;Film-Club&#8221;, bei dem ausländische Kollegen über ein paar ausgesuchte Schweizer Filme diskutieren, macht mittlerweile richtig Spass.</p>
<p><a href="http://www.solothurnerfilmtage.ch/" target="_blank"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" align="bottom" border="0" hspace="0" /></a></p>
<p>Gestern waren es: <strong>Andreas Kilb</strong> (FAZ), <strong>Katja Nicodemus</strong> (Die Zeit, und jeweils auch in unseren Reflexe-Runden aus Berlin und Cannes zu hören) und <strong>Bert Rebhandl</strong> (Freier Journalist), welche unter der Leitung von <strong>Catherine Ann Berger</strong> (SF) die folgende Filme diskutierten:<span id="more-6246"></span></p>
<p><em>Der Verdingbub</em> Markus Imboden<br />
<em>Giochi d’estate</em> Rolando Colla<br />
<em>Off Beat</em> Jan Gassmann<br />
<em>Messies</em>, ein schönes Chaos Ulrich Grossenbacher</p>
<p>Dabei zeigte sich, dass die professionelle Filmkritik auch mit dem Aussenblick ganz ähnlich funktioniert, wie wir mit unserem Innenblick, bzw. dass der zugleich subjektive und externalisierte Zugang, den die meisten von uns pflegen, zumindest im Bezug auf die vorgetellten Filme sehr ähnlich war. Insbesondere <em>Der Verdingbub</em> fiel gestern in die die gleiche Gletscherspalte zwischen Publikumszuspruch und kritischem Echo.</p>
<p>Das ganze Gespräch ist <a href="http://www.dexmusic.ch/download/sft2012/2012-01-24-film_club2.mp3" target="_blank">hier als MP3</a> verfügbar oder direkt zu hören: [Audio clip: view full post to listen]</p>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/25/sft12-aussenblick-auf-den-schweizer-film/&amp;text=SFT12: Aussenblick auf den Schweizer Film&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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		<title>SFT12: DIE WIESENBERGER von Bernard Weber und Martin Schild</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die diesjährige Auswahl für den Publikumspreis in Solothurn ist gross &#8211; und attraktiv. Und mindestens drei der nominierten Dokumentarfilme (Spielfilme sind auch dabei, zum Beispiel Hell von Tim Fehlbaum, oder Off Beat von Jan Gassmann) fahren auf den ersten Blick die Ethno/Folklore-Schiene, wenn auch jeder auf seine sehr spezielle Art. Alpsegen von Bruno Moll, der [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/24/sft12-die-wiesenberger-von-bernard-weber-und-martin-schild/&amp;text=SFT12: DIE WIESENBERGER von Bernard Weber und Martin Schild&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6242" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-6242" title="'Die Wiesenberger' copy xenix" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Die-Wiesenberger-copy-xenix.jpg" alt="" width="450" height="254" /><p class="wp-caption-text">&#39;Die Wiesenberger&#39; ©xenix</p></div>
<p>Die diesjährige Auswahl für den <a href="http://www.solothurnerfilmtage.ch/home/page.aspx?page_id=4229" target="_blank">Publikumspreis</a> in Solothurn ist gross &#8211; und attraktiv. Und mindestens drei der nominierten Dokumentarfilme (Spielfilme sind auch dabei, zum Beispiel <a title="Locarno 11: HELL von Tim Fehlbaum" href="http://sennhausersfilmblog.ch/2011/08/05/locarno-11-hell-von-tim-fehlbaum/"><em>Hell</em></a> von Tim Fehlbaum, oder <a title="Berlinale 11: OFF BEAT von Jan Gassmann" href="http://sennhausersfilmblog.ch/2011/02/18/berlinale-11-off-beat-von-jan-gassmann/"><em>Off Beat</em></a> von Jan Gassmann) fahren auf den ersten Blick die Ethno/Folklore-Schiene, wenn auch jeder auf seine sehr spezielle Art. <em>Alpsegen</em> von Bruno Moll, der rasante, schwarzweisse und als Hommage an Scorseses <em>Raging Bull</em> ziemlich grossartig gestaltete <em>Kampf der Königinnen</em> von Nicolas Steiner und schliesslich die grosse Überraschung von gestern Abend, <em>Die Wiesenberger</em>. Der Film ist darum eine positive Überraschung, weil er einerseits sorgfältig eine Erfolgsgeschichte mit Folgeproblemen erzählt, nämlich die der plötzlichen Popularität des Jodlerklubs Wiesenberg nach ihrem Sieg bei den <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=ffba6d67-5191-4f70-9c1b-37fb1c2f7514" target="_blank">grössten Schweizer Hits</a>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6171" title="ST12logo" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" width="450" height="54" /></p>
<p>Andererseits geht der Film über die vordergründige Geschichte hinaus und wird zu einer unaufdringlichen Reflexion der medialen Spiegelwelt. Wenn sich einerseit zuerst die Sänger vom Jodelklub berührt zeigen davon, plötzlich mit den Leuten auftreten zu können, die sie jahrelang am Fernsehen gesehen haben, dann aber bald auch die Kehrseite des medialen Ruhms kennenlernen, nämlich das Pech, dass aus dem entspannenden Hobby plötzlich ein anstrengender Wochenendberuf zu werden droht, dann wird der Film auf überraschende Weise lebendig.<span id="more-6241"></span>Filme über das Leben der Bergler in den Bergen gibt es mittlerweile in allen Varianten, verklärend, ethnologisch, ethnografisch, distanziert und kritisch. Aber die Wechselwirkung zwischen der zunehmenden Popularität dieser &#8220;Swissness&#8221; in In- und Ausland hat noch keiner dieser Filme so schön ins Bild gerückt &#8211; und mit so viel Spass an der Sache auch. Das hat damit zu tun, dass die Wiesenberger Jodler als Klub basisdemokratisch funktionieren, dass vor allem der zentrale Konflikt &#8211; nehmen wir die Einladung an die Expo in Shanghai an oder bleiben wir da zum Heuet &#8211; schliesslich salomonisch gelöst wird. Damit bietet sich die Erfolgsgeschichte der Wiesenberger nicht nur zu Identifikation an, sondern auch als Metapher für den &#8220;Sonderfall Schweiz&#8221;, der mit Kompromissen den Erfolg am Leben hält.</p>
<p>Dabei machen die beiden Filmemacher vieles noch richtiger als andere. Sie zeigen gerade so viel von der majestätischen Alpenpracht und der zeitweiligen Idylle, dass diese Sehnsucht gestillt wird. Sie zeigen die einzelnen Männer als stille oder auch überaus eloquente Helden des kleinen Alltags, und sie rücken den künstlichen Showbiz-Glamour der grossen Fernsehschau nur so weit ins Bild, dass der Kontrasat zum Alltag deutlich wird, ohne der Eigendynamik des People-Business völlig zu verfallen. Francine Jordi wird so weit wie möglich ausgespart, Dimitri kommentiert die Einzigartigkeit des Jodelns eher in ein SF-Mikrofon und wird dabei sekundär dokumentiert, und Polo Hofer ist eher der Mitmusiker und Nutzniesser, als der gönnerhafte Star.</p>
<p>Bei allem Vertrauen in die filmreifen Momente mit ihren Protagonisten, bei allem dramaturgischen Kalkül und wohl gerade wegen der didaktisch-dramaturgischen Anlage des Films ist er nicht nur grösser geworden als die Summe seiner Teile, sondern auch doppelbödiger, als seine vordergründige Wirksamkeit auf den ersten Blick zu erkennen gibt.</p>
<p>Ins Kino kommt er übrigens am 23. Februar.</p>

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		<title>SFT12: MY GENERATION von Veronika Minder</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 17:28:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;" align="center"><img class="aligncenter" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/mygenerationvonveronikaminder1.jpg" alt="'My Generation' von Veronika Minder ©filmcoopi" width="450" height="327" /></p>
<p>Mit ihrem wunderbaren, witzigen <em><a href="http://www.imdb.com/title/tt0453743/combined" target="_blank">Katzenball</a></em> von 2005 hat die Bernerin Veronika Minder die Erwartungen an ihren neuen Film hochgeschraubt. <em>My Generation</em> hat eine täuschend einfache Prämisse: es geht um in der Schweiz lebende Menschen mit Jahrgang 1948, Männer und Frauen mithin, die zu Veronika Minders eigener Generation gehören und die im längst legendären 1968 im richtigen Alter waren, um am gesellschaftlichen Veränderungsprozess aktiv teilzunehmen &#8211; oder eben nicht. Dazu hat Veronika Minder eine ganze Reihe von Leuten interviewt und mit der Kamera besucht, welche die Grundvoraussetzung erfüllten, sonst aber möglichst diverse Hintergründe und Biografien aufweisen.</p>
<p><a href="http://www.solothurnerfilmtage.ch/" target="_blank"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" align="bottom" border="0" hspace="0" /></a></p>
<p>Der fertige Film konzentriert sich auf sechs von ihnen: Patrizia Habegger, Uschi Janowsky, Fredy Studer, Mary-Christine Thommen, Willi Wottreng, Jean-Pierre Ruder. Dass dabei die Männer, vor allem der Journalist Wottreng und der Jazz-Schlagzeuger Studer mehr oder weniger öffentliche Figuren sind, die Frauen dafür eher &#8216;klischee-typisch&#8217; (das Hippiemädchen, die <span id="more-6233"></span>Sachbearbeiterin, die Tänzerin), entspricht sicher nicht einer Absicht, ist allenfalls das Resultat des Versuches, etwas mehr zu schaffen, als nur eine Reihe von individuellen Alterungsporträts. Was der Film möchte, umschreibt der kurze Text auf der Webseite der Produzentin <a href="http://www.cobrafilm.ch/front_content.php?idcat=73" target="_blank">Cobrafilm</a> so:</p>
<p>Sie waren jung, wild &#8211; und sexy. Heute stehen sie kurz vor<br />
der Pensionierung und machen sich Gedanken über die<br />
Zukunft. Vor vierzig Jahren waren sie zwanzig und „trauten keinem über dreissig.“ Sie haben viele Werte in Frage gestellt und auch sich selbst neu hinterfragt. Für einige war eine dezidiert linke politische Haltung enorm wichtig, für andere die sexuelle Befreiung, die Karriere oder weite Reisen. Manche probierten andere Lebensformen aus und experimentierten mit psychoaktiven Substanzen wie LSD, Cannabis oder Opium. Heute reflektieren sie über die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und reden übers Älterwerden und ihre Pläne.</p>
<p align="center"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/mygeneration2.jpg" alt="My Generation 2" width="450" height="254" /></p>
<p>Das alles wird durchaus sicht und hörbar in dem Film, man erfährt einiges über fast alle der Protagonisten. Mit Ausnahme des Raumfahrt-Wissenschaftlers Ruder. Dessen Funktion scheint mehr die eines Theoretikers für globale oder vielleicht eher universale Zusammenhänge zu sein, bis zurück zum Urknall. Aber so, wie seine Ausführungen über die Forschungshintergründe und -Resultate von Mondfahrt bis Teilchenbeschleuniger nie wirklich zu einem tragenden Gerüst für den reestlichen Film werden, so disparat bleiben auch die Biografien der anderen. Nur der einstige Maoist und Aktivist Willi Wottreng, der seine späte journalistische Karriere nach dem Ende der alten Weltwoche als Nachrufschreiber bei der NZZ am Sonntag beschliesst, funktioniert als &#8220;Rückgrat&#8221; des Films so, wie es das Konzept möglicherweise vorgesehen hat. Er formuliert mit Schärfe, Witz und Selbstironie, wie sein Leben und das seiner Generation verlaufen ist.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/mygenarationwilliwottrengcopyfilmcoopi.jpg" alt="'My Genaration' Willi Wottreng ©filmcoopi" width="450" height="254" /><p class="wp-caption-text">&#39;My Genaration&#39; Willi Wottreng ©filmcoopi</p></div>
<p>Daran hängen sich die anderen Biografien eher wie einzelne, manchmal durchaus schöne und eigene Gewächse an. In den Erzählungen aller von Ihnen blitzt immer wieder etwas Universelles auf, und manche der vor allem gegen Ende des Films in Themenblöcken organisierten Themen wie Spiritualität, Altern, Selbstzweifel und Selbst-Versicherung schaffen es sogar so etwas wie eine Durchgängigkeit der Unterschiede zu formulieren. Das sind die Momente, in denen aufblitzt, was der Film hätte sein können. Aber so, wie er jetzt, rund 18 Stunden nach seiner Uraufführung in meiner Erinnerung bleibt, treiben da nur einzelne Sätze und Momente durch meinen Kopf. Vor der Premiere im Landhaus sagte die Produzentin Valerie Fischer auf der Bühne, sie habe ursprünglich zu Veronika Minder gesagt: &#8220;Wir sollten wieder einmal einen Film über die Babyboomer machen&#8221;. Diesen Wunsch haben sie sich erfüllt, und das ist ja nicht wenig. Aber <em>My Generation</em> ist nicht <em>der</em> Film über die Babyboomer geworden, nicht einmal <em>der</em> Film über die Babyboomer in der Deutschschweiz. Und dabei habe ich nicht das Gefühl, falsche Ansprüche an den Film zu stellen &#8211; es sind die, die er weckt, aber nicht erfüllt.</p>

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		<title>SFT12: MÉNAGE À TROIS von Natalie Pfister und Frank Haller</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 10:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6227" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-6227" title="'Ménage à trois' von Natalie Pfister und Frank Haller" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Ménage-à-trois-von-Natalie-Pfister-und-Frank-Haller.jpg" alt="" width="450" height="188" /><p class="wp-caption-text">&#39;Ménage à trois&#39; von Natalie Pfister und Frank Haller</p></div>
<p>Zu den schönen Präsentationsmöglichkeiten, welche die Solothurner Filmtage zu bieten haben, gehört auch die kluge Kombination unterschiedlicher Filme. Insbesondere bei den Dokumentarfilmen, die grossenteils in fernsehtauglicher Länge von unter sechzig Minuten vorliegen, ist da mancher fruchtbare Kontrast möglich. Heute morgen trafen da im Landhaus Christian Kunz&#8217; Halbstünder <em>Von Mann zu Mann</em> über eine Männerselbsterfahrungsgruppe im Schwitzhüttenritual und Pfister/Hallers Alters-WG-Doku auf einen überraschend vollen Landhaus-Saal.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6171" title="ST12logo" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" width="450" height="54" /></p>
<p>Ob die Filmemacher besonders viele Freunde haben, oder ob die Themen tatsächlich so eine populäre Ausstrahlung haben, ist schwer zu entscheiden; das Publikum hat auf jeden Fall bei beiden Filmen sehr lebhaft reagiert, vornehmlich mit fröhlichem Lachen. <span id="more-6226"></span></p>
<p>Dieses Lachen hatte allerdings gerade bei <em>Ménage à trois</em> hin und wieder einen Anflug von Nervosität zu übertönen, sind doch die (weitgehend geglückten) Anstrengungen zweier Frauen und eines Mannes, die alle auf die Neunzig zugehen und sich im Diakoniezentrum in Berlin eine Alterswohnung teilen, nur bedingt komisch, sondern vor allem vom Bemühen geprägt, das Beste aus dem immer mühsamer werdenden Leben herauszuholen. Das fröhliche Lachen vor allem jüngerer Frauen im Saal, wenn sich die 85jährige Pauline Pappert die faltigen Backen mit Rouge aufpeppt, erzeugt dabei ein seltsam oszillierendes Gruseln &#8211; denn was soll daran komisch sein, wenn eine alte Frau ihre Erscheinung pflegt? Zugleich aber steht da immer dieses Moment der &#8216;vergeblichen Liebesmüh&#8217; im Raum und genau dies ist das Substrat des Films und seiner Wirkung. Denn wenn Rudolf Buth erzählt, dass er sich nach dem Tod seiner Frau eigentlich habe erhängen wollen, es dann aber bleiben liess, weil sie es ihm verboten hatte, dann klingt das komisch in der Erzählung, ist er aber selbstverständlich nicht im geringsten. Dass es nicht nur den Filmemachern, sondern auch den drei Protagonisten gelingt, immer wieder ironische Distanz, vor allem aber die spielerische Inszenierung der eigenen Probleme hinzukriegen, macht die grosse Stärke dieses 56minütigen Filmes aus. Und das gleiche leistet Christian Kunz bei <em>Von Mann zu Mann</em>, ebenfalls mit der Unterstützung seiner Protagonisten, die zwar ihr zuweilen komisch anmutendes Ersatz-Urvölker-Ritual mit grossem Ernst durchziehen, die eigene Nervosität dabei aber immer wieder mit Sinn für Selbstironie und Komik in den Griff kriegen. Zwei überaus menschliche Filme an einem einzigen Montagmorgen.</p>

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		<title>SFT12: COURAGE von Greg Zglinski</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 18:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Tout un hiver sans feu von 2004 wurde Zglinski zum Schweizer Filmpreisträger. Und mit seinem jüngsten Spielfilm, einer polnischen Produktion, zeigt er erneut ein Können und eine Sorgfalt, die begeistern. Es ist eine Geschichte brüderlicher Rivalität, die sich fast spielerisch anlässt, mit einer rasanten und riskanten Autofahrt, einem Rennen mit einem Zug, das der [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/22/sft12-courage-von-greg-zglinski/&amp;text=SFT12: COURAGE von Greg Zglinski&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="Courage" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/courage.jpg" width="450" height="300" /></p>
<p>Mit <em>Tout un hiver sans feu</em> von 2004 wurde Zglinski zum Schweizer Filmpreisträger. Und mit seinem jüngsten Spielfilm, einer polnischen Produktion, zeigt er erneut ein Können und eine Sorgfalt, die begeistern. Es ist eine Geschichte brüderlicher Rivalität, die sich fast spielerisch anlässt, mit einer rasanten und riskanten Autofahrt, einem Rennen mit einem Zug, das der ältere Bruder riskiert und der jüngere erleidet, eine Vorwegnahme der zentralen Tragödie.Die GEschichte ist eben so komplex wie einfach, gut eingebettet in ein geschäftliches Milieu, das für sich schon Interesse weckt. Betreiben die beiden Brüder doch einen lokalen Internetservice &#8211; allerdings könnte das genauso gut eine Grossbäckerei sein, oder eine Wäscherei. Entscheidend ist,</p>
<p><a href="http://www.solothurnerfilmtage.ch/" target="_blank"><img border="0" hspace="0" alt="" align="baseline" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" /></a></p>
<p>dass Zglisnki eine ungeheure Sorgfalt verwendet auf die Figurenzeichnung. Und dass seine Schauspieler eine unaufgeregte Selbstverständlichkeit an den Tag legen, die fasziniert.</p>
<p><span id="more-6223"></span>
<p>Wirklich packend sind dann aber die Details und ihre Verschränkung. Die Rivalität zwischen den BRüdern wird erst graduell spürbar, und was dann passiert, ist dermassen zerstörerisch, dass es eine wahrhaft biblische Wucht bekommt, einen Hauch von Kain und Abel, der, ohne Pathos, in einen Zustand führt, wo jeder Bick und jede Geste monumentale BEdeutung bekommt. Ein Szene hat es mir dabei besonders angetan, zumal ich der Meinung war, schon jede symbolträchtige Spiegelspielerei im Kino gesehen zu haben, insbesondere jenen Trick, bei dem im zuschwingenden Flügel eines Spiegelschranks plötzlich ein Gesicht auftaucht. Zglinski hat eine Variante gefunden, die noch eindringlicher und schockierender funktioniert und dabei ohne Schock und Bewegung auskommt: Jurek schaut aus dem Korridor auf seine Frau im Badezimmer, die sich ihrerseits im Spiegel betrachtet. Und erst nach einer Weile wird er gewahr, dass sie ihrerseits ihn beobachtet &#8211; aus dem Spiegel heraus. Das entspricht in diesem Moment so sehr der Verwirrung und der Seelenqual der Figuren, dass es wehtut. Und zugleich in seiner einfachen Raffinesse ein Glücksgefühl aufkommen lässt. Das sind die Kinomomente, für die wir leben.</p>
<p>Zwei seiner Schweizer Filmprojekte seien in den letzten Jahren nicht zustandegekommen, hat Zglinski, der selber Schweizer ist, vor der Solothurner Aufführung erzählt. Da kann man nur hoffen, dass das nicht daran lag, dass jemand das stupende Talent des Mannes nicht erkannt hat. Eben so sehr, wie wir hoffen wollen, das nun das nächste Schweizer Projekt, das offenabr aufgegleist ist, zu einem guten Abschluss kommen wird. Courage ist einer jener Filme, die, ohne zu insistieren, ganz einfach beweisen, dass Kino Kunst sein kann, ohne einen Millimeter dramatisches Terrain preiszugeben. Die Grösse einer Tragödie bemisst sich nicht an der Zahl der Toten.</p>

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		<title>SFT12: TERRA von Kevin Merz</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 15:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erstaunlich viele Künstlerportraits sind zu finden im diesjährigen Programm der Filmtage. Aber das hat auch damit zu tun, dass in der Schweiz traditionellerweise viele Dokumentarfilme gedreht werden, und dass der Autoren-Film grundsätzlich eine selbstreferentielle Komponente hat. In anderen Worten: Jedes Künstlerportrait ist auch bis zu einem gewissen Grad ein Selbstportrait jener, die filmen. Das zeigt [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/21/sft12-terra-von-kevin-merz/&amp;text=SFT12: TERRA von Kevin Merz&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-6218" title="'Terra' von Kevin Merz ©amka films" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Terra-von-Kevin-Merz-copy-amka-films.jpg" alt="" width="450" height="272" /><p class="wp-caption-text">&#39;Terra&#39; von Kevin Merz ©amka films</p></div>
<p>Erstaunlich viele Künstlerportraits sind zu finden im diesjährigen Programm der Filmtage. Aber das hat auch damit zu tun, dass in der Schweiz traditionellerweise viele Dokumentarfilme gedreht werden, und dass der Autoren-Film grundsätzlich eine selbstreferentielle Komponente hat. In anderen Worten: Jedes Künstlerportrait ist auch bis zu einem gewissen Grad ein Selbstportrait jener, die filmen. Das zeigt sich auch an <em>Terra</em> von Kevin Merz, der diesen Film seinem bei einem Unfall verstorbenen Luganeser Jugendfreund widmet. Weil der posthum Protraitierte nicht nur Künstler war, sondern auch Junkie, entwickelt sich diese Dynamik, die mich zuletzt in Duisburg bei Britta Wandaogos <em><a title="Duisburg 11: NICHTS FÜR DIE EWIGKEIT von Britta Wandaogo" href="http://sennhausersfilmblog.ch/2011/11/11/duisburg-11-nichts-fuer-die-ewigkeit-von-britta-wandaogo/">Nichts für die Ewigkeit</a></em> erschüttert hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6171" title="ST12logo" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" width="450" height="54" /></p>
<p>Als Zuschauer packt mich bei diesen Filmen immer das grosse Reissen, das Zerren zwischen der Wut über die Schwäche der Abhängigen und dem Verständnis für ihre Situation und ihren Hintergrund.<span id="more-6217"></span></p>
<p>Letztlich ist es ja der Versuch, diese Spannung zu bewältigen, das Verständnis aufzubringen oder sich zu erarbeiten, das solchen Filmen das Leben einhaucht. Kevin Merz schafft das auf erstaunliche Weise, weil nicht nur die rückblickende Perspektive, geprägt von Trauer und Wut, zum Tragen kommt, sondern Szenen der Begegnungen mit dem Süchtigen, ein gescheiterter Versuch, in Genf einen Entzug zu machen, den die Freunde gemeinsam unternommen haben. Letztlich kommt der Gehirnkrampf immer dann, wenn man versucht, jemandem die &#8220;Schuld&#8221; für das Elend zuzuweisen, wenn sich die Frage stellt, wer dafür haftet, wenn ein Mensch nicht heimisch wird in den Strukturen, die seine Umgebung zu bieten hat. Und da überschneidet sich <em>Terra</em> verblüffend mit Christine Reponds ebenfalls heute gezeigten <a title="SFT12: NICHT DAS LEBEN von Christine Repond" href="http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/21/sft12-nicht-das-leben-von-christine-repond/"><em>Nicht das Leben</em></a> &#8211; einem weiteren Künstlerportrait im weitesten Sinn.</p>

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		<title>SFT12: NICHT DAS LEBEN von Christine Repond</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 12:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[CH Film]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentarfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Filmfestival]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6215" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-6215" title="'Shooting Dolores' in 'Nicht das Leben' ©allaryfilm" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/Shooting-Dolores-in-Nicht-das-Leben-copy-dschoint-ventschr.jpg" alt="" width="450" height="298" /><p class="wp-caption-text">&#39;Shooting Dolores&#39; in &#39;Nicht das Leben&#39; ©allaryfilm</p></div>
<p>Da ist dieser Moment, in dem Florian den Bandkollegen eröffnet, dass er Vater wird. Es entsteht eine unbehagliche Stille, ein Gemisch aus Freude und Schock. Dabei hat der älteste der Jungs schon zwei Kinder, sein Sohn ist 17 und hat auch schon mit der Band als Gitarrist geprobt. Denn das ist der Ankerpunkt von <em>Nicht das Leben</em>: Die &#8220;Jungs&#8221; sind keine mehr, sie sind zwischen dreissig und vierzig. Und wenn einer von ihnen zu Beginn des Film trotzig erklärt, die Musik sei sein Leben, seine Lehre und sein Job als Drucker seien bloss ein notwendiges Nebengeleis, dann wird er das selber gegen Ende relativieren.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6171" title="ST12logo" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" width="450" height="54" /></p>
<p>Christine Repond hat den lange Zeit im Limbo der Verleihlosigkeit schwebenden Neonazi-Spielfilm <a href="http://www.dschointventschr.ch/dv/stage/filmflyer.php?shortcut=SILBER" target="_blank"><em>Silberwald</em></a> (2010) gemacht, ein Film mit grossen Qualitäten und ein paar Schwächen, die bisher verhindert haben, dass sich jemand traute, ihn ins Kino zu bringen. Nun sieht es allerdings so aus, als ob die Produktion ihn doch noch auf ein paar Schweizer Leinwände bringen wird in diesem Jahr.<span id="more-6214"></span><em>Nicht das Leben</em> ist ein Dokumentarfilm, und er braucht eine Weile, um auf den Punkt zu kommen. Aber das scheint Teil des Konzeptees zu sein, spiegelt das Verfahren doch letztlich die Lebensperspektive der Protagonisten des Films. Im letzten Drittel kommt es dann um so dicker. NEben der Vaterschaftsankündigung, die als erster Moment der Wahrheit aufleuchtet, folgt wenig später der Versuch des werdenden Vaters (und einzigen Bandmitglieds mit formuliertem Ehrgeiz und Anspruch), mittels Aufgabenteilung von Finanzen bis Promotion etwas Perspektiven zu schaffen. Eine Sequenz, die mit komischer Härte deutlich macht, dass drei Viertel der Band dafür weder Lust noch Energie aufbringen.</p>
<p>Am Ende ist einmal mehr alles anders und natürlich wird auch der Titel ins seiner Mehrdeutigkeit noch polyvalenter. Das ist ein beharrlicher Dokumentarfilm, der auf ein Kinopublikum setzt, das sitzenbleibt und auf die Ernte wartet, die schliesslich eingefahren wird. TV-tauglich ist das nur bedingt. Und das ist für einmal durchaus gut so.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>SFT12: LA FAUTE À ROUSSEAU</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 16:22:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[CH Film]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Filmfestival]]></category>
		<category><![CDATA[sft12]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzfilme im Kontext, ein explosives Konzept. Auf die 300-Jahr-Feier des Philosophen Jean-Jacques Rousseau hin, die uns diesen Sommer ins Haus steht, wurde diese Kurzfilmreihe konzipiert, die ironisch den Fehler bei Rousseau sucht: La Faute à Rousseau. 50 gestandene und angehende Filmemacher haben je einen drei- bis fünfminütigen Kurzfilm realisiert, ausgehend von den Schriften Rousseaus. in [...]
<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/20/sft12-la-faute-rousseau/&amp;text=SFT12: LA FAUTE À ROUSSEAU&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/emilede1a5vonlionelbaier.jpg" alt="'Emile de 1 à 5' von Lionel Baier" width="450" height="254" /><p class="wp-caption-text">&#39;Emile de 1 à 5&#39; von Lionel Baier</p></div>
<p>Kurzfilme im Kontext, ein explosives Konzept. Auf die 300-Jahr-Feier des Philosophen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rousseau" target="_blank">Jean-Jacques Rousseau</a> hin, die uns diesen Sommer ins Haus steht, wurde diese Kurzfilmreihe konzipiert, die ironisch den Fehler bei Rousseau sucht: <em><a href="http://lafautearousseau.com/" target="_blank">La Faute à Rousseau</a></em>. 50 gestandene und angehende Filmemacher haben je einen drei- bis fünfminütigen Kurzfilm realisiert, ausgehend von den Schriften Rousseaus. in Solothurn wurden heute (die?) fünf Westschweizer Beiträge in einem Block präsentiert, rotzfreche, witzige, provokative und zu Herzen gehende Momente der Auseinandersetzung mit gedanklichem Erbe und Kulturgut.</p>
<p><a href="http://www.solothurnerfilmtage.ch/" target="_blank"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/ST12logo.jpg" alt="" align="bottom" border="0" hspace="0" /></a></p>
<p>Im ersten, <em><a href="http://lafautearousseau.com/_i/Lecon_de_Mathematique.jpg" target="_blank">Leçon de mathématique</a></em> von Jacob Berger, wird aus dem Off eine absurd-ironische Passage aus Rousseaus Confessions gesprochen, <span id="more-6211"></span>die Geschichte des jungen Mannes, der zu einer Prostituierten geht, entzückt von der göttlichen Schönheit der Frau nach dem Fehler in ihrer Schönheit sucht, der den Grund liefern müsste, warum sie, diese Göttin, ihn überhaupt ans sich heranlässt, und ihn schliesslich findet in der Form ihrer einen Brust. Illustriert wird das sozusagen eins zu eins bis zu dem Moment, da die Frau den frustriert auf dem Bett liegenden Mann im hinausgehen auffordert, doch lieber Mathematik zu studieren. Dadurch, dass die allegorische Ebene des Textes von der filmischen Eben komplett ignoriert wird, entsteht eine urkomische Übereinstimmung von Text und Bild, die den überhöhten Sprachduktus Lügen straft.</p>
<p>Lionel Baier hat sich den Witz <em><a href="http://lafautearousseau.com/_i/Emile_de_1_a_5.jpg" target="_blank">Emile de 1 à 5</a></em> erlaubt, in dem fünf nackte junge Männer in einer Badewanne über das Recht streiten, die wahre Mutter des Ideals <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emile_oder_%C3%BCber_die_Erziehung" target="_blank">Emile</a> zu sein. Abgesehen vom Witz mit dem <a href="http://www.imdb.com/title/tt0055852/combined" target="_blank">Titel</a>, bekommt die Sequenz allein schon durch ihre schwule Fröhlichkeit eine ganz neue Note.</p>
<p>Und auch die anderen Kurzfilme haben es in sich. bis hin zu Thomas Ammanns <a href="http://lafautearousseau.com/_i/Canaille.jpg" target="_blank"><em>Canaille</em></a>, in dem sich Jean-Charles Fontana nackt und bloss in die Paranoia Rousseaus stürzt. Falls es die Filme in der Deutschschweiz nicht ins Kino schaffen werden (was doch sehr anzunehmen ist), werden sie auf jeden fall im Rahmen der grossangelegten Rousseau-Feierlichkeiten in den Programmen von SRF auftauchen. Hingucken und Hören lohnt sich auf jeden Fall!</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/uploads/2012/01/canaillevonthomasammann.jpg" alt="'Canaille!' von Thomas Ammann" width="450" height="254" /><p class="wp-caption-text">&#39;Canaille!&#39; von Thomas Ammann</p></div>

<div class="twitterbutton" style="display: block; text-align: right;"><a href="http://twitter.com/share?url=http://sennhausersfilmblog.ch/2012/01/20/sft12-la-faute-rousseau/&amp;text=SFT12: LA FAUTE À ROUSSEAU&amp;via=sennhauser&amp;related=artfilmch"><img align="right" src="http://sennhausersfilmblog.ch/wp/wp-content/plugins//easy-twitter-button/i/buttons/de/tweetn.png" style="border: none;" alt="" /></a></div>
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