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    Stadtkino Basel: Kontrolliertes Filmwissen für Studierende

    Von Michael Sennhauser | 16. Februar 2009 - 15:00

    Eben hat uns eine bittersüsse Medienmitteilung erreicht: Gute Idee mit kleinen Borsten, würde ich sagen (Erklärung am Ende):

    Das Stadtkino Basel und das Institut für Medienwissenschaften der Universität Basel gehen im Bereich der Vermittlung von Filmgeschichte neue Wege. Studierende im Bachelor-Studiengang können ab dem Frühjahrssemester 2009 das Modul «Filmwissen» belegen. Ziel des Angebots sind die Erweiterung des Filmwissens und der Erwerb von Kenntnissen der Schlüsselwerke der Filmgeschichte sowie der filmhistorisch relevanten Filmemacher und Genres. Mit regelmässigen Besuchen im Stadtkino Basel sollen die an der Universität vermittelten theoretischen Ansätze mit kinematographischen Inhalten bereichert werden. Das Angebot sieht den Besuch von insgesamt 30 Filmen innerhalb von maximal zwei Semestern im Stadtkino Basel vor. Der Besuch der Vorstellungen wird mit einer Kontrollkarte belegt. Aus den 30 Filmen sind schliesslich fünf auszuwählen, zu denen eine wissenschaftliche Arbeit verfasst wird. Studierende der Medienwissenschaft der Universität Basel bezahlen im Stadtkino Basel nach der Anmeldung zum Modul einen vergünstigten Eintrittspreis.
    Am Institut für Medienwissenschaft betreut Prof. Dr. Georg Christoph Tholen mit seinem Ordinariat das Modul. Die praxisnahe Vertiefung der filmtheoretischen und zeithistorischen Studieninhalte im Modul «Filmwissen» fügt sich dabei in die langjährige Tradition der Kombination von Theorie und Praxis im Rahmen des kulturwissenschaftlichen Studienschwerpunkts der Basler Medienwissenschaften.
    Das Stadtkino Basel legt mit seinem Filmprogramm jeden Monat zwei Schwerpunkte. Im Zentrum stehen die Pflege des filmhistorischen Repertoires, umfassende Retrospektiven, die Vorführung von Werken noch unbekannter Filmautoren sowie ganz besonders die Präsentation inhaltlich oder formal innovativer Werke.

    So weit die Medienmitteilung des Stadtkinos. Und ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das toll finde, oder befremdlich. Reduzierte Eintrittspreise sind gut für die Studis, ein mehr oder weniger garantiertes Kontingent interessierter Zuschauerinnen ist gut für das Stadtkino. Was also gibt es zu mäkeln? Nun, es ist die Kontrollkarte, die mich stutzig macht. Die Vorstellung, dass man von jemandem einen Nachweis dafür verlangen muss, im Kino gewesen zu sein … ist mir mir ausgesprochen fremd. Wo soll man denn sonst hin, um Himmels willen?

    Topics: Film, Film und Kunst, Filmgeschichte, Kino, Kinowerbung | 5 Kommentare »

    5 Comments

    1. mein lieber, die vorstellung ist mir genauso fremd wie dir. aber ein blick in die realität der hochschulen zeigt, dass diese, unsere haltung leider eine des letzten jahrhunderts ist. let’s face it: wir sind outdated. heute gibz i tube, you tube, we all tube for i tube… oder so ähnlich in abwandlung von roberto benigni…

      Kommentar by trefzer — 16. Februar 2009 @ 18:21

    2. Bologna? Credit points?

      Kommentar by Neumann — 17. Februar 2009 @ 08:54

    3. …und wenn man die kleine schwester mit der karte ins kino schickt, kriegt man die credit-punkte noch billiger…

      Kommentar by trefzer — 17. Februar 2009 @ 18:43

    4. Haha. Früher gab’s Leute, die studierten 20 Semester lang Deutsch, weil sie *sowieso* viel mehr im Kino abhingen als anderswo – und ihre Lizarbeit hatte mit Literatur etwa so viel zu tun wie ein Motorrad mit Transportmitteln. Die wurden dann Filmkritiker. Und heute muss man die Trantüten von Studenten mit Vergünstigungen ins Kino locken.
      Aber es passt schon: Youtube ist ungefähr das, was man braucht, um in 20min Filmkritiken zu schreiben… Welch eine Reise ins Herz der Dunkelheit.

      Kommentar by Pit — 18. Februar 2009 @ 02:23

    5. stimmt, früher war mehr lametta ;-)

      Kommentar by trefzer — 18. Februar 2009 @ 08:34

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