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    Locarno 09: Die Preise

    Von Michael Sennhauser | 15. August 2009 - 21:30

    Goldener Leopard für Xiaolu Guo für 'She A Chinese' © Fotofestival Pedrazzini

    Goldener Leopard für Xiaolu Guo für 'She A Chinese' © Fotofestival Pedrazzini

    Mit She, A Chinese von Xiaolu Guo hat die internationale Jury den Goldenen Leoparden an einen Film vergeben, der erst gegen Ende des Wettbewerbs gezeigt worden ist. Die chinesischstämmige Xiaolu Guo lebt in London, ihr Film spielt in China und in England. Und er ist in der Tat beeindruckend auf ganz verschiedenen Ebenen. Zunächst erzählt er von einer Chinesin, die eher perspektivenlos auf dem Land aufwächst, nach einer Vergewaltigung in die Stadt flüchtet, sich dort ausgerechnet mit einem Auftragsschläger zusammentut, und nach dessen gewaltsamem Tod aus einem Impuls heraus mit dem unter der Matratze gefundenen Geld nach London fliegt. Dort beginnt sie dann ein Immigrantenleben, das uns allenfalls aus der Aussenperspektive bekannt vorkommt, das uns der Film aber überaus packend und zurückhaltend zugleich aus einer neuen, nicht unbedingt subjektiven Sicht vermittelt.

    Der Spezialpreis der Jury und der Preis für die beste Regie gingen an meinen persönlichen Favoriten Buben.Baraban des Russen Alexei Mizgirev.

    Den Preis als Beste Darstellerin erhielt die Holländerin Lotte Verbeek für ihre Rolle gegenüber Stephen Rea in Nothing Personal von Urszula Antoniak. Und den Leoparden für den besten männlichen Darsteller schliesslich vergab die Jury an Antonis Kafetzopoulos, den Hauptdarsteller in der satirischen Komödie Akadimia Platonos.

    Die übrigen Preise folgen detailliert nach dem Sprung.

    Darsteller-Leoparden für Lotte Verbeek und Antonis Kafetzopoulos © Fotofestival Daulte

    Leoparden für Lotte Verbeek und Antonis Kafetzopoulos © Fotofestival Daulte

    Pardofell

    62. Filmfestival Locarno
    5-15 | 8 | 2009
    Die Preisträger

    Pardofell

    Internationaler Wettbewerb

    Die Internationale Jury des 62. Internationalen Filmfestivals von Locarno:
    • Jean-Marie Blanchard, ehemaliger Direktor des Grand Théâtre de Genève, Frankreich
    • Pascal Bonitzer, Drehbuchautor und Regisseur, Frankreich
    • HONG Sangsoo, Regisseur, Südkorea
    • Nina Hoss, Schauspielerin, Deutschland
    • Luis Miñarro, Produzent, Spanien
    • Jonathan Nossiter, Regisseur, Brasilien/USA (Präsident der Jury)
    • Alba Rohrwacher, Schauspielerin, Italien

    verleiht folgende Preise:
    Goldener Leopard
    Grosser Preis des Festivals, der Stadt und Region Locarno
    (chf 90.000 zu gleichen Teilen an Regisseur und Produzent) für den besten Film:
    SHE, A CHINESE von Xiaolu GUO, Grossbritannien/Deutschland/Frankreich

    'She - A Chinese' von Xiaolu Guo

    'She - A Chinese' von Xiaolu Guo

    Spezialpreis der Jury
    Preis der Städte Ascona und Losone (chf 30.000 zu gleichen Teilen an Regisseur und
    Produzent) für den zweit besten Film:
    BUBEN.BARABAN von Alexei Mizgirev, Russland

    Preis für die beste Regie
    Preis der Stadt und Region Locarno (chf 30.000 zu gleichen Teilen an Regisseur und
    Produzent):
    Alexei Mizgirev
    Für den Film BUBEN.BARABAN, Russland

    Leopard für die beste Darstellerin
    an:
    Lotte Verbeek
    Für den Film NOTHING PERSONAL von Urszula Antoniak, Niederlande/Irland

    Lotte Verbeek in 'Nothing Personal'

    Lotte Verbeek in 'Nothing Personal'

    Leopard für den besten Darsteller
    an:
    Antonis Kafetzopoulos
    Für den Film AKADIMIA PLATONOS von Filippos Tsitos, Griechenland/Deutschland

    Pardofell

    Wettbewerb Filmmakers of the Present

    Die Jury
    • Matías Bize, Regisseur, Chile
    • Denis Côté, Regisseur, Kanada
    • Brillante Mendoza, Regisseur und Produzent, Philippinen
    • Ghassan Salhab, Regisseur, Libanon
    • Angela Schanelec, Regisseurin, Deutschland

    verleiht folgende Preise:
    Goldener Leopard Filmmakers of the Present Stadt Locarno
    die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von chf 30.000 verbunden, gestiftet
    von der Stadt Locarno
    THE ANCHORAGE von C. W. Winter und Anders Erdström, USA/Schweden

    Spezialpreis der Jury Ciné Cinéma des Wettbewerbs Filmmakers of the Present
    Ankauf des prämierten Films für SFr. 30.000 zur Ausstrahlung auf dem französischen TV-
    Sender Ciné Cinéma:
    PIOMBO FUSO von Stefano Savona, Italien

    Pardofell

    Leopard für das beste Erstlingswerk

    Die Jury
    • Esmeralda Calabria, Cutterin, Italien
    • Sepideh Farsi, Regisseurin, Iran
    • Esteban Larraín, Regisseur, Chile

    verleiht folgende Preise:

    Leopard für das beste Erstlingswerk
    Preis der Stadt und Region Locarno (chf 30.000 zu gleichen Teilen an Regisseur und
    Produzent) für den besten ersten Film in den zwei Wettbewerben (Internationaler
    Wettbewerb und Filmmakers of the Present):
    NOTHING PERSONAL von Urszula Antoniak, Niederlande/Irland

    Pardofell

    Leopards of Tomorrow

    Die Jury
    • Céline Bolomey, Schauspielerin, Schweiz
    • Denis Delcampe, Produzent, Belgien
    • Maike Mia Höhne, Kuratorin «Berlinale Shorts», Deutschland
    • Najwa Najjar, Drehbuchautorin und Regisseurin, Palästina
    • Adrian Sitaru, Regisseur, Rumänien

    verleiht folgende Preise an die Kurzfilme:
    Internationaler Wettbewerb
    Pardino d’oro
    Preis der SRG SSR idée suisse im Internationalen Wettbewerb der
    Leopards of Tomorrow
    in Höhe von chf 10.000 an:
    BELIEVE von Paul Wright, Grossbritannien (Schottland)

    Pardino d’argento
    Preis der Kodak im Internationalen Wettbewerb der Leopards of Tomorrow
    in Form von Filmmaterial der Eastman Kodak Company im Gesamtwert von chf 12.000
    an einen Schweizer Film und einen Film im Internationalen Wettbewerb an:
    VARIÁCIÓK von Krisztina Esztergályos, Ungarn
    Preis für Film- und Videountertitelung
    bestehend aus der Untertitelung in drei mitteleuropäische Sprachen, gestiftet von
    der Firma Film & Video Untertitelung Gerhard Lehmann AG geht an:
    NO COUNTRY FOR CHICKEN von Huang HUANG, China

    Besondere Erwähnung
    EDGAR von Fabian Busch, Deutschland

    Nationaler Wettbewerb
    Pardino d’oro
    Preis George Foundation für den besten Schweizer Kurzfilm in der Höhe von chf 10.000
    an:
    LAS PELOTAS von Chris Niemeyer, Schweiz

    Pardino d’argento
    Preis der Kodak im Internationalen Wettbewerb der Leopards of Tomorrow
    in Form von Filmmaterial der Eastman Kodak Company im Gesamtwert von chf 12.000
    an einen Schweizer Film und einen Film im Internationalen Wettbewerb an:
    NACHTSPAZIERGANG von Christof Wagner, Schweiz

    Action Light Preis für das beste Schweizer Nachwuchstalent
    In Form filmtechnischer Dienstleistungen im Wert von chf 36.000. Die Preisstifter sind
    Action-Light, Avant-première, Film Demnächst, Fujifilm, Sound Design Studio, Swiss
    Effects, Taurus Studio, Titra Film und Yak Film. Der Preis geht an:
    CONNIE von Judith Kurmann, Schweiz

    Pardofell

    Preis „Cinema e Gioventù“ – Leopards of Tomorrow

    Die Jury Cinema e Gioventù für die Sektion Leopards of Tomorrow setzt sich zusammen
    aus Elena Binda, Valentina Bosia, Carlotta Dionisio, Vania Gottardi, Jasmine Leoni,
    Giulia Moltrasio, Gianni Nägeli, Valentina Peduzzi, Samira Yeganeh.
    Das Preisgeld in Höhe von chf 3.000 ist gestiftet vom Departement für Bildung, Kultur
    und Sport des Kantons Tessin und geht zu gleichen Teilen an einen Film aus dem
    nationalen Wettbewerb und dem internationalen Wettbewerb:

    Bester Kurzfilm im internationalen Wettbewerb:
    TÚNELES EN EL RÍO von Igor Galuk, Argentinien

    Besondere Erwähnung
    GJEMSEL von Aleksandra Niemczyk, Norwegen

    Bester Kurzfilm im nationalen Wettbewerb:
    KITSCH PANORAMA von Gilles Monnat, Schweiz

    Pardofell

    Die Jugendjury
    Internationaler Wettbewerb
    Die Jury
    Giovanna Albonico, Roxane Barclay, Diego Benzoni, Giona Bucher, Askanio Cecco, Faye
    Corthésy, Violette Mandry, Paolo Marioni, Benoît Tabin, Carlotta Tognola, Nathigane
    Vanello

    verleiht folgende Preise:

    Erster Preis (chf 6.000)
    gestiftet vom Departement für Bildung, Kultur und Sport des Kantons Tessin an:
    Urszula Antoniak für den Film
    NOTHING PERSONAL, Niederlande/Irland

    Zweiter Preis (chf 4.000)
    gestiftet vom Departement für Bildung, Kultur und Sport des Kantons Tessin an:
    Bernard Emond für den Film
    LA DONATION, Kanada

    Dritter Preis (chf 2.000)
    gestiftet vom Departement für Bildung, Kultur und Sport des Kantons Tessin an:
    Filippos Tsitos für den Film
    AKADIMIA PLATONOS, Griechenland/Deutschland

    Preis für Umwelt und Lebensqualität (chf 3.000)
    gestiftet vom Kantonalen Departement des Gebietes für den Wettbewerbsfilm, der
    das Konzept «Umwelt ist Lebensqualität» am besten ausdrückt. Der Preis geht an:
    Bernard Emond für den Film
    LA DONATION, Kanada

    Besondere Erwähnung:
    BUBEN.BABARAN von Alexei Mizgirev, Russland

    Pardofell

    Prix du Public UBS

    Der Publikumspreis der Piazza Grande (20.000 CHF) geht an den Film:
    GIULIAS VERSCHWINDEN von Christoph Schaub, Schweiz

    Pardofell

    Variety Piazza Grande Award

    Der Variety Piazza Grande Award wird durch eine Jury der Kritiker Derek Elley und Jay
    Weissberg der amerikanischen Zeitschrift an einen Film aus dem Programm der Piazza
    Grande vergeben, der als Weltpremiere oder internationale Premiere gezeigt wird. Der
    Preis geht an ein Werk, das sowohl durch seine künstlerische Qualitäten als auch durch
    sein Potenzial in der Kinoauswertung besticht. Der Variety Piazza Grande Award geht
    an den Film:

    SAME SAME BUT DIFFERENT von Detlev Buck, Deutschland

    Pardofell

    Prix Netpac
    Netpac: Netzwerk für die Promotion des asiatischen Kinos

    Die Jury
    • Elena Alberto, Italien
    • Patrick Frater, Hongkong
    • Paul Venugopal Bina, Indien

    verleiht ihren Preis an:

    SHAM MOH (AT THE END OF DAYBREAK)
    von HO Yuhang, Malaysia/Hongkong/Südkorea

    Besondere Erwähnung:
    YE DIAN (ONE NIGHT IN SUPERMARKET) von YANG Qing, China

    Pardofell

    Preis FIPRESCI Jury der internationalen Filmkritiker

    Die Jury
    • Ronald Bergan, Grossbritannien
    • Dana Duma, Rumänien
    • Madeleine Hirsiger, Schweiz
    • Mahmoud Jemni, Tunesien
    • Michael Ranze, Deutschland

    verleiht ihren Preis für den besten Wettbewerbsbeitrag an:

    NOTHING PERSONAL von Urszula Antoniak, Niederlande/Irland

    Pardofell

    Preis der Ökumenischen Jury

    Die Jury
    • Christine Bolliger-Erard, Frankreich
    • Lucia Cuocci, Italien
    • Jos Horemans, Belgien
    • Dr. Stefanie Knauss, Österrreich/Italien
    • Dr. Bojidar Manov, Bulgarien
    • Fawzi Soliman, Ägypten

    Der Preis ist mit SFr. 20.000 dotiert und wird für die Filmdistribution in der Schweiz
    vergeben. Das Preisgeld stellen die evangelisch-reformierten und die römisch-
    katholischen Kirchen der Schweiz zur Verfügung. Der Preis geht an:

    AKADIMIA PLATONOS von Filippos Tsitos, Griechenland/Deutschland

    Besondere Erwähnung:
    NOTHING PERSONAL von Urszula Antoniak, Niederlande/Irland

    Pardofell

    Prix FICC / IFFS
    Dachorganisation der Filmclubs und nicht-kommerzieller Kinos

    Die Jury
    • Per Ekman, Schweden
    • Laurence Gogniat, Schweiz
    • Geir Ornholt, Norwegen

    verleiht den Don Quijote Preis an:

    LA DONATION von Bernard Emond, Kanada

    Pardofell

    Preis Art & Essai CICAE
    Preis des internationalen Verbands der Studiokinos

    Die Jury
    • Giancarlo Giraud, Italien
    • Julien Moeschler, Schweiz
    • Ula Sniegowska, Polen

    verleiht den CICAE-Preis an:
    NOTHING PERSONAL von Urszula Antoniak, Niederlande/Irland

    Pardofell

    Semaine de la critique

    Die Jury
    • André Ceuterick, Belgien
    • Marisa Marzelli, Schweiz
    • Markus Wille, Liechtenstein

    verleiht den Preis SRG SSR idée suisse/Semaine de la critique, dotiert mit chf 8.000, an:

    PIANOMANIA von Robert Cibis und Lilian Franck, Österreich/Deutschland

    Pardofell

    Topics: Autor / Drehbuchautorin, awards, Dokumentarfilm, Filmbusiness, Filmfestival, Regisseur/in, Schauspieler/in | 7 Kommentare »

    7 Comments

    1. Der ganze Locarno-Blogg war sehr gut, aber für dieses Schlussbouquet hättest du den Preis des besten Filmjournalisten verdient – wenn es den denn gäbe! Wie hast du das in der kurzen Zeit zwischen dem letzten Film und der Preisverleihung fertig gebracht? Bin begeistert: Dede

      Kommentar by dede — 16. August 2009 @ 11:15

    2. Chapeau! Gute Trefferquote bei den Katzen, exzellente Berichterstattung. Mit Blog und DRS2/4 war man dieses Jahr fast wie dabei. Ohne einen Film gesehen zu haben allerdings.
      Deshalb die Frage: Irgendwelche Gerüchte aufgeschnappt, ob es She, a Chinese, Buben, Baraban oder auch Frontier Blues auf andere Schweizer Leinwände als diejenige von Locarno schaffen werden?

      Kommentar by PeeWee — 16. August 2009 @ 11:56

    3. @PeeWee Danke! Zu den Filmen: Noch nicht klar. «Nothing Personal» hat Chancen, der Kritikerwochen-Hit «Pianomania» ist auf gutem Weg, «Frontier Blues» dürfte ziemlich sicher den Weg in die Schweizer Kinos auch finden. Und natürlich «Akadimia Platonos» Bei den anderen habe ich meine Zweifel, die Gewinnerfilme von Locarno haben es in den letzten Jahren so gut wie nie zu einem Schweizer Verleih gebracht.

      Kommentar by Michael Sennhauser — 16. August 2009 @ 12:07

    4. Das war auch mein bevorzugter Festivalblog, obwohl die Kritiken nicht immer meine Meinung wiederspiegelten. Aber wäre das so, dann hätte ich nach dem zweiten Mal wohl gar nicht mehr reingeschaut :-)

      Kommentar by Urs — 16. August 2009 @ 17:05

    5. @urs Das freut mich sehr. Ich habs nämlich auch immer so gehalten. Die interessantesten Kritiker sind die, welche einen einleuchtend anderen Blick haben als ich (sonst könnte ich mich ja stundenlang selber lesen ;)

      Kommentar by Michael Sennhauser — 16. August 2009 @ 18:10

    6. @Michael: Wenigstens in diesem Punkt stimme ich dir voll und ganz zu :-)

      Kommentar by Urs — 17. August 2009 @ 12:55

    7. danke für deine locarno berichterstattung. aber nach dem artikel frag ich mich, ob jeder film einen preis bekam …

      Kommentar by Helmut Montag — 19. August 2009 @ 16:04

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