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    Kinemathek Le Bon Film, Basel

    Von Michael Sennhauser | 20. August 2009 - 07:23

    Kinemathek Le Bon Film Basel Gönnerliste

    Mit einem Fest und der Vorführung einer raren Kopie von Josef von Sternbergs The Shanghai Gesture von 1941 feierte das Stadkino Basel gestern Abend die Eröffnung der Kinemathek Le Bon Film. Sie besteht aus einer Sammlung von fünfhundert 35mm Filmkopien internationaler Klassiker: zentrale Werke des europäischen Filmschaffens, aus Hollywood und Südamerika. Ein Schwerpunkt der Sammlung bildet das deutsche Filmschaffen von 1929 bis heute. Die ursprünglich private Sammlung wurde Le Bon Film, dem ältesten aktiven Filmklub der Schweiz, vor rund zwei Jahren angeboten. Nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie machte sich der Vorstand des Vereins zusammen mit Stadtkino-Leiterin Nicole Reinhard dahinter, den Traum vom eigenen Archiv umzusetzen. Mit Hilfe einer ganzen Reihe von Geldgebern und der Stadt Basel konnte nicht nur das Archiv eingerichtet werden, sondern auch gleich neue grosszügige Büroräume in der Nähe des Stadtkinos. Für Nicole Reinhard und ihr Team ist die Kinemathek ein wichtiges Element im Hinblick auf die Filmprogrammierung. 35mm-Kopien alter und neuer Filme sind nämlich kaum mehr zu bekommen, Archive und Cinémathèquen verstehen sich zunehmend als Museen und Bewahrer und lassen ihre Schätze nur noch innerhalb ihres eigenen erlauchten Kreises zirkulieren. Kleinere Filmklubs und Programmkinos müssen immer mehr auf DVD-Kopien von Klassikern zurückgreifen. Mit der eigenen Kinemathek ist das Stadtkino Basel jetzt aber plötzlich zum interessanten Partner für viele namhafte Filmarchive geworden: Man hat etwas zu bieten.

    Nicole Reinhard

    Nicole Reinhard

    Nicole Reinhard erklärt, warum die eigene Kinemathek das Stadtkino Basel in eine neue Liga katapultiert:

    Einen öffentlichen Katalog der Bestände wird es übrigens nicht geben, im internationalen Poker um Kopien ist es offenbar wichtig und kontaktfördernd, direkte Anfragen nötig zu machen. Dafür stehen die Bestände Studierenden der Filmwissenschaften und anderen Interessierten gegen Gebühr und auf Anfrage zur Visionierung auf dem Schneidetisch an der Theaterstrasse 22 in Basel zur Verfügung.

    Kinemathek LBF Don Camillo di Aquila

    Die Tausch-Leihe hat begonnen, Don Camillo kommt aus Aquila.

    Und hier noch ein Film-Beitrag zur neuen Kinemathek auf art-tv.ch

    Topics: Film und Kunst, Filmgeschichte, Filmpolitik, Kino, Verleih | 1 Kommentar »

    1 Kommentar

    1. Wichtigkeit und Wertschätzung bemessen sich also danach, was man bringt. Beziehungen sind keineswegs selbstlos(-es Interesse), sondern regeln sich über Absicherung und Versprechung durch den Besitz. Wer aus der Logik der Ökonomie fällt, findet nicht statt, weil er zu wenig attraktiv ist. Das Projekt Stadtkino muss fitgespritzt werden – mancher Traum auf der Leinwand blieb seine Idee und schöne Kunst.

      Kommentar by Stefan Peter — 22. August 2009 @ 01:25

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