Filmpodcast Nr. 157 : New Moon, Cargo-Magazin, Duisburger Dox.

cargo film covers

Hier ist Kino im Kopf, präsentiert von Brigitte Häring und bestückt von mir: Gesäusel und Gelaber zu New Moon. Fragen an Bert Rebhandl zur Genese von Cargo, dem wirklich tollen neuen Film- und Kulturmagazin mit Web-Front- und Backend. Und dann noch das Gespräch mit Jörg Adolph und Stefan Landorf zu ihren Dokfilmen Lost Town und Besprechung. Dazu wie immer die Unverpassbaren und die Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 49

Gefällt ohne ganz zu überzeugen: 'Novemberkind' von Christian Schwochow
Gefällt, ohne ganz zu überzeugen: ‚Novemberkind‘ von Christian Schwochow

Hier also wieder die fünf Filme im aktuellen Kinoangebot der Deutschschweiz, die Sie meiner Meinung nach nicht verpassen sollten. Da Novemberkind zwar gefällt, aber nicht völlig überzeugt, und weil New Moon zwar unüberseh- aber ganz bestimmt nicht unverpassbar ist, bleibt die Liste die gleiche wie vor einer Woche:

  1. Tannöd von Bettina Oberli. Die stimmungsvolle und rasant geschnittene Verfilmung des Bestsellers..
  2. Die Frau mit den fünf Elefanten von Vadim Jendreyko. Ein schönes Portrait einer wunderbaren alten Frau.
  3. Mary & Max berührend schönes, tabufreies und rotzfreches Plastillinkino aus Australien.
  4. Looking for Eric von Ken Loach. Eine wunderbare Tragikomödie mit Steilpass von Fussballstar Cantona.
  5. Das Weisse Band von Michael Haneke. Ein präziser Entwurf zur Jugend jener Generation, die später Hitler wählte – und das altersweise (und alterssture) Gegenstück zu Bettina Oberlis Tannöd.

Duisburger Nachlese – Zwei Dokfilme, zwei Systeme

Lost Town Projekt © Anne Niemann, Johannes Ingrisch
Lost Town Projekt © Anne Niemann, Johannes Ingrisch

Immer im Spätherbst beleuchtet die Duisburger Filmwoche Zustand und Methoden des deutschsprachigen Dokumentarfilms. Ich war war dabei in der Stadt am Rhein und habe mit zwei Dokumentarfilmern über ihre gezeigten Arbeiten gesprochen. Stefan Landorf hat mit Besprechung einen fast schon abstrakten Film über die Sitzungskultur in Unternehmen gedreht, während Jörg Adolph mit Lost Town den Leidensweg eines jungen Architektenpaars und ihres Prestigeprojekts verfolgt – zwei Filme zur zeitgenössischen Berufs- und Arbeitskultur, zwei komplett unterschiedliche Ansätze. Eine Reflexe-Sendung auf Schweizer Radio DRS2:

Lost Town Besprechung

Ausstrahlung:
Donnerstag, 26. November 2009, 11 Uhr und 22 Uhr, DRS2

Download (MP3, 13.5 MB)

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Blu-ray gegen 35mm im Filmpodium

Bluray35mm

Am 7. Oktober, als ich auf der Rückreise von der Duisburger Filmwoche war, führte das Zürcher Filmpodium im Studio 4 einen Vergleichstest digitaler und analoger Formate und Projektionen durch. Ich wäre da gerne dabei gewesen, aber jetzt steht in der aktuellen c’t ein ziemlich ausführlicher Bericht dazu. Und das Fazit, dass eine gute Blu-ray Kopie mit dem richtigen Projektor einer schlechten 35mm-Kopie auf jeden Fall überlegen sei. Was zu erwarten war, aber die eingeschworenen Analogfans nicht bekehren wird. Dabei ist längst klar, dass alle Filmarchive der Welt in Zukunft ihre wertvollen Kopien noch eifersüchtiger hüten und nur noch Digitalkopien rausgeben werden:

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The Twilight Saga: NEW MOON

Wahre Liebe wartet. Robert Pattinson und Kristen Stewart © ascot elite
Wahre Liebe wartet. Robert Pattinson und Kristen Stewart © ascot-elite

Schon überraschend, wenn in einem Vampirfilm nur von den Werwölfen richtig zugebissen wird. Mit diesem zweiten Film ist die Saga bei der Buchreihe (und der Harry-Potter-Franchise) angekommen, und all die schmachtend konservativen Werte von Stephenie Meyers Romanen sind auf dem besten Weg, zur Formel zu erstarren. Ist es Catherine Hardwicke mit dem ersten Film noch erstaunlich gut gelungen, Romantik, Frauentraum und Teenager-Angstlust in ansprechender Schwebe zu halten, spielt Auftragsregisseur Chris Weitz die vom Studio zweifellos analysierten Attraktionselemente bereits in serieller Reihung aus: „Wahre Liebe wartet“ ist das zentrale Motto, auch wenn es im Film nie so ausgesprochen wird.

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Filmpodcast Nr. 156 : Tannöd, Die Frau mit den fünf Elefanten, Filmwissenschaft Flückiger.

Kathrin (Julia Jentsch) und Johann (Volker Bruch) in 'Tannöd' © pathefilms
Kathrin (Julia Jentsch) und Johann (Volker Bruch) in 'Tannöd' © pathefilms

Hier ist Kino im Kopf. Brigitte Häring stellt uns heute ausführlich Bettina Oberlis Tannöd-Verfilmung vor, und ich Vadim Jendreykos Dokumentarfilm Die Frau mit den fünf Elefanten über die 86jährige Dostojewskij-Übersetzerin Swetlana Geier. Ausserdem hat sich Brigitte Häring mit der Zürcher Filmwissenschaftlerin Barbara Flückiger unterhalten, anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Filmwissenschaften an der Uni Zürich. Und dazu haben wir wie gewohnt Tonspur-Rätsel und Filmtipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 48

Swetlana Geier: 'Die Frau mit den fünf Elefanten' © cineworx
Swetlana Geier: 'Die Frau mit den fünf Elefanten' © cineworx

Hier sind sie, die fünf Filme im aktuellen Kinoangebot der Deutschschweiz, die Sie meiner Meinung nach nicht verpassen sollten:

  1. Tannöd von Bettina Oberli. Die stimmungsvolle und rasant geschnittene Verfilmung des Bestsellers..
  2. Die Frau mit den fünf Elefanten von Vadim Jendreyko. Ein schönes Portrait einer wunderbaren alten Frau.
  3. Mary & Max berührend schönes, tabufreies und rotzfreches Plastillinkino aus Australien.
  4. Looking for Eric von Ken Loach. Eine wunderbare Tragikomödie mit Steilpass von Fussballstar Cantona.
  5. Das Weisse Band von Michael Haneke. Ein präziser Entwurf zur Jugend jener Generation, die später Hitler wählte – und das altersweise Gegenstück zu Bettina Oberlis Tannöd.

Nationale Altersfreigabe auf gutem Weg

crykidsmall.jpgDie „Vereinbarung über eine schweizerische Kommission Jugendschutz im Film“, welche in der Frühjahrsversammlung der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) noch an vier Gegenstimmen gescheitert ist, ist seit gestern auf gutem Weg. Mittlerweile ist auch der Kanton Graubünden an Bord. Nach der Diskussion in der Herbstversammlung vom 12./13 November 2009 haben nur noch die drei Westschweizer Kantone Genf, Neuenburg und Waadt Einwände gegenüber der Vereinbarung. Die Versammlung hat sie in der Folge deshalb mit 34:0 Stimmen bei vier Enthaltungen unter dem Vorbehalt genehmigt, dass die drei genannten Kantone sich der Lösung nach einer Bereinigungssitzung ebenfalls anschliessen können. Roger Schneeberger, Generalsekretär der KKJPD, wurde damit beauftragt, mit den Westschweizern die Differenzbereinigung in Angriff zu nehmen. Telefonisch gab er sich gestern zuversichtlich, dass die Vereinbarung in zwei bis sechs Monaten umgesetzt werden könne. Hier die Medienmitteilung (pdf) der KKJPD, der Vorschlag (pdf), und die Erläuterungen (pdf) zum Vorschlag.

Filmpodcast Nr. 155: Looking for Eric, Kurzfilmtage Ufmüpferli.

Ufmüpferli 'Je suis une bombe' Kurzfilm (2006) von Elodie Pong
Ufmüpferli 'Je suis une bombe' Kurzfilm (2006) © Elodie Pong

Hier ist Kino im Kopf mit Michael Senhauser. Brigitte Häring stellt uns heute Looking for Eric von Ken Loach vor, ich habe seinen Drehbuchautor Paul Laverty getroffen. Ausserdem hat Brigitte Häring an den Wintherthurer Kurzfilmtagen ein paar Ufmüpferli gesehen. Was das ist, erklärt sie uns ebenfalls heute. Dazu das übliche Tonspurrätsel – und die fünf Filme, die Sie nicht verpassen sollten.

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Die Unverpassbaren, Woche 47

Steve Evets und Eric Cantona in 'Looking for Eric' © filmcoopi
Steve Evets und Eric Cantona in 'Looking for Eric' © filmcoopi

Dies sind die donnerstäglichen fünf Filme aus dem aktuellen Deutschschweizer Angebot, welche meiner Meinung nach niemand verpassen sollte:

  1. Looking for Eric für einmal ist Ken Loach nicht nur engagiert und gut und eindrücklich, sondern auch noch richtig populär.
  2. Mary & Max berührend schönes, tabufreies und rotzfreches Plastillinkino aus Australien.
  3. The Informant Irrwitziges Verwirrspiel in Kreisen des FBI und der Wirtschaftskriminalität. Mit einem einmal mehr perfekt unscheinbaren Matt Damon.
  4. El nido vacio von Daniel Burman aus Argentinien. Der Film ist ein kleine Schule des Sehens.
  5. Das Weisse Band von Michael Haneke. Ein präziser Entwurf zur Jugend jener Generation, die später Hitler wählte.