RIP Dino de Laurentiis

Aus der Lebensgeschichte von Agostino de Laurentiis hätte man einen Film machen können – aber wahrscheinlich hätte der Mann, den Freunde wie Feinde „Dino“ nannten, diesen Film nicht produziert: Die kommerziellen Aussichten wären ihm nicht gross genug gewesen. Agostino de Laurentiis kam im August 1919 zur Welt, als Sohn eines Spaghetti-Produzenten, und – zumindest der Legende nach – waren Spaghetti auch das erste, was der junge Dino verkaufte. Er studierte am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom, musste das Studium aber abbrechen wegen dem 2. Weltkrieg. Aber gleich danach gings zur Sache, 1946 gründete er seine eigene Produktionsgesellschaft und stieg genau dort ein, wo die Wiedergeburt des europäischen Kinos einsetzte. „RIP Dino de Laurentiis“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 46

Elle Fanning, Stephen Dorff: 'Somewhere' von Sofia Coppola ©pathefilms
Elle Fanning, Stephen Dorff: 'Somewhere' von Sofia Coppola ©pathefilms

Erst diese fünf Filme sehen. Dann alle anderen.

  1. Somewhere von Sofia Coppola. Die Tochter des Meisters schafft einmal mehr eine chirurgisch eindringliche Flachbohrung auf hauchdünn glamouröser Oberfläche.
  2. Buried von Rodrigo Cortès. Für die schiere Chuzpe, einen Film von der ersten bis zur letzten Einstellung in einer geschlossenen Kiste zu drehen. Noch nie war man im Kino lebendiger begraben.
  3. Nel giardino dei suoni von Nicola Bellucci. Die Klangwelten und das Können des blinden Therapeuten Wolfgang Fasser. Ein akkustisches und optisches Kinoerlebnis der Sonderklasse.
  4. Sommervögel von Paul Riniker. Der erste Spielfilm des Stardokumentarfilmers geht bei aller Leichtigkeit überraschend unter die Haut.
  5. Sennentuntschi von Michael Steiner. Endlich im Kino – der Film ist viel besser als der Ruf der rachsüchtigen, lebendig gewordenen Sexpuppe aus Stroh.

Und morgen im Filmpodcast: mehr zu Somewhere, den Kurzfilmtagen in Winterthur, und die DVD Peacock die raffinierteste Hommage an Hitchcocks Psycho seit langem.

Filmpodcast Nr. 206: Buried, Gewalt im Krimi, DVD Fantasia, Spuren von Thomas Heise.

Wieder zu haben: 'Fantasia' ©Disney
Wieder zu haben: 'Fantasia' ©Disney

Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Heute sind wir lebendig begraben mit Buried von Rodrigo Cortés, wir lassen uns bestätigen, dass Krimis nicht wirklich gewalttätiger geworden sind, und wir erfahren, wer Yen Sid ist, und was er mit Fantasia zu tun hat. Der Berliner Dokumentarfilmer Thomas Heise erzählt, wie er zu seiner Materialsammlung gekommen ist, wem er wann eine Videokamera geklaut hat, und wie sich das in „Spuren“ niederschlägt. Und dazu wie immer Kurztipps und Tonspur.

Saugen: Filmpodcast Nr. 206 (Rechtsklick für Download). Hören:


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Die Unverpassbaren, Woche 45

Ryan Reynolds in 'Buried' von Rodrigo Cortés ©Ascot Elite
Ryan Reynolds in 'Buried' von Rodrigo Cortés ©Ascot Elite

Erst diese fünf Filme sehen. Dann alle anderen.

  1. Buried von Rodrigo Cortès. Für die schiere Chuzpe, einen Film von der ersten bis zur letzten Einstellung in einer geschlossenen Kiste zu drehen. Noch nie war man im Kino lebendiger begraben.
  2. Nel giardino dei suoni von Nicola Bellucci. Die Klangwelten und das Können des blinden Therapeuten Wolfgang Fasser. Ein akkustisches und optisches Kinoerlebnis der Sonderklasse.
  3. Sommervögel von Paul Riniker. Der erste Spielfilm des Stardokumentarfilmers geht bei aller Leichtigkeit überraschend unter die Haut.
  4. Au revoir Taipei von Arvin Chen. Skurril-romantisches Kino aus dem anderen China mit unglaublich schönen Bildern aus dem nächtlichen Taipeh.
  5. Sennentuntschi von Michael Steiner. Endlich im Kino – der Film ist viel besser als der Ruf der rachsüchtigen, lebendig gewordenen Sexpuppe aus Stroh.

Und morgen im Filmpodcast: mehr zu Buried , zu Gewalt im Fernsehkrimi, ein DVD-Tipp zur Neuausgabe von Disneys Fantasia und ein ausführliches Gespräch mit Dokfilmer Thomas Heise zu Material und Spuren .