Filmpodcast Nr. 346: The Company You Keep, La Grande Bellezza, Frances Ha

Robert Redford 'The Company You Keep' © ascot-elite
Robert Redford ‚The Company You Keep‘ © ascot-elite

Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Georges Wyrsch hat sich gefragt, wo Robert Redford mit The Company You Keep hinzielt. Ich stelle Paolo Sorrentinos La grande bellezza vor, und dazu machen wir einen kleinen Kinoausflug nach Rom. Und schliesslich schauen wir, was Noah Baumbach und Greta Gerwig mit ihrer Frances Ha in New York anstellen. Dazu wie immer die Kurztipps. Und eine verhängte Tonspur mit Auflösung am Ende.

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Die Unverpassbaren, Woche 30

Toni Servillo ist Jep Gambardella in 'La grande bellezza' © pathéfilms
Toni Servillo ist Jep Gambardella in 'La grande bellezza' © pathéfilms
Toni Servillo ist Jep Gambardella in ‚La grande bellezza‘ © pathéfilms

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Frances Ha von Noah Baumbach. Ein schwarzweisses Denkmal für all jene, welche von einer Künstlerkarriere in der Grossstadt träumen und sich schliesslich mit ihrem wirklichen Leben arrangieren müssen
  2. La Grande Bellezza von Paolo Sorrentino. Der interessanteste italienische Filmemacher scheitert höchst ehrenvoll mit seinem grandiosen Versuch, Fellinis Phantome zu beschwören. Sehr sehenswert.
  3. Au bout du conte von Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri. Prinzessin sucht Prinzen und findet den Wolf. Ein märchenhaftes Personenkalaidoskop, unverkennbar Marke Jaoui-Bacri.
  4. Child’s Pose von Calin Peter Netzer. Ein 35jähriger Sohn und seine unerträgliche Helikopter-Mutter in Bukarest, ein Familien-, Klassen- und Geschlechterdrama mit diesem rumänischen Realitäts-Touch, der unter die Haut geht. Goldener Berlinale Bär 2013.
  5. Tango libre von Frédéric Fonteyne. Das Drehbuch stammt von Hauptdarstellerin Anne Paulicevich und der Film dreht sich um eine Frau, drei Männer im Gefängnis und Tango-Lektionen eben dort. Sehr seltsam, sehr stark.

Im Filmpodcast morgen mehr zu Frances Ha, La Grande Bellezza und Robert Redfords The Company You Keep.

Filmpodcast Nr. 345: Pacific Rim, Now You See Me, Jaoui, Bacri, Au bout du conte, Chimères, Der Ausflug

Guillermo del Toro mit einem Stück 'Pacific Rim' © 2013 Warner Bros
Guillermo del Toro mit einem Stück ‚Pacific Rim‘ © 2013 Warner Bros

Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Georges Wyrsch hat Guillermo del Toros Robo-Monster-Film Pacific Rim gesehen, Hannes Nüsseler den Magic Heist Movie Now You See Me und ich stelle Au bout du conte vor, das jüngste Werk von Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri. Wer danach immer noch Lust hat, kann sich noch drei Minuten meiner Berichterstattung vom Neuchâtel International Fantastic Film Festival NIFFF anhören, in denen ich die beiden Schweizer Beiträge Chimères und Der Ausflug vorstelle. Dazu die gewohnten Kurztipps. Und eine Tonspur mit Auflösung am Ende.

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Die Unverpassbaren, Woche 29

Arthur Dupont und Agathe Bonitzer 'Au bout du conte' ©filmcoopi
Arthur Dupont und Agathe Bonitzer ‚Au bout du conte‘ ©filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Au bout du conte von Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri. Prinzessin sucht Prinzen und findet den Wolf. Ein märchenhaftes Personenkalaidoskop, unverkennbar Marke Jaoui-Bacri.
  2. Child’s Pose von Calin Peter Netzer. Ein 35jähriger Sohn und seine unerträgliche Helikopter-Mutter in Bukarest, ein Familien-, Klassen- und Geschlechterdrama mit diesem rumänischen Realitäts-Touch, der unter die Haut geht. Goldener Berlinale Bär 2013.
  3. Tango libre von Frédéric Fonteyne. Das Drehbuch stammt von Hauptdarstellerin Anne Paulicevich und der Film dreht sich um eine Frau, drei Männer im Gefängnis und Tango-Lektionen eben dort. Sehr seltsam, sehr stark.
  4. Une Estonienne à Paris von Ilmar Raag. Jeanne Moreau, die grande dame des französischen Kinos und Laine Mägi aus Estland in einem handwerklich beinahe perfekten Alters-Rührstück.
  5. Before Midnight von Richard Linklater. Das dienstälteste Liebespaar des zeitgenössischen Kinos lacht und streitet wieder in alter Frische. Definitiv ein Film für Paare.

Im Filmpodcast morgen mehr zu Pacific Rim, Now You See Me, Au bout du conte, Der Ausflug und Chimères.

AU BOUT DU CONTE von Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri

Zeit zum Sterben? Jean-Pierre Bacri und Agnès Jaoui ©filmcoopi
Zeit zum Sterben? Jean-Pierre Bacri und Agnès Jaoui ©filmcoopi

Jean-Pierre Bacri und Agnès Jaoui: Die beiden sind leidenschaftliche Schauspieler und schreiben gemeinsam Drehbücher. Die Regie allerdings überlässt Bacri gerne Jaoui. Nun erforschen sie mit dem Kinomärchen Au bout du conte gemeinsam die Gefahren einer jungen Liebe mit Wolf und Prinzessin. „AU BOUT DU CONTE von Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri“ weiterlesen

NIFFF 13: It’s alive! – Die Preise

Nicht meine erste Wahl: Hauptpreis für 'Dark Touch' von Marina de Van
Nicht meine erste Wahl: Hauptpreis für ‚Dark Touch‘ von Marina de Van

Die Preise sind vergeben – nicht alle so, wie ich mir das gewünscht hätte. Aber wir gratulieren Marina de Van für den Hauptpreis für Dark Touch. (Die weiteren Preise folgen am Ende dieses Beitrags).

An der elften Ausgabe des NIFFF, des «Neuchâtel International Fantastic Film Festival», traf einmal mehr das einschlägige Publikum auf einheimische Schlachtenbummler, neue Genre-Stars und alte Haudegen des fantasievollen Kinos. Ein Rückblick.

«It’s alive!» möchte man gerne mit Viktor Frankenstein ausrufen, der zusieht, wie seine Kreatur dank der Energie eines Blitzes zum Leben erwacht. Aber der Vergleich hinkt: Das NIFFF, das «Neuchâtel International Fantastic Film Festival» ist nicht aus Leichenteilen zusammengebaut, auch wenn das ängstliche Menschen, die noch nie da waren, immer wieder glauben. „NIFFF 13: It’s alive! – Die Preise“ weiterlesen

NIFFF 13: DARK TOUCH von Marina de Van

DARK TOUCH

Marina de Van ist nicht zum ersten Mal am NIFFF, vor zwei Jahren war sie in der Jury. 2009 lief Ne te retourne pas von ihr hors concours im offiziellen Programm von Cannes. Ihr jüngster Film zeigt einmal mehr, dass es ihr ernst ist mit düster, und dass ihr einiges liegt an starken Bildern. Aber nach wie vor gelingt ihr die Gratwanderung zwischen Genrekino und kunstwilligem Trauma-Thriller nicht völlig. „NIFFF 13: DARK TOUCH von Marina de Van“ weiterlesen

NIFFF 13: THE DYATLOV PASS INCIDENT von Renny Harlin

THE DYATLOV PASS INCIDENT

Renny Harlin war in den neunziger Jahren Hollywoods Finne für Action-Bombast. Die Hard 2, Deep Blue Sea, The Long Kiss Goodnight oder auch das Stallone-Vehikel Cliffhanger machten ihn zu einem Garanten für funktionale Hauruck-Spannung – deren Qualität stets ziemlich von jener seiner Drehbuchautoren abhängig war.

Seit der Jahrtausendwende ist sein Stern immer weiter gesunken, die letzten paar Jahre hat er vor allem fürs Fernsehen gearbeitet. Nun aber will er es offenbar noch einmal wissen – ausgerechnet mit jenem Rezept, das sein Nachfolger JJ Abrams schon totgeritten hat: Mit einem Fake-Found-Footage Movie.
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NIFFF 13: WE ARE WHAT WE ARE von Jim Mickle

Julia Garner, Bill Sage und Ambyr Childers
Julia Garner, Bill Sage und Ambyr Childers

Das mexikanische Original dieses Films war Somos lo que hay von Jorge Michael Grau, eine Variation auf das Kannibalismus-Thema, die es in die Quinzaine des réalisateurs von Cannes geschafft hatte. Als Prekariats-Parabel erregte der Film ein gewisses Aufsehen, seine internationale Karriere litt allerdings darunter, dass er den einschlägigen Horrorfilmfans nicht direkt genug war, und dem Arthouse Publikum dann doch wieder zu drastisch.

Das wird sich nicht wirklich ändern mit dem US-Remake von Jim Mickle, obwohl We are what we are zu einem wirklich starken Stück Filmkunst geworden ist. Mickle behält den Grundplot bei, dreht ihn allerdings auf der Geschlechterebene und verändert ihn zur Parabel auf religiösen Fanatismus. „NIFFF 13: WE ARE WHAT WE ARE von Jim Mickle“ weiterlesen