Fünf Highlights des Kinojahres 2013

John Goodman in 'Inside Llewyn Davis' © ascot-elite
John Goodman in ‚Inside Llewyn Davis‘ © ascot-elite

Nicht alle tollen Filme haben 2013 den Weg ins Kino gefunden. Und einzelne, wie etwa Carlos Reygadas‘ radikaler Post tenebras lux, waren zwar im Angebot, wurden aber vom Publikum verschmäht. Die folgenden fünf aber bleiben den Deutschschweizer Kinogängerinnen und Kinogängern hoffentlich in Erinnerung: „Fünf Highlights des Kinojahres 2013“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 52 – 2013

Kore-eda mit seinen wie immer hinreissenden Kinderdarstellern © trigon
Kore-eda mit seinen wie immer hinreissenden Kinderdarstellern © trigon

Über das Jahresende erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Le passé von Asghar Farhadi. Grossartig konstruiert, perfekt inszeniert, stark gespielt: Dieser Film ist fast schon zu gut, um wahr zu sein. Aber wahrhaftig ist er.
  2. Like Father Like Son von Hirokazu Kore-eda. Rührender und simpler als auch schon. Aber unverkennbar und stark.
  3. Only Lovers Left Alive von Jim Jarmusch. Die meisten grossen Kulturerrungenschaften verdanken wir sensiblen, liebevollen Vampiren. Und dieser Film macht klar, dass auch Jim Jarmusch einer ist.
  4. All Is Lost von J.C. Chandor. Ein schweigender Robert Redford macht Untertitel überflüssig als einsamer Einhandsegler in leckgeschlagener Jacht auf dem offenen Meer. Ein fast schon abstrakt konkreter Thriller, reduziert auf sein Maximum.
  5. Inside Llewyn Davis von Joel und Ethan Coen. Die Geschichte eines Mannes, der mit etwas mehr Charisma und viel mehr Glück hätte Bob Dylan sein können – aber in einem Film der Coens kommt es immer anders.

Die Unverpassbaren, Woche 51 – 2013

Mia Wasikowska, Anton Yelchin, Tilda Swinton: 'Only Lovers Left Alive' © filmcoopi
Mia Wasikowska, Anton Yelchin, Tilda Swinton: ‚Only Lovers Left Alive‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Le passé von Asghar Farhadi. Grossartig konstruiert, perfekt inszeniert, stark gespielt: Dieser Film ist fast schon zu gut, um wahr zu sein. Aber wahrhaftig ist er.
  2. Only Lovers Left Alive von Jim Jarmusch. Die meisten grossen Kulturerrungenschaften verdanken wir sensiblen, liebevollen Vampiren. Und dieser Film macht klar, dass auch Jim Jarmusch einer ist.
  3. All Is Lost von J.C. Chandor. Ein schweigender Robert Redford macht Untertitel überflüssig als einsamer Einhandsegler in leckgeschlagener Jacht auf dem offenen Meer. Ein fast schon abstrakt konkreter Thriller, reduziert auf sein Maximum.
  4. Karma Shadub von Ramón Giger und Jan Gassmann. Ein Schweizer Dokumentarfilm, der seine eigene schmerzliche Entstehung dokumentiert. Ein Sohn, sein Vater und der Versuch, Familienerinnerungen und künstlerische Visionen zusammenzubringen. Kein reines Vergnügen, aber pures Kino.
  5. Inside Llewyn Davis von Joel und Ethan Coen. Die Geschichte eines Mannes, der mit etwas mehr Charisma und viel mehr Glück hätte Bob Dylan sein können – aber in einem Film der Coens kommt es immer anders.

Filmpodcast Nr. 366: Karma Shadub, The Hobbit: The Desolation Of Smaug, All Is Lost, Manoel de Oliveira

Peter Jackson und Fässer voller Zwerge © 2013 Warner Bros
Peter Jackson und Fässer voller Zwerge © 2013 Warner Bros

Kino im Kopf mit Brigitte Häring und zum letzten Mal in diesem Jahr. Die nächste Filmrolle gibts in der zweiten Januarwoche. 105 Jahre alt und immer noch am Drehen: das ist Manoel de Oliveira. Neben einem Geburtstagsgruss an den portugiesischen Regisseur haben wir noch Folgendes zu bieten: Michael Sennhauser spricht mit dem jungen Schweizer Filmer Ramon Giger über seinen Dokfilm Karma Shadub er hat auch J.C. Chandors All is Lost gesehen. Und ich den zweiten Hobbit-Film The Desolation Of Smaug. Dazu die Kurztipps und eine Rätsel-Tonspur.

Hören:

Saugen: Filmpodcast Nr. 366 (Rechtsklick für Download)


filmpodcast

Den Filmpodcast können Sie via iTunes oder direkt abonnieren; die entsprechenden Links finden Sie auch oben rechts im Blog.

Die Unverpassbaren, Woche 50 – 2013

Robert Redford in 'All Is Lost' © uip

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. All Is Lost von J.C. Chandor. Ein schweigender Robert Redford macht Untertitel überflüssig als einsamer Einhandsegler in leckgeschlagener Jacht auf dem offenen Meer. Ein fast schon abstrakt konkreter Thriller, reduziert auf sein Maximum.
  2. Karma Shadub von Ramón Giger und Jan Gassmann. Ein Schweizer Dokumentarfilm, der seine eigene schmerzliche Entstehung dokumentiert. Ein Sohn, sein Vater und der Versuch, Familienerinnerungen und künstlerische Visionen zusammenzubringen. Kein reines Vergnügen, aber pures Kino.
  3. Inside Llewyn Davis von Joel und Ethan Coen. Die Geschichte eines Mannes, der mit etwas mehr Charisma und viel mehr Glück hätte Bob Dylan sein können – aber in einem Film der Coens kommt es immer anders.
  4. Workers von José Luis Valle. Grossartig konstruierte, engagierte und packende Geschichte um Underdogs und Overdogs in Mexico.
  5. Das merkwürdige Kätzchen von Ramon Zürcher. Ein Tag bei einer Familie, vor allem in der Küche. Ein Film, der so alltäglich wie poetisch im Fluss bleibt. Eine Komik gegen jede Regel, ein paar Augenblicke auf den Stockzähnen des Herzens.

Im Filmpodcast morgen mehr zu Karma Shadub, All is Lost, The Hobitt – The Desolation of Smaug und zum 105. Geburtstag von Manoel de Oliveira.

Filmpodcast Nr. 365: Workers, Eltern, Inside Llewyn Davis, Joel & Ethan Coen.

Oscar Isaac, Justin Timberlake, Carey Mulligan: 'Inside Llewyn Davis' © ascot-elite
Oscar Isaac, Justin Timberlake, Carey Mulligan: ‚Inside Llewyn Davis‘ © ascot-elite

Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Der Film der Woche ist ganz klar Inside Llewyn Davis von Joel und Ethan Coen. Aber bevor wir uns mit ihnen ins Greenwich Village von 1961 begeben, verleiht Brigitte Häring ihrer Begeisterung über die mexikanische Groteske Workers freien Lauf, und ich stelle das als Komödie getarnte Drama Eltern aus Deutschland vor. Und dazu wie gewohnt Kurztipps und Tonspur.

Hören:

Saugen: Filmpodcast Nr. 365 (Rechtsklick für Download)


filmpodcast

Den Filmpodcast können Sie via iTunes oder direkt abonnieren; die entsprechenden Links finden Sie auch oben rechts im Blog.

Die Unverpassbaren, Woche 49 – 2013

Ein Monument für die Prinzessin: 'Workers' © trigon
Ein Monument für die Prinzessin: ‚Workers‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Inside Llewyn Davis von Joel und Ethan Coen. Die Geschichte eines Mannes, der mit etwas mehr Charisma und viel mehr Glück hätte Bob Dylan sein können – aber in einem Film der Coens kommt es immer anders.
  2. Workers von José Luis Valle. Grossartig konstruierte, engagierte und packende Geschichte um Underdogs und Overdogs in Mexico.
  3. Das merkwürdige Kätzchen von Ramon Zürcher. Ein Tag bei einer Familie, vor allem in der Küche. Ein Film, der so alltäglich wie poetisch im Fluss bleibt. Eine Komik gegen jede Regel, ein paar Augenblicke auf den Stockzähnen des Herzens.
  4. Master of the Universe von Marc Bauder. Ein ausgestiegener Insider erzählt, wie die Banken zu einer Parallelwelt wurden. Und der Filmemacher setzt ihn dazu perfekt in Szene: Angst und Staunen.
  5. Zum Beispiel Suberg von Simon Baumann. Ein exemplarisch Schweizerischer Dokumentarfilm. Ein Filmemacher, eine Familien- und Dorfgeschichte, zwischen Heim und Weh, so individuell wie überhaupt und irgendwie richtig.

Im Filmpodcast morgen mehr zu Inside Llewyn Davis, Workers und Eltern.

Joel und Ethan Coen zu INSIDE LLEWYN DAVIS

Joel und Ethan Coen mit T-Bone Burnett © ascot-elite
Joel und Ethan Coen mit T-Bone Burnett © ascot-elite

Ein Gespräch mit Joel und Ethan Coen. Der neue Film der Coens ist Inside Llewyn Davis und folgt einem Sänger, der Bob Dylan sein könnte – ohne dessen Charisma und ohne dessen Erfolg. Eine eben so böse wie liebevolle Rekonstruktion der Folk-Szene im New Yorker Greenwich Village von 1961. Wie schon vor 13 Jahren für Oh Brother Where Art Thou haben sich die Coens mit Musik-Produzent T-Bone Burnett zusammengetan, um eine ganze Ära mit grossartigen Schauspielern auch musikalisch wieder aufleben zu lassen. Ich habe mich mit den Brüdern unterhalten über kratzbürstige Künstler, Profimusiker und die Verwandtschaft von Llewyn Davis mit Barton Fink.

Sendetermin:
Mittwoch, 4. Dezember 2013, 10:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur (Wiederholung: 22:03 Uhr)
Jetzt hier als Stream und
Download (Rechtsklick).