Filmpodcast Nr. 374: Nymphomaniac, Jack Ryan, Familienfilme

Chris Pine, Kevin Costner in 'Jack Ryan: Shadow Recruit' © Universal Switzerland
Chris Pine, Kevin Costner in ‚Jack Ryan: Shadow Recruit‘ © Universal Switzerland

Herzlich Willkommen zu Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Heute zu Lars von Triers Nymphomaniac und zu Kenneth Branaghs Jack Ryan: Shadow Recruit. Und zur Familienfilmreihe im Zürcher Xenix. Eine Tonspur haben wir auch wieder. Und natürlich die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 09 – 2014

'Nymphomaniac, Part 1' © Ascot-Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Nymphomaniac, Part 1 von Lars von Trier. «Vergiss die Liebe», brüllt dieser Film. Bloss, um sie dann auch erzählerisch brillant an den unmöglichsten Orten zu suchen.
  2. Traumland von Petra Volpe. Zürich eiskalt. Diverse Menschen verraten sich und eine junge Strassenprostituierte im Verlaufe des Vorweihnachtstages. Ein glasklarer, eisiger, unerbittlicher Film.
  3. Der Goalie bin ig von Sabine Boss. Ein kleines Schweizer Filmwunder. Der Mundartroman von Pedro Lenz und der Film überlagern sich in der Erinnerung zu einer untrennbaren melancholisch stimmigen Einheit.
  4. 12 Years a Slave von Steve McQueen. Der schwarze britische Künstler zeigt dem immer noch weissen Hollywood, wie ein Film über Sklaverei schon längst hätte sein können.
  5. Nebraska von Alexander Payne. Der Mann, der About Schmidt mit Nicholson erzählte, klaut uns jetzt das Herz mit Bruce Dern als altem Sack on the Road. Knochentrockene Contempo-Americana.

Morgen im Filmpodcast mehr zu Nymphomaniac, Jack Ryan – Shadow Recruitund zur Familienfilmreihe im Zürcher Xenix.

NYMPHOMANIAC von Lars von Trier

Poster Collage Naymphomaniac

Die Provokation in Lars von Triers Nymphomaniac-Filmen liegt nicht im Sex und nicht im pornographischen Blick. „Forget about Love“ warnt das Plakat – vergiss die Liebe. Und da packt einen der Däne bei den sprichwörtlichen Eiern – auch die Frauen. Sex sells. Aber natürlich ist es nicht wirklich der Sex, der lockt, sondern das Versprechen von möglichem, oder noch besser: unmöglichem Sex, das der wahre Verkäufer schwingt wie eine Keule. „NYMPHOMANIAC von Lars von Trier“ weiterlesen

Oscars 2014. Wer soll. Wer wird.

OscarOrakel

Und wieder auguren die Auguren. Auf der offiziellen Oscarseite kann jeder und jede mittun dabei. Wer gegen mich wetten möchte, kann das über die SRF-Kulturseiten tun. Hier meine Vorhersagen (die sich in den vergangenen Jahren als nicht allzu treffsicher erwiesen haben), während der Verleihung dann laufend um die Fakten (Spalte „hat“) ergänzt. Nachtrag post festum: 19 von 24. Besser als auch schon. „Oscars 2014. Wer soll. Wer wird.“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 373: Alphabet, Traumland

'Alphabet' von Erwin Wagenhofer © Frenetic
‚Alphabet‘ von Erwin Wagenhofer © Frenetic

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Hannes Nüsseler geht in die Schule mit dem österreichischen Regisseur Erwin Wagenhofer und seiner Dokumentation Alphabet. Und Michael Sennhauser hat im Schweizer Film Traumland von Petra Volpe ein Stück kalter Realität auf Zürichs Strassen gesehen. Auch noch in der Filmrolle: Kurztipps und die Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 08 – 2014

Ursina Lardi in 'Traumland' von Petra Volpe © Filmcoopi
Ursina Lardi in ‚Traumland‘ von Petra Volpe © Filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Traumland von Petra Volpe. Zürich eiskalt. Diverse Menschen verraten sich und eine junge Strassenprostituierte im Verlaufe des Vorweihnachtstages. Ein glasklarer, eisiger, unerbittlicher Film.
  2. L’escale von Kaveh Bakhtiari. Keine schöne Arbeit, dieser Dokumentarfilm über eine Gruppe von Männern, im griechischen Limbo, zwischen der unmöglich gewordenen Heimat und dem kaum erreichbaren Europa. Aber unausweichlich.
  3. Der Goalie bin ig von Sabine Boss. Ein kleines Schweizer Filmwunder. Der Mundartroman von Pedro Lenz und der Film überlagern sich in der Erinnerung zu einer untrennbaren melancholisch stimmigen Einheit.
  4. 12 Years a Slave von Steve McQueen. Der schwarze britische Künstler zeigt dem immer noch weissen Hollywood, wie ein Film über Sklaverei schon längst hätte sein können.
  5. Nebraska von Alexander Payne. Der Mann, der About Schmidt mit Nicholson erzählte, klaut uns jetzt das Herz mit Bruce Dern als altem Sack on the Road. Knochentrockene Contempo-Americana.

Morgen im Filmpodcast mehr zu Traumland und zu Alphabet .

Berlinale 14:
Teddy Award für Stefan Haupts ‚Der Kreis‘

Gestern Abend ging in Berlin der Teddy Award für den besten Dokumentar-/Essayfilm an Stefan Haupts Der Kreis. Die Dokufiktion über die zunächst heimliche Zürcher Organistion der Schwulen und Lesben aus den Vierziger Jahren erzählt die Geschichte der Bewegung anhand der Liebesgeschichte zwischen dem Lehrer Ernst Ostertag und dem Travestie-Star Röbi Rapp.

„Berlinale 14:
Teddy Award für Stefan Haupts ‚Der Kreis‘“
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Berlinale 14: BOYHOOD von Richard Linklater

Lorelei Linklater, Patricia Arquette, Ellar Coltrane
Lorelei Linklater, Patricia Arquette, Ellar Coltrane

Ist er das, der Goldene Bär? Wenn dieser via Applausometer in den Pressevorführungen verliehen würde, dann auf jeden Fall. Der amerikanische Regisseur hat schon bei der (vorläufigen?) Trilogie Before Sunrise (1995), Before Sunset (2004) und Before Midnight (2013) bewiesen, dass er eine langen Atem hat und über Jahre hinweg Spannung aufrecht halten kann. Dreimal kam vor der Kamera das gleiche Paar (Julie Delpy und Ethan Hawke) zusammen, in bestimmten Stadien einer Beziehung.

Jetzt hat er seiner Fähigkeit, eine Geschichte über Jahre hinweg zu erzählen, noch die Krone aufgesetzt. Boyhood heisst der Film (auf deutsch nicht übersetzbar, es bezeichnet die Kindheit eines Jungen). Das ist ein Spielfilm, der über 12 Jahre hinweg das Aufwachsen eines Jungen verfolgt, von der Einschulung an bis zum Eintritt ins College. Er schlägt sich mit seiner älteren Schwester herum, muss sich allerlei Ermahnungen und Erziehungsreden vom Vater, von diversen Stiefvätern, von der Mutter und von Lehrern anhören, wächst dabei vom Jungen zu Teenie zum jungen Mann heran. „Berlinale 14: BOYHOOD von Richard Linklater“ weiterlesen

Berlinale 14:
Bilanzrunde mit Katja Nicodemus und Peter Claus

BerliBaerCollage14

Unter dem Vorsitz von Produzent und Drehbuchautor James Schamus entscheidet die Internationale Jury morgen Samstag über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären im Wettbewerb der Berlinale 2014. Die Preisverleihung wird auf 3Sat live übertragen am Samstag, 15.02.2014, um 19:00 Uhr.

Aber im Berlinale-Studio am Potsdamer Platz zog Brigitte Häring heute schon Bilanz mit dem bewährten Team: Katja Nicodemus von der «Zeit» und dem freien Berliner Filmjournalisten Peter Claus.

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Bilanz-Reflexe 64. Berlinale (Rechtsklick für Download)

Filmpodcast Nr. 372: American Hustle, L’escale, Berge im Kopf, Berlinale Teddy Awards, Der Kreis, Shirley Temple.

Jennifer Lawrence und Amy Adams in 'American Hustle' © Ascot-Elite
Jennifer Lawrence und Amy Adams in ‚American Hustle‘ © Ascot-Elite

Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Hannes Nüsseler ist nicht völlig überzeugt vom American Hustle, dafür liegt mir L’escale schwer auf dem Magen. Karin Salm hat Berge im Kopf und Kollegin Brigitte Häring erzählt von der Tradition der Teddy Awards der Berlinale und vom Schweizer Film Der Kreis, der auf so einen Teddy hoffen darf. Und schliesslich haben wir uns diese Woche vom Kinderstar schlechthin verabschiedet, von Shirley Temple. Dazu die Kurztipps und eine Tonspur.

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