Filmpodcast Nr. 402: Liebe und Zufall, ThuleTuvalu

Sibylle Brunner und Werner Rehm in 'Liebe und Zufall' von Fredi M. Murer © Vega Film
Sibylle Brunner und Werner Rehm in ‚Liebe und Zufall‘ von Fredi M. Murer © Vega Film

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Zwei Schweizer Filme sind diese Woche in der Rolle, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Von Altmeister Fredi Murer gibts nach acht Jahren endlich einen neuen Film: Liebe und Zufall heisst er, Georges Wyrsch hat ihn gesehen. Und ich spreche über den Dokumentarfilm ThuleTuvalu von Matthias von Gunten. Und zu diesem Film über die globale Klimakatastrophe gibt es auch noch ein Gespräch mit Wissenschaftsredaktor Thomas Häusler. Und wie immer in dieser Rolle: das Rätsel mit der Filmtonspur und unsere wöchentlichen Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 44 – 2014

Thuletuvalu von Matthias von Gunten © Look Now!
‚Thuletuvalu‘ von Matthias von Gunten © Look Now!

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Deux jours, une nuit von Jean-Pierre und Luc Dardenne. Marion Cotillard spielt die Arbeiterin Sandra, deren Boss die Belegschaft darüber abstimmen lässt, ob sie alle auf ihren Jahresbonus verzichten mögen, damit er Sandra nicht entlassen muss. In knackigen 95 Minuten spielen die beiden Belgier alle möglichen Begegnungen durch, präzise und unerbittlich.
  2. Thuletuvalu von Matthias von Gunten. Schmilzt auf der einen Seite der Welt das Eis, versinkt auf der anderen ein Staat im Meer. Der Schweizer Dokumentarfilm zeigt anhand zweier extrem abgelegener Orte – Thule im Norden Grönlands und Tuvalu mitten im Pazifischen Ozean – die unmittelbaren Auswirkungen der Klimakatastrophe. Bedrohte Sehnsuchtsorte, ursprüngliche Lebensweisen in wunderschönen Filmbildern eingefangen: eindringlich, eindrücklich und hoffentlich auch nachdrücklich.
  3. Cure – The Life of Another von Andrea Andrea Štaka. Teenager Linda wird Teenager Eta in Dubrovnik – oder auch nicht. Ein raffiniertes, sehnsüchtiges Spiel mit Wurzeln und Identitäten, kunstfertig natürlich, stilisiert und geschichtet, und doch bestechend einfach.
  4. Blind Dates von Levan Koguashvili. Der Lehrer, die Frauen und ihre Männer. Eine melancholische Komödie der Einmischungen und Missverständnisse aus Georgien.
  5. Vi är bäst! – We Are the Best von Lukas Moodysson. Nach der Hippie-Komödie Tilsammans über eine Komune in den 70er Jahren nun die Geschichte der Hippie-Kinder: eine ungestüme und authentische Geschichte über eine Girl-Punkband im Stockholm der frühen 80er. Wildes Vergnügen.

Und morgen im Filmpodcast: Thuletuvalu, Liebe & Zufall

Andrea Štaka und Sylvie Marinkovic zu CURE – The Life of Another

Schauspielerin Sylvie Marinkovic - Andrea Štaka
Schauspielerin Sylvie Marinkovic – Andrea Štaka

Ein Gespräch mit Regisseurin Andrea Štaka und der Schauspielerin Sylvie Marinkovic. Mit Das Fräulein, einem Film über eine Kroatin im Schweizer Exil, gewann Andrea Štaka 2006 den Goldenen Leoparden in Locarno. Nun legt sie nach mit Cure – The Life of Another: wieder geht es um Exil und Identität, aber doch ganz anders.

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Filmpodcast Nr. 401:
Blind Dates, Cure – The Life of Another, Dark Star HR Giger

'Blind Dates' © trigon film
kaurismäkisch: ‚Blind Dates‘ © trigon film

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Diese Woche mit seltenem Kino aus Georgien, dem Film Blind Dates von Levan Koguashvili. Und mit zwei Schweizer Filmen: dem Spielfilm Cure – The Life of Another von Andrea Štaka und dem Dokumentarfilm Dark Star HR Gigers Welt von Belinda Sallin. Und wie immer auch mit unseren Kurztipps und einem Tonspurrätsel.

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Die Unverpassbaren, Woche 43 – 2014

 

'Cure - The Life of Another' von Andrea Štaka © Pathé Films
‚Cure – The Life of Another‘ von Andrea Štaka © Pathé Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Cure – The Life of Another von Andrea Štaka. Teenager Linda wird Teenager Eta in Dubrovnik – oder auch nicht. Ein raffiniertes, sehnsüchtiges Spiel mit Wurzeln und Identitäten, kunstfertig natürlich, stilisiert und geschichtet, und doch bestechend einfach.
  2. Blind Dates von Levan Koguashvili. Der Lehrer, die Frauen und ihre Männer. Eine melancholische Komödie der Einmischungen und Missverständnisse aus Georgien.
  3. Phoenix von Christian Petzold. Eine Frau hat das KZ überlebt und wird von ihrem Mann mit ihrem neuen Gesicht nicht erkannt. Also spielt sie sich selber für ihn, damit er an ihr Erbe kommt. Der absurde Plot wird unter Petzolds Regie und dem Spiel von Nina Hoss und Ronald Zehrfeld zu einem raffinierten und schmerzlichen Spiegelspiel.
  4. Vi är bäst! – We Are the Best von Lukas Moodysson. Nach der Hippie-Komödie Tilsammans über eine Komune in den 70er Jahren nun die Geschichte der Hippie-Kinder: eine ungestüme und authentische Geschichte über eine Girl-Punkband im Stockholm der frühen 80er. Wildes Vergnügen.
  5. Gone Girl von David Fincher. Ein Ehepaar lernt sich unter mörderischen Umständen neu kennen. Wer den Roman von Gillian Flynn kennt, staunt über die elegante Mechanik des Films, wer ihn noch nicht kennt, über die wilden Haken, welche die Geschichte schlägt.

Und morgen im Filmpodcast: Cure, Blind Dates, Dark Star …

Filmpodcast Nr. 400: We are the Best!, The Cut, Sleepless in NY, Liebeskummermuseum

'Sleepless in New York' von Christian Frei © Praesens Film
‚Sleepless in New York‘ von Christian Frei © Praesens Film

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Willkommen bei unserer 400sten Filmrolle! Um Liebe, Punk und Teufel geht es: Um Liebe und Liebeskummer im Film Sleepless in New York von Christian Frei, den Georges Wyrsch gesehen hat und auch im Museum der zerbrochenen Beziehungen, über das Sarah Herwig berichtet. Punkig wird’s in Lukas Moodyssons Film We are the Best dazu ein Beitrag von Hannes Nüsseler. Und ich widme mich dem Teufel, dem der Film The Cut von Fatih Akin gewidmet ist. Dazu wie immer die Kurztipps und eine Filmtonspur zum Erraten.

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Die Unverpassbaren, Woche 42 – 2014

'We are the Best' von Lukas Moodysson © Columbus Film
‚We are the Best‘ von Lukas Moodysson © Columbus Film

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Phoenix von Christian Petzold. Eine Frau hat das KZ überlebt und wird von ihrem Mann mit ihrem neuen Gesicht nicht erkannt. Also spielt sie sich selber für ihn, damit er an ihr Erbe kommt. Der absurde Plot wird unter Petzolds Regie und dem Spiel von Nina Hoss und Ronald Zehrfeld zu einem raffinierten und schmerzlichen Spiegelspiel.
  2. Vi är bäst! – We Are the Best von Lukas Moodysson. Nach der Hippie-Komödie Tilsammans über eine Komune in den 70er Jahren nun die Geschichte der Hippie-Kinder: eine ungestüme und authentische Geschichte über eine Girl-Punkband im Stockholm der frühen 80er. Wildes Vergnügen.
  3. Gone Girl von David Fincher. Ein Ehepaar lernt sich unter mörderischen Umständen neu kennen. Wer den Roman von Gillian Flynn kennt, staunt über die elegante Mechanik des Films, wer ihn noch nicht kennt, über die wilden Haken, welche die Geschichte schlägt.
  4. Calvary von John Michael McDonagh. Ein irischer Priester bekommt im Beichtstuhl seine bevorstehende Ermordung angekündigt – und versteht damit umzugehen. Eine zutiefst menschliche Tragiko-Groteske vom Team, das 2011 schon The Guard zu einer grossartigen Überraschung gemacht hatte.
  5. Der Kreis von Stefan Haupt. Die Dokufiktion erzählt von Leben und Wirken von Ernst Ostertag und Röbi Rapp, zwei Pionieren der schwulen Emanzipationsbewegung in Zürich. Spannendes Zeitdokument und wunderbarer Liebesfilm zugleich.

Und morgen im FilmpodcastWe Are The Best, The Cut, Sleepless in New York

Filmpodcast Nr. 399:
Phoenix, L’abri, Saint Laurent, Gaspar Ulliel

Léa Seydoux, Gaspard Ulliel und Aymeline Valade in 'Saint Laurent'
Léa Seydoux, Gaspard Ulliel und Aymeline Valade in ‚Saint Laurent‘ © Frenetic

Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Ich bin begeistert von Christian Petzolds Phoenix mit Nina Hoss und ich habe mich mit Kollegin Moreno über Fernand Melgars Dokumentarfilm L’abri unterhalten. Georges Wyrsch hat den zweiten Yves Saint Laurent Film dieses Jahres gesehen und den Darsteller Gaspard Ulliel getroffen. Dazu wie immer die Kurztipps und eine ausgelegte Filmtonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 41 – 2014

Nina Hoss und Ronald Zehrfeld in 'Phoenix' © Look Now!
Nina Hoss und Ronald Zehrfeld in ‚Phoenix‘ © Look Now!

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Phoenix von Christian Petzold. Eine Frau hat das KZ überlebt und wird von ihrem Mann mit ihrem neuen Gesicht nicht erkannt. Also spielt sie sich selber für ihn, damit er an ihr Erbe kommt. Der absurde Plot wird unter Petzolds Regie und dem Spiel von Nina Hoss und Ronald Zehrfeld zu einem raffinierten und schmerzlichen Spiegelspiel.
  2. Gone Girl von David Fincher. Ein Ehepaar lernt sich unter mörderischen Umständen neu kennen. Wer den Roman von Gillian Flynn kennt, staunt über die elegante Mechanik des Films, wer ihn noch nicht kennt, über die wilden Haken, welche die Geschichte schlägt.
  3. Calvary von John Michael McDonagh. Ein irischer Priester bekommt im Beichtstuhl seine bevorstehende Ermordung angekündigt – und versteht damit umzugehen. Eine zutiefst menschliche Tragiko-Groteske vom Team, das 2011 schon The Guard zu einer grossartigen Überraschung gemacht hatte.
  4. Der Kreis von Stefan Haupt. Die Dokufiktion erzählt von Leben und Wirken von Ernst Ostertag und Röbi Rapp, zwei Pionieren der schwulen Emanzipationsbewegung in Zürich. Spannendes Zeitdokument und wunderbarer Liebesfilm zugleich.
  5. Il Capitale Umano von Paolo Virzi Aus der Perspektive dreier Personen erzählter Film über das unmenschliche Spiel mit (menschlichem) Kapital – dabei ist die US-amerikanische Romanvorlage perfekt auf norditalienische Verhältnisse umgeschrieben worden. Gnadenlos und erschreckend gut erzählt und gespielt.

Und morgen im Filmpodcast: L’abri, Saint Laurent, Phoenix.

Christian Petzold im Gespräch zu ‚Phoenix‘

Nina Hoss in 'Phoenix' von Christian Petzold © Look Now!
Nina Hoss in ‚Phoenix‘ von Christian Petzold © Look Now!

Eine Jüdin hat das KZ überlebt, aber ihr Gesicht verloren. Nach einer Operation sucht sie ihren Mann, der sie nicht wieder erkennt, sie aber aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit seiner totgeglaubten Frau für eine Erbschleicherei einspannen möchte. Wie macht man aus einem so abstrusen B-Picture-Plot einen derart grossartigen Film? Als Deutscher in Deutschland? Christian Petzold erzählt, warum er es gewagt hat, warum er wieder mit Nina Hoss gedreht hat und wieder mit Ronald Zehrfeld. „Christian Petzold im Gespräch zu ‚Phoenix‘“ weiterlesen