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    Locarno 15: THE SKY TREMBLES AND THE EARTH IS AFRAID AND THE TWO EYES ARE NOT BROTHERS von Ben Rivers (Wettbewerb)

    Von Michael Sennhauser | 14. August 2015 - 09:22

    The Sky Trembles

    Zwischen Atlas und Sahara in Marokko bewegt sich der britische Künstler und Experimental-Filmemacher Ben Rivers auf den Spuren einer gleichtiteligen Erzählung des amerikanischen Beat-Autors Paul Bowles.

    Ein Problem des Films ist, dass er sich allenfalls dann erschließt, wenn man die Geschichte kennt. Und das andere, dass der Filmemacher für seine Kunst leiden muss. Er wird von vier Banditen niedergeschlagen, in ein mit Konservendosen-Deckeln benähtes Sackkostüm gesteckt und zum scheppernden Tanzbär abgerichtet. Da helfen die dokumentarisch schönen Wüstenbilder nur wenig, man bleibt aussen vor und leidet auch.

    The Sky Trembles 2

    Allerdings gelingen Rivers immer wieder zwingend betörende Momente, kurze Sequenzen von absurder Grausamkeit oder dunkler Komik. Etwa wenn ein Esel in einen dunklen Torbogen trottet, bloss um Sekunden später im erschreckten Gallopp wieder aus der Dunkelheit herauszukommen, gefolgt vom scheppernden Blechmann, der mit rudernden Armen und fliegenden Blechdeckeln aus der Stadt zu flüchten versucht.

    Für Hardcore-Fans von Paul Bowles gehört dieser Film wohl doch zum Pflichtprogramm. Jedenfalls steht er für eine vertiefte Lektüre und heftige Auseinandersetzung mit dem zugrundeliegenden Text.

    Topics: Film, Filmbesprechung, Filmfestival | 1 Kommentar »

    1 Kommentar

    1. Ja, da bin ich mit Ihnen einverstanden. Kenne Morocco seit Mitte der 90er Jahren, vor allem Marakesch und die Wüste hinter dem Atlas. Habe im Film gelitten. Denn in den 90er Jahren habe ich genau das Gegenteil erlebt. Die Menschen waren sehr Gastfreundlich und viele gar keine Moslems. Dies bemerkte ich auch anhand Ihrer Blauen Gewänder (Tuareg) und Teppich Muster. Dass oft der Stern Davids in den Handarbeiten Kleider sowie Pessach Seder Platte in Bronze verarbeitet wurden, liessen mich staunen. Aggressivität erlebte ich nur in den Grossstätten. Das Jüdische Leben ist immer noch sehr präsent in den Grossstätten. Trotzdem danke ich für den Film, denn klar gibt es auch viele Sorgen und Nöte in diesem schönen Land wo sehr schöne Filme und andere gedreht wurden. z.B St.Exypury z.B. Danke Ben Rivers und vor allem dem Tanz Bär Regisseur.

      Kommentar by Meng Ernesto — 14. August 2015 @ 10:21

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