Filmpodcast Nr. 470: Wild, A Hologram for the King, Autismus im Film

Alexander Black und Tom Hanks in 'A Hologram for the King' © Ascot-Elite
Alexander Black und Tom Hanks in ‚A Hologram for the King‘ © Ascot-Elite

Hannes Nüsseler hat den wildesten Film des Jahres gesehen: Wild von Nicolette Krebitz, mit Wolf und Stangenberg. Und ich habe mir etwas mehr versprochen von Tom Tykwers Dave-Eggers-Verfilmung A Hologram for the King mit Tom Hanks. Und schliesslich hat Stefanie Müller-Frank sich mal umgehört, wie sich der Umgang von Literatur und Kino mit dem Thema Autismus verändert hat. Dazu wie immer eine Tonspur, und die wöchentlichen Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 17 – 2016

'Wild' von Nicolette Krebitz © Praesens Film
‚Wild‘ von Nicolette Krebitz © Praesens Film

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Wild von Nicolette Krebitz. Die Frau und der Wolf. Provokativ realistisch, verstörend traumartig, eine Selbstauswilderung.
  2. Kollektivet (Die Kommune) von Thomas Vinterberg. Eine Wohngemeinschaft in den 70er Jahren, ein soziales Experiment mit fröhlichen und schmerzlichen Erkenntnissen, ein Spielfilm mit grossen Momenten und einem wunderbaren Ensemble.
  3. Tinou von Res Balzli. Eine Geschichte vom Saufen, vom Träumen und vom Sterben. Eine melancholisch-poetische Hommage an Kurt Früh, die Stadt Bern, das Leben, die Schweizer Filmemacher der letzten dreissig Jahre. Schwarzweiss, farbig, verspielt, liebevoll.
  4. Belgica von Felix van Groeningen. Zwei Brüder machen aus einem Café einen erfolgreichen Nachtclub und entzweien sich über Schwierigkeiten. Laut, lebendig, Rock’n Roll für Augen und Ohren. Aus Belgien.
  5. Aloys von Tobias Nölle. Ein versteinerter Privatdetektiv imaginiert sich über den liebevollen Telefonterror einer Frau ein anderes Leben. Ein kunstvoller Erstling, der mit Tönen hinter die Bilder steigt.

Und im Filmpodcast morgen: Wild, A Hologram for the King, Autismus im Film.

Filmpodcast Nr. 469: Tinou, Kollektivet, Chaplin Museum

Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen, Lars Ranthe, Magnus Millang, Anne Gry, Martha Wallstroem, Sebastian Millbrat © Christian Geisnæs
Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen, Lars Ranthe, Magnus Millang, Anne Gry, Martha Wallstroem, Sebastian Millbrat © Christian Geisnæs

Georges Wyrsch hat den Produzenten Res Balzli getroffen und mit ihm über seinen ersten eigenen Spielfilm gesprochen, den charmanten, mehrsprachigen und mehrfarbigen Tinou. Ich stelle Kollektivet vor, Thomas Vinterbergs liebevolle und durchaus auch schmerzliche Verarbeitung seiner eigenen Kindheit in einer Kopenhagener Kommune. Und SRF-
Westschweiz-Korrespondentin Barbara Colpi hat das neu eröffnete Chaplin-Museum in Corsier am Genfersee besucht. Dazu lege ich Ihnen wie immer eine Tonspur, und die wöchentlichen Kurztipps sind auch da.

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Die Unverpassbaren, Woche 16 – 2016

Roger Jendly ist Res Balzlis 'Tinou' © xenix
Roger Jendly ist Res Balzlis ‚Tinou‘ © xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Kollektivet (Die Kommune) von Thomas Vinterberg. Eine Wohngemeinschaft in den 70er Jahren, ein soziales Experiment mit fröhlichen und schmerzlichen Erkenntnissen, ein Spielfilm mit grossen Momenten und einem wunderbaren Ensemble.
  2. Tinou von Res Balzli. Eine Geschichte vom Saufen, vom Träumen und vom Sterben. Eine melancholisch-poetische Hommage an Kurt Früh, die Stadt Bern, das Leben, die Schweizer Filmemacher der letzten dreissig Jahre. Schwarzweiss, farbig, verspielt, liebevoll.
  3. Belgica von Felix van Groeningen. Zwei Brüder machen aus einem Café einen erfolgreichen Nachtclub und entzweien sich über Schwierigkeiten. Laut, lebendig, Rock’n Roll für Augen und Ohren. Aus Belgien.
  4. Francofonia von Aleksandr Sokurov. Ein filmisch-philosophisches Spektakel zur Frage, wie die Schätze des Louvre den Pariser Nazi-Einmarsch im Kriegsjahr 1940 überlebt haben.
  5. Aloys von Tobias Nölle. Ein versteinerter Privatdetektiv imaginiert sich über den liebevollen Telefonterror einer Frau ein anderes Leben. Ein kunstvoller Erstling, der mit Tönen hinter die Bilder steigt.

Und im Filmpodcast morgen: Tinou, Kollektivet, Chaplin Museum.

Filmpodcast Nr. 468: Belgica, Fragments du paradis, Hardcore Henry, Lionel Baier in Kolumbien, wölfische Filmfinanzierung

'Fragments du Paradis' von Stéphane Goël © Agora Films
‚Fragments du Paradis‘ von Stéphane Goël © Agora Films

Ich habe Belgica gesehen, den neuen Film von Felix van Groeningen. Georges Wyrsch hat mit Stéphane Goël über seine Fragments du paradis gesprochen. Vom Ego-Shooter-Film Hardcore Henry habe ich Kopfschmerzen bekommen. David Karasek hat am Filmfestival in Bogotà unseren Lionel Baier getroffen. Und Martin Scorseses The Wolf of Wall Street wurde möglicherweise mit schmutzigem Geld produziert. Dazu eine neue Tonspur und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 15 – 2016

'Belgica' - Das Club-Logo © filmcoopi
‚Belgica‘ – Das Club-Logo © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Belgica von Felix van Groeningen. Zwei Brüder machen aus einem Café einen erfolgreichen Nachtclub und entzweien sich über Schwierigkeiten. Laut, lebendig, Rock’n Roll für Augen und Ohren. Aus Belgien.
  2. Francofonia von Aleksandr Sokurov. Ein filmisch-philosophisches Spektakel zur Frage, wie die Schätze des Louvre den Pariser Nazi-Einmarsch im Kriegsjahr 1940 überlebt haben.
  3. Aloys von Tobias Nölle. Ein versteinerter Privatdetektiv imaginiert sich über den liebevollen Telefonterror einer Frau ein anderes Leben. Ein kunstvoller Erstling, der mit Tönen hinter die Bilder steigt.
  4. Zvizdan (Mittagssonne) von Dalibor Matanić. Drei Liebesgeschichten rund um den serbischen Bürgerkrieg, drei verschiedene Paare in anderen Zeiten, dreimal gespielt von den gleichen Darstellern. Tragisch, dramatisch, aber nicht ohne Hoffnung – einer der stärksten Filme des Jahres.
  5. Grozny Blues von Nicola Bellucci. Der wunderbare, grossartige, traurige Film schaut hin, hört zu, beobachtet und zeigt den Alltag in einer Stadt, in der es keinen wirklichen Alltag gibt. Und er erzählt von einem Land, das es nicht wirklich gibt.

Und im Filmpodcast morgen: Belgica, Fragments du paradis, Hardcore Henry, Filmfinanzierung, Filmfest Kolumbien.

HARDCORE HENRY von Illya Naishuller

Henry in Action © Impuls Pictures
Henry in Action © Impuls Pictures

Bei Computerspielen ist es durchaus üblich, die Action mit den Augen einer Spielfigur zu erleben. Sogenannte Ego- oder First-Person-Shooter haben das gar zum Prinzip gemacht. Aber im Kino hat sich die subjektive Perspektive nie wirklich bewährt. Jetzt hat ein russisch-amerikanisches Action-Projekt wieder einmal einen Versuch gewagt. Hardcore Henry, produziert von Timur Bekmambetov. wurde durchgehend und konsequent mit umgebauten GoPro-Helmkameras aus der Sicht der Hauptfigur gedreht. Ein zweifelhaftes Vergnügen.

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BELGICA von Felix van Groeningen

'Belgica' © filmcoopi
‚Belgica‘ © filmcoopi

Mit seinem belgischen Country-Music-Familiendrama The Broken Circle Breakdown landete Regisseur Felix van Groeningen 2012 einen Kinohit. Jetzt legt er nach mit Belgica, der Geschichte zweier Brüder und eines Nachtclubs. Die Musik dazu kommt von den «Soulwax»-Brüdern Stephen und David Dewaele.

Dass ein Film aus Belgien am renommierten Sundance-Festival in den USA eine Reihe eröffnet, ist nicht alltäglich. Aber Belgica von Felix van Groeningen bietet Style und Sound und Bruderzwist mitten im dampfenden Nachtclubleben von Ghent.

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Filmpodcast Nr. 467: Francofonia, Sonita, Valley of Love, Jugendfilmtage, Roger Corman

Poster für Roger Cormans 'Attack of the Crab Monsters' von 1957
Poster für Roger Cormans ‚Attack of the Crab Monsters‘ von 1957

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Michael Sennhauser hat den Francofonia gesehen, ebenso das Wiedersehen von Isabelle Huppert und Gérard Depardieu vor der Kamera in Valley Of Love. Und er sprach mit einer ehemaligen Geschäftsführerin der Jugendfilmtage. Roman Hosek stellt die afghanische Rap-Doku Sonita vor und Sven Ahnert hat einen Geburtstagsgruss für die B-Movie-Legende Roger Corman. Von mir gibt’s dazu eine neue Tonspur und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 14 – 2016

'Zvizdan' von Dalibor Matanic © Look Now!
‚Zvizdan‘ von Dalibor Matanic © Look Now!

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Francofonia von Aleksandr Sokurov. Ein filmisch-philosophisches Spektakel zur Frage, wie die Schätze des Louvre den Pariser Nazi-Einmarsch im Kriegsjahr 1940 überlebt haben.
  2. Aloys von Tobias Nölle. Ein versteinerter Privatdetektiv imaginiert sich über den liebevollen Telefonterror einer Frau ein anderes Leben. Ein kunstvoller Erstling, der mit Tönen hinter die Bilder steigt.
  3. Zvizdan (Mittagssonne) von Dalibor Matanić. Drei Liebesgeschichten rund um den serbischen Bürgerkrieg, drei verschiedene Paare in anderen Zeiten, dreimal gespielt von den gleichen Darstellern. Tragisch, dramatisch, aber nicht ohne Hoffnung – einer der stärksten Filme des Jahres.
  4. Grozny Blues von Nicola Bellucci. Der wunderbare, grossartige, traurige Film schaut hin, hört zu, beobachtet und zeigt den Alltag in einer Stadt, in der es keinen wirklichen Alltag gibt. Und er erzählt von einem Land, das es nicht wirklich gibt.
  5. Above and Below von Nicolas Steiner. Ein Dokumentarfilm mit Überwältigungspower. Paradox, bildstark, überzeugend. Wie der junge Walliser Regisseur eine Handvoll Obdachloser in den USA porträtiert, ist schlicht grossartig.

Und im Filmpodcast morgen: Francofonia, Valley of Love, Sonita, Jugendfilmtage und Roger Corman.