Filmpodcast Nr. 490: Nebel im August, Wild Plants

Henriette Confurius, Sebastian Koch in 'Nebel im August': Nette Mörder © frenetic
Henriette Confurius, Sebastian Koch in ‚Nebel im August‘: Nette Mörder © frenetic

Heute tauchen wir mit Nebel im August ein in ein schreckliches Kapitel der deutschen Vergangenheit. Und wir folgen dem Dokumentarfilmer Nicolas Humbert auf seiner Reise zu den Wild Plants und den Menschen, die sie pflegen. Dazu Tonspur. Und Kurztipps der Woche.

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Die Unverpassbaren, Woche 43 – 2016

'Wild Plants' von Nicolas Humbert © Look Now!
‚Wild Plants‘ von Nicolas Humbert © Look Now!

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Wild Plants von Nicolas Humbert. Pflanzen Pflanzen als stiller politischer Akt. Wachstum und Vergehen als Spiegel des Lebens. Ein poetisch-musikalisches Sinngedicht, das Geduld fordert und belohnt.
  2. A Dragon Arrives! von Mani Haghighi. Bilder wie von Antonioni, Plot-Spiele wie bei David Lynch, ein iranischer Wüsten-Friedhofs-Neo-Noir-Meta-Film, den man am liebsten pfeiferauchend immer wieder von vorne sehen möchte.
  3. American Honey von Andrea Arnold. Die junge Star schliesst sich einer wilden Truppe fliegender Zeitungsaboverkäufer an. Ein Roadmovie mit weiblicher Perspektive, Stammesritualen und realistisch verklärter On-the-Road-Romantik. Paradox, quasi-dokumentarisch, hinreissend.
  4. Frantz von François Ozon. Eine Geschichte über Krieg und Radikalisierung, Freundschaft und Versöhnung. In Deutschland, im Jahr 1919, ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der richtige Film im rechten Moment, ein Film über kulturelle Versöhnung in Zeiten des wachsenden Nationalismus.
  5. Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children von Tim Burton. Das Kinderheim für skurrile Aussenseiter führt Burton zurück zu seinen bezaubernden Anfängen und bietet ihm zugleich eine grosse Spielwiese für aktuelle Bildtechnik. Komik und Schrecken halten sich die Waage, wenn auch nicht durchgehend. Und Eva Green als Miss Peregrine ist hinreissend.

Und morgen im Filmpodcast: Wild Plants, Nebel im August.

WILD PLANTS von Nicolas Humbert

'Wild Plants' von Nicolas Humbert © Look Now!
‚Wild Plants‘ von Nicolas Humbert © Look Now!

Nicolas Humbert ist eine Grösse im Schweizer Dokumentarfilm. Zusammen mit Werner Penzel hat er die Fred-Frith-Musik-Doku Step Across the Border oder Middle of the Moment gemacht. Humberts jüngster Dokumentarfilm, Wild Plants, ist der ursprünglichen Landwirtschaft, dem Pflanzenanbau gewidmet.

Nein, von einem Rückzug ins Private könne nicht die Rede sein, meint Nicolas Humbert. Wild Plants dreht sich nicht um Schrebergärten und Rasenmäher, im Gegenteil: Es geht um Wildwuchs, um die Ursprünglichkeit, um die eigenen Wurzeln und jene der anderen in diesem Film.

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Filmpodcast Nr. 489: A Dragon Arrives!, Die Welt der Wunderlichs, Raving Iran

Katharina Schüttler, Peter Simonischek und Christiane Paul in Dani Levys 'Die Welt der Wunderlichs' © filmcoopi
Katharina Schüttler, Peter Simonischek und Christiane Paul in Dani Levys ‚Die Welt der Wunderlichs‘ © filmcoopi

Wir besuchen zweimal den Iran heute: Mit A Dragon Arrives!, einem übernatürlichen Thriller und mit dem Dokumentarfilm Raving Iran über zwei Techno-DJs aus dem Land, in dem Techno verboten ist. Und wir besuchen Die Welt der Wunderlichs wie Dani Levys neue Komödie heisst. Und wie jede Woche gibts auch unsere Kurztipps und eine Tonspur zum Erraten.

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Die Unverpassbaren, Woche 42 – 2016

'A Dragon Arrives!' von Mani Haghighi © trigon
‚A Dragon Arrives!‘ von Mani Haghighi © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. A Dragon Arrives! von Mani Haghighi. Bilder wie von Antonioni, Plot-Spiele wie bei David Lynch, ein iranischer Wüsten-Friedhofs-Neo-Noir-Meta-Film, den man am liebsten pfeiferauchend immer wieder von vorne sehen möchte.
  2. American Honey von Andrea Arnold. Die junge Star schliesst sich einer wilden Truppe fliegender Zeitungsaboverkäufer an. Ein Roadmovie mit weiblicher Perspektive, Stammesritualen und realistisch verklärter On-the-Road-Romantik. Paradox, quasi-dokumentarisch, hinreissend.
  3. Frantz von François Ozon. Eine Geschichte über Krieg und Radikalisierung, Freundschaft und Versöhnung. In Deutschland, im Jahr 1919, ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der richtige Film im rechten Moment, ein Film über kulturelle Versöhnung in Zeiten des wachsenden Nationalismus.
  4. Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children von Tim Burton. Das Kinderheim für skurrile Aussenseiter führt Burton zurück zu seinen bezaubernden Anfängen und bietet ihm zugleich eine grosse Spielwiese für aktuelle Bildtechnik. Komik und Schrecken halten sich die Waage, wenn auch nicht durchgehend. Und Eva Green als Miss Peregrine ist hinreissend.
  5. Europe – She Loves von Jan Gassmann. Beeindruckend, nur schon als Versuch, die Realität hinter der europäischen Idee aufzuspüren. Beeindruckend auch das Gefühl am Ende: Dieses Europa, das existiert. Diese Menschen, die kennen wir. Das sind wir.

Und morgen im Filmpodcast: A Dragon Arrives!, Die Welt der Wunderlichs, Raving Iran.

Filmpodcast Nr. 488: American Honey, Saint Amour, Abschied von Andrzej Wajda

Benoit Poelvoorde und Gérard Depardieu in 'Saint Amour' © frenetic
Benoit Poelvoorde und Gérard Depardieu in ‚Saint Amour‘ © frenetic

Heute mit Andrea Arnold, bzw. ihrem umwerfenden Roadmovie American Honey. Und mit gleich noch einem Roadmovie, einem aus Frankreich, mit Gérard Depardieu: Saint Amour von Benoît Delépine und Gustave Kervern. Ausserdem nehmen wir Abschied vom polnischen Regisseur Andrzej Wajda. Und wir haben wie immer die Kurztipps und eine mit Bedacht gelegte Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 41 – 2016

Star (Sasha Lane) in Andrea Arnolds 'American Honey' © UPI Schweiz
Star (Sasha Lane) in Andrea Arnolds ‚American Honey‘ © UPI Schweiz

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. American Honey von Andrea Arnold. Die junge Star schliesst sich einer wilden Truppe fliegender Zeitungsaboverkäufer an. Ein Roadmovie mit weiblicher Perspektive, Stammesritualen und realistisch verklärter On-the-Road-Romantik. Paradox, quasi-dokumentarisch, hinreissend.
  2. Frantz von François Ozon. Eine Geschichte über Krieg und Radikalisierung, Freundschaft und Versöhnung. In Deutschland, im Jahr 1919, ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der richtige Film im rechten Moment, ein Film über kulturelle Versöhnung in Zeiten des wachsenden Nationalismus.
  3. Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children von Tim Burton. Das Kinderheim für skurrile Aussenseiter führt Burton zurück zu seinen bezaubernden Anfängen und bietet ihm zugleich eine grosse Spielwiese für aktuelle Bildtechnik. Komik und Schrecken halten sich die Waage, wenn auch nicht durchgehend. Und Eva Green als Miss Peregrine ist hinreissend.
  4. Europe – She Loves von Jan Gassmann. Beeindruckend, nur schon als Versuch, die Realität hinter der europäischen Idee aufzuspüren. Beeindruckend auch das Gefühl am Ende: Dieses Europa, das existiert. Diese Menschen, die kennen wir. Das sind wir.
  5. La Tortue Rouge von Michael Dudok de Wit. Animierte Robinsonade und Südseefabel, ohne Worte aber mit Schildkröte, eine wunderschöne Ode an das Leben und den Tod.

Und morgen im Filmpodcast: American Honey, Saint Amour, Abschied von Andrzej Wajda.

Filmpodcast Nr. 487: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, Snowden, Frantz

'Miss Peregrines Home for Peculiar Children' von Tim Burton © 20th Century Fox
‚Miss Peregrines Home for Peculiar Children‘ von Tim Burton © 20th Century Fox

Kino im Kopf umfasst heute: Georges Wyrsch zu Tim Burtons Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, David Vogel zu Oliver Stones Snowden und Brigitte Häring mit François Ozon zu seinem Frantz. Und die Kurztipps und die Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 40 – 2016

Pierre Niney und Paula Beer in 'Frantz' von François Ozon © filmcoopi
Pierre Niney und Paula Beer in ‚Frantz‘ von François Ozon © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Frantz von François Ozon. Eine Geschichte über Krieg und Radikalisierung, Freundschaft und Versöhnung. In Deutschland, im Jahr 1919, ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der richtige Film im rechten Moment, ein Film über kulturelle Versöhnung in Zeiten des wachsenden Nationalismus.
  2. Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children von Tim Burton. Das Kinderheim für skurrile Aussenseiter führt Burton zurück zu seinen bezaubernden Anfängen und bietet ihm zugleich eine grosse Spielwiese für aktuelle Bildtechnik. Komik und Schrecken halten sich die Waage, wenn auch nicht durchgehend. Und Eva Green als Miss Peregrine ist hinreissend.
  3. Europe – She Loves von Jan Gassmann. Beeindruckend, nur schon als Versuch, die Realität hinter der europäischen Idee aufzuspüren. Beeindruckend auch das Gefühl am Ende: Dieses Europa, das existiert. Diese Menschen, die kennen wir. Das sind wir.
  4. La Tortue Rouge von Michael Dudok de Wit. Animierte Robinsonade und Südseefabel, ohne Worte aber mit Schildkröte, eine wunderschöne Ode an das Leben und den Tod.
  5. Barakah Meets Barakah von Mahmoud Sabbagh. Boy meets girl – so weit, so einfach. Allerdings spielt diese Liebeskomödie in Saudi-Arabien, wo es noch nicht einmal Kinos gibt, in denen sich unverheiratete Paare heimlich treffen könnten. Der Arabische Frühling wirkt in dieser schrägen Satire fort: Das Lachen ist teils bitter, aber eben auch befreiend.

Und morgen im Filmpodcast: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, Snowden, Frantz.

Verstorben im September 2016

Curtis Hanson mit Meryl Streep auf dem Set von 'The River Wild' (1994) und Jon Polito als Johnny Caspar in 'Miller's Crossing' (1990)
Curtis Hanson mit Meryl Streep auf dem Set von ‚The River Wild‘ (1994) und Jon Polito als Johnny Caspar in ‚Miller’s Crossing‘ (1990)

219 Filmtote listet die IMdB für den September, das sind bloss vier mehr als im August. Irgendwie scheint die Zahl der Todesfälle immer in dem Bereich zu pendeln, was ändert, ist vor allem die Zahl der bekannten Namen. Und von denen sind es diesmal nur wenige. Stars sterben nicht im September? Stimmt bloss bedingt und froschperspektivisch. Der erste Filmtote im September war allerdings ein klassischer Charakter-Darsteller: Jon Polito, der Johnny Caspar aus Miller’s Crossing und vier anderen Filmen von den Coen-Brüdern:

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