LITTLE MEN von Ira Sachs

Michael Barbieri und Theo Taplitz in 'Little Men' © Look Now
Michael Barbieri und Theo Taplitz in ‚Little Men‘ © Look Now

Die «Little Men», das sind zwei dreizehnjährige Schüler in Brooklyn, im gleichnamigen Film des New Yorkers Ira Sachs. Ihr Problem sind die Probleme der «Big Men», ihrer Eltern, welche ihre Freundschaft bedrohen. Ein Film über Jugendliche und Eltern, der ohne Hollywoods Harmoniesucht funktioniert.

Wir sind hier wegen der Beerdigung meines Grossvaters, erklärt der dreizehnjährige Jake aus Manhattan dem gleichaltrigen Tony in Brooklyn. – Herzliches Beileid meint Tony. Ach, es geht schon, meint Jake.

„LITTLE MEN von Ira Sachs“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 494: Florence Foster Jenkins, Wolf and Sheep, James Bonds Uhren, Rex, Roxy, Royal.

St. Clair Bayfield (Hugh Grant) und Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) © Pathé Films
St. Clair Bayfield (Hugh Grant) und Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) © Pathé Films

Nicht nur Meryl Streep spielt die schlechteste Sängerin der Welt, zu Florence Foster Jenkins läuft auch gleich noch eine Dokufiktion im Kino. Aus Afghanistan kommt der Film Wolf and Sheep der Regisseurin Sharbanoo Sadat. Das Westschweizer Uhrenmuseum rollt James Bonds Stil-Geschichte anhand seiner Armbanduhren auf. Und «Rex, Roxy, Royal», ein neues Buch, erzählt konkrete Schweizer Kinogeschichten. Dazu Kurztipps und Tonspur.

Hören:

Saugen: Filmpodcast Nr. 494 (Rechtsklick für Download)


filmpodcast

Den Filmpodcast können Sie via iTunes oder direkt abonnieren; die entsprechenden Links finden Sie auch oben rechts im Blog.

Zürcher Filmpreise 2016

Cadrage 2016: Die automatischen Gewinnerinnen von Succès Zürich © sennhauser
Cadrage 2016: Die automatischen Gewinnerinnen von Succès Zürich © sennhauser

Die «Cadrage 2016» holte heute die Zürcher Filmszene in ihren vitalen kleinen Aussenposten Winterthur. Im Kino im «Kesselhaus» gleich hinter dem Bahnhof wurden in einer fast so straffen Zeremonie wie Anfang dieser Woche in Basel die Preise vergeben, die kommissionierten und die automatischen. Fünfunddreissigtausend Franken sprach die Zürcher Filmkommission, welche die Gesamtsumme von 100’000 Franken beliebig aufteilen kann, Susanne Regina Meures für Raving Iran zu. Je 20’000 Franken gingen an Annina Furrer für Dem Himmel zu nah, und an Eva Vitija für Das Leben drehen, der am Montag schon in Basel abgeräumt hatte. 15’000 Franken gingen an Jan Gassmann für Europe – She Loves und 10’000 Franken in Anerkennung der Ausstattung an Xavier Kollers Schellen-Ursli.

„Zürcher Filmpreise 2016“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 47 – 2016

'Wolf and Sheep' von Shahrbanoo Sadat © trigon
Sagenhaft: ‚Wolf and Sheep‘ von Shahrbanoo Sadat © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Florence Foster Jenkins von Stephen Frears. Meryl Streep in der Rolle der angeblich schlechtesten Sängerin aller Zeiten, eine sehr menschliche, feinfühlige und vor allem hinreissende Tragikomödie.
  2. Wolf and Sheep von Shahrbanoo Sadat. Die afghanische Regisseurin wehrt sich gegen träge Tradition und gewohnheitsmässige Unterdrückung mit einer fabelhaften Erzählung, hoffnungsvollen Figuren und überraschenden Kunstgriffen.
  3. Finsteres Glück von Stefan Haupt. Ein Junge verliert seine Familie. Der Film nach dem Roman von Lukas Hartmann arbeitet mit Perspektivenwechsel und Lichtregie und packt über das Spiel seiner Protagonisten.
  4. Die Geträumten von Ruth Beckermann. Die grosse österreichische Dokumentarfilmerin rekonstruiert die dramatische Dichter-Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan mit spielerischer Leichtigkeit als beobachtete, inszenierte und präzise mäandrierende Lesung aus dem Briefwechsel. Streng, witzig, grossartig.
  5. La fille inconnue von Jean-Pierre & Luc Dardenne. Auch wenn die Dardenne Brüder mit dieser Mischung aus realistischem Moraldrama und Sozialkrimi zum ersten Mal so etwas wie Routine erreicht haben, spielt das Drama um eine prinzipienreitende Ärztin im freien Fall noch immer auf höchstem Niveau.

Und morgen im Filmpodcast: Zwei mal Florence Foster Jenkins, Wolf and Sheep, James Bond und seine Uhren, Kinobuch «Rex, Roxy, Royal»

Filmpodcast Nr. 493: War On Everyone, Finsteres Glück, American Pastoral, Countdown

Hauptdarsteller und Regisseur Ewan McGregor auf dem Set von 'American Pastoral' © Ascot-Elite
Hauptdarsteller und Regisseur Ewan McGregor auf dem Set von ‚American Pastoral‘ © Ascot-Elite

Hannes Nüsseler hat sich in den War on Everyone gestürzt, Luzia Stettler hat die Lukas-Hartmann-Verfilmung Finsteres Glück gesehen und Georges Wyrsch American Pastoral von Ewan McGregor. Darüber hinaus erfahren wir, wer den Countdown erfunden hat, wir rätseln über ein Stück Tonspur und wir geben die beliebten Kurztipps.

Hören:

Saugen: Filmpodcast Nr. 493 (Rechtsklick für Download)


filmpodcast

Den Filmpodcast können Sie via iTunes oder direkt abonnieren; die entsprechenden Links finden Sie auch oben rechts im Blog.

Die Unverpassbaren, Woche 46 – 2016

Eleni Haupt und Noé Ricklin in 'Finsteres Glück' von Stefan Haupt © Xenix
Eleni Haupt und Noé Ricklin in ‚Finsteres Glück‘ von Stefan Haupt © Xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Finsteres Glück von Stefan Haupt. Ein Junge verliert seine Familie. Der Film nach dem Roman von Lukas Hartmann arbeitet mit Perspektivenwechsel und Lichtregie und packt über das Spiel seiner Protagonisten.
  2. Die Geträumten von Ruth Beckermann. Die grosse österreichische Dokumentarfilmerin rekonstruiert die dramatische Dichter-Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan mit spielerischer Leichtigkeit als beobachtete, inszenierte und präzise mäandrierende Lesung aus dem Briefwechsel. Streng, witzig, grossartig.
  3. La fille inconnue von Jean-Pierre & Luc Dardenne. Auch wenn die Dardenne Brüder mit dieser Mischung aus realistischem Moraldrama und Sozialkrimi zum ersten Mal so etwas wie Routine erreicht haben, spielt das Drama um eine prinzipienreitende Ärztin im freien Fall noch immer auf höchstem Niveau.
  4. Wild Plants von Nicolas Humbert. Pflanzen Pflanzen als stiller politischer Akt. Wachstum und Vergehen als Spiegel des Lebens. Ein poetisch-musikalisches Sinngedicht, das Geduld fordert und belohnt.
  5. A Dragon Arrives! von Mani Haghighi. Bilder wie von Antonioni, Plot-Spiele wie bei David Lynch, ein iranischer Wüsten-Friedhofs-Neo-Noir-Meta-Film, den man am liebsten pfeiferauchend immer wieder von vorne sehen möchte.

Und morgen im Filmpodcast: Finsteres Glück, War on Everyone, American Pastoral, Countdown.

Filmpodcast Nr. 492: Café Society, Kurzfilmtage, Hieronymus Bosch

Jesse Eisenberg und Kristen Stewart © frenetic
‚Café Society‘: Jesse Eisenberg und Kristen Stewart © frenetic

Mit David Vogel. Woody Allen ist wieder da, Café Society ist sein 46. Film. Hieronymus Bosch ist ein Mysterium. 500 Jahre nach seinem Tod beschäftigen sich gleich zwei Dokumentarfilme mit dem niederländischen Maler. Die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur feiern ihr 20-jähriges Jubiläum.

Hören:

Saugen: Filmpodcast Nr. 492 (Rechtsklick für Download)


filmpodcast

Den Filmpodcast können Sie via iTunes oder direkt abonnieren; die entsprechenden Links finden Sie auch oben rechts im Blog.

Die Unverpassbaren, Woche 45 – 2016

Gestrandet im Wüstenfriedhof: 'A Dragon Arrives' von Mani Haghighi © trigon
Gestrandet im Wüstenfriedhof: ‚A Dragon Arrives‘ von Mani Haghighi © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Die Geträumten von Ruth Beckermann. Die grosse österreichische Dokumentarfilmerin rekonstruiert die dramatische Dichter-Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan mit spielerischer Leichtigkeit als beobachtete, inszenierte und präzise mäandrierende Lesung aus dem Briefwechsel. Streng, witzig, grossartig.
  2. La fille inconnue von Jean-Pierre & Luc Dardenne. Auch wenn die Dardenne Brüder mit dieser Mischung aus realistischem Moraldrama und Sozialkrimi zum ersten Mal so etwas wie Routine erreicht haben, spielt das Drama um eine prinzipienreitende Ärztin im freien Fall noch immer auf höchstem Niveau.
  3. Wild Plants von Nicolas Humbert. Pflanzen Pflanzen als stiller politischer Akt. Wachstum und Vergehen als Spiegel des Lebens. Ein poetisch-musikalisches Sinngedicht, das Geduld fordert und belohnt.
  4. A Dragon Arrives! von Mani Haghighi. Bilder wie von Antonioni, Plot-Spiele wie bei David Lynch, ein iranischer Wüsten-Friedhofs-Neo-Noir-Meta-Film, den man am liebsten pfeiferauchend immer wieder von vorne sehen möchte.
  5. American Honey von Andrea Arnold. Die junge Star schliesst sich einer wilden Truppe fliegender Zeitungsaboverkäufer an. Ein Roadmovie mit weiblicher Perspektive, Stammesritualen und realistisch verklärter On-the-Road-Romantik. Paradox, quasi-dokumentarisch, hinreissend.

Und morgen im Filmpodcast: Café Society, Kurzfilmtage Winterthur, Hieronymus Bosch.

Filmpodcast Nr. 491: La fille inconnue, Die Geträumten, Late Shift

'LateShift': Johnny Sachon, Lily Travers und Joe Sowerbutts © Spot on
‚LateShift‘: Johnny Sachon, Lily Travers und Joe Sowerbutts © Spot on

Georges Wyrsch hat den jüngsten Film der Dardenne-Brüder gesehen, La fille inconnue mit Adèle Haenel (ich auch, wir sind uns beinahe einig). Ich bin Ruth Beckermann zu Ingeborg Bachmann und Paul Celan in Die Geträumten gefolgt. Und ich habe Tobias Weber getroffen, den Schweizer Regisseur und Mitentwickler des interaktiven Kinothrillers Late Shift. Dazu haben wir die übliche Tonspur. Und die Kurztipps der Woche.

Hören:

Saugen: Filmpodcast Nr. 491 (Rechtsklick für Download)


filmpodcast

Den Filmpodcast können Sie via iTunes oder direkt abonnieren; die entsprechenden Links finden Sie auch oben rechts im Blog.