Filmpodcast Nr. 515: Die Blumen von Gestern, Gimme Danger, Pink Apple, Jonathan Demme

Lars Eidinger in ‚Die Blumen von Gestern‘ von Chris Kraus © xenix

Ich bin begeistert von Chris Kraus‘ Die Blumen von Gestern, Hannes Nüsseler hat sich gefreut über Jim Jarmuschs Iggy-Pop-Doku Gimme Danger. Zur 20. Ausgabe von Pink Apple haben wir mit dem Medienmann des schwul-lesbischen Festivals gesprochen. Und wir verabschieden uns von Regisseur Jonathan Demme. Dazu wie immer ein gut abgehangenes Tonspur-Rätsel und frische Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 17 – 2017

Iggy Pop in ‚Gimme Danger‘ von Jim Jarmusch © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Die Blumen von Gestern von Chris Kraus. Lars Eidinger als Nazi-Täter-Enkel und Adèle Haenel als Holocaust-Opfer-Enkelin sehen sich ausserstande, je ein Blatt vor den Mund zu nehmen in dieser erfreulich grenzwertigen, absolut hinreissenden Tragikomödie.
  2. Gimme Danger von Jim Jarmusch. Ein Altpunker dreht einen Film mit einem anderen. Aber der eine ist Jim Jarmusch und der andere ist Iggy Pop, und die beiden sind Freunde. Das macht diesen Dokumentarfilm verblüffenderweise aber nicht peinlich, sondern grossartig.
  3. White Sun von Deepak Rauniyar. Nach zehn Jahren Bürgerkrieg bekommt das einstige Königreich Nepal eine demokratische Verfassung. Der Film spielt die Schwierigkeiten der Versöhnung und des Neuanfangs in einer kleinen Bergdorfgemeinschaft durch, charmant, ernsthaft, mit Witz und Raffinesse. Das hat ihm gleich vier Preise eingetragen am Filmfestival von Freiburg.
  4. Double peine von Léa Pool. In vier verschiedenen Ländern dokumentiert die schweizerisch-kanadische Filmemacherin Kinder, die mit ihren Müttern im Gefängnis leben. Zurückhaltend, empathisch und direkt. Ein Film, der einiges an Gedanken auslöst.
  5. Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf von Erich Schmid. Rechtsstaat ist relativ. Auch und gerade in der Schweiz. Das zeigt dieser sorgfältige Dokumentarfilm über den unbequemen jugendbewegten Zürcher Fotografen mit ungarischen Wurzeln, dem die Einbürgerung aus politischen Gründen immer wieder verweigert wurde.

Im Filmpodcast morgen: Die Blumen von Gestern, Gimme Danger, Pink Apple, Jonathan Demme.

Filmpodcast Nr. 514: Mal de pierres, The Founder, Filmland Österreich

Marion Cotillard und Alex Brendemühl in ‚Mal de pierres‘ von Nicole Garcia © frenetic

Zweimal reisen wir in die 50er Jahre heute. Einmal in die Provence: Mal de pierres heisst ein Melodrama mit Marion Cotillard, das Michael Sennhauser nicht ganz überzeugt hat. Und einmal nach Amerika, zu den Anfängen der Fastfoodkette McDonald’s: Reto Baer hat The Founder gesehen. Nach den beiden filmischen Ausflügen in die 50er Jahre gibts noch ein ganz gegenwärtiges Gespräch von Michael Sennhauser mit den Leitern der Diagonale über das Österreichische Filmschaffen. Und eine Rätseltonspur und die Kurztipps haben wir noch dazu.

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Die Unverpassbaren, Woche 16 – 2017

Dayahang Rai und Sumi Malla in ‚White Sun‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. White Sun von Deepak Rauniyar. Nach zehn Jahren Bürgerkrieg bekommt das einstige Königreich Nepal eine demokratische Verfassung. Der Film spielt die Schwierigkeiten der Versöhnung und des Neuanfangs in einer kleinen Bergdorfgemeinschaft durch, charmant, ernsthaft, mit Witz und Raffinesse. Das hat ihm gleich vier Preise eingetragen am Filmfestival von Freiburg.
  2. Double peine von Léa Pool. In vier verschiedenen Ländern dokumentiert die schweizerisch-kanadische Filmemacherin Kinder, die mit ihren Müttern im Gefängnis leben. Zurückhaltend, empathisch und direkt. Ein Film, der einiges an Gedanken auslöst.
  3. Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf von Erich Schmid. Rechtsstaat ist relativ. Auch und gerade in der Schweiz. Das zeigt dieser sorgfältige Dokumentarfilm über den unbequemen jugendbewegten Zürcher Fotografen mit ungarischen Wurzeln, dem die Einbürgerung aus politischen Gründen immer wieder verweigert wurde.
  4. The Other Side of Hope von Aki Kaurismäki. Ein syrischer Flüchtling aus Aleppo findet Unterschlupf bei der Belegschaft eines Restaurants in Helsinki. Teil zwei von Kaurismäkis Flüchtlingstrilogie ist lakonisch, absurd und warmherzig wie gewohnt.
  5. Moka von Frédéric Mermoud. Eine Frau aus Lausanne sucht in Evian den fahrerflüchtigen Mörder ihres Sohns. Ein ausgeklügeltes Psychodrama mit Emmanuelle Devos und Nathalie Baye als absolut ebenbürtigen Gegen- und Zusammenspielerinnen.

Im Filmpodcast morgen: Mal de pierres, The Founder, Filmland Österreich.

Filmpodcast Nr. 513: White Sun, Double peine, Michael Ballhaus, Istanbul Filmfestival

‚Double peine‘ von Léa Pool © filmcoopi

Unser Oster-Paket umfasst zwei Filme: White Sun aus Nepal, eine preisgekrönte postrevolutionäre Versöhnungsgeschichte mit Charme, und Léa Pools Dokumentarfilm Double peine, über Kinder und ihre Mütter im Gefängnis. Wir verabschieden uns von Kameramann Michael Ballhaus und wir hören von den speziellen Schwierigkeiten, welche das Istanbul Filmfestival dieser Tage zu bewältigen hatte. Dazu eine Tonspur und die Kurztipps.

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Zum Tod von Michael Ballhaus

‚The Fabulous Baker Boys‘: Michelle Pfeiffer als Susie Diamond im Ballhaus-Kreis

Innerhalb der neuen Kinogeschichte bleibt Michael Ballhaus nicht nur aufgrund seines enormen Talents ein Phänomen. Ballhaus wirkte stets geerdet, solide. Er war ein Handwerker mit einem Sensorium, ein Übersetzer für Ideen, Gefühle, Beziehungen in Bilder. „Zum Tod von Michael Ballhaus“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 15 – 2017

Sumi Malla und Dayahang Rai in ‚White Sun‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. White Sun von Deepak Rauniyar. Nach zehn Jahren Bürgerkrieg bekommt das einstige Königreich Nepal eine demokratische Verfassung. Der Film spielt die Schwierigkeiten der Versöhnung und des Neuanfangs in einer kleinen Bergdorfgemeinschaft durch, charmant, ernsthaft, mit Witz und Raffinesse. Das hat ihm gleich vier Preise eingetragen am Filmfestival von Freiburg.
  2. Double peine von Léa Pool. In vier verschiedenen Ländern dokumentiert die schweizerisch-kanadische Filmemacherin Kinder, die mit ihren Müttern im Gefängnis leben. Zurückhaltend, empathisch und direkt. Ein Film, der einiges an Gedanken auslöst.
  3. Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf von Erich Schmid. Rechtsstaat ist relativ. Auch und gerade in der Schweiz. Das zeigt dieser sorgfältige Dokumentarfilm über den unbequemen jugendbewegten Zürcher Fotografen mit ungarischen Wurzeln, dem die Einbürgerung aus politischen Gründen immer wieder verweigert wurde.
  4. The Other Side of Hope von Aki Kaurismäki. Ein syrischer Flüchtling aus Aleppo findet Unterschlupf bei der Belegschaft eines Restaurants in Helsinki. Teil zwei von Kaurismäkis Flüchtlingstrilogie ist lakonisch, absurd und warmherzig wie gewohnt.
  5. Moka von Frédéric Mermoud. Eine Frau aus Lausanne sucht in Evian den fahrerflüchtigen Mörder ihres Sohns. Ein ausgeklügeltes Psychodrama mit Emmanuelle Devos und Nathalie Baye als absolut ebenbürtigen Gegen- und Zusammenspielerinnen.

Im Filmpodcast morgen: White Sun, Double peine, Michael Ballhaus, Filmfestival Istanbul.

Filmpodcast Nr. 512: Tiger Girl, Ella Rumpf, Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf, FIFF

Ella Rumpf als ‚Tiger Girl‘ © Pathé

Mit David Vogel. Der Dokumentarfilm Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf erzählt die bewegende Geschichte des Fotografen Klaus Rózsa. Hannes Nüsseler bespricht den Film. Dann hat Michael Sennhauser den aktuellen Shooting Star der Schweizer Filmszene getroffen, die junge Schauspielerin Ella Rumpf alias Tiger Girl. Und schliesslich berichtet Georges Wyrsch vom Freiburger Filmfestival FIFF.

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Die Unverpassbaren, Woche 14 – 2017

© Praesens

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf von Erich Schmid. Rechtsstaat ist relativ. Auch und gerade in der Schweiz. Das zeigt dieser sorgfältige Dokumentarfilm über den unbequemen jugendbewegten Zürcher Fotografen mit ungarischen Wurzeln, dem die Einbürgerung aus politischen Gründen immer wieder verweigert wurde.
  2. The Other Side of Hope von Aki Kaurismäki. Ein syrischer Flüchtling aus Aleppo findet Unterschlupf bei der Belegschaft eines Restaurants in Helsinki. Teil zwei von Kaurismäkis Flüchtlingstrilogie ist lakonisch, absurd und warmherzig wie gewohnt.
  3. Moka von Frédéric Mermoud. Eine Frau aus Lausanne sucht in Evian den fahrerflüchtigen Mörder ihres Sohns. Ein ausgeklügeltes Psychodrama mit Emmanuelle Devos und Nathalie Baye als absolut ebenbürtige Gegen- und Zusammenspielerinnen.
  4. Parents (Forældre) von Christian Tafdrup. Nach dem Auszug ihres Sohnes verwandelt sich ein Paar in ihre jüngeren Egos von damals. Erst witzig dann gruslig geht der Film unter die Haut, und versöhnt schliesslich auf radikale Art mit dem Älterwerden. Indem er den Jugendlichkeitswahn zum Wahnsinn erklärt.
  5. After the Storm von Hirokazu Kore-Eda. Nach einem Anfangserfolg als Schriftsteller verspielt der geschiedene Ryota das Geld, das er als Privatdetektiv verdient, auf der Rennbahn. Aber eigentlich möchte er seine Familie zurück. Kore-edas Filmgeschichten werden immer alltäglicher. Und immer perfekter, weil er einem jede Figur gleich nahe ans Herz bringt.

Im Filmpodcast morgen: Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf; Tiger Girl Ella Rumpf, …
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