Filmpodcast Nr. 524: The Beguiled, Calabria, EU-Audiovision grenzenlos?

Kirsten Dunst in Sofia Coppolas ‚The Beguiled‘ © Universal Schweiz

Sofia Coppola hat Don Siegels The Beguiled von 1971 neu gedreht. Und umgedreht. Pierre-François Sauter setzt zwei Männer und eine Leiche «on the road» in seinem Dokumentarfilm Calabria. Und wir werfen einen Blick auf halbgare deutsche Ideen zur Abschaffung der Ländersperre für online-Filme. Dazu wie immer Kurztipps und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 26 – 2017

‚Calabria‘ von Pierre-François Sauter © Vinca Film

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Beguiled von Sofia Coppola. Die Regisseurin stülpt die einstige Mädchenschule-Männerphantasie mit Clint Eastwood um in eine sehr weisse, sehr verführerische Frauenphantasie mit starken Darstellerinnen und viel «southern gothic».
  2. Calabria von Pierre-François Sauter. Ein dokumentarisches Roadmovie im Leichenwagen, 1600 Kilometer auf der mit Lebensfreude gepflasterten Strasse von der Schweiz nach Italien.
  3. Gute Tage von Urs Graf. Der Zürcher Altmeister des feinen Dokumentarfilms besucht Künstlerfreundinnen und -Freunde, bei denen das Alter ebenfalls den Schaffensprozess verändert, behindert, aber auch weiterhin bereichert. Feinfühlig und berührend.
  4. Une vie von Stéphane Brizé. Das traurige Leben einer vereinsamenden adeligen Frau im 19. Jahrhundert. Brizé gelingt das Kunststück, aus dem Stück Weltliteratur einen tiefen, zugleich traurigen und hellen Film mit fast dokumentarischer Anmutung und einer atemberaubend guten Hauptdarstellerin zu machen.
  5. L’Opera de Paris von Jean-Stéphane Bron. Der Regisseur und Opern-Neuling Bron steigt ab in die Katakomben der Pariser Oper – keine einzige Szene einer Aufführung zeigt er, aber ein schillerndes Porträt dieser und damit unserer eigenen verrückten Welt, aus der man am liebsten nie wieder auftaucht.

Im Filmpodcast morgen: The Beguiled, Calabria, grenzenlose Audiovision EU?.

Filmpodcast Nr. 523: Return to Montauk, Gute Tage, Bildrausch mit Teresa Villaverde

Volker Schlöndorff mit Nina Hoss und Stellan Skarsgård beim Dreh von ‚Return to Montauk‘ © filmcoopi

Volker Schlöndorff versucht mit Max Frisch den Return to Montauk, der Zürcher Urs Graf rekapituliert mit alternden Künstlerfreundinnen und -Freunden Gute Tage, und das Basler Bildrauschfestival feiert die immer noch zu wenig bekannte portugiesische Filmemacher in Teresa Villaverde. Dies unsere heutigen Beiträge – dazu wie immer Kurztipps und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 25 – 2017

‚Gute Tage‘ von Urs Graf © Look Now!

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Gute Tage von Urs Graf. Der Zürcher Altmeister des feinen Dokumentarfilms besucht Künstlerfreundinnen und -Freunde, bei denen das Alter ebenfalls den Schaffensprozess verändert, behindert, aber auch weiterhin bereichert. Feinfühlig und berührend.
  2. Une vie von Stéphane Brizé. Das traurige Leben einer vereinsamenden adeligen Frau im 19. Jahrhundert. Brizé gelingt das Kunststück, aus dem Stück Weltliteratur einen tiefen, zugleich traurigen und hellen Film mit fast dokumentarischer Anmutung und einer atemberaubend guten Hauptdarstellerin zu machen.
  3. L’Opera de Paris von Jean-Stéphane Bron. Der Regisseur und Opern-Neuling Bron steigt ab in die Katakomben der Pariser Oper – keine einzige Szene einer Aufführung zeigt er, aber ein schillerndes Porträt dieser und damit unserer eigenen verrückten Welt, aus der man am liebsten nie wieder auftaucht.
  4. Inversion von Behnam Behzadi. Ein stiller und überzeugender Film über eine unverheiratete Frau in Teheran, die sich zwar gern für ihr Umfeld einsetzt, aber auch einfordert, dass sie über solche Einsätze selber bestimmen kann.
  5. Beuys von Andres Veiel. Geniale Collage von bisher unediertem Foto- und Filmmaterial über den Künstler mit dem markanten Lachen und dem typischen Hut. Veiel inszeniert Beuys als kunst-demokratischen Don Quichotte, der gegen bildungsbürgerliche Windmühlen ankämpft.

Im Filmpodcast morgen: Return to Montauk, Gute Tage, Bildrausch Basel mit Teres Villaverde.

Filmpodcast Nr. 522: Wonder Woman, Une vie

Judith Chemla in ‚Une vie‘ von Stéphane Brizé © xenix

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute geht’s in unserer Filmrolle um zwei Frauenschicksale. Die allerdings unterschiedlicher nicht sein könnten. Wonder Woman ist die Superheldin, die im gleichnamigen Film für Aufsehen sorgt; Georges Wyrsch weiss, warum. Der französische Film Une vie erzählt von einem Frauenschicksal im 19. Jahrhundert, meisterhaft, wie ich finde. Das sind die beiden Filmbeiträge in der Rolle heute – dazu natürlich Kurztipps und Tonspur

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Die Unverpassbaren, Woche 24 – 2017

‚Inversion‘ © cineworx
Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Une vie von Stéphane Brizé. Das traurige Leben einer vereinsamenden adeligen Frau im 19. Jahrhundert. Brizé gelingt das Kunststück, aus dem Stück Weltliteratur einen tiefen, zugleich traurigen und hellen Film mit fast dokumentarischer Anmutung und einer atemberaubend guten Hauptdarstellerin zu machen. 
  2. L’Opera de Paris von Jean-Stéphane Bron. Der Regisseur und Opern-Neuling Bron steigt ab in die Katakomben der Pariser Oper – keine einzige Szene einer Aufführung zeigt er, aber ein schillerndes Porträt dieser und damit unserer eigenen verrückten Welt, aus der man am liebsten nie wieder auftaucht.
  3. Inversion von Behnam Behzadi. Ein stiller und überzeugender Film über eine unverheiratete Frau in Teheran, die sich zwar gern für ihr Umfeld einsetzt, aber auch einfordert, dass sie über solche Einsätze selber bestimmen kann.
  4. Beuys von Andres Veiel. Geniale Collage von bisher unediertem Foto- und Filmmaterial über den Künstler mit dem markanten Lachen und dem typischen Hut. Veiel inszeniert Beuys als kunst-demokratischen Don Quichotte, der gegen bildungsbürgerliche Windmühlen ankämpft.
  5. Eshtebak – The Clash von Mohamed Diab. Der Film über Ägypten, sechs Jahre nach der Revolution. Packendes Kammerspiel über das Trauma einer Nation, humanistisch, nicht nur gut gemeint, auch besonders gut gemacht.

Im Filmpodcast morgen: Une vie, Wonder Woman, etc.

Filmpodcast Nr. 521: Inversion, L’Opéra de Paris, Beuys

‚Inversion‘ aus dem Iran © cineworx

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Mit Georges Wyrsch gehts nach Teheran in den Smog: der Film Inversion erzählt davon – und von einer Frau im Kampf um Selbstbestimmung. Der Schweizer Jean-Stéphane Bron hat sich 18 Monate lang hinter die Kulissen der Pariser Oper begeben: das Resultat heisst L’Opéra de Paris, Gabriela Kägi hat den Beitrag dazu. Und Georges Wyrsch hat den Dokumentarfilm Beuys über den faszinierenden Künstler gesehen. Auch in der Rolle: Rätseltonspur und Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 23 – 2017

‚L’opéra de Paris‘ von Jean-Stéphane Bron © frenetic
Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. L’Opera de Paris von Jean-Stéphane Bron. Der Regisseur und Opern-Neuling Bron steigt ab in die Katakomben der Pariser Oper – keine einzige Szene einer Aufführung zeigt er, aber ein schillerndes Porträt dieser und damit unserer eigenen verrückten Welt, aus der man am liebsten nie wieder auftaucht.
  2. Inversion von Behnam Behzadi. Ein stiller und überzeugender Film über eine unverheiratete Frau in Teheran, die sich zwar gern für ihr Umfeld einsetzt, aber auch einfordert, dass sie über solche Einsätze selber bestimmen kann.
  3. Beuys von Andres Veiel. Geniale Collage von bisher unediertem Foto- und Filmmaterial über den Künstler mit dem markanten Lachen und dem typischen Hut. Veiel inszeniert Beuys als kunst-demokratischen Don Quichotte, der gegen bildungsbürgerliche Windmühlen ankämpft.
  4. Eshtebak – The Clash von Mohamed Diab. Der Film über Ägypten, sechs Jahre nach der Revolution. Packendes Kammerspiel über das Trauma einer Nation, humanistisch, nicht nur gut gemeint, auch besonders gut gemacht.
  5. Une vie ailleurs von Olivier Peyon. Spannendes Kindsrückentführungs-Drama. Kein Film Noir, sondern eher ein Film Lumineux über wahre Mutterliebe, mit höchst dramatischen Sequenzen zwar, aber auch mit einem grundlegenden Glauben an das Gute im Menschen.

Im Filmpodcast morgen: L’opéra de Paris, Inversion, etc.

Filmpodcast Nr. 520: Filmjahr 1967, Kino-Küssen

Upside Down: Filmkuss aus Sam Raimis «Spiderman» aus dem Jahr 2002 © Sony Pictures

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute mit zwei längeren Beiträgen zur Kinogeschichte – beide von Michael Sennhauser. Um das Filmjahr 1967 gehts im einen und um die schönste Kinosache, um das Küssen, im anderen Beitrag. Dazu wie immer ein Tonspurrätsel und unsere Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 22 – 2017

‚Beuys‘ von Andres Veiel © look now!
Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Beuys von Andres Veiel. Geniale Collage von bisher unediertem Foto- und Filmmaterial über den Künstler mit dem markanten Lachen und dem typischen Hut. Veiel inszeniert Beuys als kunst-demokratischen Don Quichotte, der gegen bildungsbürgerliche Windmühlen ankämpft.
  2. Eshtebak – The Clash von Mohamed Diab. Der Film über Ägypten, sechs Jahre nach der Revolution. Packendes Kammerspiel über das Trauma einer Nation, humanistisch, nicht nur gut gemeint, auch besonders gut gemacht.
  3. Une vie ailleurs von Olivier Peyon. Spannendes Kindsrückentführungs-Drama. Kein Film Noir, sondern eher ein Film Lumineux über wahre Mutterliebe, mit höchst dramatischen Sequenzen zwar, aber auch mit einem grundlegenden Glauben an das Gute im Menschen.
  4. Mister Universo von Tizza Covi und Rainer Frimmel. Eine bestechende Dokufiktion mitten aus der verschwindenden Welt italienischer Schausteller- und Zirkusfamilien.
  5. Get Out von Jordan Peele. Für Chris entwickelt sich das Wochenende auf dem Anwesen der reichen Eltern seiner weissen Freundin zunehmend beängstigend. Eine Gesellschaftssatire im Gewand eines Genre-Films, beissend und spöttisch.

Im Filmpodcast morgen: Küssen im KinoFilmjahr 1967.