Filmpodcast Nr. 534: Die Migrantigen, Good Time, The Square

Robert Pattinson als Connie in ‚Good Time‘ © Ascot-Elite

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Drei neue Filme sind heute in dieser Filmrolle: Die Migrantigen ist Satire aus Österreich, Hannes Nüsseler spricht darüber. Georges Wyrsch hat den Gangsterfilm Good Time gesehen. Und einen längeren Beitrag von Michael Sennhauser gibt’s zum diesjährigen Cannes-Gewinner Ruben Östlund und seinem Film The Square.
Und von mir kommen die Kurztipps und eine Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 43 – 2017

‚The Square‘ von Ruben Östlund © xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Square von Ruben Östlund. Ein soziales Experiment als Kunstevent. Ein Film wie ein Experimentierkasten, mit bis zum Anschlag ausgereiztem Satirepotential, aber auch mit mindestens so viel Ernsthaftigkeit.
  2. Good Time von Ben und Josh Safdie. In seiner bisher stärksten Rolle hetzt Ex-Vampir Robert Pattinson als glückloser Kleinkrimineller durch die Mean Streets von New York und verstrickt sich in ein Netz aus Gewalt, begleitet von einem pulsierenden Synthesizer-Soundtrack.
  3. Menashe von Joshua Weinstein. Ein sensibler Spielfilm über einen jüdisch-orthodoxen Vater, der seinen Sohn entgegen der Konventionen allein erziehen möchte. Ein seltener Blick in die ansonsten hermetische Welt der New Yorker Orthodoxie.
  4. Happy End von Michael Haneke. Wer ist Herr seines eigenen Todes? Österreichs Kinomoralist spinnt den Ansatz von Amour weiter, konsequent, ambivalent und manchmal gar ein wenig komisch.
  5. Lasst die Alten sterben von Juri Steinhart. Ein ziemlich lebendiger, origineller Schweizer Film, der durchspielt, was passieren könnte, wenn wohlstandsverwahrloste Jugendliche von heute sich als Punks gebärden und auf die Protest-Werte ihrer Eltern stossen.

Im Filmpodcast: Good Time, Die Migrantigen, The Square.

Filmpodcast Nr. 533: The Snowman, Willkommen in der Schweiz, Menashe, Gaffer, Blow-Up

‚Willkommen in der Schweiz‘ von Sabine Gisiger © filmcoopi

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Englisch in Norwegen, Schweizerdeutsch, Jiddish in New York und Fachchinesisch: das die Sprachen der heutigen Filmrolle. Hören Sie Georges Wyrsch über Snowman; das ist ein düsterer Krimi in Oslo, Noëmi Gradwohl über Menashe, ein Drama über einen allein erziehenden jüdisch-orthodoxen Vater. Und ich habe Willkommen in der Schweiz gesehen, ein Dokfilm über die Idee der Gemeinde Oberwil-Lieli, sich von einer Flüchtlingsaufnahme freizukaufen. Ausserdem übersetzt Michael Sennhauser filmisches Fachchinesisch. Und wie immer dazu: die Kurztipps und eine Tonspur.

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Filmpodcast Nr. 532: Happy End, Lasst die Alten sterben, Päpste, Weinstein, Klappe.

‚Lasst die Alten sterben‘ von Juri Steinhart © filmbringer

Michael Haneke nimmt mit Happy End das Thema seines Altersdramas Amour wieder auf. Juri Steinhart lässt in Bern mit Lasst die Alten Sterben ein paar unzufriedene Jugendliche zu Retro-Punks avancieren. Eine Ausstellung ist dem Papst im Kino gewidmet, und in den USA steht mit Harvey Weinstein ein weiterer Showbusiness-Sexist am Pranger. Dazu: Was ist die Klappe? Die Kurztipps und eine Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 41 – 2017

Jean-Louis Trintignant in ‚Happy End‘ von Michael Haneke © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Happy End von Michael Haneke. Wer ist Herr seines eigenen Todes? Österreichs Kinomoralist spinnt den Ansatz von Amour weiter, konsequent, ambivalent und manchmal gar ein wenig komisch.
  2. Lasst die Alten sterben von Juri Steinhart. Ein ziemlich lebendiger, origineller Schweizer Film, der durchspielt, was passieren könnte, wenn wohlstandsverwahrloste Jugendliche von heute sich als Punks gebärden und auf die Protest-Werte ihrer Eltern stossen.
  3. Blade Runner 2049 von Denis Villeneuve. Eher Hommage an das Original und Remake von 1982 als Fortsetzung. Aber visuell überwältigend und erzählerisch gleichzeitig adäquat und nostalgisch. Eine echte Wiederbegegnung.
  4. Tiere von Greg Zglinski. Eine Beziehungskiste als verdrehte Möbiusschlaufe, in der Zeitebenen und Figuren durcheinandergeraten. Ein subtiler Horrorfilm, der zugleich schräge Komödie ist. Nicht zu hundert Prozent verständliches aber irre gutes Kino aus der Schweiz, aus Österreich und Polen.
  5. Ava von Léa Mysius. Eine 13jährige muss gleichzeitig mit ihrer drohenden Erblindung und der einsetzenden Pubertät klar kommen. Ein schöner, wilder Film voll aggressiver Lebenslust.

Im Filmpodcast morgen: Happy End, Lasst die Alten sterben, Päpste im Film. Der Fall Weinstein.

Filmpodcast Nr. 531: Blade Runner 2049, Die letzte Pointe, Blue My Mind, Tiere, Greg Zglinski, Tal der Wölfe Vaterland

Birgit Minichmayr als Anna in Greg Zglinskis ‚Tiere‘ © filmcoopi

Heute mit der lange erwarteten Fortsetzung Blade Runner 2049, Rolf Lyssys Die letzte Pointe und Lisa Brühlmanns Blue My Mind, frisch ab Zurich Film Festival, Greg Zglinski zu Tiere und mit einem Abstecher in die türkischen Propaganda-Untiefen im «Tal der Wölfe Vaterland». Und natürlich Kurztipps und Tonspur – wie immer.

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Die Unverpassbaren, Woche 40 – 2017

‚Blade Runner 2049‘ © Sony Pictures

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Blade Runner 2049 von Denis Villeneuve. Eher Hommage an das Original und Remake von 1982 als Fortsetzung. Aber visuell überwältigend und erzählerisch gleichzeitig adäquat und nostalgisch. Eine echte Wiederbegegnung.
  2. Tiere von Greg Zglinski. Eine Beziehungskiste als verdrehte Möbiusschlaufe, in der Zeitebenen und Figuren durcheinandergeraten. Ein subtiler Horrorfilm, der zugleich schräge Komödie ist. Nicht zu hundert Prozent verständliches aber irre gutes Kino aus der Schweiz, aus Österreich und Polen.
  3. Ava von Léa Mysius. Eine 13jährige muss gleichzeitig mit ihrer drohenden Erblindung und der einsetzenden Pubertät klar kommen. Ein schöner, wilder Film voll aggressiver Lebenslust.
  4. Aurore von Blandine Lenoir. Die grossartige Agnès Jaoui spielt mit rücksichtsloser Hingabe ihre Aurore, diese geschiedene Frau, die ihr Klimakterium, einen blöden neuen Chef, ausziehende Töchter und die wieder aufgetauchte Jugendliebe zu balancieren versucht. Schmerzlich, komisch und ohne Kompromisse.
  5. Logan Lucky von Steven Soderbergh. Soderbergh verlegt seinen Oceans-Plot ins Arbeitermilieu und inszeniert ein weiteres hinreissendes Heist-Movie irgendwo zwischen den Coen-Brüdern und den «Dukes of Hazzard»

Im Filmpodcast morgen: Blade Runner 2049, Blue My Mind und Die letzte Pointe am ZFF, Greg Zglinskis Tiere und Tal der Wölfe Vaterland.