Die Unverpassbaren, Woche 40 – 2021

‚Azor‘ von Andreas Fontana © Xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Hive von Blerta Basholli. Wie das Einkochen von Ajvar zum Akt der Rebellion wird. Eine Kriegswitwe aus Kosovo bahnt sich und anderen Witwen gegen alle patriarchalen Widerstände aus dem Dorf den Weg in die Selbständigkeit. Ein gradlinig erzählter Film, der nachhallt.
  2. Azor von Andreas Fontana. Der Film erzählt von einem Schweizer Privatbanker, der im Buenos Aires der späten 1970er Militärjunta mächtige Privatkunden bedient und nur die glatte Oberfläche der Tragödie sieht. Beklemmend doppelbödig.
  3. Titane von Julia Ducournau. Eher ein Bildersturm als ein Vergnügen. Die goldene Cannes-Palme 2021 ist sehr physisch, sehr biomechanoid, sehr brutal und ziemlich lustig – wenn frau die Nerven hat.
  4. James Bond: No Time to Die von Cary Joji Fukunaga. Die Stärke von Daniel Craigs melancholisch starkem letzten 007-Abenteuer liegt darin, dass Bond, seine Gegner und der Film nicht ausschliessen, dass sie alle obsolet sein könnten
  5. Bad Luck Banging or Loony Porn von Radu Jude. Einer Lehrerin in Bukarest kommt ihr Heimporno in die Quere. Eine irre filmische Müllkippe als Pandemiegesellschafts-Zwischenfazit. Erschlagend lustig und genau der richtige Kommentar zur Zeit.

Und im Filmpodcast morgen: Hive, Titane und Azor

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