Die Unverpassbaren, Woche 51 – 2021

Redpilling. Neo-Morpheus (Yahya Abdul-Mateen II) in ‚The Matrix Resurrections‘ © Warner Bros.

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Matrix Resurrections von Lana Wachowski. Die ironisch verspielte Dekonstruktion der eigenen Rezeptionsparanoia macht diesen Film zum zeitenweise grossartigen, aber auch ex- und implodierenden Scherbengericht. Für gut gealterte Fans mit Distanz.
  2. Un triomphe von Emmanuel Courcol. Insassen eines Gefängnisses inszenieren «Warten auf Godot» und wählen im Moment des Triumphs die Freiheit. Toll gebaute Sozial-Tragikomödie mit Kad Merad.
  3. Madres Paralelas von Pedro Almodóvar. Mit seiner Fabulierlust und immer neuen Überraschungen verknüpft Almodóvar das Schicksal zweier Mütter und ihrer Kinder mit der spanischen Bürgerkriegs-Geschichte in einem Melodrama. Mit der stets grossartigen Penélope Cruz und der Neuentdeckung Milena Smit.
  4. Don’t Look Up! von Adam McKay. Eine explosive Ende-der-Welt-Satire zum Jahresende. Ein Komet fliegt Richtung Erde, und keinen interessiert’s. Ein Filmstrudel um Medienzirkus und Klimawandel-Leugner. Gar nicht subtil, dafür aber unheimlich unterhaltsam.
  5. Grosser Baum auf Reise / Taming the Garden von Salomé Jashi. Ein georgischer Ex-Premier und Milliardär lässt für seinen Privatpark jahrhundertealte Bäume am Schwarzen Meer entwurzeln. Grössenwahnsinn als poetische, mehrdeutige Mensch-Natur-Allegorie in visuell überwältigenden Tableaus.

Der Filmpodcast macht zwei Wochen Pause. Bis zum 6. Januar.

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