TARDES DE SOLEDAD von Albert Serra

Kennen Sie diese Kippbilder, bei denen man entweder eine Ente sieht, oder einen Hasen? Albert Serra nutzt das Prinzip für seinen Dokumentarfilm über den Stierkampf. Wer fasziniert ist von dem blutigen Ritual, kommt auf ihre oder seine Kosten. Wer überzeugt ist von der Sinnlosigkeit und dem Unrecht der Tierquälerei, sieht sich durchgehend bestätigt. Und ein zweites Prinzip …

PACIFICTION von Albert Serra

Man stelle sich das allererste James-Bond-Kinoabenteuer Dr. No als Gletscher vor. Nein, das ist das falsche Bild, schliesslich spielt Albert Serras auf französisch Tourment sur les îles genannter Film auf Tahiti, in französisch Polynesien, in tropischer Hitze. Aber eben: Gaaaanz langsam. Also: Dr. No als Lavastrom in Zeitlupe.

Locarno 13: HISTORIA DE LA MEVA MORT von Albert Serra

Graf Dracula und Giacomo Casanova im gleichen Film? Das klingt zunächst eher nach einem Spekulationsprodukt wie Alien vs Predator. Aber Albert Serra hat schliesslich Literaturtheorie und vergleichende Literaturwissenschaft studiert und seine Reputation als Filmemacher steht auch ausser Zweifel. Wo also führt er uns dieses Mal hin? Tatsächlich in die Karpaten, bis knapp in die Nähe …

Die Unverpassbaren, Woche 38 – 2025

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Mother’s Baby von Johanna Moder. Eine feinfühlige, subtil zum SciFi-Thriller anschwellende, kammermusikalische Variation über postnatale Depression und die irrwitzigen Erwartungen an Mutterschaft. In die Sonne schauen von Mascha Schilinski. Vier und viel Mädchen-, Frauen-, Familien-Schicksal in einem grossartigen Traumtableau über hundert Jahre hinweg geschichtet. Déjà-vu als Vertrautheits- und …

Die Unverpassbaren, Woche 37 – 2025

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: In die Sonne schauen von Mascha Schilinski. Vier und viel Mädchen-, Frauen-, Familien-Schicksal in einem grossartigen Traumtableau über hundert Jahre hinweg geschichtet. Déjà-vu als Vertrautheits- und Schreckensmoment. Quand vient l’automne von François Ozon. Ein raffiniertes kriminologisches Spiel um Schuld und Wahrnehmung, mit zwei alten Damen, Pilzen und Generationenkonflikten …

Die Unverpassbaren, Woche 36 – 2025

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Quand vient l’automne von François Ozon. Ein raffiniertes kriminologisches Spiel um Schuld und Wahrnehmung, mit zwei alten Damen, Pilzen und Generationenkonflikten im Burgund. Ein echter Ozon. Sirāt von Oliver Laxe. Kein Film wie andere. Der zielt direkt auf das Bauchfell. Und in die Magengrube. Unbedingt im Kino sehen. …

Die Unverpassbaren, Woche 35 – 2025

Ein Hinweis an die Abonnentinnen und Abonnenten: Link-Fehler behoben. Ab sofort sollten die  Besprechungslinks auch im Newsletter funktionieren. Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Sirāt von Oliver Laxe. Kein Film wie andere. Der zielt direkt auf das Bauchfell. Und in die Magengrube. Unbedingt im Kino sehen. Und auf keinen Fall alleine. Tardes de …

Die Unverpassbaren, Woche 03 – 2023

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Decision to Leave von Park Chan-Wook. Ein Film-noir-Murder-Mystery-Roadmovie auf kleiner, heisser Flamme gekocht, mit unendlicher Sorgfalt. R.M.N. von Cristian Mungiu. Rassismus und Wirtschaftsmisere im fragmentierten Rumänien. Hochspannend, raffiniert und emotional. The Banshees of Inisherin von Martin McDonagh. Ein Insel-Ire erklärt dem anderen: «Ich mag Dich einfach nicht mehr!» …

Die Unverpassbaren, Woche 02 – 2023

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Last Dance von Delphine Lehericey. Ein älterer Herr übernimmt die Tanzrolle seiner verstorbenen Frau und entzieht sich damit der Kontrolle seiner überfürsorglichen Kinder. Ein Schweizer Feelgood-Movie mit  Spitzen. Holy Spider von Ali Abbasi. Ein religiöser Fanatiker ermordet Prostituierte im Gottesstaat. Eine Journalistin ermittelt und wird daran gehindert. …

Die Unverpassbaren, Woche 01 – 2023

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: The Banshees of Inisherin von Martin McDonagh. Ein Insel-Ire erklärt dem anderen: «Ich mag Dich einfach nicht mehr!» Kindlich stur, komisch verschroben und herzerweichend grossartig. Le otto montagne von Felix van Groeningen und Charlotte Vandermeersch. Vom Auseinanderdriften und Wiederfinden einer Männerfreundschaft aus Kindheitstagen. Einfach und eigenwillig. Pacifiction von …