Cannes 19: SORRY WE MISSED YOU von Ken Loach (Wettbewerb)

Mit ihrem jüngsten Film sind sich Ken Loach und sein Drehbuchautor Paul Laverty treu geblieben und haben zugleich etwas Neues probiert. Alles dreht sich um die kleinen Leute in England, wie gewohnt. Aber die Probleme entstehen in der Familie, das asoziale, ausbeuterische System des Spätkapitalismus sorgt bloss dafür, dass sie nicht mehr zu bewältigen sind. …

Cannes 16: Zweite Goldene Palme für Ken Loach – Le palmarès

Nach der goldenen Palme, welche Ken Loach für The Wind that Shakes the Barley 2006 gewonnen hat, und den viele als eine Art Preis für sein Lebenswerk empfunden hatten, hat der 79jährige britische Altmeister des sozialen Agitprop-Kinos nun die Palme d’or für einen „richtigen“ Loach gewonnen: Palme d’Or I, Daniel Blake von Ken Loach Grand Prix: Xavier Dolan, C’est …

Cannes 16: I, DANIEL BLAKE von Ken Loach (Wettbewerb)

In seinem vermutlich letzten Film setzt der Altmeister des britischen «kitchen sink realism» auf die Themen, die ihn immer schon umtrieben: Die Solidarität der kleinen Leute und die Ungerechtigkeit des kapitalistischen Systems. Diesmal ist es ein herzkranker, verwitweter Schreiner, der den Kampf aufnimmt. I, Daniel Blake ist eine klassische Loach-Laverty-Kollaboration, der Filmemacher und sein Drehbuchautor …

Cannes 14: JIMMY’S HALL von Ken Loach

Man hätte dem 77jährigen Ken Loach einen spektakuläreren letzten Film gewünscht als diese brave Weiterführung der bekannten Themen von Solidarität und Unterdrückung. Loach hat die Sehkraft eines Auges offenbar bereits verloren, und das zweite könne sich jederzeit verabschieden. Vielleicht hat es ja auch damit zu tun, dass er sich mit seinem langjährigen Drehbuchautor Paul Laverty …

Cannes 12: THE ANGELS‘ SHARE von Ken Loach

Die Zusammenarbeit von Ken Loach mit Drehbuchautor Paul Laverty ist ziemlich eingespielt – fast ein bisschen zu sehr, könnte man nach diesem Film sagen. The Angels‘ Share ist ein Hybrid aus den ernsthaften Sozialdramen, für die das Duo bekannt ist, und den komödienhaften Ausflügen, mit denen es überrascht hat, etwa Looking for Eric, mit dem …

Cannes 10: ROUTE IRISH von Ken Loach

Eine reife Leistung von Ken Loach und Paul Laverty, ein Jahr nach Looking for Eric schon wieder einen Film in Cannes zu haben. Und da der Film am Tag vor Beginn des Festivals noch überraschend in den Wettbewerb aufgenommen wurde, war man entsprechend gespannt. Eine zweite Palme für den Regisseur von The Wind that Shakes …

Cannes 10: Ken Loach in letzter Minute

Gestern wurde bekannt, dass die Briten ihren Einsatz im Wettbewerb von Cannes kurzfristig verdoppeln konnten. Neben Mike Leigh mit Another Year ist jetzt auch Ken Loach eingeladen, mit seinem neuen Film Route Irish. Angeblich wollte Loach den Film über zwei Iren im Irak gar nicht für den Wettbewerb einreichen, hat sich aber offenbar umbesonnen. Loach …

Die Unverpassbaren, Woche 20 – 2020

Noch sind die Kinos geschlossen. Aber Schweizer Plattformen wie filmingo.ch, outsidethebox.ch oder cinefile.ch beteiligen sie auch finanziell. Hier ein paar Filme, die sich lohnen – dabei gleich drei Entdeckungen aus Skandinavien: Euthanizer (Armomurhaaja) von Teemu Nikki. Veijo mag Tiere lieber als Menschen, selbst wenn er sie als Schwarzmarkt-Abdecker umbringt. Grausam menschliches Genre-Kino zwischen Dirty Harry …

Die Unverpassbaren, Woche 19 – 2020

Vielleicht können wir ab 8. Juni wieder ins Kino. In der Zwischenzeit können wir uns (und den Kinos) mit online-Angeboten helfen.  Schweizer Plattformen wie filmingo.ch, outsidethebox.ch oder cinefile.ch arbeiten mit diversen Kinos zusammen und beteiligen sie auch finanziell. Hier ein paar Filme, die sich lohnen: Burning Out von Jerôme Le Maire. Dieser Dokumentarfilm zeigt die …

Die Unverpassbaren, Woche 47 – 2019

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Where We Belong von Jacqueline Zünd. Kinder und ihre getrennten Eltern, ein schwebender Tauchgang in Menschlichkeit, ein herzliches dokumentarisches Gesamt-Kunstwerk. The Irishman von Martin Scorsese. Eine Art «Best-of-Scorsese» um Gangstertum und Politik in den USA. Dreieinhalb Stunden gekonntes Déjà-vue, produziert von und für Netflix, immerhin noch vor dem …