Filmpodcast Nr. 833: Cannes, Love Life, Boléro, Roger Corman, The Third Man

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Die 77. Ausgabe des Filmfestivals von Cannes ist gestartet und Michael Sennhauser ist vor Ort. Im Kino neu sind der japanische Spielfilm «Love Life», den Georges Wyrsch gesehen hat und der Musikfilm Boléro, den Musikredaktorin Elisabeth von Kalnein bespricht. Dann gibt’s einen Nachruf auf den B-Movie-König Roger Corman von Georges Wyrsch und Michael Marek hat sich in Wien in den Untergrund begeben auf den Spuren des «Dritten Mannes» zum 75. Jubiläum des Klassikers The Third Man. Wie immer haben wir auch eine Tonspur zum Erraten und die Kurztipps.

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BIRD von Andrea Arnold

Bailey (Nykiya Adams) © Ad Vitam

Bereits drei Mal hat Andrea Arnold in Cannes den Jury-Preis gewonnen. Für Red Road (2006), Fish Tank (2009) und für American Honey (2016).

Mit Bird kehrt sie nun zurück zum Teenager-Lebenskampf von Fish Tank, allerdings reifer, balancierter und bisweilen gar polemisch-poetisch. „BIRD von Andrea Arnold“ weiterlesen

THE GIRL WITH THE NEEDLE (Pigen med nálen) von Magnus von Horn

© The Match Factory

Die ersten Bilder wirken experimentell und expressionistisch. Gesichter in Schwarzweiss überlagern sich, werden zu Fratzen, die Tonspur ist beunruhigend.

Magnus von Horns neuer Spielfilm (nach seinem polnischen Sweat) ist wieder eine dänische Produktion, wie sein erster, The Here After. „THE GIRL WITH THE NEEDLE (Pigen med nálen) von Magnus von Horn“ weiterlesen

DIAMANT BRUT von Agathe Riedinger

Liane (Malou Khebizi) © Pyramide

Die Macht des Kinos ist nicht nur die Illusion, die veränderte Realität, die Realisierung des Traumes. Seine grosse Stärke spielt es aus, wenn es uns in Welten versetzt, die wir davor nicht kannten.

Nur habe ich, in meiner sechsten Lebensdekade, nicht damit gerechnet, dass die Welt einer neunzehnjährigen Frau in Frankreich für mich derart fremdes Terrain sein würde. „DIAMANT BRUT von Agathe Riedinger“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 832: 8 Tage im August, Omen, Hors-saison & Stéphane Brizé

Das Kino ist dem Jahr voraus: Brigitte Häring hat «8 Tage im August» gesehen. Georges Wyrsch stellt den ersten Spielfilm des belgisch-kongolesischen DJ Baloji vor: «Omen», Originaltitel «Augure». Und ich habe mit Stéphane Brizé über seinen Film «Hors-saison» und das bittersüsse Wiedersehen einstiger Liebender im Thalasso-Kurort gesprochen.

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Die Unverpassbaren, Woche 19 – 2024

Guillaume Canet und Alba Rohrwacher in «Hors saison» von Stéphane Brizé © Xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Hors-saison von Stéphane Brizé. Was wäre gewesen wenn…? 15 Jahre nach  der Trennung treffen sich Mathieu und Alice zufällig und spielen das durch. Romantische Melancholie gegen die Unwiderruflichkeit des Lebens.
  2. Omen (Augure) von Baloji. Ein junger Belgier wird von seiner kongolesischen Verwandtschaft geächtet. Aus Aberglaube – oder es geht tatsächlich übernatürlich zu in diesem absurd-afrofuturistischen Universum, in dem das Abwehren des Fluchs zum Fluch selbst wird.
  3. La voie royale von Frédéric Mermoud. Ihre Mathematikbegabung katapultiert Bauerntochter Sophie mitten in die französische Realität zwischen Gilets jaunes und Elitehochschulen. Packend und herzlich.
  4. Omegäng von Aldo Gugolz. Ein ungezwungener Streifzug durch Deutschschweizer Mundartlandschaften. Die Freude am gesprochenen Dialekt ist hier – ob bewahrend oder kreativ verfremdend – vor allem: ansteckend.
  5. Andrea lässt sich scheiden von Josef Hader. Land-Polizistin Andrea will die Scheidung. Aber dazu kommt es nicht mehr. Eine tragikomische Birgit Minichmayr in und mit einem grossartigen Hader. Und Gin-Tonic is ka Alkohol.

Im Filmpodcast morgen: Omen, 8 Tage im August, Hors-saison und Stéphane Brizé

Filmpodcast Nr. 831: King’s Land (Bastarden), La voie royale, My Worst Enemy

Brigitte Häring hat Mads Mikkelsen bei einer neuen Kohlhasiade zugeschaut: King’s Land heisst der Film bei uns. Im dänischen Original: Bastarden. Der Walliser Regisseur Frédéric Mermoud schickt in La voie royale eine mathematisch hochbegabte junge Frau auf den dramatischen Weg durch die Bildungsinstitutionen Frankreichs. Und Georges Wyrsch stellt My Worst Enemy vor, ein filmisches Experiment zu hochnotpeinlichen Behördenverhören im Iran. Dazu wie gewohnt eine Tonspur. Und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 18 – 2024

Marie Colomb, Suzanne Jouannet © frenetic films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. La voie royale von Frédéric Mermoud. Ihre Mathematikbegabung katapultiert Bauerntochter Sophie mitten in die französische Realität zwischen Gilets jaunes und Elitehochschulen. Packend und herzlich.
  2. Omegäng von Aldo Gugolz. Ein ungezwungener Streifzug durch Deutschschweizer Mundartlandschaften. Die Freude am gesprochenen Dialekt ist hier – ob bewahrend oder kreativ verfremdend – vor allem: ansteckend.
  3. Andrea lässt sich scheiden von Josef Hader. Land-Polizistin Andrea will die Scheidung. Aber dazu kommt es nicht mehr. Eine tragikomische Birgit Minichmayr in und mit einem grossartigen Hader. Und Gin-Tonic is ka Alkohol.
  4. Evil Does Not Exist – Aku wa sonzai shinai von Ryusuke Hamaguchi. Ein grossstädtisches Glampingprojekt bedroht die ökologische und soziale Harmonie eines Dorfes. Bedächtige Naturparabel, akkurate Sozialstudie und magisch-realistisches Filmpoem in einem.
  5. C’è ancora domani von Paola Cortellesi. Schon jetzt einer der meistgesehenen Filme in Italien: Die hinreissende Tragikomödie über eine Frau, die sich im Rom von 1946 vom prügelnden Ehemann nicht unterkriegen lässt.

Im Filmpodcast morgen: King’s Land (Bastarden), Mon pire ennemi, La voie royale

Filmpodcast Nr. 830: Challengers, Terrestrial Verses, Ripley-Serie

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute mit zwei neuen Kinofilmen: mit dem Tennisfilm Challengers des italienischen Star-Regisseurs Luca Guadagnino, Georges Wyrsch bespricht ihn, und mit der iranischen Satire Terrestrial Verses, den ich gesehen habe. Ausserdem gibt’s eine neue Serie beim Streaming-Giganten mit dem roten N, die sehr sehenswert ist, findet Andres Hutter über «Ripley». Und Tonspur und Kurztipps gibt’s natürlich auch.

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Die Unverpassbaren, Woche 17 – 2024

‚Evil Does Not Exist‘ von Ryusuke Hamaguchi © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Omegäng von Aldo Gugolz. Ein ungezwungener Streifzug durch Deutschschweizer Mundartlandschaften. Die Freude am gesprochenen Dialekt ist hier – ob bewahrend oder kreativ verfremdend – vor allem: ansteckend.
  2. Andrea lässt sich scheiden von Josef Hader. Land-Polizistin Andrea will die Scheidung. Aber dazu kommt es nicht mehr. Eine tragikomische Birgit Minichmayr in und mit einem grossartigen Hader. Und Gin-Tonic is ka Alkohol.
  3. Evil Does Not Exist – Aku wa sonzai shinai von Ryusuke Hamaguchi. Ein grossstädtisches Glampingprojekt bedroht die ökologische und soziale Harmonie eines Dorfes. Bedächtige Naturparabel, akkurate Sozialstudie und magisch-realistisches Filmpoem in einem.
  4. C’è ancora domani von Paola Cortellesi. Schon jetzt einer der meistgesehenen Filme in Italien: Die hinreissende Tragikomödie über eine Frau, die sich im Rom von 1946 vom prügelnden Ehemann nicht unterkriegen lässt.
  5. Tillsammans 99 von Lukas Moodyson. 24 Jahre nach seiner liebevollen Kommunenkomödie versammelt der Schwede sein Ensemble zu einem grossartigen Update. Komisch, bissig, lebensecht.

Im Filmpodcast morgen: Challengers, Terrestrial Verses, Ripley-Serie