BERLINALE 2020: MY SALINGER YEAR von Philippe Falardeau (Eröffnungsfilm)

Margaret Qualley als Joanna Rakoff in ‚My Salinger Year‘ © Ascot Elite

J.D. Salinger, der notorisch öffentlichkeitsscheue US-Starautor von «The Catcher in the Rye», ist so etwas wie der Zauberer von Oz in der Traumwelt dieses Films. Sein Name, und ihre Erinnerungen an das Jahr, in dem sie als Assistentin einer New Yorker Literaturagentin die Fanpost an den Autor mit Standardbriefen beantworten musste, haben den Roman von Joanna Rakoff zum Bestseller gemacht.

Dabei hat sich die Autorin jahrelang geweigert, über ihre kurze Zeit bei der New Yorker Literaturagentur zu schreiben. Sie wollte auf keinen Fall wie eine Trittbrettfahrerin daherkommen. „BERLINALE 2020: MY SALINGER YEAR von Philippe Falardeau (Eröffnungsfilm)“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 08 – 2020

‚Jagdzeit‘ Stefan Kurt, Ulrich Tukur © Ascot Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Jagdzeit von Sabine Boss. Stilles Drama aus der realen Wirtschaftswelt: Der Machtkampf und die leere Einsamkeit jener, die vergessen haben, dass es noch eine andere Welt geben könnte, mit anderen Massstäben.
  2. Il traditore von Marco Bellocchio.  Der italienische Altmeister kombiniert eindrücklich das Kino-Mafia-Epos mit der neueren Dokufiktion mit diesem Leinwandmonster über Italiens «Pentito»-Mafiaprozesse der 1980er und 90er.
  3. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  4. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und nach vierfachem Oscargewinn wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: Jagdzeit, Chambre 212

CHAMBRE 212 von Christophe Honoré

Maria (Chiara Mastroianni) und der junge Richard (Vincent Lacoste) ‚Chambre 212 ‚ © xenix

Eine Ehefrau zieht vorübergehend ins Hotel gegenüber und stellt sich vor, wie ihr Leben verlaufen wäre, hätte sie ihren Mann nicht geheiratet. Nein, das ist kein Drama. Chambre 212 heisst der Film mit Chiara Mastroianni. Und die Komödie entwickelt einen fast schon manischen, sehr französischen Charme. „CHAMBRE 212 von Christophe Honoré“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 636: La Gomera, J’accuse, Oscars, Judith Kaufmann

Catrinel Marlon als Gilda in ‚La Gomera‘ © filmcoopi

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Pfeifen lernen auf den Kanaren: Georges Wyrsch hat den rumänischen Krimi La Gomera gesehen. Michael Sennhauser bespricht Polanskis Film zur Affäre Dreyfus J’accuse. Wir blicken zurück auf die Oscars und porträtieren die preisgekrönte Kamerafrau Judith Kaufmann.
Dazu gibts die Rätsel-Tonspur und natürlich unsere 5 Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 07 – 2020

Bong Joon-ho mit zweien seiner vier ‚Parasite‘-Oscars © screenshot

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Il traditore von Marco Bellocchio.  Der italienische Altmeister kombiniert eindrücklich das Kino-Mafia-Epos mit der neueren Dokufiktion mit diesem Leinwandmonster über Italiens «Pentito»-Mafiaprozesse der 1980er und 90er.
  2. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  3. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  4. 1917 von Sam Mendes. Zwei Soldaten im ersten Weltkrieg zwischen den Schützengräben. Atem- und pausenlos wie am Stück gefilmt, virtuos, berührend und deutlich menschlicher als ähnliche Versuche.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und nach vierfachem Oscargewinn wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: J’accuse, Moskau einfach, La Gomera, Oscars?

Filmpodcast Nr. 635: Il Traditore, Hildur Gudnadottir, Kirk Douglas

Kirk Douglas in ‚The Vikings‘ von Richard Fleischer (1958)

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Im Kino neu ist der italienische Mafiafilm Il traditore von Marco Bellocchio. Und im Vorfeld der Oscarverleihung porträtieren wir eine spannende Frau: die isländische Filmmusikkomponistin Hildur Ingveldardóttir Guðnadóttir. Und wir nehmen Abschied von Kirk Douglas. Tonspur und Kurztipps der Woche.

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Die Unverpassbaren, Woche 06 – 2020

‚Il traditore‘ Pierfrancesco Favino als Tommaso Buscetta © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Il traditore von Marco Bellocchio.  Der italienische Altmeister kombiniert eindrücklich das Kino-Mafia-Epos mit der neueren Dokufiktion mit diesem Leinwandmonster über Italiens «Pentito»-Mafiaprozesse der 1980er und 90er.
  2. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und zugleich ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  3. Little Joe von Jessica Hausner. Alice konstruiert für eine Gentech-Firma eine Topfpflanze, deren Duft glücklich macht. Mit Nebenwirkungen. Eine irre, etwas unterkühlte Mischung aus Science-Fiction und Gegenwartsanalyse, aufdringlich, aber faszinierend.
  4. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  5. 1917 von Sam Mendes. Zwei Soldaten im ersten Weltkrieg zwischen den Schützengräben. Atem- und pausenlos wie am Stück gefilmt, virtuos, berührend und deutlich menschlicher als ähnliche Versuche.

Und im Filmpodcast morgen: Il traditore, Joker-Komponistin Hildur Guðnadóttir, Kamerafrau Judith Kaufmann, RIP Kirk Douglas.

Filmpodcast Nr. 634: Little Women, Magari, Wer sind wir?, Bea Cuttat, Solothurner Filmtage

‚Magari‘ von Ginevra Elkann © Xenix

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Michael Sennhauser hat die neueste Verfilmung des Romans Little Women gesehen, Georges Wyrsch den italienischen Film Magari!» – und ich war an den Solothurner Filmtagen, habe die Trägerin des Ehrenpreises und ehemalige Verleiherin Bea Cuttat getroffen, den Dokfilm Wer sind wir?, der jetzt anläuft, gesehen und ziehe noch einmal Bilanz der 55. Ausgabe. Eine Tonspur habe ich natürlich auch diese Woche. Und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 05 – 2020

‚Little Women‘: Florence Pugh, Saoirse Ronan, Emma Watson © Sony

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und zugleich ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  2. Little Joe von Jessica Hausner. Alice konstruiert für eine Gentech-Firma eine Topfpflanze, deren Duft glücklich macht. Mit Nebenwirkungen. Eine irre, etwas unterkühlte Mischung aus Science-Fiction und Gegenwartsanalyse, aufdringlich, aber faszinierend.
  3. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  4. 1917 von Sam Mendes. Zwei Soldaten im ersten Weltkrieg zwischen den Schützengräben. Atem- und pausenlos wie am Stück gefilmt, virtuos, berührend und deutlich menschlicher als ähnliche Versuche.
  5. Les misérables von Ladj Ly. In der Pariser Peripherie kippt das Gleichgewicht zwischen Gang-Disziplin und Polizei-Gewalt. Einsichten aus erster Hand, mit episch-filmischem Flair beschleunigt.

Und im Filmpodcast morgen: Little Women, Magari, Wer sind wir?, Bea Cuttat in Solothurn.

Filmpodcast Nr. 634: Little Joe, Lindenberg!, Solothurner Filmtage, Urs Egger, Terry Jones

Udo Lindenberg (Jan Bülow) mit Musikbusiness-Mattheisen (Detlev Buck) © DCM

Georges Wyrsch hat Jessica Hausners Little Joe gesehen. Ich war mit Hermine Huntgeburth auf ihrem Trip in die Anfangsjahre des Udo Lindenberg. Brigitte Häring ist an den Solothurner Filmtagen und hat von der Eröffnung mit Moskau einfach von Micha Lewinsky berichtet. Urs Egger, der Regisseur von Kinder der Landstrasse oder dem grossen SRF-Gotthard-Zweiteiler ist gestorben. Und mit dem Tod von Terry Jones sind nun bloss noch vier der Original-Monty-Pythons unter uns. Dazu wieder eine Tonspur. Und die Kurztipps.

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