Die Unverpassbaren, Woche 39 – 2026

‚Un poeta‘: Oscar Restrepo (Ubeimar Rios) © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Un poeta von Simón Mesa Soto. Der gescheiterte Dichter und sein Hoffnungstransfer auf auf eine Schülerin. Kunstbetrieb vs. Kunsttrieb.
  2. Tristan Forever von Tobias Nölle und Loran Bonnardot. Eine wunderbar melancholische Allegorie auf die faktische Unstillbarkeit des menschlichen Fernwehs.
  3. Sie glauben an Engel, Herr Drowak? von Nicolas Steiner. Optimistin trifft auf Menschenfeind. Eine Delikatesse in farbigem Schwarzweiss.
  4. Salvation von Emin Alper. Eine sozialpolitische Parabel, angesiedelt zwischen zwei anatolischen Bergdörfern. Mit dürrenmattscher Konsequenz.
  5. Soudain von Ryūsuke Hamaguchi. Insistenz auf menschliche Pflege und gegen Isolation, zwei Frauen, zwei grossartige Schauspielerinnen und ein einzigartiger Film.

UN POETA von Simón Mesa Soto

Anschreien gegen die Welt: Oscar Restrepo (Ubeimar Rios) © Outside the Box

Zwei schmale Gedichtbände hat Oscar Restrepo in seiner Jugend veröffentlicht und dafür Preise, flüchtige Anerkennung und ein nicht sehr tragfähiges Selbstbild bekommen. Unterdessen ist er ein schwer depressiver, in Selbstmitleid ertrinkender Alkoholiker. Ohne Arbeit und Einkommen lebt er bei seiner Mutter, nimmt hin und wieder an Lesungen bei seinen alten Kumpels im Haus der Poesie teil und hat sein letztes Geld einem windigen Freund für eine todsichere Anlage überlassen. „UN POETA von Simón Mesa Soto“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 38 – 2026

‚Tristan Forever‘ © Anderdog

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Tristan Forever von Tobias Nölle und Loran Bonnardot. Eine wunderbar melancholische Allegorie auf die faktische Unstillbarkeit des menschlichen Fernwehs.
  2. Sie glauben an Engel, Herr Drowak? von Nicolas Steiner. Optimistin trifft auf Menschenfeind. Eine Delikatesse in farbigem Schwarzweiss.
  3. Salvation von Emin Alper. Eine sozialpolitische Parabel, angesiedelt zwischen zwei anatolischen Bergdörfern. Mit dürrenmattscher Konsequenz.
  4. Soudain von Ryūsuke Hamaguchi. Insistenz auf menschliche Pflege und gegen Isolation, zwei Frauen, zwei grossartige Schauspielerinnen und ein einzigartiger Film.
  5. Unisono von Georges Gachot. Ein Dokumentarfilm über die begeisternden Proben des Aargauer Jugend Sinfonieorchesters: Musik für Ohren, Augen und Herz.

TRISTAN FOREVER von Tobias Nölle

Loran Bonnardot und Freund © Anderdog

Der Pinguin mit den gelben Büscheln am Kopf ist einfach da. Niemand erwähnt ihn. Er ist wohl Lorans Totem, Spirit animal, oder einfach sein filmisches Alter ego. Anders als Loran wirkt er immer fröhlich.

Loran ist ein Brüter, ein Mann der Widersprüche. Ein einsamer Liebender. Und Tobias Nölles Ko-Autor und Ko-Regisseur bei diesem gezielt fiktiv unterfütterten Dokumentarfilm. „TRISTAN FOREVER von Tobias Nölle“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 37 – 2026

Lena (Luna Wedler) und Drowak (Karl Markovic) © Sister Dist.

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Sie glauben an Engel, Herr Drowak? von Nicolas Steiner. Optimistin trifft auf Menschenfeind. Eine Delikatesse in farbigem Schwarzweiss.
  2. Salvation von Emin Alper. Eine sozialpolitische Parabel, angesiedelt zwischen zwei anatolischen Bergdörfern. Mit dürrenmattscher Konsequenz.
  3. Soudain von Ryūsuke Hamaguchi. Insistenz auf menschliche Pflege und gegen Isolation, zwei Frauen, zwei grossartige Schauspielerinnen und ein einzigartiger Film.
  4. Unisono von Georges Gachot. Ein Dokumentarfilm über die begeisternden Proben des Aargauer Jugend Sinfonieorchesters: Musik für Ohren, Augen und Herz.
  5. Becaària von Erik Bernasconi. Im Sommer 1977 wird der 16jährige Tessiner Mario bei der Arbeit im Bergdorf erste Schritte ein wenig erwachsener. Ein Film für Boomer und ihre Kinder.

SALVATION (Kurtuluş) von Emin Alper

Ein Höhlengleichnis. Mesut (Caner Cindoruk) übernimmt © trigon

Die ersten Einstellungen deuten auf einen Polit- oder Drogenthriller hin. Kolonnen von Geländefahrzeugen auf einer staubigen Strasse. Ein Bild, das Filme wie Sicario (2015) oder Three Kings (1999) standardisiert haben. Allerdings spielt Salvation nicht an der mexikanisch-us-amerikanischen Grenze und auch nicht in Afghanistan oder Irak. „SALVATION (Kurtuluş) von Emin Alper“ weiterlesen

SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK? von Nicolas Steiner

Ana Paluja (Saga Sarkola), seine Liebe von einst, konfrontiert den alten Drowak (Karl Markovics) © Sister Dist.

Das «Amt für Ruhe und Ordnung» schickt seine Agenten. Der alte Säufer Hugo Drowak empfängt sie mit selbstabgefüllten Kondom-Pissbomben und einem Ascheregen aus dem Fenster seiner Sozialwohnung, hoch oben in der brutalistischen Mietskaserne. „SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK? von Nicolas Steiner“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 36 – 2026

Beim Dreh von ‘Becaària’: Sinéad Thornhill, Alessio Boni, Francesco Tozzi und Kameramann Pietro Zürcher © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Soudain von Ryūsuke Hamaguchi. Insistenz auf menschliche Pflege und gegen Isolation, zwei Frauen, zwei grossartige Schauspielerinnen und ein einzigartiger Film.
  2. Unisono von Georges Gachot. Ein Dokumentarfilm über die begeisternden Proben des Aargauer Jugend Sinfonieorchesters: Musik für Ohren, Augen und Herz.
  3. Becaària von Erik Bernasconi. Im Sommer 1977 wird der 16jährige Tessiner Mario bei der Arbeit im Bergdorf erste Schritte ein wenig erwachsener. Ein Film für Boomer und ihre Kinder.
  4. Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war von Regina Schilling. Hommage und Einführung, Biografie-Abriss und Interpretationshilfe, Einstiegsdroge und Reminiszenz:  alles auf einmal und gut.
  5. A Sad and Beautiful World von Cyril Aris. Eine ansteckende Liebesgeschichte über drei Dekaden hinweg, in Beirut, zwischen Verzweiflung und Optimismus.

Die Unverpassbaren, Woche 35 – 2026

Hoch über Kyoto: Marie-Lou Fontaine (Virginie Efira), Mari Morisaki (Tao Okamoto) in ‚Soudain‘ © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Soudain von Ryūsuke Hamaguchi. Insistenz auf menschliche Pflege und gegen Isolation, zwei Frauen, zwei grossartige Schauspielerinnen und ein einzigartiger Film.
  2. Unisono von Georges Gachot. Ein Dokumentarfilm über die begeisternden Proben des Aargauer Jugend Sinfonieorchesters: Musik für Ohren, Augen und Herz.
  3. Becaària von Erik Bernasconi. Im Sommer 1977 wird der 16jährige Tessiner Mario bei der Arbeit im Bergdorf erste Schritte ein wenig erwachsener. Ein Film für Boomer und ihre Kinder.
  4. Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war von Regina Schilling. Hommage und Einführung, Biografie-Abriss und Interpretationshilfe, Einstiegsdroge und Reminiszenz:  alles auf einmal und gut.
  5. A Sad and Beautiful World von Cyril Aris. Eine ansteckende Liebesgeschichte über drei Dekaden hinweg, in Beirut, zwischen Verzweiflung und Optimismus.

UNISONO – VON DER LIEBE ZUR MUSIK von Georges Gachot

Salome Etter, Klarinette © Gachot Films

Die Spielfreude! Das ist der Funke, der bei diesem Dokumentarfilm von der Leinwand springt, immer und immer wieder. „UNISONO – VON DER LIEBE ZUR MUSIK von Georges Gachot“ weiterlesen