Die Unverpassbaren, Woche 06 – 2021

Riz Ahmed in ‚Sound of Metal‘ © amazon

Die Kinos sind weiterhin geschlossen. Hier ein paar Vorschläge für gute Streaming-Erlebnisse:

  1. Sound of Metal von Darius Marder.  Ein Heavy-Metal-Drummer verliert sein Gehör. Und der Film gewinnt nicht zuletzt dank seiner genialen Tonspur. Auf prime video.
  2. Jeune femme von Léonor Serraille. Die Schweizer Schauspielerin Laetitia Dosch ist das dauergeschüttelte Epizentrum dieser perfekt komponierten Pariser Odyssee von 2017. Jetzt zu streamen auf myfilm.ch und cinefile.ch
  3. The Dig von Simon Stone. Eine abenteuerliche Geschichte um archäologische Leidenschaft und den Versuch, das Leben in der Vergangenheit für die Zukunft zu finden. Auf Netflix.
  4. Nuestras madres von César Díaz. Die Spuren des guatemaltekischen Bürgerkriegs, nach zwanzig Jahren noch in den Gesichtern der Frauen, in einem ruhigen, würdevollen Film. Auf filmingo.
  5. Lockdown Collection  – 2nd Wave. Noch einmal 25 Kurzfilme zur Zeit, von Schweizer Filmemacherinnen und Filmemachern. Ein bunter, nachdenklicher, witziger Strauss. Frei verfügbar auf Playsuisse.

Und im Filmpodcast morgen: Sound of Metal, Bir Başkadır, Jeune femme, Lana Turner.

Filmpodcast Nr. 685: The Dig, filmo, Festival for One, GameStop and Go

Jacques Denis, Jean-Luc Bideau, Bulle Ogier in ‚La salamandre‘ von Alain Tanner (1971) © filmo

Ich stelle The Dig vor, den neuen Film des einstigen Hausregisseurs des Basler Theaters. Georges Wyrsch nimmt die achte Staffel von «filmo» zum Anlass, dieses tolle Angebot zum Schweizer Film wieder einmal in Erinnerung zu rufen. Die Schweden haben das Einpersonen-Filmfestival erfunden, in Göteborg. Und schliesslich leisten sich Netflix und MGM angeblich ein Rennen um die erste Verfilmung der irren GameStop-Wallstreet- Spekulationsgeschichte. Dazu wie gewohnt Kurztipps und Tonspur.

Hören:

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Die Unverpassbaren, Woche 05 – 2021

Ralph Fiennes als Basil Brown in ‚The Dig‘ © Netflix

Die Kinos sind weiterhin geschlossen. Hier ein paar Vorschläge für gute Streaming-Erlebnisse:

    1. The Dig von Simon Stone. Eine abenteuerliche Geschichte um archäologische Leidenschaft und den Versuch, das Leben in der Vergangenheit für die Zukunft zu finden. Auf Netflix.
    2. Nuestras madres von César Díaz. Die Spuren des guatemaltekischen Bürgerkriegs, nach zwanzig Jahren noch in den Gesichtern der Frauen, in einem ruhigen, würdevollen Film. Auf filmingo.
    3. Les rivières von Mai Hua. Im Mai 2013 bringt die Dokumentarfilmerin ihre Grossmutter von Vietnam nach Frankreich. Eine intensive Familienliebesgeschichte. Auf filmingo.
    4. Lockdown Collection  – 2nd Wave. Noch einmal 25 Kurzfilme zur Zeit, von Schweizer Filmemacherinnen und Filmemachern. Ein bunter, nachdenklicher, witziger Strauss. Frei verfügbar auf Playsuisse.
    5. Fragments du Paradis von Stéphane Goël. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Erfreuliche und berührende Gespräche und Begegnungen mit jener Generation, die gerade heute besonders gefährdet ist. Zu sehen auf PlaySuisse.ch 

Und im Filmpodcast morgen: The Dig, Filmfestival for One, Filmo – Die neue Staffel. Rennen um GameStop-Wallstreet-Film.

THE DIG von Simon Stone

Carey Mulligan als Edith Pretty in ‚The Dig‘ © Netflix

Wenn die Zeit zerbricht, wächst die Sehnsucht nach Beständigkeit. Unter diese Behauptung könnte man diesen wunderbar ruhigen Netflix-Film stellen.

The Dig spielt im Jahr 1939 im britischen Suffolk. Während Ausgräber Basil Brown (Ralph Fiennes) mit Gutsherrin Edith Pretty auf deren riesigem Landstück ein paar vielversprechende künstliche Hügel begutachtet, donnern Flugzeuge in Formation über ihre Köpfe hinweg. Die Royal Air Force trainiert für den Luftkrieg gegen Hitler. „THE DIG von Simon Stone“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 684: Nuestras Madres, Nachbarn, Burning Memories, Story Lab, Norient

‚Burning Memories‘ von Alice Schmid © Outside the Box

Ann Mayer stellt uns einen Film vor, der jetzt eigentlich im Kino wäre: Nuestras Madres. Brigitte Häring und ich haben zwei Premieren der eben abgeschlossenen Solothurner Filmtage gesehen: Nachbarn von Mano Khalil und Burning Memories von Alice Schmid. George Wyrsch berichtet von einem neuen Fördermodell. Und dann läuft im Netz derzeit noch das Norient Musikfilm-Festival. Dazu Kurztipps und die Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 04 – 2021

‚Nuestras madres‘ von César Díaz © trigon

Die Kinos sind noch immer geschlossen. Aber das Filmangebot ist riesig. Hier ein paar Vorschläge für gute Erlebnisse:

    1. Nuestras madres von César Díaz. Die Spuren des guatemaltekischen Bürgerkriegs, nach zwanzig Jahren noch in den Gesichtern der Frauen, in einem ruhigen, würdevollen Film. Auf filmingo.
    2. Les rivières von Mai Hua. Im Mai 2013 bringt die Dokumentarfilmerin ihre Grossmutter von Vietnam nach Frankreich. Eine intensive Familienliebesgeschichte. Auf filmingo.
    3. Lockdown Collection  – 2nd Wave. Noch einmal 25 Kurzfilme zur Zeit, von Schweizer Filmemacherinnen und Filmemachern. Ein bunter, nachdenklicher, witziger Strauss. Frei verfügbar auf Playsuisse.
    4. Unser Garten Eden von Mano Khalil.  Der grossartige Schrebergarten-Dokfilm aus dem Jahr 2010 zeigt die Freuden und Schwierigkeiten des Zusammenlebens auf kleinem Raum. Eine Wohltat in der aktuellen Zeit. Zu sehen auf filmingo.ch 
    5. Fragments du Paradis von Stéphane Goël. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Erfreuliche und berührende Gespräche und Begegnungen mit jener Generation, die gerade heute besonders gefährdet ist. Zu sehen auf PlaySuisse.ch 

Und im Filmpodcast morgen: Nuestras madres, Solothurner Filmtage: Nachbarn, Burning Memories, Story Lab, Norient Musikfilmfestival

DAS EINZIGE WAS WIR HABEN IST UNSERE STIMME von Heidi Schmid & Christian Labhart

Sie gehören zum engagierten Dokumentarfilm wie die verzerrten Stimmen zum Zeugenschutz: Die «Testimonials», sprechende Köpfe vor der Kamera, Talking Heads, sogenannte «Direktbetroffene», die uns eher erreichen als ein paar trockene Zeilen zu ihrem Schicksal.

Aber ich kann mich nicht erinnern, im Kino schon einmal ein derart starkes Gruppenarrangement erlebt zu haben, wie es dieser kurze Film präsentiert. „DAS EINZIGE WAS WIR HABEN IST UNSERE STIMME von Heidi Schmid & Christian Labhart“ weiterlesen

BURNING MEMORIES von Alice Schmid

‚Burning Memories‘ von Alice Schmid © Outside the Box

Kann eine Frau sich ein Leben lang an einem Thema abarbeiten, ohne zu merken warum? Für Alice Schmid kam das Aufwachen mit dem Schrecken, der sie befiel, als sie im Museum Edvard Munchs Gemälde «Pubertät» (1893) sah. Ein sehr junges Mädchen sitzt nackt auf einem Bett, ihr Schatten an der Wand ist riesig, fremd und bedrohlich.

Dreissig Jahre lang hat Alice Schmid Filme gemacht. Zuerst als Produktionsassistentin, später in Eigenregie und als ihre eigene Produzentin.  Auch darum, weil von den etablierten Schweizer Produzenten niemand ihr Thema und ihre Perspektive für interessant genug hielt. „BURNING MEMORIES von Alice Schmid“ weiterlesen

FAREWELL PARADISE von Sonja Wyss

Abflug von den Bahamas ‚Farewell Paradise‘ von Sonja Wyss © Basalt Film

Die Vertreibung aus dem Paradies war wohl eher eine Flucht. So genau erinnert sich keine der vier Schwestern daran, warum sie sich nach den wunderbaren Kindheitsjahren auf den Bahamas plötzlich im Flugzeug in die Schweiz wiederfanden.

Schon gar nicht Sonja Wyss, die als brüllendes Kleinkind im Flieger ihrer mit dem Transport beauftragten, auch erst zwölf Jahre alten Schwester das Leben noch schwerer machte. „FAREWELL PARADISE von Sonja Wyss“ weiterlesen

THE SAINT OF THE IMPOSSIBLE von Marc Wilkins

Magaly Solier Romero, Adriano & Marcelo Durand © Dschoint Ventschr

Die sechzehnjährigen Zwillingsbrüder Paul und Tito leben als illegale Immigranten aus Peru in New York mit ihrer Mutter Raffaella. Die Teenager wissen um Raffaellas Attraktivität:

«Sie hatte uns sehr jung. Wenn sie nicht unsere Mutter wäre, könnten wir uns in sie verlieben».

So wie die Dinge stehen, arbeitet Raffaella tagsüber als Servierfrau, an den Abenden und Nächten macht sie Männern Hoffnung. Damit bringt sie sich und ihre Söhne in einem kleinen Appartement in der Bronx knapp durch. „THE SAINT OF THE IMPOSSIBLE von Marc Wilkins“ weiterlesen