Die Unverpassbaren, Woche 36 – 2015

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Härte von Rosa von Praunheim. Die Dokufiktion blickt zurück auf das Leben des brutalen Berliner Zuhälters Andreas Marquardt und seiner Freundin Marion. Der Titel trifft, aber auch die zeitreisenden Filmbilder von Elfi Mikesch – und von Praunheims Blick für die ungelösten Widersprüche in einem vordergründig geläuterten Leben. …

Cannes 15: Hoffnung, Kunst und Koproduktion

Am Sonntagabend werden in Cannes die Palmen des 68. Filmfestivals vergeben. Über die vergangenen zehn Tage an der «Olympiade des Autorenkinos» reden heute in Cannes Michael Sennhauser und seine zwei deutschen Kolleginnen Anke Leweke und Katja Nicodemus.

Cannes 14: Palmarès mit Kompromissen

Das 67. Filmfestival von Cannes ist vorbei und der Hauptpreis, die goldene Palme, ging an den uneingeschränkten Favoriten: Winter Sleep. Drei und eine Viertelstunde lang ist der Film vom türkischen Meisterregisseur Nuri Bilge Ceylan. Und keine einzige dieser 196 Minuten ist überflüssig. In grossartigen Bildern und ausgedehnten, vom russischen Theaterklassiker Anton Tschechow inspirierten Dialogen verhandelt …

Cannes 14: Die Zwickmühle der Jane Campion

Die grosse Jury des Filmfestivals von Cannes präsidieren zu dürfen, das ist so etwas wie eine cineastische Erhebung in den Adelsstand. Und gleichzeitig profitiert immer auch das Festival von den klingenden Namen in der Jury. Und natürlich ranken sich viele medial genüsslich perpetuierte Gerüchte um die diversen Juries. Von Diktaten und Einflussnahmen seitens der Festivalleitung …

Cannes 11: MELANCHOLIA von Lars von Trier

Für einmal hat Lars von Trier genau das nach Cannes gebracht, was er versprochen hat: Einen schönen Film über den Weltuntergang. Dass dieser durchaus metaphorische Züge hat, wird klar, wenn man weiss, dass der Planet, der die Erde rammen wird, Melancholia ist. Nach Triers eigenen Erfahrungen mit schweren Depressionen und nach Antichrist ist das damit …

Lineup für Cannes steht

Festivaldirektor Thierry Fremaux hat heute das Programm für Cannes im Mai bekanntgegeben. Die meisten der klingenden Namen, die im Vorfeld gehandelt wurden, sind dabei. Hier die offizielle Liste:

Wieder ein Mann. Aber nicht unverdient.

Nun ist es klar: Die goldene Palme ist an den allgemeinen Favoriten der ersten Tage gegangen, an Cristian Mungiu für „Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage“ (siehe hier). Damit bleibt Jane Campion in 60 Jahren die einzige Frau mit einer goldenen Palme. Immerhin hat Naomi Kawase, meine persönliche Favoritin, den grossen Preis der Jury …

Der Wald des Abschieds

    (Naomi Kawase)   Von mir bekäme sie die goldene Palme. Naomi Kawase aus Japan, die 1997 hier in Cannes schon die Camera d’Or gewonnen hat, wäre meine persönliche Favoritin für den Hauptpreis morgen. Sie wäre dann, nach Jane Campion für «The Piano» erst die zweite Frau, welcher die Ehre zuteil würde. Ihr neuer …

Die Unverpassbaren, Woche 32

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen. Parada von Srdjan Dragojevic. Im extrem homophoben Ex-Jugoslawien übernimmt ein serbischer Supermacker den Schutz für die erste Gay-Parade – so er denn Männer dafür auftreiben kann. Eine furchtlose Tragikomödie. Hanezu no tsuki von Naomie Kawase. Eine Frau zwischen zwei Männern, ein Berg- und Naturgedicht um das menschliche …

Die Unverpassbaren, Woche 31

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen. Hanezu no tsuki von Naomie Kawase. Eine Frau zwischen zwei Männern, ein Berg- und Naturgedicht um das menschliche Liebesdrama schlechthin. Ein leiser Film voller Stärke. The Dark Knight Rises von Christopher Nolan. Batman ends. Almost. Superhelden-Garn für ein erwachsenes Publikum. Nicht so herausragend wie Teil 2, aber …

+++ «Teenage Sex & Death at Camp Miasma» +++ jetzt im Kino