
Je weniger ich Ihnen über diesen Film verrate, desto besser dürfte er funktionieren. Theoretisch. Denn die Crux ist ja, dass Sie dann wiederum wahrscheinlich lieber eine andere Katze, eine ohne Sack, kaufen würden.
Idealerweise passiert einem El mundo al revés an einem Festival wie den Visions du réel in Nyon, wo er vor knapp einem Jahr seine Uraufführung hatte. Da stimmen die Neugier und der Rahmen (Dokumentarfilm) und vielleicht ein kleiner Hinweis im Programmheft, dass die umgekehrte Welt dieses Films etwas speziell sei.
Jeder weitere Wink könnte Erwartungen wecken, die dann enttäuscht würden. Das liegt an der Art und Weise, in der El mundo al revés entstanden ist: Mehr oder weniger dokumentarisch gefilmt, mit Laiendarstellern, die sich selbst und ihre Lebensumstände verkörpern, weitgehend von Tag zu Tag improvisiert, mit einem Blick auf die Erzählungen und Geschichten, welche so eine Gemeinschaft, in diesem Fall in einem kleinen Ort in Argentinien, über Generationen prägen. Und mit ein paar entscheidend unspektakulär fiktiven Handlungs-Schubsern. „EL MUNDO AL REVÉS von Agostina Di Luciano und Leon Schwitter“ weiterlesen

