FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch

Lilith (Vicky Krieps), Timothea (Cate Blanchett) und ihre Mutter (Charlotte Rampling) © filmcoopi

Geschwister und Eltern. Zum Jahresende hin waren die meisten von uns wieder einmal mit diesen Konstellationen konfrontiert, meist nicht abschliessend. Aber da hängt was in der Seele; es hat seinen Platz, selbst dann, wenn wir die Zeit dafür kaum je wirklich finden: Vater, Mutter, Schwester, Bruder… sie sind ein Stück von uns.

Jim Jarmusch wird am 22. Januar 2026 73 Jahre alt. Vielleicht auch darum hat er sich die Zeit genommen, dem nachzuspüren, was da in der Seele hängt, oder auch bloss kitzelt. Sein jüngster Film ist eine Art Installation. Eine Familienaufstellung als Versuchsanlage, ein Triptychon, und damit tatsächlich schon fast eine Altartafel.

In drei vordergründig voneinander unabhängigen filmischen Episoden spielt er mögliche Konstellationen durch, zwischen Wiedererkennen und kompletter Entfremdung. „FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch“ weiterlesen

RAMS – Hrútar – von Grímur Hákonarson

© Xenixfilm
© Xenixfilm

In einem abgelegenen Tal auf Island leben die Menschen seit Generationen hauptsächlich von der Schafzucht. Und den jährlichen Wettkampf um den schönsten Schafbock hat gerade Kristin Bólvarson, genannt Kiddi, gewonnen. Sehr zum Ärger seines Bruders und Konkurrenten Gummi.

Die Brüder haben ihre Schaffarmen nebeneinander auf dem geerbten Land. Aber sie reden seit Jahren nicht mehr miteinander. Und das sei nicht ungewöhnlich im ländlichen Island, sagt Regisseur Hákonarson, es habe mit der Kleinheit der Gemeinden und der Isoliertheit der Menschen zu tun.

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