NIGHTBORN (Yön lapsi) von Hanna Bergholm

Saga (Seidi Haarla) in ‚Nightborn‘ © Praesens

Mutterschaft ist nichts für Feiglinge. Vor einem Jahr hatte hier am NIFFF Johanna Moders Mother’s Baby seine Schweizer Premiere, die wunderbar auf dystopische Science-Fiction getrimmte weibliche Übernahme von Rosemary’s Baby. Gestern legte das NIFFF nach und zeigte – zur Eröffnung! – die radikal auf finnischen Troll-Wald getrimmte Bodyhorror Variation Nightborn von Hanna Bergholm.

Saga (Seidi Haarla) und Jon (Rupert Grint) wollen im einsamen Waldhaus von Sagas Grossmutter mindestens drei Kinder grossziehen. Das erste zeugen sie mit animalischer Begeisterung unter den knorrigen Stämmen im Wald hinter dem Haus beim ersten Besuch der zerfallenden Liegenschaft.

Als neun Monate später dieser Sohn zur Welt kommt, ist er Saga vom ersten Moment an fremd und unheimlich. Konsequent redet sie von «it, the baby» und beim ersten Säugen beisst der haarige, grunzende Kleine ihre Brust blutig. „NIGHTBORN (Yön lapsi) von Hanna Bergholm“ weiterlesen

DES PREUVES D’AMOUR von Alice Douard

Céline (Ella Rumpf) mit Nadias Bauch © cineworx

«Sie wissen aber schon, dass das Kind nicht von mir ist?» fragt Céline beim jungen Arzt, der mit ihr und der hochschwangeren Nadia das übliche Schwangerschaftsabklärungsgespräch über allfällige Erbkrankheiten und sonstige Familiengebresten führt. «Ja, das weiss ich schon», antwortet dieser leicht verlegen: «Tatsächlich mache ich das eben zum ersten Mal mit zwei Frauen, und ich wollte Sie nicht in Verlegenheit bringen.»

Das Jahr ist 2014, in Frankreich ist die gleichgeschlechtliche Ehe mit der Annahme der Loi Taubira im Jahr davor möglich geworden. Allerdings ist vieles noch nicht geregelt. Darum muss Céline (Ella Rumpf) auch noch einen Adoptionsantrag stellen für das Kind, welches Nadia (Monia Chokri) austrägt – obwohl die beiden legal verheiratet sind. „DES PREUVES D’AMOUR von Alice Douard“ weiterlesen

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