WOLKENBRUCH
von Michael Steiner

Joel Basman und Noémie Schmidt © dcm

Die seltsame Dominanz der «jiddische Mame» über ihre jüdischen Söhne, ob orthodox oder gemässigt, ist ein heiss geliebtes literarisches und filmisches Klischee.

Thomas Meyers Roman «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» von 2012 hat dem Komplex wenig Neues beigefügt, aber das Buch wurde zum fröhlichen Bestseller. Und nun gibt es die Verfilmung dazu, kurz und knackig mit Wolkenbruch betitelt und mit Joel Basman in der zentralen Rolle. Heute hat der Film von Michael Steiner seine Premiere am Zürich Film Festival. „WOLKENBRUCH
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Diagonale 09: Zweimal Glawogger ‚Das Vaterspiel‘ und ‚Contact High‘

Das Vaterspiel Sabine Timoteo Michael Glawogger
Sabine Timoteo ist Mimi in Michael Glawoggers ‚Das Vaterspiel‘

Michael Glawogger war schon ein monumentaler Exportschlager des Filmlandes Österreich, bevor das hiesige ‚Filmwunder‘ so richtig eingesetzt hatte. 1998 wurde sein spektakulärer Dokfilm Megacities (eine Art Slumdog Millionaires in Realität) zu einem Festivalhit. Glawogger hat seit 1984 mindestens 14 Filme gemacht, der nächste Spielfilm ist bereits in Arbeit. Und an der diesjährigen Diagonale ist er mit gleich zwei Spielfilmen präsent (wie sein Kollege Andreas Prochaska übrigens auch): Das Vaterspiel und Contact High. Dass beide Filme vom gleichen Regisseur sind, ist dabei nicht minder verblüffend als ihre jeweilige Radikaliät in ihren Genres (so man sie überhaupt zuordnen will). Eine Literaturverfilmung einerseits, eine Komödie andererseits.

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Filmpodcast Nr. 121: Der Knochenmann, Die Standesbeamtin, Burton und Taylor, Luc Besson.

Knochenmann Hader
Josef Hader in 'Der Knochenmann'

Herzlich Willkommen zu Kino im Kopf – heute mit Brigitte Häring. Sie hat zwei Filmbesprechungen auf Lager: Den österreichischen Krimi Der Knochenmann und die Schweizer Komödie Die Standesbeamtin. Ausserdem gratuliert Michael Sennhauser Luc Besson zum 50. Geburtstag, und wir blicken zurück auf auf das bewegte Eheleben von Liz Taylor und Richard Burton. Wie immer gibt’s dazu die Tonspur und unsere Kurztipps.

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Diagonale 09: Liebe und andere Verbrechen

liebe-und-andere-verbrechen-anica-dobra-stefan-arsenijevic

In der Reihe „Spektrum“, einer Art Sammelbecken für koproduzierte Perlen, zeigt die Diagonale Filme, die schon anderswo zu entdecken gewesen wären, es aber nicht in allen Fällen wirklich geschafft haben. Eines dieser Kleinode ist Ljubav i drugi zlocini (Liebe und andere Verbrechen) von Stefan Arsenijevic aus Belgrad. Die wunderbar spröde Anica Dobra spielt Anica, die Geliebte von Milutin, einem alternden Quartiergangster in Neu-Belgrad. Sie will ein neues Leben beginnen und am Abend des vom Film erzählten Tages in ein Flugzeug steigen. Heimlich nimmt sie Abschied, von der dementen Grossmutter im Altersheim, von der autistischen Tochter des Milutin. Aber da ist noch Stanislav, die rechte Hand von Milutin, ein schüchterner Träumer, heimlich in Anica verliebt seit zwölf Jahren.

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