
Der Film fängt an wie eines der frühen Gangster-Stücke von Guy Ritchie. Kommen ein paar harte Typen in eine Bar… Sie suchen Remo Manfredini, den Star-Jockey von Boss Sirena. Manfredini hängt, komplett verladen, in voller Jockey-Montur an der Jukebox. Und die Frau, die meint, sie sollen ihn doch in Ruhe lassen, bekommt gleich mal eine Reitpeitsche ins Gesicht geschlagen.
Die überstilisierten Einstellungen von Aki Kaurismäkis Kameramann Timo Salminen wecken gezielt Erwartungen, die der Film gleich wieder unterläuft, so wie es auch der titelgebende Jockey mit den an ihn gerichteten Erwartungen tut.
Remo (Nahuel Pérez Biscayart) kippt eine Ampulle Pferde-Doping mit einem Glas Whiskey und einer Zigarette, bevor er am Rennstart zum Konkurrenz-Jockey neben sich schaut. Das ist Abril (Úrsula Corberó), seine grosse Liebe, die ihm lächelnd einen Kussmund schenkt und mit den anderen losprescht. Während Remo mit einer Art Purzelbaum vom losgallopierenden Pferd stürzt und im Sägemehl der Startbox liegen bleibt. „EL JOCKEY von Luis Ortega“ weiterlesen





