LA VALLE DEI SORRISI von Paolo Strippoli

Don Attilio (Roberto Citran) © fandango

Den Menschen im italienischen Städtchen Remis steht das Lächeln im Gesicht. Es steht auch auf dem Schild am Ortseingang, das dem Film seinen Titel gibt. Und die Leute lächeln, obwohl fast jeder im Ort bei dem schrecklichen Zugsunglück vor 15 Jahren Angehörige verloren hat.

Den in seinem eigenen Unglück vergrabenen Aushilfssportlehrer und einstigen Judo-Champion Sergio Rosetti (Michele Riondino) kümmert das wenig. Tagsüber lässt er seine Schülerinnen und Schüler im Kreis laufen und abends besäuft er sich in Michelas Bar, bis diese ihn zum Geheimnis des Ortes führt: Dem 15jährigen Matteo, bei dem man durch eine Umarmung seinen Schmerz loswerden kann.

Dass dieses Wunder einen höllischen Preis hat, für die Ortsbewohner, aber auch für Matteo, das erkennt Sergio erst allmählich. „LA VALLE DEI SORRISI von Paolo Strippoli“ weiterlesen

Diagonale 09: Zweimal Glawogger ‚Das Vaterspiel‘ und ‚Contact High‘

Das Vaterspiel Sabine Timoteo Michael Glawogger
Sabine Timoteo ist Mimi in Michael Glawoggers ‚Das Vaterspiel‘

Michael Glawogger war schon ein monumentaler Exportschlager des Filmlandes Österreich, bevor das hiesige ‚Filmwunder‘ so richtig eingesetzt hatte. 1998 wurde sein spektakulärer Dokfilm Megacities (eine Art Slumdog Millionaires in Realität) zu einem Festivalhit. Glawogger hat seit 1984 mindestens 14 Filme gemacht, der nächste Spielfilm ist bereits in Arbeit. Und an der diesjährigen Diagonale ist er mit gleich zwei Spielfilmen präsent (wie sein Kollege Andreas Prochaska übrigens auch): Das Vaterspiel und Contact High. Dass beide Filme vom gleichen Regisseur sind, ist dabei nicht minder verblüffend als ihre jeweilige Radikaliät in ihren Genres (so man sie überhaupt zuordnen will). Eine Literaturverfilmung einerseits, eine Komödie andererseits.

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Berlinale09: Goldener Bär für Claudia Llosas ‚La teta asustada‘

Claudia Llosa Regisseurin La teta asustada
Claudia Llosa, Peru, erfolgreiche Bärenjägerin.

Nicht immer sind sind sich Kritiker und Jury an einem Filmfestival einig. Aber der goldene Bär für Claudia Llosas La teta asustada hat den allgemeinen Erwartungen entsprochen. Claudia Llosa ist auch in der Schweiz keine Unbekannte, ihren letzten Film Madeinusa hat der trigon-Filmverleih herausgebracht, und man darf Walter Ruggle und seinem Team daher jetzt herzlich zum Berlinale-Gewinner 2009 gratulieren. trigon hat den Film schon eine Weile auf der Liste der kommenden Attraktionen, nun dürften sich die Chancen erhöhen, dass La teta asustada auch ein grösseres Publikum anspricht.

+++ «Teenage Sex & Death at Camp Miasma» +++ Ab Donnerstag im Kino