PRIMAVERA (Vivaldi und ich) von Damiano Michieletto

Vivaldi und sein Frauenorchester, versteckt auf der Empore © frenetic

Vor zwei Jahren brach im italienischen Kino ansatzweise der Barockfrühling aus, mit Margherita Vicarios Melodra­mu­si­cal Gloria! Leider entpuppte sich der Versuch, Vivaldi und seine Zeit­ge­nos­sin­nen ins gegenwärtige Pop-Panoptikum zu transferieren, als wenig ergiebig: Mehr «Rondo Veneziano» als Musikgeschichte. „PRIMAVERA (Vivaldi und ich) von Damiano Michieletto“ weiterlesen

Venedig 15: ABLUKA (Frenzy) von Emin Alper

Berkay Ates
Berkay Ates

Der Film Abluka des 41jährigen türkischen Regisseurs Emin Alper spielt in einem alptraumhaft düsteren Istanbul: ständig erschüttern Bombenexplosionen die Stadt, ganze Viertel sind abgeriegelt und nur per Checkpoint zu erreichen. Die Geheimpolizei rekrutiert Spitzel.

Eine düstere Vision der Stadt Istanbul zeichnet Alper, sein Film ist düster und dunkel, seine Figuren einsam und unglücklich. Abluka beginnt als Drama und wird dann aber nach und nach zu einer albtraumhaften Parabel, in der die Wege der Protagonisten unheilvoll verknüpft werden.

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