Kevin Smith, Sex und Star Wars

Kevin Smith - Guest of honour - Director, producer, actor, author
Kevin Smith – Guest of honour – Director, producer, actor, author USA © NIFFF (Giona Mottura)

Kevin Smith ist der Schöpfer von Independent-Filmen wie Clerks, Dogma, Chasing Amy und Zak and Miri Make a Porno, Podcaster, Blogger und als «Silent Bob» auch noch sein eigenes alter Ego. Ich habe mich diesen Sommer am NIFFF mit ihm über die US-Popkultur und ihre Referenzsysteme Sex und Star Wars unterhalten. „Kevin Smith, Sex und Star Wars“ weiterlesen

Giulio Ricciarelli und Alexander Fehling zu ‚Im Labyrinth des Schweigens‘

Johann Radmann (Alexander Fehling)  © Universal Pictures Heike Ullrich
Johann Radmann (Alexander Fehling) © Universal Pictures Heike Ullrich

Im Labyrinth des Schweigens spielt Alexander Fehling (Goethe!) einen jener jungen Staatsanwälte, welche gegen Ende der 50er Jahre die Frankfurter Auschwitz-Prozesse aufgleisten. Ich habe Regisseur Giulio Ricciarelli und seinen Hauptdarsteller getroffen. „Giulio Ricciarelli und Alexander Fehling zu ‚Im Labyrinth des Schweigens‘“ weiterlesen

Locarno 14: Palazzo del Cinema della Repubblica?

Der geplante Palazzo del Cinema in Locarno (Projektvisualisierung)
Der geplante Palazzo del Cinema in Locarno (Projektvisualisierung)

Auf das neue Festivalcenter wartet Locarno schon seit Jahren. Letztes Jahr wurde das Siegerprojekt vorgestellt, dieses Jahr wurden neue Partner und Investoren genannt. Aber dauern wird das immer noch wer weiss wie lange genau.

Allerdings hängen jetzt Plakate mit einer Visualisierung der künftigen Fassade und die zeigen eine verblüffende Kombination. Der Künftige Kinopalast sieht darauf aus, als ob die Berliner ihren langjährigen Streit um den Abriss des Palastes der Republik und die Wiedererrichtung des Stadtschlosses beigelegt hätten – mit einem Kompromiss: Stadtschlossfassade mit Palast-der-Republik-Aufbau, natürlich mit Leopardenmuster:

Palast der Republik DDR 1977 © wikimedia CC BY-SA 3
Palast der Republik DDR 1977 © wikimedia CC BY-SA 3

Wo liegt Gotham City?

Wondernode Map of Fictional Places
(Klicken für grosses Bild)

Wo tanzen die Ewoks? Und wo liegt King Kongs Skull Island? Die Realgeographie fiktionaler Filmorte hat die drei unermüdlichen Macher von Wondernode und den Doghouse Diaries umgetrieben. Will Samari, Ray Yamartino und Rafaan Anvari gehören zu jener wachsenden Gruppe polykreativer Spinner, welche ihre grafischen Talente und ihre Lust am popkulturellen Substrat des Lebens an verschiedenen Orten fliegen lassen. Dabei ist auch diese Karte entstanden, welche fiktionale Orte aus Filmen und Serien lokalisiert und mit ihren allfälligen Drehorten verbindet. Das macht Spass und zeigt, dass man nur schon dank der Rubrik der Drehorte auf der IMDb noch manche fiktionale Pflanze in unserer realen Welt verwurzeln könnte.

MANUSCRIPTS DON’T BURN – Dast-Neveshtehaa Nemisoosand von Mohammad Rasoulof

© Xenix
© Xenix

Der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof zeigte in Cannes letztes Jahr einen Film, der in seiner Heimat nie ins Kino kommen wird. Aber jetzt läuft er bei uns. Es geht um die rücksichtslose Verfolgung regimekritischer Schriftsteller in den 90er Jahren. Begründet werden die Aktionen anders. Aber die Methoden sind die gleichen wie in jeder Diktatur.

Manuscripts don’t burn ist einer jener Filme, bei denen man sich fragt, wie sie überhaupt entstehen konnten. Wie ist es möglich, die Droh-, Mord- und Überwachungsmechanismen einer Diktatur im eigenen Land dermassen klar und offen zu schildern, wie es Mohammad Rasoulof hier tut? „MANUSCRIPTS DON’T BURN – Dast-Neveshtehaa Nemisoosand von Mohammad Rasoulof“ weiterlesen

Ein Rückblick auf das Filmleben von Alain Resnais

Alain Resnais bei der Premiere von 'Les herbes folles' 2009
Alain Resnais bei der Premiere von ‚Les herbes folles‘ 2009

Alain Resnais ist am Samstag im Alter von 91 Jahren verstorben. Resnais‘ Karriere begann in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts, Hiroshima, mon amour war 1959 sein erster langer Spielfilm, L’année dernière à Marienbad bedeutete 1961 seinen internationalen Durchbruch. Sein jüngster Film Aimer, boire et chanter feierte vor rund drei Wochen in Berlin Premiere und brachte dem wohl spielfreudigsten Regisseur des französischen Kinos den Alfred Bauer-Preis für neue Perspektiven im Kino ein. In dieser Sendung von Pierre Lachat kommt Alain Resnais noch einmal zu Wort. Er spricht über seine Anfänge als politischer Dokumentarfilmer, über seine ersten langen Werke und über seine cineastische Entwicklung.

Hören:

Saugen: Reflexe Alain Resnais (Rechtsklick für Download)


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Die Schweizer Grüninger-Debatte

gruenimontage

Paul Grüninger war ab 1925 Polizeikommandant von St. Gallen. 1939 wurde er seines Amtes enthoben, fristlos entlassen und  im Jahr darauf verurteilt wegen Amtspflichtverletzung und Urkundenfälschung. Er hatte weiterhin Menschen in die Schweiz gelassen, nachdem der Bundesrat  am 19. August 1938 die Schliessung der Grenze für Flüchtlinge aus dem Dritten Reich angeordnet hatte. Und für viele dieser Flüchtlinge hat Grüninger Papiere ausstellen lassen, die den Grenzübertritt vordatierten in die Zeit, in der sie noch legal hätten einreisen können. „Die Schweizer Grüninger-Debatte“ weiterlesen