Locarno 16: Die Preise

Goldener Leopard für Ralitza Petrova, Bulgarien
Goldener Leopard für Ralitza Petrova, Bulgarien

Der goldene Leopard von Locarno geht dieses Jahr nach Bulgarien, an die Filmemacherin Ralitza Petrova für ihre ungebremst niederschmetternde Bestandesaufnahme Godless (Gottlos). Auch wenn der Titel die Vermutung aufkommen lässt, geht es in dem Film keineswegs um die Abwesenheit religiöser Werte, sondern eigentlich um den Verlust jeglicher menschlichen Orientierung.

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In einem Land voller Korruption schlägt sich die Hauptfigur, eine Altenpflegerin, einigermassen durch, indem sie die ihr Anvertrauten gewissenlos ausnimmt, ihre Identitätskarten stiehlt und sie für illegale Geschäfte weiterverkauft. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, in welches Elend das ihre zum Teil bereits dementen Patienten stürzen wird.

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NIFFF 16: Die Preise 2016

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Das NIFFF 2016 ist vorbei, heute Abend wurden die Preise vergeben im Théâtre du Passage in Neuchâtel. Und anders als in Cannes im Mai, wo die Jury und das Medienpublikum weit auseinandergedriftet sind, leuchten die NIFFF-Preise 2016 nicht nur ein, die Hauptpreise decken sich gar mit meinen Vorstellungen: Der Hauptpreis ging verdientermassen an Under the Shadow von Babak Anvari, der silberne Meliès (in dieser Jury sass auch meine liebe SRF2 Kultur-Kollegin Brigitte Häring) an Parents von Christian Tafdrup.

Und den Publikumspreis konnte die liebenswerte Groteske Swiss Army Man entgegennehmen. Alle Gewinnerfilme vom NIFFF 2016:

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Cristal d’Annecy und Publikumspreis für MA VIE DE COURGETTE

Claude Barras und Max Karli (Rita Prod.) bei der Preisverleihung (Publikumspreis) durch Peter Lord und David Sproxton von Aardman (rechts), links aussen der künstlerische Direktor des Festivals, Marcel Jean
Claude Barras und Max Karli (Rita Prod.) bei der Preisverleihung (Publikumspreis) durch Peter Lord und David Sproxton von Aardman (rechts), links aussen der künstlerische Direktor des Festivals, Marcel Jean

Nach der prestigeträchtigen Einladung in die Quinzaine des réalisateurs in Cannes hat der schweizerisch-französische Animationsfilm Ma vie de Courgette von Claude Barras nun letzte Woche am Animationsfilmfestival in Annecy abgeräumt. Die Westschweizer Medien haben das Ereignis gefeiert. In der Deutschschweiz reichte es gerade noch für ein paar Meldungen. (mis) „Cristal d’Annecy und Publikumspreis für MA VIE DE COURGETTE“ weiterlesen

Ausschreibung Zürcher Filmpreise 2016 (Medienmitteilung)

Zürcher Filmpreis 2015 für den Film «Iraqi Odyssey» von Samir, Zürich (Produktion: Dschoint Ventschr, Zürich) © SRF
Zürcher Filmpreis 2015 für den Film ‚Iraqi Odyssey‘ von Samir, Zürich (Produktion: Dschoint Ventschr, Zürich) © SRF

Die Stadt Zürich zeichnet dieses Jahr wiederum herausragende Leistungen des professionellen und unabhängigen Filmschaffens mit den «Zürcher Filmpreisen» aus. Bis spätestens 30. Juni können Zürcher Produktionsfirmen oder Filmschaffende ihre aktuellen Werke zur Visionierung durch die Filmkommission der Stadt Zürich anmelden. Zugelassen sind Filme aller Genres, die einen künstlerischen Gestaltungsanspruch haben und für eine Kino- bzw. Festivalauswertung vorgesehen sind.

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Deutsche Filmpreise 2016 für Schweizer

Markus Nestroy mit seinem Filmpreis © Tinnefeld
Markus Nestroy mit seinem Filmpreis © Tinnefeld

Dem deutschen Filmpreis geht es ähnlich wie den Schweizer Filmpreisen: Das öffentliche Interesse daran ist mässig, die Streuung breit, die Vergabe-Zeremonie seit Jahren verbesserungswürdig. Aber gestern Abend strahlte ein wenig des Glanzes über die Grenze. Alain Gsponers Heidi bekam den Preis für den besten Kinderfilm. Und Nicolas Steiners Above And Below ist nicht nur der beste deutsche Dokumentarfilm, Steiners Kameramann Markus Nestroy (aus Österreich) bekam auch die Lola für die beste Bildgestaltung. Nicht im Dokumentarfilm, sondern überhaupt. Mit sechs Preisen der grosse Abräumer des Abends war Der Staat gegen Fritz Bauer.

Berlinale 16: FUOCOAMMARE von Gianfranco Rosi (Wettbewerb)

Gianfranco Rosi mit dem goldenen Bären der 66. Berlinale
Gianfranco Rosi mit dem goldenen Bären der 66. Berlinale

Nein, eine grosse Überraschung ist der goldene Bär für diesen Dokumentarhybriden nicht. Indem er einen politischen Standpunkt mit Kunst kombiniere, stehe der Film Fuocoammare von Gianfranco Rosi für alles, was die Berlinale ausmache, sagte Jurypräsidentin Meryl Streep in ihrer Laudatio.

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Und dazu gehört auch der Umstand, dass für die meisten regulären Berlinale-Gänger schon vor dem Festival klar war, dass Rosis Film am Ende einen der wichtigeren Preise würde mitnehmen können.

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Krieg und Neurosen –
TV-Runde zum Schweizer Filmpreis

Ein starker Jahrgang: Je fünf Schweizer Spiel- und Dokumentarfilme sind für den diesjährigen Filmpreis nominiert. Alle beschäftigen sich mit brisanten gesellschaftlichen Themen. Was macht die Filme sehenswert? Darüber diskutieren die Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Filmjournalist Michael Sennhauser (SRF) und Filmwissenschaftler Christian Jungen («NZZ am Sonntag») mit Monika Schärer. „Krieg und Neurosen –
TV-Runde zum Schweizer Filmpreis“
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Max-Ophüls-Preis-Regen für Schweizer Filme

MAX OPHÜLS PREIS 2015: 'Chrieg' von Simon Jaquemet © First Hand Films
MAX OPHÜLS PREIS 2015: ‚Chrieg‘ von Simon Jaquemet © First Hand Films

Während in Solothurn an den 50. Filmtagen neue Schweizer Filme Premieren feiern und nicht mehr ganz neue werkgeschaut werden, wurden in Saarbrücken heute Abend im Rahmen des 36. Filmfestivals Max Ophüls Preis nicht nur die wichtigsten Preise in die Schweiz vergeben, sondern ein wahrer Preisregen von 6 Auszeichnungen und einer lobenden Erwähnung. Hier die glücklichen Gewinner: „Max-Ophüls-Preis-Regen für Schweizer Filme“ weiterlesen