Die Unverpassbaren, Woche 37 – 2020

Nedjma (Lyna Khoudri) stellt eine Protestmodeschau auf die Beine in ‚Papicha‘ © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Papicha von Mounia Meddour. Mitten im zunehmend von Terror und Islamismus gebeutelten Algier der 1990er Jahre versuchen junge Frauen innerhalb ihres Universitätscampus ihre Freiheit zu verteidigen.
  2. Schwesterlein von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond. Die Krankheit des Zwillingsbruders bringt die Schwester wieder zu sich selber. Nina Hoss und Lars Eidinger sind magnetisch. Und Marthe Keller war noch nie so gut.
  3. Corpus Christi von Jan Komasa. Der echte Priester im falschen. Ein starker Film über Schuld, Vergebung, Charisma und Rollenzuteilung.
  4. Undine von Christian Petzold. Die gefährliche, gefährdete Liebe der sagenhaften Wasserfrau, mitten in unserer Gegenwart. Intelligent, verblüffend und zutiefst romantisch.
  5. The Climb von Michael Angelo Covino. Zwei Männer auf verlorenem Posten, die sich wehtun und es doch nicht schaffen ohne einander. Ein sehr persönlicher Ulk der beiden Filmemacher, der auch die Frauen nicht aussen vor lässt.

Und im Filmpodcast morgen:  David Copperfield, Papicha, Filmfestival Venedig

Die Unverpassbaren, Woche 36 – 2020

Nina Hoss in ‚Schwesterlein‘ © Vega Film

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Schwesterlein von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond. Die Krankheit des Zwillingsbruders bringt die Schwester wieder zu sich selber. Nina Hoss und Lars Eidinger sind magnetisch. Und Marthe Keller war noch nie so gut.
  2. Corpus Christi von Jan Komasa. Der echte Priester im falschen. Ein starker Film über Schuld, Vergebung, Charisma und Rollenzuteilung.
  3. Undine von Christian Petzold. Die gefährliche, gefährdete Liebe der sagenhaften Wasserfrau, mitten in unserer Gegenwart. Intelligent, verblüffend und zutiefst romantisch.
  4. The Climb von Michael Angelo Covino. Zwei Männer auf verlorenem Posten, die sich wehtun und es doch nicht schaffen ohne einander. Ein sehr persönlicher Ulk der beiden Filmemacher, der auch die Frauen nicht aussen vor lässt.
  5. Days of the Bagnold Summer von Simon Bird. Ein britischer Heavy-Metal-Teenager muss den Sommer mit seiner Mutter verbringen, statt in Florida beim Vater. Stimmig, lakonisch, witzig und ergreifend.

Und im Filmpodcast morgen: Volunteer, Corpus Christi, Schwesterlein

Die Unverpassbaren, Woche 35 – 2020

Jacob Matschenz (Johannes) und Paula Beer (Undine) © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Undine von Christian Petzold. Die gefährliche, gefährdete Liebe der sagenhaften Wasserfrau, mitten in unserer Gegenwart. Intelligent, verblüffend und zutiefst romantisch.
  2. The Climb von Michael Angelo Covino. Zwei Männer auf verlorenem Posten, die sich wehtun und es doch nicht schaffen ohne einander. Ein sehr persönlicher Ulk der beiden Filmemacher, der auch die Frauen nicht aussen vor lässt.
  3. Sibyl von Justine Triet.  Ein erotisch-satirisches Melodram, das Psychologie und Filmemachen höchst unterhaltsam und sehr bissig verwickelt.
  4. Days of the Bagnold Summer von Simon Bird. Ein britischer Heavy-Metal-Teenager muss den Sommer mit seiner Mutter verbringen, statt in Florida beim Vater. Stimmig, lakonisch, witzig und ergreifend.
  5. Shalom Allah von David Vogel. Wer in der Schweiz (und anderswo) zum Islam konvertiert, setzt sich aus. Der Filmemacher fragt nach und hört zu, persönlich, offen und im besten Sinn dokumentarisch.

Und im Filmpodcast morgen: Tenet, Undine, Christian Petzold

Die Unverpassbaren, Woche 34 – 2020

Virginie Efira und Niels Schneider in ‚Sibyl‘ ©filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Climb von Michael Angelo Covino. Zwei Männer auf verlorenem Posten, die sich wehtun und es doch nicht schaffen ohne einander. Ein sehr persönlicher Ulk der beiden Filmemacher, der auch die Frauen nicht aussen vor lässt.
  2. Sibyl von Justine Triet.  Ein erotisch-satirisches Melodram, das Psychologie und Filmemachen höchst unterhaltsam und sehr bissig verwickelt.
  3. Days of the Bagnold Summer von Simon Bird. Ein britischer Heavy-Metal-Teenager muss den Sommer mit seiner Mutter verbringen, statt in Florida beim Vater. Stimmig, lakonisch, witzig und ergreifend.
  4. Criminales como nosotros – Heroic Losers von Sebastián Borensztein. Im Jahr der argentinischen Finanzkatastrophe 2001 holen sich die Freunde das Geld für ihre Cooperative vom räuberischen Anwalt zurück. Eine professionelle Komödie über Amateur-Gauner, herzlich und befriedigend.
  5. Shalom Allah von David Vogel. Wer in der Schweiz (und anderswo) zum Islam konvertiert, setzt sich aus. Der Filmemacher fragt nach und hört zu, persönlich, offen und im besten Sinn dokumentarisch.

Und im Filmpodcast morgen: The Climb, Master Cheng, Sibyl, Kinos im Corona-Sommer, Life of Brian.

Die Unverpassbaren, Woche 33 – 2020

Daniel Araoz, Ricardo Darrín, Veronica Lllinás: ‚Heroic Losers‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Days of the Bagnold Summer von Simon Bird. Ein britischer Heavy-Metal-Teenager muss den Sommer mit seiner Mutter verbringen, statt in Florida beim Vater. Stimmig, lakonisch, witzig und ergreifend.
  2. Criminales como nosotros – Heroic Losers von Sebastián Borensztein. Im Jahr der argentinischen Finanzkatastrophe 2001 holen sich die Freunde das Geld für ihre Cooperative vom räuberischen Anwalt zurück. Eine professionelle Komödie über Amateur-Gauner, herzlich und befriedigend.
  3. Shalom Allah von David Vogel. Wer in der Schweiz (und anderswo) zum Islam konvertiert, setzt sich aus. Der Filmemacher fragt nach und hört zu, persönlich, offen und im besten Sinn dokumentarisch.
  4. To the Ends of the Earth von Kyoshi Kurosawa. Ein japanisches Reise-TV-Team in Usbekistan. Japans Ex-Girl-Group-Star Atsuko Maeda findet als Moderatorin Yoko eine neue Welt für sich. Ein Film, der beim Sehen fühlt.
  5. Sekuritas von Carmen Stadler. Eine scheue Sekuritas-Wachfrau und das Gebäude, auf das sie aufpasst, tanzen einen nächtlichen pas de deux, dem sich andere Schlaflose anschliessen. Skurril, raffiniert und überraschend unterhaltsam.

Und im Filmpodcast morgen: Days of the Bagnold Summer, Criminales como nosotros, Shalom Allah und David Vogel.

Die Unverpassbaren, Woche 32 – 2020

Atsuko Maeda unterwegs ‚To the Ends of the Earth‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. To the Ends of the Earth von Kyoshi Kurosawa. Ein japanisches Reise-TV-Team in Usbekistan. Japans Ex-Girl-Group-Star Atsuko Maeda findet als Moderatorin Yoko eine neue Welt für sich. Ein Film, der beim Sehen fühlt.
  2. Sekuritas von Carmen Stadler. Eine scheue Sekuritas-Wachfrau und das Gebäude, auf das sie aufpasst, tanzen einen nächtlichen pas de deux, dem sich andere Schlaflose anschliessen. Skurril, raffiniert und überraschend unterhaltsam.
  3. Edelweiss Revolution (La preuve scientifique de l’existence de Dieu) von Fred Bailiff. Eine Alt-68er-Aktivistengruppe trifft sich nach 50 Jahren wieder, um erneut aktiv zu werden. Frech gestrickte Komödie aus Realem und Fiktivem, mit echten Personen, Laiendarstellern und mit Irène Jacob und Jean-Luc Bideau.
  4. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  5. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.

Und im Filmpodcast morgen: Insumisas, Loulou, Mulan ohne Kino, Filmfestival Locarno.

Die Unverpassbaren, Woche 31 – 2020

Atsuko Maeda unterwegs ‚To the Ends of the Earth‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. To the Ends of the Earth von Kyoshi Kurosawa. Ein japanisches Reise-TV-Team in Usbekistan. Japans Ex-Girl-Group-Star Atsuko Maeda findet als Moderatorin Yoko eine neue Welt für sich. Ein Film, der beim Sehen fühlt.
  2. Sekuritas von Carmen Stadler. Eine scheue Sekuritas-Wachfrau und das Gebäude, auf das sie aufpasst, tanzen einen nächtlichen pas de deux, dem sich andere Schlaflose anschliessen. Skurril, raffiniert und überraschend unterhaltsam.
  3. Edelweiss Revolution (La preuve scientifique de l’existence de Dieu) von Fred Bailiff. Eine Alt-68er-Aktivistengruppe trifft sich nach 50 Jahren wieder, um erneut aktiv zu werden. Frech gestrickte Komödie aus Realem und Fiktivem, mit echten Personen, Laiendarstellern und mit Irène Jacob und Jean-Luc Bideau.
  4. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  5. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.

Und im Filmpodcast morgen: To the Ends of the Earth, The Roads Not Taken, The King of Staten Island, Tout simplement noir, Universal & AMC

Die Unverpassbaren, Woche 30 – 2020

‚Sekuritas‘ von Camen Stadler © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Sekuritas von Carmen Stadler. Eine scheue Sekuritas-Wachfrau und das Gebäude, auf das sie aufpasst, tanzen einen nächtlichen pas de deux, dem sich andere Schlaflose anschliessen. Skurril, raffiniert und überraschend unterhaltsam.
  2. Edelweiss Revolution (La preuve scientifique de l’existence de Dieu) von Fred Bailiff. Eine Alt-68er-Aktivistengruppe trifft sich nach 50 Jahren wieder, um erneut aktiv zu werden. Frech gestrickte Komödie aus Realem und Fiktivem, mit echten Personen, Laiendarstellern und mit Irène Jacob und Jean-Luc Bideau.
  3. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  4. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  5. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.

Und im Filmpodcast morgen: Sekuritas, Fiancées, Un divan a Tunis, Tenet trödelt.

Die Unverpassbaren, Woche 29 – 2020

‚La preuve scientifique de l’existence de Dieu‘ von Fred Bailiff © Aardvark

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Edelweiss Revolution (La preuve scientifique de l’existence de Dieu) von Fred Bailiff. Eine Alt-68er-Aktivistengruppe trifft sich nach 50 Jahren wieder, um erneut aktiv zu werden. Frech gestrickte Komödie aus Realem und Fiktivem, mit echten Personen, Laiendarstellern und mit Irène Jacob und Jean-Luc Bideau. Selten gesehene Art von Schweizer Kino und dennoch sehr schweizerisch.
  2. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  3. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  4. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.
  5. Thalasso von Guillaume Nicloux. Die «monstres sacrés» Michel Houellebecq und Gérard Depardieu erleichtern sich einen Kuraufenthalt mit Reden und Trinken. Ein wunderbar absurdes Spiel mit Starbildern und Wünschen.

Und im Filmpodcast morgen: L‘ île aux oiseaux, La preuve scientifique de l’existence de Dieu, Ein ETH Professor in der Academy, Franz Schnyder Biografie.

Die Unverpassbaren, Woche 28 – 2020

Welket Bungué als Francis in Burhan Qurbanis ‚Berlin Alexanderplatz‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  2. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  3. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.
  4. Thalasso von Guillaume Nicloux. Die «monstres sacrés» Michel Houellebecq und Gérard Depardieu erleichtern sich einen Kuraufenthalt mit Reden und Trinken. Ein wunderbar absurdes Spiel mit Starbildern und Wünschen.
  5. And Then We Danced von Levan Akin. Mehr Disziplin, weniger Kapriolen: Daran würde sich ein Tänzer im georgischen Nationalballett wohl halten – wäre er nicht in seinen Konkurrenten verliebt. Amouröse Schwingungen, knöchelbrecherische Pirouetten: Das geht ins Blut.

Und im Filmpodcast morgen: Berlin Alexanderplatz, Pinocchio, Ennio Morricone, filmZ, Überbuchen beim BAK.