WOLKENBRUCH
von Michael Steiner

Joel Basman und Noémie Schmidt © dcm

Die seltsame Dominanz der «jiddische Mame» über ihre jüdischen Söhne, ob orthodox oder gemässigt, ist ein heiss geliebtes literarisches und filmisches Klischee.

Thomas Meyers Roman «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» von 2012 hat dem Komplex wenig Neues beigefügt, aber das Buch wurde zum fröhlichen Bestseller. Und nun gibt es die Verfilmung dazu, kurz und knackig mit Wolkenbruch betitelt und mit Joel Basman in der zentralen Rolle. Heute hat der Film von Michael Steiner seine Premiere am Zürich Film Festival. „WOLKENBRUCH
von Michael Steiner“
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DER LÄUFER
von Hannes Baumgartner

Max Hubacher in ‚Der Läufer‘ von Hannes Baumgartner © filmcoopi

Vor sechzehn Jahren hat ein siebenundzwanzig Jahre alter Mann in Bern zwei Frauen mit dem Messer attackiert, eine hat den Angriff nicht überlebt. Als man den Täter schliesslich identifizieren konnte, stellte sich heraus, dass er über einen längeren Zeitraum hinweg zunehmend gewalttätig gewesen war. Gleichzeitig wirkte er im Alltag als Koch und Langstreckenläufer gesellschaftlich integriert und erfolgreich.

Wie kann ein Mensch im Alltag umgänglich und hilfsbereit, diszipliniert und als Sportler erfolgreich sein – und im Versteckten gleichzeitig eruptiv brutal und gezielt gewalttätig? „DER LÄUFER
von Hannes Baumgartner“
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Filmpodcast Nr. 575: Out of Paradise, Zurich Film Festival, Wim Wenders

Nastassja Kinski in Wim Wenders‘ ‚Paris, Texas‘ von 1984

Heute geht es bei uns vor allem um das Zurich Film Festival, schliesslich wurde die 14. Ausgabe des ZFF gstern Abend eröffnet. Einen eher speziellen Film stellen wir Ihnen aber zuvor doch noch vor: Out of Paradise des in der Schweiz lebenden Mongolen Batbayar Chogsom. Der läuft nämlich endlich im Kino.

Dazu haben wir eine passende Tonspur, wie immer, und unsere Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 39 – 2018

‚Out of Paradise‘ von Batbayar Chogsom © Look now!

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Out of Paradise von Batbayar Chogsom. Ein mongolischer Hirte und seine Frau werden in der Hauptstadt mit der modernen Welt konfrontiert. Der aus der Schweiz heraus produzierte Erstling hat den Spielfilmpreis des Shanghai-Filmfestivals gewonnen. Und wer sich darauf einlässt, kann das unschwer nachvollziehen.
  2. Chris the Swiss von Anja Kofmel. Mit dieser bestechenden Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm macht sich die Autorin auf Spurensuche nach ihrem 1992 in Kroatien ermordeten Cousin.
  3. Gundermann von Andreas Dresen. Gerhard Gundermann war Sänger und Baggerfahrer in der DDR. Und Stasi-Mitarbeiter. Ein grossartiger, liebevoller Film über Idealismus, Schuld und Haltung.
  4. Khook von Mani Haghighi. Ein Verrückter köpft in Teheran die wichtigen Filmemacher. Und Hasan versteht nicht, warum er noch lebt. Ist er doch der wichtigste. Eine satirische Tour de Force voller Einfälle.
  5. Gaspard va au mariage von Antony Cordier.  Eine verhinderte Hochzeit in einem chaotischen Zoo. Eine animalisch frivole französische Komödie ausserhalb der Norm. Und mit Laetitia Dosch.

Und im Filmpodcast morgen Out of Paradise, ZFF, Frenemy.

Wim Wenders Retrospektive am Zürich Film Festival

Bruno Ganz als Engel Damiel in ‚Der Himmel über Berlin‘ von 1987

Mit Grosserfolgen wie «Paris, Texas» und «Der Himmel über Berlin» wurde der deutsche Kinoerneuerer Wim Wenders im letzten Jahrhundert zu einer Weltmarke. Das Zürich Film Festival ehrt ihn mit einem Tribut und einer kleinen Retrospektive.

Wim Wenders sagt von sich, er sei zuerst Reisender, dann Fotograf und erst dann Filmemacher. Seine stärksten Filme kombinieren das alles und stellen Bild und Ton, Wort und Idee über die reine Geschichte. „Wim Wenders Retrospektive am Zürich Film Festival“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 574: Look and Roll, Eingeimpft, David Lynch in Sitten und Morges

‚Eingeimpft‘ ? David Sieveking mit seiner Tochter © Stamm Film

Heute mit einer etwas ungewöhnlichen Ausgabe. Wir steigen ein mit einem Ohr auf das nur alle zwei Jahre stattfindende «Look and Roll» Kurzfilmfestival in Basel. Dann nehmen wir uns den sympathischen, aber verunglückten Dokumentarfilm «Eingeimpft» von David Sieveking vor ­– und geben im Anschluss dazu den Kolleginnen von der Wissenschaftsredaktion das Wort, weil das bitter nötig ist.

Und schliesslich nimmt uns Georges Wyrsch mit ins Wallis und an den Genfersee, zu gleich zwei Ausstellungen mit grafischen Arbeiten des Filmemachers David Lynch.

Dazu natürlich die unumgängliche Tonspur, und unsere Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 38 – 2018

Alexander Scheer als ‚Gundermann‘ mit Regisseur Andreas Dresen © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Chris the Swiss von Anja Kofmel. Mit dieser bestechenden Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm macht sich die Autorin auf Spurensuche nach ihrem 1992 in Kroatien ermordeten Cousin.
  2. Gundermann von Andreas Dresen. Gerhard Gundermann war Sänger und Baggerfahrer in der DDR. Und Stasi-Mitarbeiter. Ein grossartiger, liebevoller Film über Idealismus, Schuld und Haltung.
  3. Gaspard va au mariage von Antony Cordier.  Eine verhinderte Hochzeit in einem chaotischen Zoo. Eine animalisch frivole französische Komödie ausserhalb der Norm. Und mit Laetitia Dosch.
  4. Khook von Mani Haghighi. Ein Verrückter köpft in Teheran die wichtigen Filmemacher. Und Hasan versteht nicht, warum er noch lebt. Ist er doch der wichtigste. Eine satirische Tour de Force voller Einfälle.
  5. The Children Act von Richard Eyre. Eine Richterin im familienethischen Dilemma. Dank der grossartigen Emma Thompson übersteht der Roman von Ian McEwan dessen eigene Drehbuchfassung.

Und im Filmpodcast morgen Eingeimpft, Look & Roll, David Lynch im Wallis.

Filmpodcast Nr. 573: Chris the Swiss, Gundermann, The Man Who Killed Don Quixote, Ryuichi Sakamoto, Oleg Sentsov

Anna Unterberger (Conny) und Alexander Scheer in ‚Gundermann‘ von Andreas Dresen &copy: filmcoopi

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Einer der ungewöhnlichsten Filme des Jahres kommt aus der Schweiz: Chris the Swiss von Anja Kofmel. Gundermann heisst Andreas Dresens filmische Biographie des gleichnamigen DDR-Liedermachers. Terry Gilliam hat endlich seinen Don Quixote fertig. Der Filmmusikkomponist Ryuichi Sakamoto hat ein eigenes Filmporträt bekommen. Und der ukrainische Filmregisseur Oleg Sentsov ist im Hungerstreik. Dazu wie immer eine Tonspur, wie gewohnt, und unsere Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 37 – 2018

‚Chris the Swiss‘ von Anja Kofmel © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Chris the Swiss von Anja Kofmel. Mit dieser bestechenden Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm macht sich die Autorin auf Spurensuche nach ihrem 1992 in Kroatien ermordeten Cousin.
  2. Gundermann von Andreas Dresen. Gerhard Gundermann war Sänger und Baggerfahrer in der DDR. Und Stasi-Mitarbeiter. Ein grossartiger, liebevoller Film über Idealismus, Schuld und Haltung.
  3. Gaspard va au mariage von Antony Cordier.  Eine verhinderte Hochzeit in einem chaotischen Zoo. Eine animalisch frivole französische Komödie ausserhalb der Norm. Und mit Laetitia Dosch.
  4. Khook von Mani Haghighi. Ein Verrückter köpft in Teheran die wichtigen Filmemacher. Und Hasan versteht nicht, warum er noch lebt. Ist er doch der wichtigste. Eine satirische Tour de Force voller Einfälle.
  5. The Children Act von Richard Eyre. Eine Richterin im familienethischen Dilemma. Dank der grossartigen Emma Thompson übersteht der Roman von Ian McEwan dessen eigene Drehbuchfassung.

Und im Filmpodcast morgen Gundermann, Chris the Swiss, The Man who killed Don Quixotte, Ryuichi Sakamota: Coda, Oleg Sentsov.

Filmpodcast Nr. 572: Gaspard va au mariage, Die grüne Lüge, Swiss Animation, Western in Venedig

Félix Moati und Christa Théret in ‚Gaspard va au mariage‘ © Outside the Box

Eine ungewöhnlich animalische Komödie auf Frankreich ist Gaspard va au mariage, während Die grüne Lüge uns mitten ins beruhigte Gewissen kickt. Im Kunstraum Baden feiert das Groupement Suisse du Film d’animation, die Schweizer Trickfilmgruppe, ihre ersten 50 Jahre. Und in Venedig hat Brigitte Häring gleich zwei Zeitgeist-Western gesehen. Dazu eine Tonspur, wie gewohnt, und unsere Kurztipps.

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