
Dass es eine Schauspielerin vom Kaliber von Isild Le Besco fertig bringt, eine potentiell tragische, extreme Geschichte mit Nicht-Schauspielerinnen zu besetzen, ist ja schon paradox. Fast würde man da an Berufsneid denken, an ein unbewusstes Bedürfnis, sich als Schauspielerin nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Bas-Fonds ist eine jener erschreckenden Geschichten, die zu rekonstruieren versuchen, wie Menschen zu Unmenschen werden, wie sich gruppendynamische Prozesse in einer Abwärstspirale verhöllisieren. Drei junge Frauen brüllen sich in einer völlig verwahrlosten Wohnung an, zwei Schwestern und ein Mädchen, das sich offenbar vor längerer Zeit in die ältere der Schwestern verliebt hatte. Der Film setzt allerdings zu einem Zeitpunkt ein, als das schon alles Bas-Fonds erreicht hat.











