WILD PLANTS von Nicolas Humbert

'Wild Plants' von Nicolas Humbert © Look Now!
‚Wild Plants‘ von Nicolas Humbert © Look Now!

Nicolas Humbert ist eine Grösse im Schweizer Dokumentarfilm. Zusammen mit Werner Penzel hat er die Fred-Frith-Musik-Doku Step Across the Border oder Middle of the Moment gemacht. Humberts jüngster Dokumentarfilm, Wild Plants, ist der ursprünglichen Landwirtschaft, dem Pflanzenanbau gewidmet.

Nein, von einem Rückzug ins Private könne nicht die Rede sein, meint Nicolas Humbert. Wild Plants dreht sich nicht um Schrebergärten und Rasenmäher, im Gegenteil: Es geht um Wildwuchs, um die Ursprünglichkeit, um die eigenen Wurzeln und jene der anderen in diesem Film.

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HEART OF A DOG von Laurie Anderson

'Heart of a Dog' von Laurie Anderson © filmcoopi
‚Heart of a Dog‘ von Laurie Anderson © filmcoopi

Dreissig Jahre nach ihrem bahnbrechenden Musik-Kunst-Dokumentarfilm Home of the Brave hat die New Yorker Musikperfomerin Laurie Anderson wieder einen Film gemacht. Heart of a Dog heisst er, und vordergründig geht es um die Erinnerung an Laurie Andersons verstorbenen Hund. Gewidmet ist er aber ihrem 2013 verstorbenen Ehemann Lou Reed. „HEART OF A DOG von Laurie Anderson“ weiterlesen

Die Evolution der Disney Prinzessin

Evynne Hollens ist Sängerin und Youtube Star, mal solo, mal mit ihrem Mann Peter zusammen. In diesem Clip hat sie sich die Disney-Prinzessinnen über die Jahre hinweg vorgeknöpft. Musikalisch scheint mir das nicht umwerfend, da hat sie schon höher gegriffen. Erschwerend kommt dazu, dass die Songs der Disney Filme meist deutlich konservativer sind als die Heldinnen, die doch eine deutliche Entwicklung durchgemacht haben. Vielleicht zeigt das Medley sogar gerade diese Komponente des Disney-Business-Models: Die Heldinnen mögen selbständiger, direkter und unabhängiger werden in den Filmen. Musikalisch werden sie immer noch mit dem Konzept «Prinzessin» verknüpft. Und da muss dann selbst Merida noch vom Prinzen träumen…

Locarno 13: SRF 2 Kultur und SRF 4 News werktäglich live

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Auch dieses Jahr gehen wir wieder auf Sendung von der Piazza Grande aus. Jeden Werktag ab 8. August bringen wir Gäste, Meinungen und Töne an den runden Tisch unter dem Magnolia-Zeltdach. Nach den Elf-Uhr-Nachrichten live auf SRF 4 News (Wiederholung um 15 Uhr), High Noon, nach 12 Uhr, dann auf SRF 2 Kultur (Wiederholung um 17 Uhr). Das Team besteht aus Brigitte Häring, Eric Facon, Michael Sennhauser, Samuel Wyss, Valérie Wacker, Christian Gebhard und Tom Hägler. Die letzten drei haben auch schon den SRF online-Auftritt zusammengestellt, der die Sendungen integriert und komplimentiert, mit Bild und Text und natürlich Ton. Und im Prinzip sollte da dann auch der Link zum täglichen Podcast stehen.

Wer gerne live dabei sein möchte: Locarno, Piazza Grande, ab Donnerstag werktäglich um 11 Uhr vom Open Air Studio unter dem Pavillonzelt vor der Hauptpost, gerade bei der grossen Leinwand. Es gibt die eine oder andere Filmgrösse zu sehen und zu hören und Begeisterungsschreie gehen live in die Deutschschweiz!

Locarno 09: Anime Spezialist Jonathan Clements & Musikproduzent Manfred Eicher

Yoshiyuki Tomino bekommt von Maurizio Nichetti den Ehrenleopard überreicht
Yoshiyuki Tomino bekommt von Maurizio Nichetti den Ehrenleopard überreicht © Fotofestival Pedrazzini

Das war unsere heutige Sendung von der Piazza in Locarno: Der Anime-Spezialist Jonathan Clements befasst sich wissenschaftlich mit dem Thema rund um Roboter, Kriegswaffen und Fantasy. Ruhigere Töne verfolgt Musikproduzent Manfred Eicher. Das Filmfestival Locarno zeigt einen Dokumentarfilm über sein Schaffen. Für Clements, einen der wichtigsten westlichen Anime-Spezialisten, sind Animefilme ein Fenster in die fremde japanische Kultur. Die Ausweitung der einstigen Kindermärchen auf den internationalen Markt empfindet er nicht nur positiv – für Clements besteht die Gefahr, dass das spezifisch «Japanische» verloren geht.

Download MP3 (12 MB) oder Hören:

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Locarno 09: Die Männer, die Giulia verschwinden liessen – on air

Eric Facon Martin Suter Romana Costa CHristoph Schaub Brigitte Häring
Eric Facon, Martin Suter, Romana Costa, Christoph Schaub, Brigitte Häring

In unserer täglichen Locarno-Sendung von heute waren Martin Suter und Christoph Schaub zu Gast, Drehbuchautor und Regisseur von Giulias Verschwinden. Ebenfalls zu hören war Balz Bachmann, der Komponist der Filmmusik, und natürlich Oton aus dem Film, von der Piazza Grande und von den Schauspielerinnen. Mehr Bilder gibts nach dem Sprung und Töne hier:

Download MP3 mit Rechtsklick. Oder Nachhören hier:

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Cannes 09: Taking Woodstock

Ang Lees 'Taking Woodstock' © Ascot-Elite Schweiz
Ang Lees 'Taking Woodstock' © Ascot-Elite Schweiz

Es gehört zu den vielen kleinen Klugheiten dieses Woodstock-Films, dass weder die Bühne noch die musikalischen Legenden je wirklich ins Bild kommen. Ein einziges Mal zeigt Ang Lee in Taking Woodstock einen Teil des legendären Open-Air-Konzertes: Ganz weit im Hintergrund, am Fuss des sanften Abhangs auf dem tausende von Zelten stehen, sieht man die erleuchtete Bühne, während die Hauptfigur, der junge Elliot Tiber auf dem Weg dorthin von einem Hippie-Paar im parkierten VW-Bus mit auf einen Acid-Trip genommen wird. Ang Lee und sein Screenwriter und Co-Produzent James Schamus haben die Memoiren von Elliot Tiber in einen dichten, fröhlichen, optimistischen Spielfilm geformt, der mit dokumentarischem Elan die Stimmung der ausgehenden 60er Jahre rekonstruiert.

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Maurice Jarre ist tot

Maurice Jarre Berlinale

Maurice Jarre, der Filmkomponist von Evergreens wie Doctor Shivago oder Lawrence of Arabia ist dieses Wochenende seinem Krebsleiden erlegen. Der Vater des ebenfalls erfolgreichen Filmkomponisten Jean-Michel Jarre ist nicht ganz 85 Jahre alt geworden. Im Februar wurde er an der Berlinale noch mit einem Bären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die IMdB listet ihn als Komponisten von über 160 Filmscores, aber natürlich hat er, wie die ähnlich schaffenswütigen Kollegen John Williams oder Ennio Morricone, mit ganzen Stäben von Mitarbeitern und Arrangeuren gearbeitet. Im Filmpodcast 116 vom 13. Februar war er noch einmal zu hören, im Beitrag von Brigitte Häring von der Berlinale: