Metrokarte der 250 Besten Filme

The Top 250 Best Movies of All Time Map

Mittlerweile wird die halbe Welt nach dem Vorbild der Londoner Untergrundbahn oder der Pariser Metro-Pläne kartographiert. Da durften natürlich auch die 250 besten Filme (nach ImdB) nicht fehlen. David Honnorat vom französischen Film-Blog Vodkaster hat sich dahintergeklemmt. Meine Lieblingsstrecke – auf den ersten Blick – wäre wohl die Linie 1 von den Sieben Samurai (1954) zu Casablanca (1942), die noch eine Art Blinddarm Linie 1bis hat, der zu 8 1/2 (1963) führt. Und ich hätte gerne ein lebenslängliches Generalabo für das ganze Netz. (via buzzfeed)

Sonnenkino

cinema solaire ch sw
© cinema-solaire.ch

Eine tolle Idee hat das Winterthurer Team reizvoll umgesetzt: Störkino mit Sonnenenergie. Unter Berufung auf die Geschichte der Bürger von Schilda, welche einst versucht hatten, das Sonnenlicht in Kisten zu packen (weil sie beim Bau des Rathauses die Fenster vergessen hatten), haben sie ein transportables Sonnenkraftwerk und eine Speicherkiste für den Strom gebaut (Bild unten). Und mit dem erzeugten Strom betreiben sie ein kleines Tourneekino, das auch diesen Sommer wieder in der Schweiz unterwegs ist, gegenwärtig in Basel. Das ganze Kino ist in Veloanhängern transportierbar, entsprechend gibt es auch keine Sessel. Bloss die Projektionsanlage, mit einem 16mm-Projektor, der Stromkiste und der Leinwand.

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Fünfzehn Anfänge: apartment666.com

apartement666 com

Das Spiel mit den Möglichkeiten des interaktiven Films findet immer wieder neue Variationen im Web. Manche sind durchgängig innovativ, wie zum Beispiel diese Flash-Dokufiktion für Kinder der Schweizer Zauberlaterne. Aber meist sind die Wahlmöglichkeiten der Zuschauer ziemlich eingeschränkt. Wer wirklich steuern will, weicht ohnehin eher auf Konsolen-Games aus. Der Rest von uns passiv-agressiv geprägten Kinosüchtigen klickt sich in lauen Momenten durch das Angebot auf YouTube und amüsiert sich da mit Katzenfilmchen. Zappen ist keine Grundhaltung, sondern stimmungsabhängig. Und das hat sich das Schauspiel Frankfurt zu Nutze gemacht, mit einem Zap-Angebot, das es in sich hat:

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Illustrierte Kinoerlebnisse

sakkaden lass den richtigen rein

Filmblogs gibt es wie Sand am Meer, und täglich kommen neue dazu. Aber hin und wieder hebt sich einer von der Menge ab, und zu denen gehört sakkaden von Thomas Meier. Das erste, was in die Augen sticht, sind die gezeichneten Illustrationen. Es handelt sich um Zitate jener Film-Pressebilder, welche alle anderen Blog schmücken, auch meinen. Die Zeichnungen auf Meiers Blog stammen von Emma Isacson, einer Freundin von ihm, die normalerweise Kinderbücher illustriert, und von der offenbar auch die Grundidee für diese Blogeinträge stammt.

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Scorsese zeigt restaurierte Filme gratis online

the auteurs scs

Auf der Streaming-Video-Website The Auteurs präsentiert Martin Scorseses World Cinema Foundation ab sofort restaurierte Meisterwerke und Filme aus aller Welt – gratis und franko. The Auteurs ist schon eine Weile online und hat ein interessantes Filmangebot mit Preisen von ca. € 5 pro Film. Aber mit diesem Angebot und mit den angekündigten Online-Filmfestivals der New Yorker Criterion-Collection, die über den gleichen Vertriebskanal ihr online-Angebot ebenfalls ausbauen wollen, wird es für uns Cinephile immer verlockender, Hikikomori zu werden (wer das Wort noch nicht kennt, wird in meinem Blogeintrag zu Tokyo! fündig). Die neue online cinémathèque geht zurück auf eine Idee ihres kalifornischen Gründers Efe Cakarel, der CNN gegenüber betont hat, dass viele der online angebotenen Filme an Orten wie Warschau, Istanbul, Seoul oder Buenos Aires nicht einmal auf DVD erhältlich seien.

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Abschied eines Filmkritikers von der Filmkritik

che NZZ

Christoph Egger ist/war der letzte „hauptamtliche“ Filmredaktor der leider bereits legendären Filmredaktion der Neuen Zürcher Zeitung NZZ. Jahrzehntelang hat er die Tradition der fachlich fundierten Kritik, des kritischen Kulturjournalismus und der sorgfältigen Begleitung des einheimischen und globalen Filmschaffens gepflegt. Christoph Egger war es auch, der mir kurz nach meinem Studium, als ich mich als Filmjournalist selbständig machte, den (gelegentlichen) Sprung von der Lokalzeitung ins nationale Feuilleton ermöglichte. Sein revolutionäres Kürzel che. und seine wohlüberlegte, besonnene Art, an die Themen heranzugehen, habe ich immer als witzigen Kontrast empfunden. Jetzt aber geht auch bei der NZZ eine Ära zu Ende, Christoph Egger wird frühpensioniert, die Filmredaktion der NZZ, die schon in den letzten Jahren massiv zusammengestrichen wurde, hört faktisch auf zu existieren.

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Sennentuntschi mit Geldsorgen?

Sennentuntschi Roxane Mesquida
Roxane Mesquida in 'Sennentuntschi' (c) superfilm at

Tages-Anzeiger online-Kultur-Redaktor Rico Bandle berichtet heute Nachmittag von den Geldsorgen bei der nächsten grossen Schweizer Spielfilmhoffnung, Michael Steiners Sennentuntschi. Dass es bei Schweizer Filmproduktionen hin und wieder zu Liquiditäts-Engpässen kommt, liegt in der Natur der Schweizer Produktion: Die meisten Produzenten müssen ihre aktuellen Produktionen mit dem gesprochenen Geld für die nächste finanzieren. Aber im Fall von Sennentuntschi schreibt Bandle nun von möglichen Unregelmässigkeiten und einer anstehenden Revision. Erfreulich an der Geschichte ist immerhin, dass offenbar selbst die potentiell klagenden Gläubiger, die Schauspieler, dem Film möglichst nicht schaden wollen. Der geplante Herbst-Filmstart wird wohl ins nächste Jahr rücken.