David Lynch twittert

lynch twitter

Auf dem Microblogging-Service Twitter finden sich viele falsche Prominente (man zähle bloss mal all die Britneys …) aber auch ein paar echte Filmkoryphäen, denen man ganz gerne followt, wie das die Twitterati neudeutschen. Ich lese schon eine ganze Weile mit Vergnügen die Twits von Stephen Fry, jene von Diablo Cody sind seltener geworden, und neuerdings habe ich auch noch David Lynch in der Liste. Wem das alles nicht genügt: Da wäre auch noch mein Twitter.

1.3.09 Nachtrag: Der Guardian von heute hat ein Interview von Gaby Wood mit David Lynch

San Franciscos Castro freut sich über ‚Milk‘-Oscars

joy in the castro

SFGate, die online-Ausgabe des ‚San Francisco Chronicle‘, berichtet, wie sich im prächtigen historischen Castro-Kino in SF die Besucher der Oscar-Live-Übertragung gefreut haben über die Academy Awards für ‚ihren‘ Film. Denn im Castro spielt nicht nur Gus van Sants Film über Harvey Milk, im Castro-Kino lief auch der Film seit seinem Start vor regelmässig ausverkauftem Haus. Ich habe Milk im Dezember im Castro gesehen und die einmalige Stimmung in diesem Kino hat mich berührt.

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Katzenkinderlaternenfilm

katzenfilmlaterne

Die Zauberlaterne, der Schweizer Kinderfilmklub, der als lanterne magique von Neuenburg aus die Welt (oder doch schon Europa) erobert hat, ist laufend bemüht, Kindern und Jugendlichen das Kino und seine Geschichte näher zu bringen. Der jüngste Vorstoss ist eine interaktive Website, ein Portal, auf dem unter anderem in einer animierten mehrteiligen Geschichte erzählt wird, wie die kleine Katze einen Film macht. Die von der Zauberlaterne mit der europäischen Unterstützung von E-Learning entwickelte Internetseite Die Katze, die einen Film machen wollte richtet sich an Kinder ab 5 Jahren. Sie wird in fünf Sprachen angeboten (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch und Spanisch) und erzählt in Form eines interaktiven Animationsfilms Folge für Folge die Geschichte einer kleinen Katze, die einen Kinofilm drehen will.

Blogwatch: Gomorrha gelesen

mlsaviano

Die einst grosse Filmnation Italien ist empört, der in Cannes ausgezeichnete und fast weltweit kritisch gelobte Mafia-Film Gomorra von Matteo Garrone ist nicht, wie allgemein erwartet für den Fremdsprachenoscar nominiert. Derweil hat sich Ronnie Grob auf medienlese.com das Buch von Roberto Saviano vorgenommen und es im Hinblick auf seine journalistischen Methoden in einer kleinen Serie analysiert. Eine gründliche Lektüre, welche sich als Vor- oder Nachbereitung für den Film anbietet.

Pedro Almodóvar

Pedro Almodóvar (from his website)Blogs als Promotools für Filmemacher sind nicht mehr neu. Aber dass einer seine Notizen gleich dreisprachig (spanisch, französisch und englisch) anbietet, wie Pedro Almodóvar, und dass sie auch noch lesenswert sind, das ist erfreulich. Auf seiner Website schreibt der Spaniert über die Arbeit an seinem neusten Film Los abrazos rotos, über Frisuren bei Penélope Cruz und über Schauspielerinnen in der Familie. Aber auch über Schwule auf Treppen und andere inszenatorische Kniffe. Grösstenteils vergnüglich und erhellend.

Wo gehört die Filmkritik hin?

(Gastro-) Kritiker Ego aus Pixars Ratatouille
(Gastro-) Kritiker Ego aus Pixars 'Ratatouille'

Jetzt läuft die Diskussion wieder. In der Berliner Zeitung meint Kollege Josef Schnelle, die schnelle Blog-Kritik im Web zersetze die seriöse Auseinandersetzung mit dem Kino. Der Filmtagebuchblogger antwortet darauf, und schon läuft die Diskussion. Und wo läuft sie? Im Web natürlich… Im Perlentaucher geht es weiter. Ich finde es ja durchaus angebracht, dass wir Filmjournalisten uns mit unserer Arbeit und unseren Medien auseinandersetzen. Wer genau was wo lesen möchte, müssen wir aber schon dem Publikum selbst überlassen, bzw. unsere Arbeit so machen, dass sich die Frage gar nicht stellt. Und sollte sie sich doch stellen, gibt es ja nur eine richtige Antwort: Filmkritik gehört ins Radio. Oder?

(via basicthinking blog)

Timetube: Rückwärts durch die Röhre gucken

Der riesige Video-(Mist-)Haufen YouTube ist längst zu einer unerschöpflichen Quelle für Filmausschnitte, Zitate, Szenen und grossen Kinomomenten im Winzformat geworden. Ein Problem des Videoportals ist allerdings seine nicht gerade raffinierte Suchfunktion. Nun hat das Mash-Up-Portal dipity.com eine neue Youtube-Mashup-Funktion, die aus einer beliebigen Reihe von Stichwörtern eine Videotimeline erzeugt. Da findet sich zwar immer noch viel Mist, aber die Clips sind (einigermassen) nach Entstehungsdatum über eine Zeitlinie verteilt. Für pophistorische Recherchen vielleicht nicht gerade das ultimative, aber doch ein unterhaltsames (und zeitfressendes) Tool.

Bei einer Suche nach «James Bond» bin ich zum Beispiel auf eine hübsche Zusammenstellung all der Bond-Vortitel-Sequenzen mit dem Blick durch den Pistolenlauf gestossen.

 

Nachtrag vom 28. Sept. 2019:  Jesse Davidson hat mich per Email darauf aufmerksam gemacht, dass dipity.com leider nicht mehr existiert. Dafür eine Reihe anderer Timeline-Generatoren. Hier seine Geschichte von dipity.com