Die Unverpassbaren, Woche 09

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‚Post tenebras lux‘ von Carlos Reygadas ©looknow

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Like Someone in Love von Abbas Kiarostami. Das Identitätspiel von Copie conforme geht weiter. In Japan, mit einem 20jährigen Callgirl und einem 80jährigen Professor.
  2. Post Tenebras Lux von Carlos Reygadas. Wer sich vom Kino herausfordern lassen will, ist mit Reygadas immer an der richtigen Adresse. Der Mexikaner macht sich nichts aus Filmgeschichte, er erfindet alles neu für sich, so wie er haben will.
  3. The Master von Paul Thomas Anderson. Dem Titel zum Trotz nicht Andersons Meisterwerk. Aber ein starker Film mit einem schauspielerischen Duell zwischen Philip Seymour Hoffman, und Joaquin Phoenix, mithin einfach ungemein sehenswert
  4. Adieu Berthe – L’enterrement de mémé von Bruno Podalydès. Eine jener skurril-poetischen französischen Alltagskomödien die bei uns keiner hinkriegt. Grotesk, komisch und rührend.
  5. Vergiss mein nicht von David Sieveking. Abschied und Denkmal für die demente Mutter. Nie war diese Tragik fröhlicher und menschlicher als bei dem Mann, der David Lynch bei seinen Flugversuchen beobachtet hat.

Im Filmpodcast morgen mehr, zu Kiarostami, dem Genfer Menschenrechtsfilmfestival und dem rumänischen Kino.

Filmpodcast Nr. 326: Les misérables, Verliebte Feinde, Mike Leigh, Kino Marie.

Mona Petri in 'Verliebte Feinde' von Werner Schweizer ©xenix
Mona Petri in ‚Verliebte Feinde‘ von Werner Schweizer ©xenix

Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Heute zu Les Misérables und zum Schweizer Film Verliebte Feinde, mit Mike Leigh zu seinem Siebzigsten, und, ausnahmsweise, mit einem Theater-Beitrag. Denn das Theater Marie ging ins Kino. Dazu Kurztipps und Soundtrack-Spiel, wie immer.

Hören:

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Die Unverpassbaren, Woche 08

Denis Podalydès in 'Adieu Berthe' ©xenix
Denis Podalydès in ‚Adieu Berthe‘ ©xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Post Tenebras Lux von Carlos Reygadas. Wer sich vom Kino herausfordern lassen will, ist mit Reygadas immer an der richtigen Adresse. Der Mexikaner macht sich nichts aus Filmgeschichte, er erfindet alles neu für sich, so wie er haben will.
  2. The Master von Paul Thomas Anderson. Dem Titel zum Trotz nicht Andersons Meisterwerk. Aber ein starker Film mit einem schauspielerischen Duell zwischen Philip Seymour Hoffman, und Joaquin Phoenix, mithin einfach ungemein sehenswert
  3. Adieu Berthe – L’enterrement de mémé von Bruno Podalydès. Eine jener skurril-poetischen französischen Alltagskomödien die bei uns keiner hinkriegt. Grotesk, komisch und rührend.
  4. Vergiss mein nicht von David Sieveking. Abschied und Denkmal für die demente Mutter. Nie war diese Tragik fröhlicher und menschlicher als bei dem Mann, der David Lynch bei seinen Flugversuchen beobachtet hat.
  5. Jagten von Thomas Vinterberg. Das Gegenstück zu Vinterbergs Festen von 1998: Die Geschichte einer Hexenjagd auf einen vermeintlich Pädophilen.

Im Filmpodcast morgen mehr zu Les Misérables, Verliebte Feinde, Mike Leigh und dem Theater Marie im Kino.

Berlinale 13: Bilanz mit Katja Nicodemus und Peter Claus

Berlinale Palast

Die 63. Berliner Filmfestspiele sind schon fast Geschichte. Am Samstag werden die Preise der Jury unter dem Vorsitz von Wong Kar Wei vergeben. Insgesamt konkurrierten im Wettbewerb neunzehn Filme um den einen Goldenen und die acht Silbernen Bären. Im Berlinale-Studio am Potsdamer Platz zieht Michael Sennhauser eine erste Bilanz mit Katja Nicodemus von der «Zeit» und dem freien Berliner Filmjournalisten Peter Claus.

Hören:

Bilanz-Reflexe 63. Berlinale (Rechtsklick für Download)

Filmpodcast Nr. 325: Berlinale, Camille Claudel, Paradies: Hoffnung, Nachtzug nach Lissabon, The Master, Costa-Gavras

'The Master' © Ascot Elite
‚The Master‘ © Ascot Elite

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Michael Sennhauser ist an der Berlinale und hat viel zu erzählen: zur vom Festival ausgerufenen Frauenpower, zum Film Camille Claudel 1915 mit Juliette Binoche, zu Ulrich Seidls Paradies: Hoffnung und zur Bestseller-Verfilmung Nachtzug nach Lissabon. Hier bei uns läuft neu The Master von Paul Thomas Anderson im Kino, Hannes Nüsseler hat ihn gesehen. Und von mir gibt’s einen Geburtstagsgruss für Costa-Gavras. Wie immer habe ich auch Kurztipps und eine Tonspur parat.

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Berlinale 13: UROKI GARMONII – Harmony Lessons – von Emir Baigazin

© Harmony Lessons Film Production

Manchmal, ganz selten, erkennt man ein filmisches Meisterwerk schon an seiner ersten Einstellung. Das ist mir heute früh bei der ersten Vorführung von Harmony Lessons nicht passiert. Da blickt die Kamera im Panoramaformat auf das wogende Gras der kasachischen Steppe. Ein Junge im Anzug tritt abrupt von links ins Bild und schreitet dann ins Grasmeer hinaus.

Ach je, dachte ich. Einer von denen. Wahrscheinlich ist der geliebte Grossvater gestorben und gleich lernen wir den Rest der weiterverzweigten Grossfamilie kennen, die für die Beerdigung angereist ist. Der Junge wollte mit seiner Trauer einen Moment allein sein.

So kann man sich täuschen.

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Die Unverpassbaren, Woche 07

'The Master' Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman), Freddie (Joaquin Pheonix)
‚The Master‘ Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman), Freddie (Joaquin Pheonix)

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

  1. Post Tenebras Lux von Carlos Reygadas. Wer sich vom Kino herausfordern lassen will, ist mit Reygadas immer an der richtigen Adresse. Der Mexikaner macht sich nichts aus Filmgeschichte, er erfindet alles neu für sich, so wie er haben will.
  2. The Master von Paul Thomas Anderson. Dem Titel zum Trotz nicht Andersons Meisterwerk. Aber ein starker Film mit einem schauspielerischen Duell zwischen Philip Seymour Hoffman, und Joaquin Phoenix, mithin einfach ungemein sehenswert
  3. Adieu Berthe – L’enterrement de mémé von Bruno Podalydès. Eine jener skurril-poetischen französischen Alltagskomödien die bei uns keiner hinkriegt. Grotesk, komisch und rührend.
  4. Vergiss mein nicht von David Sieveking. Abschied und Denkmal für die demente Mutter. Nie war diese Tragik fröhlicher und menschlicher als bei dem Mann, der David Lynch bei seinen Flugversuchen beobachtet hat.
  5. Jagten von Thomas Vinterberg. Das Gegenstück zu Vinterbergs Festen von 1998: Die Geschichte einer Hexenjagd auf einen vermeintlich Pädophilen.

Im Filmpodcast morgen mehr zu The Master und der Berlinale.

Berlinale 13: NACHTZUG NACH LISSABON von Bille August

Martina Gedeck, Jeremy Irons © Concorde Filmverleih
Martina Gedeck, Jeremy Irons © Concorde Filmverleih

Bestsellerverfilmungen sind grundsätzlich heikler als andere Literaturverfilmungen. Schliesslich ist ein gegebenes Ziel das Erreichen genau jenes Publikums, das schon das Buch gekauft und geliebt hat. Nun hat sich Pascal Merciers Roman Nachtzug nach Lissabon weltweit in 32 Sprachen bestens verkauft. Ein Indiz dafür, dass sich das Buch übersetzen lässt.

Die „Übersetzung“ in einen Film dagegen bedingt immer eine Entscheidung für die Reduktion auf einen Aspekt. In der Regel ist das die Handlung, der Plot, die Storyline. Wenn ein Buch darüber hinaus nch mit sprachlicher Aesthetik operiert, mit philosophischen Gedanken, kurz, mit reinen Ideen… dann wird es schwieriger. Aber nicht unmöglich, wie Bille August beweist. „Berlinale 13: NACHTZUG NACH LISSABON von Bille August“ weiterlesen