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  • Filmpodcast Nr. 392: Maps to the Stars, Luc Besson und Lucy

    Von Michael Sennhauser | 22. August 2014 - 08:00

    David Cronenberg mit Julianne Moore und Mia Wasikowska © Pathé Films

    David Cronenberg dreht ‘Maps to the Stars’ mit Julianne Moore und Mia Wasikowska © Pathé Films

    Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Hier sind wir wieder mit unserem wöchentlichen Kinomagazin. Das Filmfestival von Locarno ist vorbei, die Spätsommeroffensive der Filmverleiher spült gleich Dutzende von neuen Titeln ins Kino, und wir picken wieder jene Filme heraus, die Sie nicht verpassen sollten. Etwas ausführlicher stelle ich David Cronenbergs neue Hollywood-Satire Maps to the Stars vor. Und wir kommen zurück auf Luc Besson und sein Kino-Knallbonbon Lucy. Und natürlich haben wir auch wieder einen Tonspur-Auszug zum Rätseln.

    Hören:

    Saugen: Filmpodcast Nr. 392 (Rechtsklick für Download)


    filmpodcast

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    Die Unverpassbaren, Woche 34 – 2014

    Von Michael Sennhauser | 21. August 2014 - 08:30

    'Under the Skin': Scarlett Johansson © Ascot-Elite

    ‘Under the Skin’: Scarlett Johansson © Ascot-Elite

    Wir sind wieder da. Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.

    1. Under the Skin von Jonathan Glazer. Der Film des Jahres, wenn nicht der Dekade. Scarlett Johansson als Alien in Schottland ist mehr als ein Vorwand zur Menschwerdung, der Film ein konzeptueller Superkonduktor zwischen Auge, Herz und Hirn.
    2. Lucy von Luc Besson. Ebenfalls mit Scarlett Johansson. Das Gegenteil von Under the Skin, und darum ebenfalls sehenswert. Eine durchgeknallte Tischbombe von grossartiger Oberflächlichkeit.
    3. Maps to the Stars von David Cronenberg. Eine Hollywood-Satire, die sich kaum von der Realität weg bemühen muss. Nicht der grösste Film des Meisters, aber durchaus eine spitze Nadel im Zeitgeist.
    4. Fading Gigolo von John Turturro. Turturro macht Woody Allen zu seinem Zuhälter und die jüdische Nachbarschaft in ihrem New York zu einer semi-totalitären Zeitkapsel im Aufbruch. Zusammen dürfen sie das, und Spass macht es auch noch.
    5. Jimmy’s Hall von Ken Loach. Aufrecht sozial-demokratisch engagierter Loach auf historisch irischem Territorium. Wenig Neues, allzu simpel erzählt. Aber den wahrscheinlich letzten Film von Ken Loach sollte man respektvoll ins Gesamtwerk stellen und nicht einfach ignorieren.

    Ab Morgen ebenfalls wieder: Filmpodcast.

    Themen: Die Unverpassbaren | Kein Kommentar »

    Locarno 14: Die Preise

    Von Michael Sennhauser | 16. August 2014 - 14:16

    Pardo d’oro für Lav Dias © Festival del film Locarno / Sailas Vanetti

    Pardo d’oro für Lav Dias © Festival del film Locarno / Sailas Vanetti

    Ein schöner Palmarès, ohne Überraschungen. Für einmal waren sich Jury und Kritiker und Publikum weitgehend einig. Das spricht für die Programmierung von Carlo Chatrian und seinem Team. Nicht weil die Auswahl klein gewesen wäre, sondern weil die grundsätzliche Qualität der Filme im Wettbewerb tatsächlich sehr hoch war dieses Jahr.

    Hier die wichtigsten Preise:

    Die komplette Preisliste ist auf der Festivalseite zu finden.

    Und hier noch unsere Radiobilanz zum Nachhören:

    Hören:

    Saugen: Bilanzrunde (Rechtsklick für Download)

     

    Themen: awards, Film, Filmfestival, Regisseur/in | Kein Kommentar »

    Locarno 14: GYEONGIU von Zhang Lu

    Von Michael Sennhauser | 15. August 2014 - 14:00

    Gyeongju 8

    Choi Hyeon ist Koreaner, hat eine Chinesin geheiratet und ist in Peking Professor für Northeast Asian Studies. Zum Begräbnis eines überraschend verstorbenen alten Freundes ist er für ein paar Tage nach Süd-Korea zurückgekommen. Er sagt wenig, bleibt stets überaus liebenswürdig und er sieht gut aus. Das findet jedenfalls die junge Frau vom Tourismusbüro, die ganz zappelig wird in seiner Gegenwart.

    Es ist schwer zu sagen, was diesem Film seinen heiteren Zauber verleiht. Vielleicht sind es die vielen bloss angedeuteten erotischen und politischen Spannungen, all die Momente, die wie Expositionen für andere Geschichten wirken. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in | Kein Kommentar »

    Locarno 14: PAUSE von Mathieu Urfer

    Von Michael Sennhauser | 14. August 2014 - 21:30

    André Wilms und Baptiste Gilliéron © filmcoopi

    André Wilms und Baptiste Gilliéron © filmcoopi

    Manchmal ist es einfach gut, keine allzu grossen Ambitionen zu hegen. Musiker Sami ist zufrieden damit, mit seinem alten Alkoholikerfreund Férnand durch die Lokale zu ziehen und seine Country-Musik zu spielen. Er komponiert und tüftelt an Songs. Und er lebt eben gerade wieder in seinem Auto, weil ihn seine Freundin nach vier Jahren rausgeschmissen hat.

    Das erklärt er Julia, die er an einer Tankstelle trifft. Und vier Jahre später ist er mit Julia am gleichen Punkt. Manchmal ist es einfach gut, keine allzu grossen Ambitionen zu hegen, hat sich glücklicherweise wohl auch Drehbuchautor, Regisseur und Musiker Mathieu Urfer gesagt, als er sich auf seinen ersten Spielfilm vorbereitet hat.

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    Locarno 14: THE IRON MINISTRY von J.P. Sniadecki

    Von Brigitte Häring | 14. August 2014 - 14:00

    The Iron Ministry 2

    Um Land und Leute Chinas wirklich kennen zu lernen, so steht es in einem Reiseführer, müsse man in dem riesigen Land eine längere Zugreise unternehmen.

    Der US-amerikanische Regisseur J.P. Sniadecki hat mehrere solcher Fahrten gemacht, ist während dreier Jahre mit der Eisenbahn kreuz und quer durch China gereist, die Kamera immer mit dabei. Und so kann das Publikum, das sich hier in Locarno den Wettbewerb anschaut, wenigstens für knappe eineinhalb Stunden mitfahren. Es ist erstaunlich, wie viel man in diesem Mikrokosmos der Eisenbahn über das grosse Land erfährt. Weiterlesen »

    Themen: Dokumentarfilm, Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in | Kein Kommentar »

    Locarno 14: SCHWEIZER HELDEN von Peter Luisi

    Von Michael Sennhauser | 13. August 2014 - 21:30

    Der Tell: Komi Mizrajim Togbonou als Punishment © frenetic

    Der Tell: Komi Mizrajim Togbonou als Punishment © frenetic

    Bevor der Tell überhaupt zum Apfelschuss kommt, wird er ausgeschafft. Das ist eine der etlichen wirklich gut sitzenden Pointen in Peter Luisis neuer Tragikomödie, einem Film, der daran erinnern will, wer unsere Helden sind.

    Esther Gemsch spielt die leicht frustrierte sitzengelassene Hausfrau und Mutter Sabine, welche eher zufällig auf die Idee verfällt, mit den Asylbewerbern im Durchgangszentrum im Rahmen eines Beschäftigungsprogrammes einen Willhelm Tell zu inszenieren. Was sie dabei treibt, ist zunächst eher der Versuch, ihre verräterischen Freundinnen zu beeindrucken, als ein tieferes Verständnis für die Situation der Menschen im Durchgangszentrum. Weiterlesen »

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    Locarno 14: ALIVE von Jungbum Park

    Von Michael Sennhauser | 13. August 2014 - 16:30

    Heatbit Shin als Hana mit Jungbum Park

    Heatbit Shin als Hana mit Jungbum Park

    Am Leben sind die Figuren in diesem koreanischen Drama. Aber zu mehr reicht es nie. Vor allem der vom Filmemacher selber gespielte Jungchul fragt sich dauernd, warum er nichts, aber auch gar nichts haben kann.

    Jungchul arbeitet härter als alle anderen, er ist smarter, er versucht, sein nach einer Flut halb eingestürztes Haus zu reparieren und er kümmert sich schliesslich um seinen etwas einfachen Freund Myunghoon, um seine dem Wahnsinn nahe Schwester Sooyun und um deren uneheliche Tochter Hana. Dazu verdingt er sich in der Soya-Manufaktur bei deren Patron Sooyun als Köchin angestellt ist. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in | Kein Kommentar »

    Locarno 14: LISTEN UP PHILIP von Alex Ross Perry

    Von Brigitte Häring | 12. August 2014 - 17:56

    Joséphine de La Baume, Jason Schwartzman 2

    Die Stadt New York ist Schauplatz und Protagonistin so vieler Filme der US-amerikanischen Independen-Szene. Auch Alex Ross Perry, seit seinem Spielfilm The Color Wheel 2011 der neue Liebling der Independent-Fans, macht die Stadt zum Thema seines neuen Films Listen Up Philip, der hier in Locarno im Wettbewerb läuft.

    Aber Perry, gerade mal 30jährig, rechnet in seiner Misanthropen-Komödie ziemlich drastisch mit New York ab. Im Director’s Statement schreibt er, er habe noch in keinem Film gesehen, was diese Stadt den Menschen wirklich antue. Sie sei voller Negativität, feindlich, man müsse immer um alles kämpfen. Zu oft würden diese Eigenschaften im Kino als charmante Probleme, die einfach zu lösen seien, dargestellt.
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    Locarno 14: A BLAST von Syllas Tzoumerkas

    Von Brigitte Häring | 12. August 2014 - 14:00

    Angeliki Papoulia

    Angeliki Papoulia

    A Blast, das heisst «eine Explosion». Dieser Film des 36jährigen griechischen Regisseurs Syllas Tzoumerkas ist eine einzige eineinhalbstündige Explosion der Wut einer ganzen Generation. Schon seit einigen Jahren drehen die etwa 25 bis 40jährigen griechischen Filmemacher Werke, die von der Krise im Land erzählen, von der ausweglosen Situation, in der diese Generation praktisch unverschuldet gelandet ist.

    Aber ich habe noch keinen griechischen Film gesehen, der dies dies so ungeschminkt, unverstellt und wörtlich getan hat. A Blast ist weder Kommentar noch Allegorie auf die Misere Griechenlands. Er ist noch nicht einmal eine Übertreibung. Der Film ist ein schonungsloses Bild eines Landes, das schon lange nicht mehr am Abgrund steht, sondern schon hineingefallen ist. Weiterlesen »

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