Home Sennhausers Filmblog Home Sennhausers Filmblog
  • RSS abonnieren

  • Newsletter Radiomailing:

    Wenn Reflexe auf SRF 2 Kultur ein Filmthema behandelt, erhalten Sie am Vorabend eine Email (max. 4 pro Monat):

  • Mailformular (mit Upload)

  • Schlagwörter

  • Zum Tod von Harun Farocki

    Von Michael Sennhauser | 31. Juli 2014 - 17:43

    Harun Farocki an der 35. Duisburger Filmwoche

    Harun Farocki an der 35. Duisburger Filmwoche

    Der deutsche Essayfilmer, Künstler und Autor Harun Farocki ist gestorben. Er wurde nur gerade 70 Jahre alt. Farocki war Gast an der Dokumenta in Kassel, er stellte an der Art Basel aus, schrieb aber auch Drehbücher für Spielfilme, zum Beispiel für den Grosserfolg Barbara von Christian Petzold.

    Harun Farocki wird fehlen. Neugier und analytisches Talent haben andere auch bewiesen. Aber Harun Farocki vermittelte seine eigene, unnachahmliche Mischung von Faszination und Misstrauen. Wenn er in den letzten Jahren den “Serious Games” zu Leibe rückte, den Computersimulationen für Armeetraining oder für optimale Ladeneinrichtungen, dann wusste er sein Publikum zu packen mit der nötigen Begeisterung über das technisch Machbare, das Verspielte. Und er vermittelte zugleich das Grauen und die manipulativen Züge dieser Simulationen. Weiterlesen »

    Themen: Dokumentarfilm, Film, Film und Kunst, Filmgeschichte, Leute, Regisseur/in | 2 Kommentare »

    JERSEY BOYS von Clint Eastwood

    Von Michael Sennhauser | 30. Juli 2014 - 08:56

    © Fox-Warner

    © Fox-Warner Schweiz

    Ein Musical, inszeniert vom ewigen Rauhbein Clint Eastwood? Und dann noch ein Musical über eine der bekanntesten Pop-Gruppen der 60er Jahre? Jersey Boys erzählt vom Aufstieg und Fall der “Four Seasons” und ihrem Leadsänger Frankie Valli – und dass ausgerechnet Clint Eastwood diese Geschichte inszeniert, hat schon seine Logik.

    “Big Girls don’t cry… ei… ei”, das ist einer der Evergreens von Frankie Valli und den Four Seasons. Und das war einer jener Hits, welche die vier jungen Männer aus New Jersey zur grössten Pop-Sensation vor den Beatles werden liessen, im Jahr 1962. Damals spielte der junge Clint Eastwood in der Western-Serie Rawhide den Cowboy Rowdy Yates (im Film ist ein kurzer Moment aus der Serie auf einem Fernsehschirm zu sehen) und wartete auf seinen eigenen grossen Durchbruch. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Regisseur/in | Kein Kommentar »

    Screamed Queen – Bloody marvellous!

    Von Michael Sennhauser | 20. Juli 2014 - 11:53

    Dass man mit Filmschreien basteln kann, ist keine neue Erkenntnis. Aber dieses Mashup mit einem Queen-Cover aus lauter Originalfilmschreien, das ist schon ziemlich ultimativ.

    Themen: Film, Filmclip, Webtipps | Kein Kommentar »

    WIR SIND DIE NEUEN von Ralf Westhoff

    Von Michael Sennhauser | 18. Juli 2014 - 07:59

    Heiner Lauterbach, Gisela Schneeberger, Michael Wittenborn © filmcoopi

    Heiner Lauterbach, Gisela Schneeberger, Michael Wittenborn © filmcoopi

    Das Kino liebt romantische Lebensmodelle für ältere Leute: The Best Exotic Marigold Hotel oder Dustin Hoffmans Quartet zeugen davon. Ganz anders die deutsche Kinokomödie Wir sind die Neuen. Da stösst eine Alters-WG nämlich auf ziemlich unerwartete Hindernisse – Studenten. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Regisseur/in | Kein Kommentar »

    NIFFF 14: WHITE GOD (Fehér isten) von Kornél Mundruczó

    Von Michael Sennhauser | 12. Juli 2014 - 10:26

    Who Let the Dogs out? © Match Factory

    Who Let the Dogs out? © Match Factory

    Ungarn geht vor die Hunde. So einfach und direkt könnte man Kornél Mundruczós Film interpretieren. Aber zu dem Schluss könnte man ja auch kommen, ohne den Film zu sehen. Und das wäre dann wirklich blöd. Denn was der Regisseur von Delta hier mit einem jungen Mädchen und über zweihundert Hunden auf die Leinwand bringt, ist einzigartig.

    Die vordergründige Story von White God ist simpel, eigentlich fast schon Lassie come Home: Ein Mädchen verliert seinen treuen Hund, weil sein Vater ihn am Stadtrand aussetzt: Hunde sind in seiner Wohnung nicht erlaubt. Nun sucht der Hund das Mädchen und das Mädchen den Hund. Der Hund allerdings durchlebt einen wahren Höllensturz und wird schliesslich zum Anführer einer blutigen Hunderevolution. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in, Schauspieler/in | Kein Kommentar »

    NIFFF 14: LE P’TIT QUINQUIN von Bruno Dumont

    Von Michael Sennhauser | 11. Juli 2014 - 12:02

    Bernard Pruvost ist Le commandant van der Weyden © arte

    Bernard Pruvost ist Le commandant van der Weyden © arte

    In einem Bunker aus dem zweiten Weltkrieg im Boullonais am Ärmelkanal wird in eine tote Kuh gefunden. Und in der Kuh eine tote Frau, in kleinen Teilen und ohne Kopf. Grotesker könnte eine TV-Miniserie kaum anfangen. Wenn dann noch eine Gruppe altkluger Kinder dazukommt, und ein Polizist zwischen Maigret und Inspecteur Clouseau, der Ch’ti spricht, dann wissen wir, dass nichts mehr undenkbar sein wird. Und dass das Böse einen grossen Sinn für Humor hat.

    Bruno Dumont, der eigensinnige Regisseur von Cannes-Filmen wie L’humanité, Flandres oder Hors Satan, aber auch Camille Claudel 1915 mit Juliette Binoche, ist der letzte, von dem man erwartet hätte, dass ihn eine Fernsehserie reizen könnte. Dumont ist ein Mann der grossen Tableaus, der leeren Landschaften, des Windes und des französischen Nordens. Aber nach Jane Campions Top of the Lake wollte auch Arte den Versuch wagen und gab Dumont mehr oder weniger carte blanche für einen Vierteiler. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in, Schauspieler/in, Sendungshinweis | Kein Kommentar »

    NIFFF 14: CALVARY von John Michael McDonagh

    Von Michael Sennhauser | 10. Juli 2014 - 11:55

    Tochter Fiona (Kelly Reilly, Father James (Brendan Gleeson) © Ascot-Elite

    Tochter Fiona (Kelly Reilly), Father James (Brendan Gleeson) © Ascot-Elite

    Im Beichtstuhl erfährt Father James Lavelle von einem Mann aus seiner Gemeinde, dass dieser als Kind von einem Priester missbraucht worden sei. Der Täter sei längst verstorben, aber nun werde er, der Beichtende, am darauf folgenden Sonntag Father Lavelle umbringen. Denn nur der Tod eines guten Priesters könne die gleichgültige Welt noch aufrütteln.

    Filme mit Brendan Gleeson sind grundsätzlich sehenswert. Und Filme von John Michael McDonagh mit Brendan Gleeson sind spätestens seit dem grossartigen The Guard absolut unumgänglich. Aber Calvary ist in mehrfacher Hinsicht eine Überraschung: Der Film unterläuft die meisten Erwartungen, er ist thesenhaft, dialoglastig, intelligent und – grossartig. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in, Schauspieler/in | Kein Kommentar »

    NIFFF 14: DER SAMURAI von Till Kleinert

    Von Michael Sennhauser | 9. Juli 2014 - 14:53

    Der Samurai © salzgeber.de

    Der Samurai © salzgeber.de

    Es ist so wenig los rund um die deutsche Kleinstadt, in der Polizist Jakob aufgewachsen ist, dass er sogar angefangen hat, heimlich den Wolf zu füttern, der neuerdings durch die Gegend streift. So lange er ihn füttert, lässt er ja vielleicht die Hunde und den Abfall in Ruhe. Aber dann kommt aus dem Wald eine neue Figur: Ein Mann in langem weissem Kleid, mit aufreizenden Kinski-Lippen, blonder Mähne und mit einem Samurai-Schwert.

    Pit Bukowski spielt den schweigsam-spöttischen Schwertkämpfer mit einem Gesicht und einer Intensität, die extrem an Klaus Kinski erinnern. Er ist viel mehr als nur die Antithese zum jungen Ordnungshüter, wenn er gepützelte Vorgärten zerstört, im Monroe-Kleid gegen die Motorrad-Gang antritt und dabei die Leichtigkeit und Überlegenheit eines Erzengels ausstrahlt. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in, Schauspieler/in | Kein Kommentar »

    NIFFF 14: BLIND von Eskil Vogt

    Von Michael Sennhauser | 8. Juli 2014 - 10:54

    'Blind': Ellen Dorrit Petersen als Ingrid

    ‘Blind’: Ellen Dorrit Petersen als Ingrid

    Eine kürzlich erblindete Frau imaginiert sich ihre Welt neu: Gefährlicher, zynischer, erschreckender. Vor allem aber einfach weniger langweilig. Keine schlechte Ausgangslage für einen Film. Und was der Norweger Eskil Vogt daraus gemacht hat, müsste nächsten Samstag mit einem der Preise des NIFFF ausgezeichnet werden. Am besten mit dem Hauptpreis.

    Ingrid bewegt sich noch sehr unsicher in ihrer neuen Wohnung im vierten oder fünften Stock. Ihr Mann sagt ihr zwar, die Räume seien sehr hoch und grosszügig, aber sie kann sich das nicht wirklich vorstellen. Dabei ist das fast ihre einzige Beschäftigung seit sie erblindet ist. Sie stellt sich die Orte und Menschen und Dinge vor, die sie früher gesehen hat. Und dann beginnt sie, diese Realität im Kopf zu manipulieren.

    Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in, Schauspieler/in | Kein Kommentar »

    NIFFF 14: THE HARVEST von John McNaughton

    Von Michael Sennhauser | 7. Juli 2014 - 13:31

    'The Harvest' Michael Shannon

    Michael Shannon in ‘The Harvest’

    Ein Mädchen, das zu seinen Grosseltern gezogen ist, weil es beide Eltern verloren hat, freundet sich mit dem kranken Jungen im eben so einsam gelegenen Nachbarshaus auf der anderen Bachseite an. Abgesehen davon, dass der Junge offenbar sein ganzes Leben in dem Haus verbracht hat, ohne Freunde, im Bett und im Rollstuhl, wirken auch seine Eltern überraschend abweisend.

    Genrekino hat oft einen Kreuzworträtsel-Effekt: Man hält sich an die Regeln und füllt die Kästchen aus. John McNaughton macht keine Kreuzworträtsel. Mit Henry – Portrait of a Serial Killer hat er 1986 eher ein Genre begründet, mit Mad Dog and Glory (1993) zwei weitere parodistisch zusammengeführt und mit Wild Things schliesslich 1998 eine Art Sex-Krimi-Rubiks-Cube gebastelt, der in seiner frechen Konstruiertheit noch immer unübertroffen ist. Weiterlesen »

    Themen: Film, Filmbesprechung, Filmfestival, Regisseur/in, Schauspieler/in | Kein Kommentar »

    « Vorangehende Artikel