Filmpodcast Nr. 621: Joker, So Long My Son, Wir Eltern

Joaquin Phoenix als ‚Joker‘ mit Idol Robert De Niro © Warner Bros.

Brigitte Häring ist kein Fan des neuen Joker-Films. Ich mag dafür So Long My Son vom chinesischen Regisseur Wang Xiaoshuai. Und Irene Grüter hat mit Ruth Schweikert und Eric Bergkraut über ihren Spontanfilm Wir Eltern gesprochen. Dazu natürlich die Kurztipps. Und wie gewohnt eine aktuell passende Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 41 – 2019

‚So Long My Son‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. So Long My Son von Wang Xiaoshuai. Über mehr als zwanzig Jahre chinesische Gesellschaftsentwicklung entfaltet sich die Geschichte von Yojun und Liyun, die ihren einzigen Sohn verloren haben. Die Einkind-Politik ist nur ein Aspekt dieser eben so epischen wie empathischen China-Geschichte.
  2. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst.
  3. Grâce à Dieu von François Ozon. Als filmische Stafette inszeniert Ozon die Anstrengung dreier Männer, die katholische Kirche Frankreichs auf Missbrauch zu behaften. Stark geschrieben und gespielt, in unmittelbarer Nähe zur Realität.
  4. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, Historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  5. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.

Und im Filmpodcast morgen: Joker, So Long My Son, Wir Eltern

 

Filmpodcast Nr. 620: Systemsprenger, Grâce à dieu, ZFF Karl Spoerri

‚Systemsprenger‘: Lisa Hagmeister (Bianca Klaas), Helena Zengel (Benni) © cineworx

Georges Wyrsch hat den verstörend guten Systemsprenger gesehen und mit der Regisseurin gesprochen. Ich habe mit François Ozon über seine Dokufiktion Grâce à dieu gesprochen, und mit Karl Spoerri, dem abtretenden Co-Leiter des Zurich Film Festival über 15 Jahre ZFF. Dazu Kurztipps wie immer. Und eine passende Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 40 – 2019

‚Grâce à dieu‘ von François Ozon © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst.
  2. Grâce à Dieu von François Ozon. Als filmische Stafette inszeniert Ozon die Anstrengung dreier Männer, die katholische Kirche Frankreichs auf Missbrauch zu behaften. Stark geschrieben und gespielt, in unmittelbarer Nähe zur Realität.
  3. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, Historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  4. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  5. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.

Und im Filmpodcast morgen:  Grâce à dieu, Systemsprenger, ZFF Karl Spoerri, die Letzte.

Filmpodcast Nr. 619: The Goldfinch, Bruno Manser am ZFF, DDR Familienfilme

Bruno Manser (Sven Schelker) © Ascot Elite

Heute mit Ann Mayer zur Verfilmung des Pulitzer-Preis-Romans The Goldfinch und Georges Wyrsch zum Bruno Manser Film, der das 15. Zurich Film Festival eröffnet hat. Ausserdem von Sarah Herwig ein Beitrag über die deutsche Memory-Box, welche DDR-Familienfilme im Netz verfügbar macht.

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Die Unverpassbaren, Woche 39 – 2019

‚Monos‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, Historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  2. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  3. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  4. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  5. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.

Und im Filmpodcast morgen:  Manser, ZFF, The Goldfinch, DDR Privatarchiv.

Filmpodcast Nr. 618: Tambour battant, The Song of Mary Blane, Rambo, The Italian Job

Sylvester Stallone als John Rambo in ‚First Blood‘ von 1982 © Carolco Pictures

Heute mit Tambour battant, einem unterhaltsamen Spielfilm aus dem unteren Wallis, und mit Bruno Molls Rückblick auf Frank Buchser, den saftstrotzenden Schweizer Reise-Maler aus dem 19. Jahrhundert, The Song of Mary Blane. Dazu aus gegebenem Anlass eine Rückblende auf Rambo. Und eine auf die Schlussszene des Klassikers The Italian Job.

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Die Unverpassbaren, Woche 38 – 2019

Mikael Persbrandt, Anna Odell in ‚X and Y‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  2. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  3. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  4. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  5. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.

Und im Filmpodcast morgen:  Tambour battant, The Song of Mary Blane, Rambo, The Italian Job.

THE SONG OF MARY BLANE von Bruno Moll

«The Song of Mary Blane» von Frank Buchser (Ausschnitt) © trigon

«The Song of Mary Blane» heisst  ein grossformatiges Bild, das der Solothurner Frank Buchser 1869 in Charlottesville, USA, gemalt hatte. Bald nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges. Manch einem mag die Buchser-Biografie, welche Dokumentarfilmer Bruno Moll jetzt auf die Leinwand bringt, auf überraschende Weise bekannt vorkommen. „THE SONG OF MARY BLANE von Bruno Moll“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 617: Gut gegen Nordwind, Der Büezer, Der nackte König

Nora Tschirner als Emmi Rothner in ‚Gut gegen Nordwind‘ © Sony Pictures

Gut gegen Nordwind ist die um 13 Jahre zu spät erfolgte Verfilmung von Daniel Glattauers erfolgreichem Email-Roman. In Der Büezer spielt Joël Basman einen einsamen Sanitär-Installateur in Zürich. Und mit Der nackte König verknüpft Andreas Hoessli zwei Revolutionen: Jene im Iran von 1979, und jene in Polen von 1980. Im Gespräch erklärt er, warum. Dazu Kurztipps wie immer. Und die Tonspur.

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