Filmpodcast Nr. 766: She said, L’innocent, Ariaferma

Toni Sevillo in ‚Ariaferma‘ © Noha Film

Georges Wyrsch stellt den frauenzentrierten Investigativthriller She said vor. Ann Mayer hats mit der Unschuld des französischen Zweitgenerationsregisseur und Schauspieler Louis Garrel. Seine Krimikomödie trägt den Titel L’innocent – Der Unschuldige. Brigitte Häring schliesslich holt tief Luft mit Ariaferma, einem ironisch-allegorischen Film aus Italien, der in einem stillgelegten Gefängnis spielt. Dazu haben wir wie immer eine Tonspur und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 49 – 2022

Zoe Kazan und Carey Mulligan in ‚She said‘ von Maria Schrader © Universal

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. She Said von Maria Schrader: Ein brillanter Thriller nicht über Harvey Weinsteins Verfehlungen – sondern darüber, wie viel Ausdauer und Mut es gebraucht hat, ihn anzuprangern.
  2. L’innocent von Louis Garrel. Selbstironische Kriminalkomödie mit dem Regisseur in der Rolle des paranoiden Sohnes. Der Spass des Ensembles ist das Vergnügen des Publikums.
  3. Rotzloch von Maja Tschumi. Asylbewerber im Gefängnis ohne Gitter, Gespräche über Liebe, Sex und Sehnsucht: Ein starker Dokumentarfilm mit einem schlagenden Titel.
  4. L’ombre de Goya par Jean-Claude Carrière von José Luis López-Linares. Der Autor, der seine Karriere mit Luis Buñuel begonnen hatte und unzählige Klassiker schrieb, begibt sich kurz vor seinem Tod auf die Spuren des Malers Goya. Eine umfassende Einführung als Vermächtnis. Grossartig.
  5. Unrueh von Cyril Schäublin. In den 1870er Jahren prallen im Schweizer Jura Welten aufeinander: Uhrenfabriken werden kapitalistisch optimiert, während Uhrmacher:innen die Idee einer anarchistischen Gesellschaft proben. Erfrischend kluges Kino, zart und radikal, historisch und zeitgenössisch zugleich.

Und im Filmpodcast morgen: She said, Ariaferma, L’innocent

Filmpodcast Nr. 765: Le petit Nicolas, L’ombre de Goya, Rotzloch, Stürm/Netflix

Zeichner Sempé und Texter Goscinny entwerfen ihren kleinen Nick im neuen Meta-Animationsfest ‚Le Petit Nicolas: Qu’est-ce qu’on attend pour être heureux?‘ © Ascot-Elite

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Le petit Nicolas ist zurück, als Animationsfilm auch für Erwachsene: Georges Wyrsch hat ihn gesehen. Michael Sennhauser ist begeistert über den Dokumentarfilm L’ombre de Goya. Und er hat mit der Schweizer Dokumentarfilmemacherin Maja Tschumi über ihren Film Rotzloch gesprochen. Auch von Michael Sennhauser ist der Beitrag über den Film Stürm, der neu auf Netflix zu sehen ist. Von mir gibt’s die Kurztipps und eine Tonspur zum Mitraten dazu.

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Die Unverpassbaren, Woche 48 – 2022

‚l’ombre de Goya par Jean-Claude Carrière‘ © xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Rotzloch von Maja Tschumi. Asylbewerber im Gefängnis ohne Gitter, Gespräche über Liebe, Sex und Sehnsucht: Ein starker Dokumentarfilm mit einem schlagenden Titel.
  2. L’ombre de Goya par Jean-Claude Carrière von José Luis López-Linares. Der Autor, der seine Karriere mit Luis Buñuel begonnen hatte und unzählige Klassiker schrieb, begibt sich kurz vor seinem Tod auf die Spuren des Malers Goya. Eine umfassende Einführung als Vermächtnis. Grossartig.
  3. Bones and All von Luca Guadagnino. Bei genauer Betrachtung ist das zwar vor allem ein stilbewusstes Roadmovie mit Kannibalen. Kannibalen allerdings, mit denen man am liebsten mitreisen würde.
  4. Call Jane von Phyllis Nagy. Im Chicago der späten 1960er ermöglicht ein Hausfrauenkollektiv illegale Abtreibungen im sicheren Rahmen. Starkes, unaufgeregtes Frauenkino, dessen Happyend grad von der Gegenwart eingeholt wird.
  5. Unrueh von Cyril Schäublin. In den 1870er Jahren prallen im Schweizer Jura Welten aufeinander: Uhrenfabriken werden kapitalistisch optimiert, während Uhrmacher:innen die Idee einer anarchistischen Gesellschaft proben. Erfrischend kluges Kino, zart und radikal, historisch und zeitgenössisch zugleich.

Und im Filmpodcast morgen: Le petit Nicolas, L’ombre de Goya…, Rotzloch, Maja Tschumi, Stürm auf Netflix, Human Rights Film Festival

Filmpodcast Nr. 764: Bones and All, Call Jane, Der Passfälscher

Joy (Elizabeth Banks) und Virginia (Sigourney Weaver) © DCM

Ann Mayer ist für Bones and All unter die schönen jungen Kannibalen gegangen. Brigitte Häring hat den US-Film Call Jane gesehen. Und Georges Wyrsch die verfilmte Geschichte des Grafikers Cioma Schönhaus: Der Passfälscher. Dazu haben wir wie gewohnt eine Tonspur und die Kurztipps.

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MAD HEIDI von Johannes Hartmann und Sandro Klopfstein

Alice Lucy ist Heidi ©Swissploitation Films LLC

Nach fünf Jahren Entwicklung, Crowdfunding, Merchandising und dem Aufbau einer globalen Fan- und Investoren-Basis hat der «Swissploitation»-Film Mad Heidi im Zürcher Kongresshaus als ZFF-Special sein erstes Schweizer Publikum gefunden.

Nein, es ist erst mal nicht wahnsinnig lustig, wenn Max Rüdlinger als sadistischer Kommandant Knorr sein laktose-intolerantes Opfer mit Fondue waterboardet.

Oder doch? „MAD HEIDI von Johannes Hartmann und Sandro Klopfstein“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 47 – 2022

Timothée Chalamet und Taylor Russell in ‚Bones and all‘ von Luca Guadagnino © 2022 Warner Bros. Ent.

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Bones and All von Luca Guadagnino. Bei genauer Betrachtung ist das zwar vor allem ein stilbewusstes Roadmovie mit Kannibalen. Kannibalen allerdings, mit denen man am liebsten mitreisen würde.
  2. Call Jane von Phyllis Nagy. Im Chicago der späten 1960er ermöglicht ein Hausfrauenkollektiv illegale Abtreibungen im sicheren Rahmen. Starkes, unaufgeregtes Frauenkino, dessen Happyend grad von der Gegenwart eingeholt wird.
  3. Unrueh von Cyril Schäublin. In den 1870er Jahren prallen im Schweizer Jura Welten aufeinander: Uhrenfabriken werden kapitalistisch optimiert, während Uhrmacher:innen die Idee einer anarchistischen Gesellschaft proben. Erfrischend kluges Kino, zart und radikal, historisch und zeitgenössisch zugleich.
  4. Cascadeuses von Elena Avdija. Überfahren, verprügelt, geschlagen. Für die Stuntfrauen in diesem Dokumentarfilm ist die Opferrolle Alltag, viel mehr als für ihre männlichen Kollegen. Ein erhellender Blick auf das Kino der Männer.
  5. Peter K. – Alleine gegen den Staat von Laurent Wyss. Das Kneubühl-Drama eindringlich nacherzählt als Psycho-Noir mit Anklängen von Polanski und Haneke – plus: Manfred Liechti verdient den Schweizer Filmpreis.

Und im Filmpodcast morgen: Bones and All, Der Passfälscher, Call Jane.

Filmpodcast Nr. 763: Unrueh, Les passagers de la nuit, IAFFZ, Cascadeuses, The Conductor

‚Les passagers de la nuit‘ © xenix

Brigitte Häring ist begeistert vom neuen Schweizer Spielfilm Unrueh. Ann Mayer hat Les passagers de la nuit aus Frankreich gesehen. Ich habe mit den Veranstaltern des Arabischen Filmfestivals in Zürich gesprochen. Und mit der Regisseurin des Schweizer Dokumentarfilms Cascadeuses sowie einer ihrer Stuntfrauen. In der Podcastversion haben wir zudem noch ein Gespräch zum Film The Conductor über die Dirigentenkarriere von Marin Alsop. Plus, wie immer, Tonspur und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 46 – 2022

‚Unrueh‘ von Cyril Schäublin © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Unrueh von Cyril Schäublin. In den 1870er Jahren prallen im Schweizer Jura Welten aufeinander: Uhrenfabriken werden kapitalistisch optimiert, während Uhrmacher:innen die Idee einer anarchistischen Gesellschaft proben. Erfrischend kluges Kino, zart und radikal, historisch und zeitgenössisch zugleich.
  2. Cascadeuses von Elena Avdija. Überfahren, verprügelt, geschlagen. Für die Stuntfrauen in diesem Dokumentarfilm ist die Opferrolle Alltag, viel mehr als für ihre männlichen Kollegen. Ein erhellender Blick auf das Kino der Männer.
  3. Peter K. – Alleine gegen den Staat von Laurent Wyss. Das Kneubühl-Drama eindringlich nacherzählt als Psycho-Noir mit Anklängen von Polanski und Haneke – plus: Manfred Liechti verdient den Schweizer Filmpreis.
  4. Die goldenen Jahre von Barbara Kulcsar. Ein sehr schweizerisches Ehepaar wird durch die Pensionierung unerwartet herausgefordert. Erstklassiges Komödienhandwerk auf jeder Ebene. Einfach, effizient und schliesslich überraschend ermutigend.
  5. Lichtspieler von Hansmartin Siegrist. Der Dokumentarfilm erzählt, wie dank Lavanchy-Clarke in der Schweiz die Bilder laufen lernten – und wie die Belle Epoque ihr Ende fand. Ein historischer Trip, grandios aufbereitet.

Und im Filmpodcast morgen: Unrueh, Les passagers de la nuit, Cascadeuses, Elena Avdija & Petra Sprecher, IAFFZ und: Die Dirigentin – Marin Alsop in den Sternstunden

Filmpodcast Nr. 762: Peter K, Vous n’aurez pas ma haine, Return to Dust, Jodie Foster & Demi Moore

Hai-Qing und Renlin Wu in ‚Return to Dust‘ © trigon

Georges Wyrsch hat Peter K. gesehen, den neuen Schweizer Spielfilm über einen tragischen Akt unserer jüngeren Geschichte. Und Return to Dust jenen chinesischen Film, den das Regime erst übersehen und dann fast schon panisch verboten hat. Ich habe Vous n’aurez pas ma haine gesehen, die Geschichte eines Textes gegen den Hass im Gefolge der Pariser Anschläge von 2015. Wir gratulieren Jodie Foster und Demi Moore zum 60. Geburtstag. Und wir haben eine indirekt passende Tonspur und die beliebten Kurztipps.

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