Filmpodcast Nr. 772: Nominationen Oscars und CH-Filmpreise, Solothurner Filmtage, Retour à Séoul, Until Tomorrow, Bratsch

‚Bratsch – Ein Dorf macht Schule‘ von Norbert Wiedmer © filmcoopi

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Es wurde viel nominiert diese Woche: für die Oscars und für die Schweizer Filmpreise. Michael Sennhauser schätzt ein – und er zieht Bilanz der 58. Solothurner Filmtage. Ann Mayer hat den iranischen Spielfilm Until Tomorrow gesehen, Michael Sennhauser Retour à Séoul, der in Südkorea spielt und ich den Schweizer Dokumentarfilm Bratsch – Ein Dorf macht Schule. Kurztipps und eine Rätseltonspur habe ich auch noch dazu.

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Die Unverpassbaren, Woche 04 – 2023

Freddie (2. v.l. Ji-Min Park) sucht ihre Geburtsindentität in ‚Retour à Seoul‘ von Davy Chou © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Retour à Séoul von Davy Chou. Die als Baby nach Frankreich adoptierte Freddie besucht aus einer Laune heraus ihr Geburtsland Korea und stürzt in eine Identitätskrise. Radikal zeitgreifend, berührend und verstörend.
  2. Decision to Leave von Park Chan-Wook. Ein Film-noir-Murder-Mystery-Roadmovie auf kleiner, heisser Flamme gekocht, mit unendlicher Sorgfalt.
  3. R.M.N. von Cristian Mungiu. Rassismus und Wirtschaftsmisere im fragmentierten Rumänien. Hochspannend, raffiniert und emotional.
  4. The Banshees of Inisherin von Martin McDonagh. Ein Insel-Ire erklärt dem anderen: «Ich mag Dich einfach nicht mehr!» Kindlich stur, komisch verschroben und herzerweichend grossartig.
  5. Le otto montagne von Felix van Groeningen und Charlotte Vandermeersch. Vom Auseinanderdriften und Wiederfinden einer Männerfreundschaft aus Kindheitstagen. Einfach und eigenwillig.

Im Filmpodcast morgen: Bratsch, Retour à Seoul, Until Tomorrow, Solothurner Filmtage, Oscar- und Schweizer Filmpreis-Nominationen

FOUDRE von Carmen Jaquier

Prix Opera Prima Solothurner Filmtage 2023

Die 17jährige Novizin Elisabeth wird aus dem Kloster heimgerufen. Ihre jüngere Schwester ist ums Leben gekommen, und nun soll Elisabeth bei der Arbeit auf dem Hof helfen.

In Elisabeths Trauer um Innocente mischt sich die Irritation: Mutter, Vater und die zwei jüngsten Schwestern schweigen eisern, der Name der toten Tochter wird nicht mehr erwähnt. Innocente sei dem Teufel verfallen gewesen, heisst es. „FOUDRE von Carmen Jaquier“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 771: Solothurner Filmtage, R.M.N., Decision To Leave, Gina Lollobrigida

Park Hae-il und Tang Wei in ‚Decision to leave‘ © CJ Entertainment

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. In Solothurn laufen die Filmtage – Michael Sennhauser ist dort, wir haben seinen Bericht von der Eröffnung. Dazu gibts zwei spannende Kinostarts, Georges Wyrsch hat beide gesehen. Zum einen den koreanischen Krimi Decision To Leave von Park Chan-Wook und zum anderen das rumänische Sozialdrama R.M.N. von Christian Mùngiu. Und auch von Georges Wyrsch dazu noch eine Hommage an die im hohen Alter von 94 verstorbene Gina Lollobrigida. Und ich habe die allseits beliebte und gefürchtete Rätseltonspur und fünf Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 03 – 2023

Park Hae-il und Tang Wei in ‚Decision to leave‘ © CJ Entertainment

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Decision to Leave von Park Chan-Wook. Ein Film-noir-Murder-Mystery-Roadmovie auf kleiner, heisser Flamme gekocht, mit unendlicher Sorgfalt.
  2. R.M.N. von Cristian Mungiu. Rassismus und Wirtschaftsmisere im fragmentierten Rumänien. Hochspannend, raffiniert und emotional.
  3. The Banshees of Inisherin von Martin McDonagh. Ein Insel-Ire erklärt dem anderen: «Ich mag Dich einfach nicht mehr!» Kindlich stur, komisch verschroben und herzerweichend grossartig.
  4. Le otto montagne von Felix van Groeningen und Charlotte Vandermeersch. Vom Auseinanderdriften und Wiederfinden einer Männerfreundschaft aus Kindheitstagen. Einfach und eigenwillig.
  5. Pacifiction von Albert Serra. Ein queerer Arthouse-Bond mit Slow-Apokalypse für Geniesser. Sehr eigen, sehr befriedigend.

Im Filmpodcast morgen: Decision to Leave, R.M.N., Solothurner Filmtage, Lollobrigida

Filmpodcast Nr. 770: Holy Spider, Before, Now and Then, 99 Moons, Last Dance, Stummfilmfestival

Lieben und hassen: Valentina Di Pace, Dominik Fellmann in ’99 Moons‘ von Jan Gassmann © filmcoopi

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Das Jahr geht kinomässig reichhaltig und international weiter: Holy Spider heisst ein dänischer Thriller, der im Iran spielt, Before, Now & Then ist ein indonesisches historisches Beziehungsdrama, 99 Moons ein Schweizer Spielfilm über eine toxische Beziehung und ebenfalls aus der Schweiz kommt das Feel-Good-Movie Last Dance. Und in Zürich kann man sich derzeit ins Kino von vor 100 Jahren zurückzaubern lassen, im Stummfilmfestival im Filmpodium. Die Beiträge diese Woche kommen von Michael Sennhauser, Ann Mayer und Georges Wyrsch – und ich habe für Sie die wöchentliche Rätseltonspur und unsere fünf Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 02 – 2023

Erobert mit 75 die Tanzbühne: Germain (François Berléand) © outsidethebox

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Last Dance von Delphine Lehericey. Ein älterer Herr übernimmt die Tanzrolle seiner verstorbenen Frau und entzieht sich damit der Kontrolle seiner überfürsorglichen Kinder. Ein Schweizer Feelgood-Movie mit  Spitzen.
  2. Holy Spider von Ali Abbasi. Ein religiöser Fanatiker ermordet Prostituierte im Gottesstaat. Eine Journalistin ermittelt und wird daran gehindert. Ein zwanzig Jahre alter Fall als Spiegel-Thriller für die frauenfeindliche iranische Gegenwart.
  3. The Banshees of Inisherin von Martin McDonagh. Ein Insel-Ire erklärt dem anderen: «Ich mag Dich einfach nicht mehr!» Kindlich stur, komisch verschroben und herzerweichend grossartig.
  4. Le otto montagne von Felix van Groeningen und Charlotte Vandermeersch. Vom Auseinanderdriften und Wiederfinden einer Männerfreundschaft aus Kindheitstagen. Einfach und eigenwillig.
  5. Pacifiction von Albert Serra. Ein queerer Arthouse-Bond mit Slow-Apokalypse für Geniesser. Sehr eigen, sehr befriedigend.

Im Filmpodcast morgen: Holy Spider, Before, Now & Then, 99 Moons, Stummfilmfestival Zürich, The Last Dance und Delphine Lehericey

Filmpodcast Nr. 769: Erica Jong, The Banshees Of Inisherin, Le otto montagne, Les jeunes amants, Pacifiction

‚Les jeunes amants‘ Fanny Ardant, Melvil Poupaud © filmcoopi

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Das neue Kinojahr startet reichhaltig: mit einem Schweizer Dokfilm über die Feministin Erica Jong – Breaking The Wall heisst er – Susanna Petrin hat dazu Erica Jong in New York getroffen. Dann gibts Ann Mayer zur schwarzen Komödie The Banshees Of Inisherin und Michael Sennhauser im Gespräch mit dem Filmemacher-Paar Felix van Groeningen und Charlotte Vandermeersch zu Le otto montagne. Ausserdem noch eine Besprechung von Georges Wyrsch zum Film Pacifiction und eine von Ann Mayer zu Les jeunes amants. Dazu wie immer die Kurztipps und eine Rätseltonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 01 – 2023

‚The Banshees of Inisherin‘:Brendan Gleeson und Colin Farrell © Disney Schweiz

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Banshees of Inisherin von Martin McDonagh. Ein Insel-Ire erklärt dem anderen: «Ich mag Dich einfach nicht mehr!» Kindlich stur, komisch verschroben und herzerweichend grossartig.
  2. Le otto montagne von Felix van Groeningen und Charlotte Vandermeersch. Vom Auseinanderdriften und Wiederfinden einer Männerfreundschaft aus Kindheitstagen. Einfach und eigenwillig.
  3. Pacifiction von Albert Serra. Ein queerer Arthouse-Bond mit Slow-Apokalypse für Geniesser. Sehr eigen, sehr befriedigend.
  4. Les jeunes amants von Carine Tardieu. Melvil Poupaud als 45jähriger Arzt lässt Cécile de France für die 70jährige Fanny Ardant sitzen. Und wir machen mit, von Herzen.
  5. Broker von Hirokazu Kore-eda. Einmal mehr zeigt der japanische Meister eine Zweckgemeinschaft als Wahlfamilie mit mehr Herz als die Gesellschaft. Diesmal mit liebenswerten Kinderhändlern. Nah am Kitsch. Aber eben keiner!

Im Filmpodcast morgen: The Banshees of Inisherin, Erica Jong, Le otto montagne, Pacifiction, Les jeunes amants.

Die Unverpassbaren, Woche 52 – 2022

Benoît Magimel in ‚Pacifiction‘ von Albert Serra © Sister Distribution

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Pacifiction von Albert Serra. Ein queerer Arthouse-Bond mit Slow-Apokalypse für Geniesser. Sehr eigen, sehr befriedigend.
  2. Les jeunes amants von Carine Tardieu. Melvil Poupaud als 45jähriger Arzt lässt Cécile de France für die 70jährige Fanny Ardant sitzen. Und wir machen mit, von Herzen.
  3. Broker von Hirokazu Kore-eda. Einmal mehr zeigt der japanische Meister eine Zweckgemeinschaft als Wahlfamilie mit mehr Herz als die Gesellschaft. Diesmal mit liebenswerten Kinderhändlern. Nah am Kitsch. Aber eben keiner!
  4. Albert Anker – Malstunden bei Raffael von Heinz Bütler. Der im März verstorbene Endo Anaconda verkörpert die perfekte Neugier im einstigen Atelierhaus des Malers Albert Anker. Ein kunstreicher und historischer Trip ins Herz des helvetischen Impressionismus.
  5. Unrueh von Cyril Schäublin. In den 1870er Jahren prallen im Schweizer Jura Welten aufeinander: Uhrenfabriken werden kapitalistisch optimiert, während Uhrmacher:innen die Idee einer anarchistischen Gesellschaft proben. Erfrischend kluges Kino, zart und radikal, historisch und zeitgenössisch zugleich.

Den nächsten Filmpodcast gibt es am 6. Januar