SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK? von Nicolas Steiner

Ana Paluja (Saga Sarkola), seine Liebe von einst, konfrontiert den alten Drowak (Karl Markovics) © Sister Dist.

Das «Amt für Ruhe und Ordnung» schickt seine Agenten. Der alte Säufer Hugo Drowak empfängt sie mit selbstabgefüllten Kondom-Pissbomben und einem Ascheregen aus dem Fenster seiner Sozialwohnung, hoch oben in der brutalistischen Mietskaserne. „SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK? von Nicolas Steiner“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 36 – 2026

Beim Dreh von ‘Becaària’: Sinéad Thornhill, Alessio Boni, Francesco Tozzi und Kameramann Pietro Zürcher © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Soudain von Ryūsuke Hamaguchi. Insistenz auf menschliche Pflege und gegen Isolation, zwei Frauen, zwei grossartige Schauspielerinnen und ein einzigartiger Film.
  2. Unisono von Georges Gachot. Ein Dokumentarfilm über die begeisternden Proben des Aargauer Jugend Sinfonieorchesters: Musik für Ohren, Augen und Herz.
  3. Becaària von Erik Bernasconi. Im Sommer 1977 wird der 16jährige Tessiner Mario bei der Arbeit im Bergdorf erste Schritte ein wenig erwachsener. Ein Film für Boomer und ihre Kinder.
  4. Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war von Regina Schilling. Hommage und Einführung, Biografie-Abriss und Interpretationshilfe, Einstiegsdroge und Reminiszenz:  alles auf einmal und gut.
  5. A Sad and Beautiful World von Cyril Aris. Eine ansteckende Liebesgeschichte über drei Dekaden hinweg, in Beirut, zwischen Verzweiflung und Optimismus.

Die Unverpassbaren, Woche 35 – 2026

Hoch über Kyoto: Marie-Lou Fontaine (Virginie Efira), Mari Morisaki (Tao Okamoto) in ‚Soudain‘ © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Soudain von Ryūsuke Hamaguchi. Insistenz auf menschliche Pflege und gegen Isolation, zwei Frauen, zwei grossartige Schauspielerinnen und ein einzigartiger Film.
  2. Unisono von Georges Gachot. Ein Dokumentarfilm über die begeisternden Proben des Aargauer Jugend Sinfonieorchesters: Musik für Ohren, Augen und Herz.
  3. Becaària von Erik Bernasconi. Im Sommer 1977 wird der 16jährige Tessiner Mario bei der Arbeit im Bergdorf erste Schritte ein wenig erwachsener. Ein Film für Boomer und ihre Kinder.
  4. Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war von Regina Schilling. Hommage und Einführung, Biografie-Abriss und Interpretationshilfe, Einstiegsdroge und Reminiszenz:  alles auf einmal und gut.
  5. A Sad and Beautiful World von Cyril Aris. Eine ansteckende Liebesgeschichte über drei Dekaden hinweg, in Beirut, zwischen Verzweiflung und Optimismus.

UNISONO – VON DER LIEBE ZUR MUSIK von Georges Gachot

Salome Etter, Klarinette © Gachot Films

Die Spielfreude! Das ist der Funke, der bei diesem Dokumentarfilm von der Leinwand springt, immer und immer wieder. „UNISONO – VON DER LIEBE ZUR MUSIK von Georges Gachot“ weiterlesen

SOUDAIN von Ryūsuke Hamaguchi

Marie-Lou Fontaine (Virginie Efira) mit der unerschütterlichen Micheline (Geneviève Emanuelli) im Rollstuhl © frenetic

Marie-Lou (Virginie Efira) leitet ein Pflegeheim in Paris und versucht, gegen alle Widerstände, das «Humanitude»-System für menschenwürdig zugewandte Pflege zu etablieren. Mari (Tao Okamoto) ist Theaterregisseurin, gastiert in Paris mit einem Stück über die positiven Erfahrungen mit der offenen Psychiatrie in Italien, und sie ist unheilbar an Krebs erkrankt.

Was klingt wie ein vorhersehbarer Kinokampf um positives Denken angesichts der Widrigkeiten des Lebens, wird in den sorgfältigen Händen des Japaners Ryūsuke Hamaguchi (Drive My CarWheel of Fortune and FantasyHappy Hour) zu einem weiteren seiner redseligen, übermenschlich-menschlichen Glücksfeste. „SOUDAIN von Ryūsuke Hamaguchi“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 34 – 2026

Ein Sommer im Tessin: ‚Becaària‘ © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Becaària von Erik Bernasconi. Im Sommer 1977 wird der 16jährige Tessiner Mario bei der Arbeit im Bergdorf erste Schritte ein wenig erwachsener. Ein Film für Boomer und ihre Kinder.
  2. Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war von Regina Schilling. Hommage und Einführung, Biografie-Abriss und Interpretationshilfe, Einstiegsdroge und Reminiszenz:  alles auf einmal und gut.
  3. A Sad and Beautiful World von Cyril Aris. Eine ansteckende Liebesgeschichte über drei Dekaden hinweg, in Beirut, zwischen Verzweiflung und Optimismus.
  4. Teenage Sex & Death at Camp Miasma von Jane Schoenbrun. Eine kluge, irrwitzige, blutige und herzliche Meta-Absolution für Freundinnen und Kennerinnen des Teenie-Horrors seit den 1980er Jahren.
  5. Laundry (Uhlanjululo) von Zamo Mkhwanazi. Ein behütetes Mittelschichtgeschwisterpaar in Südafrika wird 1968 vom normalisierten Terror des Apartheids-Regime erfasst. Ein intensiver Augenöffner.

INGEBORG BACHMANN – Jemand, der einmal ich war. von Regina Schilling

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) am Ufer des Tiber in Rom. © xenix

«Unsere Geisterbeschwörung», nennt Regina Schilling ihr Ingeborg-Bachmann-Dokumentarfilmprojekt mit Sandra Hüller, als es endlich losgeht: «Unsere Séance». „INGEBORG BACHMANN – Jemand, der einmal ich war. von Regina Schilling“ weiterlesen

A SAD AND BEAUTIFUL WORLD von Cyril Aris

Yasmina (Mounia Akl) und Nino (Hasan Akil) © trigon

Während in einem Spital in Beirut Raketenbeschuss die Fenster bersten lässt und die Menschen panisch durch die Gänge rennen, werden im Abstand von nur einer Minute zwei Kinder geboren. Nino um 17.05 Uhr, Yasmina um 17.06 Uhr. „A SAD AND BEAUTIFUL WORLD von Cyril Aris“ weiterlesen

BECAÀRIA von Erik Bernasconi

Prisca (Sinéad Thornhill) und Mario (Francesco Tozzi) © cineworx

Mario ist sechzehn Jahre alt, Sohn eines Tankstellenbetreibers im Sopraceneri, unglücklich am Gymnasium, unsicher bei den Mädchen und unmöglich in den Augen seiner Lehrer. Bis ihn sein Vater den Sommer über zu einer Bergbauernfamilie in den Höhen des oberen Maggiatals verbannt. Auf dass der vermeintliche Faulpelz lerne, was arbeiten heisst. „BECAÀRIA von Erik Bernasconi“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 33 – 2026

‚Laundry‘: Khuthala Sithole (Ntobeko Sishi) und seine Schwester Ntombentle (Zekhethelo Zondi) im Laden © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Laundry (Uhlanjululo) von Zamo Mkhwanazi. Ein behütetes Mittelschichtgeschwisterpaar in Südafrika wird 1968 vom normalisierten Terror des Apartheids-Regime erfasst. Ein intensiver Augenöffner.
  2. Le città di pianura von Francesco Sossai. Zwei juvenile alte Säufer im Veneto nehmen einen jungen Architekturstudenten mit auf die Jagd nach einem letzten Glas zwischen Kaurismäki und Fellini.
  3. Nightborn (Yön lapsi) von Hanna Bergholm. Ein kluges, perfides und bisweilen blutiges Spiel mit den Ängsten und Überforderungen rund um Mutter- und Elternschaft.
  4. H is for Hawk von Philippa Lowthorpe. Das Beizjagdtraining eines Habichts als Depressionstherapie. Dank Claire Foy insanely likeable and rather British.
  5. The Odyssey von Christopher Nolan. Zurück ins Kino jener Tage, als wir noch kleiner waren und die Leinwände grösser.  Spektakel mit Substanz – ohne Ironie.

+++ «Teenage Sex & Death at Camp Miasma» +++ jetzt im Kino