Filmpodcast Nr. 651: Los sonámbulos, Une colonie, Clint Eastwood, Iranian Film Festival

Clint Eastwood als Rowdy Yates in ‚Rawhide‘ (TV Serie 1959-1965)

Es ist so weit, ab 6. Juni dürfen die Kinos wieder Gäste empfangen, auch wenn das wohl noch nicht alle so schnell hinkriegen, und die Filmauswahl zunächst noch etwas beschränkt sein dürfte. Wir stellen heute noch einmal zwei online-Premieren vor, beide mit Teenagern im Übergang: Los sonámbulos aus Argentinien und Une colonie aus Kanada. Wir gratulieren Clint Eastwood zum 90. Geburtstag, und wir werfen einen Blick auf das online-Angebot des Iranischen Filmfestivals von Zürich. Dazu Kurztipps, wie gewohnt, und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 22 – 2020

Helena Zengel in ‚Systemsprenger‘ © cineworx

Nächste Woche dürfen die Kinos wieder öffnen. Das wird gestaffelt passieren und erst mal vorsichtig, mit wenigen Filmen in vielen Sälen. Ab nächster Woche mischen wir dann wohl die Filmtipps zwischen Kino und online. Lokale Plattformen wie filmingo.ch, outsidethebox.ch oder cinefile.ch, welche ihre Partnerkinos auch finanziell beteiligen, oder myfilm.ch welche zu den Basler kultkinos gehört, bieten Filme, die sich lohnen:

  1. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst. (Neu auf filmingo.chmyfilm.ch und cinefile.ch)
  2. Euthanizer (Armomurhaaja) von Teemu Nikki. Veijo mag Tiere lieber als Menschen, selbst wenn er sie als Schwarzmarkt-Abdecker umbringt. Grausam menschliches Genre-Kino zwischen Dirty Harry und Kaurismäki. (online via Outside the Box)
  3. The Charmer (Charmøren) von Milad Alami. Eine dänische Freundin würde dem Iraner Esmail zur Aufenthaltsgenehmigung verhelfen. Also lässt er zunehmend verzweifelt seinen Charme spielen, bis er auf Sara trifft, die ihn durchschaut. Ein eben so unauffälliger wie nahezu perfekter Erstling. (online via filmingo.ch)
  4. The Giant (Jätten) von Johannes Nyholm. Deformiert und kleinwüchsig träumt Rikard vom inneren Riesen und der skandinavischen Boules-Meisterschaft. Ein rührendes Riff auf Elephant Man. (online via Outside the Box oder myfilm.ch)
  5. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. (online zu sehen via cinefile.ch oder myfilm.ch)

Und im Filmpodcast morgen: Los sonámbulos, Une colonie, Clint Eastwood zum 90sten, Iranian Film Festival Zurich.

Filmpodcast Nr. 650: Plötzlich Heimweh, Switzerlanders, Michel Piccoli, Peter Thomas

Raumpatrouille Orion (1966)

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Grosse Reisen sind immer noch nicht möglich – und so bleiben wir auch in der Filmrolle fast ausschliesslich in der Schweiz. Plötzlich Heimweh ist ein Dokfilm der Chinesin Yu Hao, die im Appenzell lebt. Für Switzerlanders haben sich Menschen in der Schweiz selber gefilmt, Michael Steiner hat daraus einen Film gemacht. Und wir mussten Abschied nehmen: vom französischen Schauspieler Michel Piccoli und vom Filmmusikkomponisten Peter Thomas. Die Kurztipps für Streamingabende und eine Tonspur habe ich auch für Sie.

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Die Unverpassbaren, Woche 21 – 2020

‚Systemsprenger‘ Helena Zengel © Cineworx

Kinosehnsucht! In der Zwischenzeit helfen lokale Plattformen wie filmingo.ch, outsidethebox.ch oder cinefile.ch, welche ihre Partnerkinos auch finanziell beteiligen. Hier ein paar Filme, die sich lohnen:

  1. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst. (Neu auf filmingo.ch, myfilm.ch und cinefile.ch)
  2. Euthanizer (Armomurhaaja) von Teemu Nikki. Veijo mag Tiere lieber als Menschen, selbst wenn er sie als Schwarzmarkt-Abdecker umbringt. Grausam menschliches Genre-Kino zwischen Dirty Harry und Kaurismäki. (online via Outside the Box)
  3. The Charmer (Charmøren) von Milad Alami. Eine dänische Freundin würde dem Iraner Esmail zur Aufenthaltsgenehmigung verhelfen. Also lässt er zunehmend verzweifelt seinen Charme spielen, bis er auf Sara trifft, die ihn durchschaut. Ein eben so unauffälliger wie nahezu perfekter Erstling. (online via filmingo.ch)
  4. The Giant (Jätten) von Johannes Nyholm. Deformiert und kleinwüchsig träumt Rikard vom inneren Riesen und der skandinavischen Boules-Meisterschaft. Ein rührendes Riff auf Elephant Man. (online via Outside the Box oder myfilm.ch)
  5. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. (online zu sehen via cinefile.ch oder myfilm.ch)

Und im Filmpodcast morgen: Switzerlanders, Plötzlich Heimweh, Michel Piccoli.

Filmpodcast Nr. 649: The Charmer, The Giant, Euthanizer

‚Euthanizer‘ ( Armomurhaaja) von Teemu Nikki © outsidethebox

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Voraussichtlich erst im Juni ist ein Kinobesuch wieder möglich; aber neue Filmperlen gibt’s dennoch, als Video-on-demand. Und in dieser Ausgabe stammen sie alle aus dem europäischen Norden: The Charmer ein Spielfilm über einen Exiliraner in Dänemark, The Giant über einen schwer deformierten Mann aus Schweden, dessen Leben das Boulespielen ist und Euthanizer – über einen finnischen Kauz, der Sterbehilfe für Tiere anbietet. Die Kurztipps für Streamingabende und eine Tonspur habe ich auch für Sie.

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Die Unverpassbaren, Woche 20 – 2020

‚The Giant‘ (Jätten) von Johannes Nyholm © outside the box

Noch sind die Kinos geschlossen. Aber Schweizer Plattformen wie filmingo.ch, outsidethebox.ch oder cinefile.ch beteiligen sie auch finanziell. Hier ein paar Filme, die sich lohnen – dabei gleich drei Entdeckungen aus Skandinavien:

  1. Euthanizer (Armomurhaaja) von Teemu Nikki. Veijo mag Tiere lieber als Menschen, selbst wenn er sie als Schwarzmarkt-Abdecker umbringt. Grausam menschliches Genre-Kino zwischen Dirty Harry und Kaurismäki. (online via Outside the Box)
  2. The Charmer (Charmøren) von Milad Alami. Eine dänische Freundin würde dem Iraner Esmail zur Aufenthaltsgenehmigung verhelfen. Also lässt er zunehmend verzweifelt seinen Charme spielen, bis er auf Sara trifft, die ihn durchschaut. Ein eben so unauffälliger wie nahezu perfekter Erstling. (online via filmingo.ch)
  3. The Giant (Jätten) von Johannes Nyholm. Deformiert und kleinwüchsig träumt Rikard vom inneren Riesen und der skandinavischen Boules-Meisterschaft. Ein rührendes Riff auf Elephant Man. (online via Outside the Box oder myfilm.ch)
  4. Sorry we missed you von Ken Loach. Gerade wenn man denkt, man kenne das System Loach/Laverty zur Genüge, überraschen sie einen mit dieser herzlich verzweifelten Familienkonstellation im Strudel der Austerität. (online via filmingo.ch)
  5. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. (online zu sehen via cinefile.ch oder myfilm.ch)

Und im Filmpodcast morgen: The Charmer, Euthanizer, The Giant.

Filmpodcast Nr. 648: Burning Out, Filmproduzenten, Filmer ins Feld, Knives Out, La Gomera

Eine Initiative der Schweizer Filmschaffenden

Heute mit frischen Video-on-demand-Perlen wie dem Spital-Dokumentarfilm Burning Out. Ein kurzer Einblick in die Situation der Schweizer Filmproduzenten, und eine Reportage von der Aktion «Filmer ins Feld». Und nun online zu haben: Knives Out und La Gomera. Dazu Kurztipps, wie gewohnt, und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 19 – 2020

Wasser gegen Wildpinkler in ‚Parasite‘ © Barunson E&A

Vielleicht können wir ab 8. Juni wieder ins Kino. In der Zwischenzeit können wir uns (und den Kinos) mit online-Angeboten helfen.  Schweizer Plattformen wie filmingo.ch, outsidethebox.ch oder cinefile.ch arbeiten mit diversen Kinos zusammen und beteiligen sie auch finanziell. Hier ein paar Filme, die sich lohnen:

  1. Burning Out von Jerôme Le Maire. Dieser Dokumentarfilm zeigt die Einspar-Optimierungszerstörung unserer Arbeits- und Lebenswelt anhand der chirurgischen Abteilung eines Pariser Spitals.  Das ist jetzt besonders spannend, weil wir mitten in einer brennenden Wertediskussion stecken.  (online via Outside the Box)
  2. Midnight Family von Luke Lorentzen. In Mexico-City ersetzen private Ambulanzen die fehlenden des Staates. Ein starker Dokumentarfilm mit einem fast unwiderstehlichen Sog. (online via Outside the Box)
  3. Sorry we missed you von Ken Loach.  Gerade wenn man denkt, man kenne das System Loach/Laverty zur Genüge, überraschen sie einen mit dieser herzlich verzweifelten Familienkonstellation im Strudel der Austerität. (online via filmingo.ch)
  4. Mare von Andrea Štaka.  Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. (online zu sehen via cinefile.ch oder myfilm.ch)
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und jetzt online zu sehen (via cinefile.ch)

Und im Filmpodcast morgen: Burning Out, Die Situation der Schweizer Filmproduzenten, Filmer ins Feld, neu im Streaming: Knives out, La Gomera.

Filmpodcast Nr. 647: Visions du réel, Nemesis, Davos

‚Davos‘ von Andreas Hoesl und Julia Nieman © European Film Conspiracy

Heute noch einmal ganz im Zeichen der ersten und hoffentlich letzten reinen online-Ausgabe des Dokumentarfilmfestivals Visions du réel von Nyon. Auch Nyon-Direktorin Emilie Bujès hofft, diese Corona-Online-Festivalausgabe werde eine einmalige Notlösung bleiben. Im Wettbewerb der Visions du Réel waren diese Woche 14 Filme zu sehen, zwei davon stellen wir vor: Davos aus Österreich. Und Nemesis von Thomas Imbach. Dazu Kurztipps, wie gewohnt, und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 18 – 2020

‚Burning Out‘ von Jerôme Le Maire © Outsidethebox

Es besteht die Chance, dass wir ab 8. Juni wieder ins Kino dürfen. In der Zwischenzeit können wir uns (und den Kinos) mit online-Angeboten helfen.  Schweizer Plattformen wie filmingo.ch, outsidethebox.ch oder cinefile.ch arbeiten mit diversen Kinos zusammen und beteiligen sie auch finanziell. Hier ein paar Filme, die sich lohnen:

  1. Burning Out von Jerôme Le Maire. Dieser Dokumentarfilm zeigt die Einspar-Optimierungszerstörung unserer Arbeits- und Lebenswelt anhand der chirurgischen Abteilung eines Pariser Spitals.  Das ist jetzt besonders spannend, weil wir mitten in einer brennenden Wertediskussion stecken.  (online via Outside the Box)
  2. Midnight Family von Luke Lorentzen. In Mexico-City ersetzen private Ambulanzen die fehlenden des Staates. Ein starker Dokumentarfilm mit einem fast unwiderstehlichen Sog. (online via Outside the Box)
  3. You Will Die At 20 von Amjad Abu Alala. Der seit 40 Jahren erste neue Spielfilm aus dem Sudan hat es in sich. Ein junge Mann, dem nach der Geburt der Tod in seinem zwanzigsten Lebensjahr prophezeit wurde, steht in Zentrum eines Spannungsbogens, der politisch, metaphorisch oder auch einfach märchenhaft interpretiert werden kann. (online via filmingo.ch)
  4. Jeanne von Bruno Dumont. Der eigenwillige französische Regisseur inszeniert seine Version der Jeanne d’Arc zwischen Pastorale und Choral, mit einer zehnjährigen Hauptdarstellerin. Pures Kino! (via Outside the Box)
  5. Mare von Andrea Štaka.  Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. (online zu sehen via cinefile.ch oder myfilm.ch)

Und im Filmpodcast morgen: Visions du réel, Nemesis, Thomas Imbach, Davos.