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  • Filmpodcast Nr. 495: Sully, Little Men, Le confessioni, Kino Oris Liestal

    Von Michael Sennhauser | 2. Dezember 2016 - 08:00

    Daniel Auteuil und Toni Servillo in 'Le confessioni' © xenix

    Daniel Auteuil und Toni Servillo in ‚Le confessioni‘ © xenix

    Clint Eastwood lässt Tom Hanks in Sully notwassern. Ira Sachs schaut zwei 13jährigen in Little Men dabei zu, wie sie schweigend ihre Eltern boykottieren. Und im satirischen Polit-Thriller Le confessioni löst ein Suizid am G8-Gipfel moralische Fragen und eine mögliche Finanzkrise aus. Ausserdem erfahren wir, warum in der Basellandschaftlichen Kantonshauptstadt Liestal ein rentables Kino geschlossen wird. Kurztipps haben wir auch. Und eine Tonspur.

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    Die Unverpassbaren, Woche 48 – 2016

    Von Michael Sennhauser | 1. Dezember 2016 - 14:00

    Meryl Streep ist 'Florence Foster Jenkins' © Pathé Films

    Meryl Streep ist ‚Florence Foster Jenkins‘ © Pathé Films

    Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

    1. Little Men von Ira Sachs. Eltern sind auch bloss Menschen. Das ist die wichtigste Lektion für zwei 13jährige Schüler in Brooklyn, neben der Erkenntnis, dass «richtig» oder «falsch» je nach Perspektive anders lautet. Filmemacher Ira Sachs beruft sich auf den japanischen Meister des Familienfilms, Yasujirô Ozu. Aber sein Film ist so aktuell wie eigen.
    2. Florence Foster Jenkins von Stephen Frears. Meryl Streep in der Rolle der angeblich schlechtesten Sängerin aller Zeiten, eine sehr menschliche, feinfühlige und vor allem hinreissende Tragikomödie.
    3. Wolf and Sheep von Shahrbanoo Sadat. Die afghanische Regisseurin wehrt sich gegen träge Tradition und gewohnheitsmässige Unterdrückung mit einer fabelhaften Erzählung, hoffnungsvollen Figuren und überraschenden Kunstgriffen.
    4. Finsteres Glück von Stefan Haupt. Ein Junge verliert seine Familie. Der Film nach dem Roman von Lukas Hartmann arbeitet mit Perspektivenwechsel und Lichtregie und packt über das Spiel seiner Protagonisten.
    5. Die Geträumten von Ruth Beckermann. Die grosse österreichische Dokumentarfilmerin rekonstruiert die dramatische Dichter-Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan mit spielerischer Leichtigkeit als beobachtete, inszenierte und präzise mäandrierende Lesung aus dem Briefwechsel. Streng, witzig, grossartig.

    Und morgen im Filmpodcast: Sully, Little Men, Le confessioni, Kino Oris Liestal

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    Verstorben im November 2016

    Von Michael Sennhauser | 1. Dezember 2016 - 08:18

    Florence Henderson ('The Brady Bunch') und Robert Vaughn ('The Man from U.N.C.L.E.'

    Florence Henderson (‚The Brady Bunch‘) und Robert Vaughn (‚The Man from U.N.C.L.E.‘

    232 Filmtote listet die IMdB für den November dieses Jahres. Das sind 26 mehr als im Oktober. Den Anfang machte am 1. November die Schauspielerin Lou Ann Graham, der letzte Eintrag bis heute gilt dem am 29. November verstorbenen Australier Ray Columbus, auch er mit bloss drei Filmen gelistet. Die prominentesten Namen stammen von Menschen, die eher Stoff für Filme geliefert haben, als selber Filme gemacht. Etwa Kubas Diktator Fidel Castro, oder der kanadische Dichter und Sänger Leonard Cohen. Mit 242 Soundtrack-Credits steht Cohen allerdings im Spitzenfeld, auch wenn die wenigsten seiner Songs explizit für Filmeinsätze geschrieben worden sind. Der bekannteste Schauspieler, der uns verlassen hat, ist wohl der stets enorm verlässliche Robert Vaughn, die bekannteste Schauspielerin, zumindest im US-TV, Florence Henderson, die Carol Brady aus The Brady BunchDrei Mädchen und drei Jungen»).

    Nach dem Sprung folgen ein paar Youtube-Links und die vollständige Liste.

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    Themen: Film, Filmgeschichte, Leute, Schauspieler/in | Kommentare deaktiviert für Verstorben im November 2016

    LITTLE MEN von Ira Sachs

    Von Michael Sennhauser | 29. November 2016 - 16:36

    Michael Barbieri und Theo Taplitz in 'Little Men' © Look Now

    Michael Barbieri und Theo Taplitz in ‚Little Men‘ © Look Now

    Die «Little Men», das sind zwei dreizehnjährige Schüler in Brooklyn, im gleichnamigen Film des New Yorkers Ira Sachs. Ihr Problem sind die Probleme der «Big Men», ihrer Eltern, welche ihre Freundschaft bedrohen. Ein Film über Jugendliche und Eltern, der ohne Hollywoods Harmoniesucht funktioniert.

    Wir sind hier wegen der Beerdigung meines Grossvaters, erklärt der dreizehnjährige Jake aus Manhattan dem gleichaltrigen Tony in Brooklyn. – Herzliches Beileid meint Tony. Ach, es geht schon, meint Jake.

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    Themen: Autor / Drehbuchautorin, Film, Filmbesprechung, Regisseur/in, Schauspieler/in | Kommentare deaktiviert für LITTLE MEN von Ira Sachs

    Filmpodcast Nr. 494: Florence Foster Jenkins, Wolf and Sheep, James Bonds Uhren, Rex, Roxy, Royal.

    Von Michael Sennhauser | 25. November 2016 - 08:00

    St. Clair Bayfield (Hugh Grant) und Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) © Pathé Films

    St. Clair Bayfield (Hugh Grant) und Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) © Pathé Films

    Nicht nur Meryl Streep spielt die schlechteste Sängerin der Welt, zu Florence Foster Jenkins läuft auch gleich noch eine Dokufiktion im Kino. Aus Afghanistan kommt der Film Wolf and Sheep der Regisseurin Sharbanoo Sadat. Das Westschweizer Uhrenmuseum rollt James Bonds Stil-Geschichte anhand seiner Armbanduhren auf. Und «Rex, Roxy, Royal», ein neues Buch, erzählt konkrete Schweizer Kinogeschichten. Dazu Kurztipps und Tonspur.

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    Zürcher Filmpreise 2016

    Von Michael Sennhauser | 24. November 2016 - 23:14

    Cadrage 2016: Die automatischen Gewinnerinnen von Succès Zürich © sennhauser

    Cadrage 2016: Die automatischen Gewinnerinnen von Succès Zürich © sennhauser

    Die «Cadrage 2016» holte heute die Zürcher Filmszene in ihren vitalen kleinen Aussenposten Winterthur. Im Kino im «Kesselhaus» gleich hinter dem Bahnhof wurden in einer fast so straffen Zeremonie wie Anfang dieser Woche in Basel die Preise vergeben, die kommissionierten und die automatischen. Fünfunddreissigtausend Franken sprach die Zürcher Filmkommission, welche die Gesamtsumme von 100’000 Franken beliebig aufteilen kann, Susanne Regina Meures für Raving Iran zu. Je 20’000 Franken gingen an Annina Furrer für Dem Himmel zu nah, und an Eva Vitija für Das Leben drehen, der am Montag schon in Basel abgeräumt hatte. 15’000 Franken gingen an Jan Gassmann für Europe – She Loves und 10’000 Franken in Anerkennung der Ausstattung an Xavier Kollers Schellen-Ursli.

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    Themen: awards, CH Film, Dokumentarfilm, Film, Film und Kunst, Filmbusiness, Filmpolitik, Leute, Regisseur/in | Kommentare deaktiviert für Zürcher Filmpreise 2016

    Die Unverpassbaren, Woche 47 – 2016

    Von Michael Sennhauser | 24. November 2016 - 10:41

    'Wolf and Sheep' von Shahrbanoo Sadat © trigon

    Sagenhaft: ‚Wolf and Sheep‘ von Shahrbanoo Sadat © trigon

    Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

    1. Florence Foster Jenkins von Stephen Frears. Meryl Streep in der Rolle der angeblich schlechtesten Sängerin aller Zeiten, eine sehr menschliche, feinfühlige und vor allem hinreissende Tragikomödie.
    2. Wolf and Sheep von Shahrbanoo Sadat. Die afghanische Regisseurin wehrt sich gegen träge Tradition und gewohnheitsmässige Unterdrückung mit einer fabelhaften Erzählung, hoffnungsvollen Figuren und überraschenden Kunstgriffen.
    3. Finsteres Glück von Stefan Haupt. Ein Junge verliert seine Familie. Der Film nach dem Roman von Lukas Hartmann arbeitet mit Perspektivenwechsel und Lichtregie und packt über das Spiel seiner Protagonisten.
    4. Die Geträumten von Ruth Beckermann. Die grosse österreichische Dokumentarfilmerin rekonstruiert die dramatische Dichter-Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan mit spielerischer Leichtigkeit als beobachtete, inszenierte und präzise mäandrierende Lesung aus dem Briefwechsel. Streng, witzig, grossartig.
    5. La fille inconnue von Jean-Pierre & Luc Dardenne. Auch wenn die Dardenne Brüder mit dieser Mischung aus realistischem Moraldrama und Sozialkrimi zum ersten Mal so etwas wie Routine erreicht haben, spielt das Drama um eine prinzipienreitende Ärztin im freien Fall noch immer auf höchstem Niveau.

    Und morgen im Filmpodcast: Zwei mal Florence Foster Jenkins, Wolf and Sheep, James Bond und seine Uhren, Kinobuch «Rex, Roxy, Royal»

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    Basler Film- und Medienkunstpreise 2016

    Von Michael Sennhauser | 21. November 2016 - 22:09

    Dominique Koch, Eva Vitija, Michael Koch © sennhauser

    Dominique Koch, Eva Vitija, Michael Koch © sennhauser

    Michael Koch und Eva Vitija sind die Basler Filmpreisträger 2016, Dominique Koch und Esther Hunziker teilen sich den Medienkunstpreis 2016. Das haben Aya Domenig, Filmemacherin aus Zürich, Elodie Pong, Künstlerin aus Zürich und Sven Wälti, Leiter Film SRG/SRF entschieden.

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    Filmpodcast Nr. 493: War On Everyone, Finsteres Glück, American Pastoral, Countdown

    Von Michael Sennhauser | 18. November 2016 - 08:00

    Hauptdarsteller und Regisseur Ewan McGregor auf dem Set von 'American Pastoral' © Ascot-Elite

    Hauptdarsteller und Regisseur Ewan McGregor auf dem Set von ‚American Pastoral‘ © Ascot-Elite

    Hannes Nüsseler hat sich in den War on Everyone gestürzt, Luzia Stettler hat die Lukas-Hartmann-Verfilmung Finsteres Glück gesehen und Georges Wyrsch American Pastoral von Ewan McGregor. Darüber hinaus erfahren wir, wer den Countdown erfunden hat, wir rätseln über ein Stück Tonspur und wir geben die beliebten Kurztipps.

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    Die Unverpassbaren, Woche 46 – 2016

    Von Michael Sennhauser | 17. November 2016 - 11:15

    Eleni Haupt und Noé Ricklin in 'Finsteres Glück' von Stefan Haupt © Xenix

    Eleni Haupt und Noé Ricklin in ‚Finsteres Glück‘ von Stefan Haupt © Xenix

    Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

    1. Finsteres Glück von Stefan Haupt. Ein Junge verliert seine Familie. Der Film nach dem Roman von Lukas Hartmann arbeitet mit Perspektivenwechsel und Lichtregie und packt über das Spiel seiner Protagonisten.
    2. Die Geträumten von Ruth Beckermann. Die grosse österreichische Dokumentarfilmerin rekonstruiert die dramatische Dichter-Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan mit spielerischer Leichtigkeit als beobachtete, inszenierte und präzise mäandrierende Lesung aus dem Briefwechsel. Streng, witzig, grossartig.
    3. La fille inconnue von Jean-Pierre & Luc Dardenne. Auch wenn die Dardenne Brüder mit dieser Mischung aus realistischem Moraldrama und Sozialkrimi zum ersten Mal so etwas wie Routine erreicht haben, spielt das Drama um eine prinzipienreitende Ärztin im freien Fall noch immer auf höchstem Niveau.
    4. Wild Plants von Nicolas Humbert. Pflanzen Pflanzen als stiller politischer Akt. Wachstum und Vergehen als Spiegel des Lebens. Ein poetisch-musikalisches Sinngedicht, das Geduld fordert und belohnt.
    5. A Dragon Arrives! von Mani Haghighi. Bilder wie von Antonioni, Plot-Spiele wie bei David Lynch, ein iranischer Wüsten-Friedhofs-Neo-Noir-Meta-Film, den man am liebsten pfeiferauchend immer wieder von vorne sehen möchte.

    Und morgen im Filmpodcast: Finsteres Glück, War on Everyone, American Pastoral, Countdown.

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