3/19 von Silvio Soldini

Kasia Smutniak als Camilla in Silvio Soldinis ‚3/19‘ © filmcoopi

Irgendetwas fehlt diesem Film. Dabei ist alles so gut geschrieben, so raffiniert konstruiert.

Kasia Smutniak spielt Camilla, eine Corporate Lawyer, eine erfolgreiche, fleissige Konzernanwältin. „3/19 von Silvio Soldini“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 627: Solothurner Filmtage, Licorice Pizza, The Worst Person in the World

Das ist Julie (Renate Reinsve) ‚The Worst Person in the World‘ © frenetic

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Seit Mittwoch laufen die Solothurner Filmtage – trotz Pandemie vor Ort in Solothurn, mit einem grossen und spannenden Programm. Michael Sennhauser ist in Solothurn und berichtet vom wichtigsten Anlass zum Schweizer Film. Und im Kino gibts zwei neue Leckerbissen. Zum einen die lebenslustige 70ies-Hommage Licorice Pizza von Paul Thomas Anderson, den Georges Wyrsch gesehen hat, zum anderen den norwegischen Oscar-Kandidaten, Joachim Triers The Worst Person in the World; Michael Sennhauser bespricht ihn. Und ich habe Kurztipps und eine Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 03 – 2022

Alana Haim und Cooper Hoffmann in ‚Licorice Pizza‘ von Paul Thomas Anderson © Universal

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Licorice Pizza von Paul Thomas Anderson. Der oft düstere und grossartig kunstwillige Regisseur hat mit tollen Darstellern sein persönliches American Graffiti gemacht, mit viel Zuneigung statt Nostalgie.
  2. The Worst Person in the World von Joachim Trier. Eine junge Frau wird älter, die Welt um sie herum auch. Und Triers kunstvoll witziger Film wächst einem ans Herz.
  3. Spencer von Pablo Larraín. Kein Biopic, nix mit The Crown. Dianas Ablösung von den Windsors als «Fabel nach einer wahren Tragödie» ist raffiniert, faszinierend und spiegelt sich in fast jeder Familie früher oder später.
  4. The Exam von Shawkat Amin Korki. Im irakischen Kurdistan führt der einzige Weg zu höherer Bildung über schwere Wissensprüfungen; daher blüht ein Schwarzmarkt mit Einflüsterern. Eine junge Frau mit Knopf im Ohr droht aufzufliegen: Das ist spannend und in alle Richtungen gesellschaftskritisch. Stream via filmingo
  5. Drive My Car (Doraibu mai kâ) von Ryûsuke Hamaguchi. Ein liebevoller Film, voller Leben, voller Abschied, voller Perspektivenwechsel, mit einem grossen Herz für jede der Figuren und mit einem leuchtend roten Saab Turbo.

Und im Filmpodcast morgen:  Licorice Pizza, World’s Worst Person, Solothurner Filmtage, Filmrechtepanel

LOVING HIGHSMITH von Eva Vitija

Die junge Patricia Highsmith auf einem Bild aus dem Familienarchiv © filmcoopi

Patricia Highsmith hat mit ihren Ripley-Romanen Weltbestseller geschrieben. Und mit «Carol» den ersten lesbischen Kultroman – unter Pseudonym. Sie war Partykönigin und Einsiedlerin, Katzenlady, und Tagebuchschreiberin. Jetzt ist sie das Zentrum eines Schweizer Dokumentarfilms, der ganz unverhohlen als Liebeserklärung auftritt: Loving Highsmith von Eva Vitija hat gestern die 57. Solothurner Filmtage eröffnet.

Wenn Patricia Highsmith in diesem Dokumentarfilm mit Passagen aus ihren Tagebüchern zu hören ist, fühle ich mich sicher und entrückt zugleich. Das liegt an der Stimme von Gwendoline Christie, welche in «Game of Thrones» die loyale, kampfkräftige Brienne of Tarth gespielt hat. „LOVING HIGHSMITH von Eva Vitija“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 726: Spencer, The Exam, Candyman DVD

Zwischen allen Stühlen (und Betten): Diana (Kirsten Stewart) mit ihren Prinzen in Pablo Larraíns ‚Spencer‘ © DCM

Brigitte Häring hat Spencer gesehen, Pablo Larraíns fabelhafte Deutung des Prinzessinnenschicksal von Diana. Georges Wyrsch hat das Streaming Angebot The Exam aus dem Irak angeschaut. Und dann ist jetzt noch Candyman auf DVD erschienen, die diversitätsbewusst umgebaute Neuauflage eines Horrorklassikers. Dazu Kurztipps und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 2 – 2022

Kristen Stewart als Diana in Pablo Larraíns ‚Spencer‘ © DCM

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Spencer von Pablo Larraín. Kein Biopic, nix mit The Crown. Dianas Ablösung von den Windsors als «Fabel nach einer wahren Tragödie» ist raffiniert, faszinierend und spiegelt sich in fast jeder Familie früher oder später.
  2. The Exam von Shawkat Amin Korki. Im irakischen Kurdistan führt der einzige Weg zu höherer Bildung über schwere Wissensprüfungen; daher blüht ein Schwarzmarkt mit Einflüsterern. Eine junge Frau mit Knopf im Ohr droht aufzufliegen: Das ist spannend und in alle Richtungen gesellschaftskritisch. Stream via filmingo
  3. Drive My Car (Doraibu mai kâ) von Ryûsuke Hamaguchi. Ein liebevoller Film, voller Leben, voller Abschied, voller Perspektivenwechsel, mit einem grossen Herz für jede der Figuren und mit einem leuchtend roten Saab Turbo.
  4. Les guérisseurs von Marie-Eve Hildbrand. Ein alter Hausarzt tritt ab, Nachwuchs wird ausgebildet: Ein starker Dokfilm über Pflegende und Heilende und unser Verhältnis zu ihnen.
  5. The Matrix Resurrections von Lana Wachowski. Die ironisch verspielte Dekonstruktion der eigenen Rezeptionsparanoia macht diesen Film zum zeitenweise grossartigen, aber auch ex- und implodierenden Scherbengericht. Für gut gealterte Fans mit Distanz.

Und im Filmpodcast morgen:  Spencer, The Exam und Candyman (DVD Release)

Filmpodcast Nr. 725: Drive My Car, Les guérisseurs, Fedier

Hidetoshi Nishijima, Tôko Miura © Bitters End

Kino im Kopf – mit Georges Wyrsch. Das Filmjahr 2022 beginnt stark: Der japanische Spielfilm Drive My Car soll einer der besten des letzten Jahres gewesen sein, jetzt kommt er zu uns, und wir hören Brigitte Härings Urteil. Dann: Heilende Kräfte aus der Romandie. Der Dokfilm Les guérisseurs erzählt Zwischenmenschliches aus dem Gesundheitswesen. Und zum Schluss bunte Kunst mit Innerschweizer Wurzeln: Fedier – Urner Farbenvirtuose, ein cineastisches Künstlerporträt, besprochen von Alice Henkes. Und dazu wie Sie’s kennen: Tonspur-Rätsel und unsere Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 01 – 2022

Reika Kirishima, Hidetoshi Nishijima © Bitters End

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Drive My Car (Doraibu mai kâ) von Ryûsuke Hamaguchi. Ein liebevoller Film, voller Leben, voller Abschied, voller Perspektivenwechsel, mit einem grossen Herz für jede der Figuren und mit einem leuchtend roten Saab Turbo.
  2. Les guérisseurs von Marie-Eve Hildbrand. Ein alter Hausarzt tritt ab, Nachwuchs wird ausgebildet: Ein starker Dokfilm über Pflegende und Heilende und unser Verhältnis zu ihnen.
  3. The Matrix Resurrections von Lana Wachowski. Die ironisch verspielte Dekonstruktion der eigenen Rezeptionsparanoia macht diesen Film zum zeitenweise grossartigen, aber auch ex- und implodierenden Scherbengericht. Für gut gealterte Fans mit Distanz.
  4. Un triomphe von Emmanuel Courcol. Insassen eines Gefängnisses inszenieren «Warten auf Godot» und wählen im Moment des Triumphs die Freiheit. Toll gebaute Sozial-Tragikomödie mit Kad Merad.
  5. Madres Paralelas von Pedro Almodóvar. Mit seiner Fabulierlust und immer neuen Überraschungen verknüpft Almodóvar das Schicksal zweier Mütter und ihrer Kinder mit der spanischen Bürgerkriegs-Geschichte in einem Melodrama. Mit der stets grossartigen Penélope Cruz und der Neuentdeckung Milena Smit.

Und im Filmpodcast morgen:  Fedier, Les guérisseurs, Drive My Car, Annette 

Die Unverpassbaren, Woche 51 – 2021

Redpilling. Neo-Morpheus (Yahya Abdul-Mateen II) in ‚The Matrix Resurrections‘ © Warner Bros.

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Matrix Resurrections von Lana Wachowski. Die ironisch verspielte Dekonstruktion der eigenen Rezeptionsparanoia macht diesen Film zum zeitenweise grossartigen, aber auch ex- und implodierenden Scherbengericht. Für gut gealterte Fans mit Distanz.
  2. Un triomphe von Emmanuel Courcol. Insassen eines Gefängnisses inszenieren «Warten auf Godot» und wählen im Moment des Triumphs die Freiheit. Toll gebaute Sozial-Tragikomödie mit Kad Merad.
  3. Madres Paralelas von Pedro Almodóvar. Mit seiner Fabulierlust und immer neuen Überraschungen verknüpft Almodóvar das Schicksal zweier Mütter und ihrer Kinder mit der spanischen Bürgerkriegs-Geschichte in einem Melodrama. Mit der stets grossartigen Penélope Cruz und der Neuentdeckung Milena Smit.
  4. Don’t Look Up! von Adam McKay. Eine explosive Ende-der-Welt-Satire zum Jahresende. Ein Komet fliegt Richtung Erde, und keinen interessiert’s. Ein Filmstrudel um Medienzirkus und Klimawandel-Leugner. Gar nicht subtil, dafür aber unheimlich unterhaltsam.
  5. Grosser Baum auf Reise / Taming the Garden von Salomé Jashi. Ein georgischer Ex-Premier und Milliardär lässt für seinen Privatpark jahrhundertealte Bäume am Schwarzen Meer entwurzeln. Grössenwahnsinn als poetische, mehrdeutige Mensch-Natur-Allegorie in visuell überwältigenden Tableaus.

Der Filmpodcast macht zwei Wochen Pause. Bis zum 6. Januar.

Filmpodcast Nr. 724: Madres Paralelas, Ostrov, The Quest For Tonewood

Iwan setzt seine Hoffnungen auf Putin: ‚Ostrov‘ © Royal Film

Mit Brigitte Häring. Viel Vorschusslorbeeren gab’s für Pedro Almodóvars neuen Film Madres Paralelas – zu Recht, finde ich. Michael Sennhauser hat sich die Geschichte einer verlorenen Insel im Kaspischen Meer angeschaut: Ostrov heisst der Dokumentarfilm. Und Georges Wyrsch fand die Suche nach dem richtigen Holz für eine Geige im Dokfilm The Quest For Tonewood zwar dramatisiert, aber unterhaltsam. Das alles gibt es heute zu hören – dazu natürlich noch die Kurztipps und eine Tonspur.

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