Filmpodcast Nr. 699: Das Mädchen und die Spinne, Promising Young Woman, Il mio corpo, Becoming Momo, Golden Globes

‚Promising Young Woman‘ Carey Mulligan © UPI

Das Mädchen und die Spinne stelle ich Ihnen heute vor. Ann Mayer hat Promising Young Woman gesehen und Georges Wyrsch den Dokumentarfilm Il mio corpo. Um neue visuelle Erzählformen geht’s in «Becoming Momo» auf Instagram. Und die Golden Globes sind unter Beschuss. Dazu wie immer die Kurztipps und eine Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 19 – 2021

‚Das Mädchen und die Spinne‘ – Lisa (Liliane Amuat) und Mara (Henriette Confurius) © Xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Das Mädchen und die Spinne von Silvan & Ramon Zürcher. Lisa zieht von der WG in die erste eigene Wohnung. Ein Reigen aus Wünschen, Sehnsucht, Ärger und Möglichkeiten, ein dichtes Gewebe aus zwingenden Blicken und beiläufigen Sätzen.
  2. Promising Young Woman von Emerald Fennell. Ein als schwarze Komödie in Zuckerwattenfarben getarnter Lebensmarathon einer Frau gegen beiläufige Männergewalt. Grotesk und komisch, radikal, erschreckend und einleuchtend.
  3. Druk – Drunk von Thomas Vinterberg. Vier Freunde, Lehrer in Lebenskrise, experimentieren mit ihrem Alkoholpegel. Ein starker, rührender Film über ziemlich normale Männer in recht normalen Leben.
  4. Sweat von Magnus von Horn. Eine Fitfluencerin zwischen Selbstvermarktung und Selbstfindung. Eine oberflächliche, narzisstische Person? Irgendwie schon. Aber man bleibt an ihr dran, bis zur letzten Einstellung.
  5. The United States vs. Billie Holiday von Lee Daniels. Ein Portrait, das nicht wie so viele Biopics über Künstler aus den klassischen Teilen «Aufstieg», «Ruhm» und «Fall» besteht, sondern die soziale und politische Dimension der Jazz-Sängerin erfasst.

Und im Filmpodcast morgen: Das Mädchen und die Spinne, Promising Young Woman, Il mio corpo, Momo, Golden Globes

Filmpodcast Nr. 698: Druk – Drunk, Sweat, Gale Ann Hurd in Locarno

Magdalena Koleśnik in ‚Sweat‘ von Magnus von Horn © First Hand Films

Wir dürfen wieder ins Kino, auch wenn sich verständlicherweise viele noch zurückhalten. Am Filmangebot soll es nicht liegen. Zwar fehlen noch die Monster-Filme, aber da ist jetzt zum Beispiel der Oscargewinner Druk mit Mads Mikkelsen, den wir gleich vorstellen. Oder das ziemlich scharfe Influencer-Drama Sweat. Und sogar die Filmfestivals glauben wieder an ein vorerst verkleinertes, aber physisches Comeback, zum Beispiel Locarno. Und dazu wie immer die Kurztipps und eine Tonspur, auch heute.

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Die Unverpassbaren, Woche 18 – 2021

Mads Mikkelsen ini ‚Druk‘ von Thomas Vinterberg © Pathé

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Druk – Drunk von Thomas Vinterberg. Vier Freunde, Lehrer in Lebenskrise, experimentieren mit ihrem Alkoholpegel. Ein starker, rührender Film über ziemlich normale Männer in recht normalen Leben.
  2. Sweat von Magnus von Horn. Eine Fitfluencerin zwischen Selbstvermarktung und Selbstfindung. Eine oberflächliche, narzisstische Person? Irgendwie schon. Aber man bleibt an ihr dran, bis zur letzten Einstellung.
  3. The United States vs. Billie Holiday von Lee Daniels. Ein Portrait, das nicht wie so viele Biopics über Künstler aus den klassischen Teilen «Aufstieg», «Ruhm» und «Fall» besteht, sondern die soziale und politische Dimension der Jazz-Sängerin erfasst.
  4. Sami, Joe und Ich von Karin Heberlein. Drei junge Frauen am Ende der Schulzeit, Freundschaft und Drama. Der Film ist nicht unbedingt dann grossartig, wenn er erzählt. Aber er ist grossartig, wenn er beschreibt, und er beschreibt nicht weniger, als was es bedeutet, heute in der Schweiz jung zu sein.
  5. Police von Anne Fontaine. Eine Pariser Polizistin und zwei Kollegen sollen einen Asylbewerber abschieben und beginnen zu diskutieren. Ein ziemlich realistisch spannender Polizeithriller.

Und im Filmpodcast morgen: Druk, Sweat

Filmpodcast Nr. 697: The United States vs. Billie Holiday, Volevo nascondermi

Elio Germano als Antonio Ligabue in ‚Volevo nascondermi‘ von Giorgio Diritti © Chico De Luigi

Kino im Kopf – mit Georges Wyrsch. Wir dürfen wieder ins Kino, und wir wollen wieder ins Kino: Zwei neue Spielfilme sind heute dabei. Der eine heisst: The United States vs Billie Holiday. Und zur Sängerin Billie Holiday gesellt sich dann noch ein zweiter Kunstschaffender, diesmal ein Art-Brut-Vertreter aus Italien: Volevo nascondermi heisst unser zweiter Film, ebenfalls ein Biopic. Das Ganze umrundet wie immer mit unseren Kurztipps und der Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 17 – 2021

‚The United States vs. Billie Holiday‘ von Lee Daniels © Ascot-Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The United States vs. Billie Holiday von Lee Daniels. Ein Portrait, das nicht wie so viele Biopics über Künstler aus den klassischen Teilen «Aufstieg», «Ruhm» und «Fall» besteht, sondern die soziale und politische Dimension der Jazz-Sängerin erfasst.
  2. Sami, Joe und Ich von Karin Heberlein. Drei junge Frauen am Ende der Schulzeit, Freundschaft und Drama. Der Film ist nicht unbedingt dann grossartig, wenn er erzählt. Aber er ist grossartig, wenn er beschreibt, und er beschreibt nicht weniger, als was es bedeutet, heute in der Schweiz jung zu sein.
  3. Police von Anne Fontaine. Eine Pariser Polizistin und zwei Kollegen sollen einen Asylbewerber abschieben und beginnen zu diskutieren. Ein ziemlich realistisch spannender Polizeithriller.
  4. Seules les bêtes von Dominik Moll. Eine verschwundene Frau, einsame Bauern und nordafrikanische Internetscammer: Moll webt ein weites Netz mit schwarzem Humor und menschlichem Witz.
  5. Das neue Evangelium von Milo Rau.  Mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet kehrt der Schweizer Regisseur in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und entwirft ein neues Evangelium für das 21. Jahrhundert.

Und im Filmpodcast morgen: The United States vs. Billie Holiday, Volevo nascondermi

Filmpodcast Nr. 696: Sami, Joe und ich; Police, Bruno Jaeggi, Dominik Moll und Seules les bêtes

Omar Sy, Virginie Efira in ‚Police‘ von Anne Fontaine © frenetic

Es herrscht Wahlfreiheit, die Kinos spielen wieder. Zum Beispiel den Gewinner des Publikumspreises des letzten ZFF: Sami, Joe und ich. Oder aus Frankreich Police. Wir erinnern uns an den verstorbenen trigon-film-Gründer Bruno Jaeggi. Und wir reden mit Dominik Moll über seinen Slow-Thriller Seules les bêtes. Plus Kurztipps und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 16 – 2021

Jana Sekulovksa, Rabea Lüthi, Anja Gada in ‚Samim, Joe und ich von Karin Heberlein © outside the box

Die Kinos öffnen wieder, die Streaming-Angebote bleiben.
Aber auf jeden Fall erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Sami, Joe und Ich von Karin Heberlein. Drei junge Frauen am Ende der Schulzeit, Freundschaft und Drama. Der Film ist nicht unbedingt dann grossartig, wenn er erzählt. Aber er ist grossartig, wenn er beschreibt, und er beschreibt nicht weniger, als was es bedeutet, heute in der Schweiz jung zu sein.
  2. Police von Anne Fontaine. Eine Pariser Polizistin und zwei Kollegen sollen einen Asylbewerber abschieben und beginnen zu diskutieren. Ein ziemlich realistisch spannender Polizeithriller.
  3. Seules les bêtes von Dominik Moll. Eine verschwundene Frau, einsame Bauern und nordafrikanische Internetscammer: Moll webt ein weites Netz mit schwarzem Humor und menschlichem Witz.
  4. The Pink Cloud – A Nuvem Rosa von Iuli Gerbase. Diese den Lockdown erzwingende rosa Wolke wurde vor der Pandemie erfunden.  Aber dieses starke, durchdachte Beziehungsdrama ist heute ein ungemein passendes dystopisches Kammerspiel. Via filmingo.ch
  5. Das neue Evangelium von Milo Rau.  Mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet kehrt der Schweizer Regisseur in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und entwirft ein neues Evangelium für das 21. Jahrhundert. Via dasneueevangelium-film.ch
  • Und im Filmpodcast morgen: Sami, Joe und ich, Police, Seules les bêtes und Dominik Moll, Nachruf Bruno Jaeggi.

 

Filmpodcast Nr. 695: The Dissident, The Rider, Les guérisseurs, Dokfilmfestival Nyon, Emilie Bujès

‚Les guérisseurs‘ von Marie-Eve Hildbrand © Bande à part Films

Nächste Woche gehen die Kinos wieder auf. Für dieses Wochenende haben wir aber noch mal ein paar Streaming-Tipps. Georges Wyrsch hat den Dokuthriller The Dissident gesehen, zur Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi durch saudische Killer. The Rider, der wunderbare Zweitling von Oscar-Favoritin Chloé Zhao ist wieder zu haben. Und in Nyon beginnt das Dokumentarfilmfestival Visions du réel als Hybridausgabe. Ich stelle den Eröffnungsfilm Les guérisseurs vor und habe mit der Festivalleiterin Emilie Bujès gesprochen. Dazu die gewohnten Kurztipps und eine besonders fiese Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 15 – 2021

Brady Jandreau in ‚The Rider‘ von Chloé Zhao © cineworx

Die Kinos bleiben noch ein paar Tage geschlossen. Hier ein paar Vorschläge für gute Streaming-Erlebnisse:

    1. The Dissident von Bryan Fogel. Ein Dokumentarthriller um die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi durch eine saudische Truppe. Dicht, gezielt erschreckend und offenbar zu brisant für das von saudischem Geld nicht ganz unabhängige Netflix. Ab Freitag auf den grossen VOD Plattformen der Schweiz oder auf myfilm.ch
    2. The Rider von Chloé Zhao.  Ein junger Rodeo-Reiter im Reservat muss sich nach einem Sturz aus dem Sattel auf ein komplett anderes Leben einstellen. Der zweite Film der aktuellen Oscar-Favoritin ist ein dokumentarisch präzises, metaphorisches Zeitbild aus den USA, leise und extrem stark. Via Rex, Bern, cinefile.ch, filmingo.ch oder myfilm.ch
    3. The Pink Cloud – A Nuvem Rosa von Iuli Gerbase. Diese den Lockdown erzwingende rosa Wolke wurde vor der Pandemie erfunden.  Aber dieses starke, durchdachte Beziehungsdrama ist heute ein ungemein passendes dystopisches Kammerspiel. Via filmingo.ch
    4. Das neue Evangelium von Milo Rau.  Mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet kehrt der Schweizer Regisseur in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und entwirft ein neues Evangelium für das 21. Jahrhundert. Via dasneueevangelium-film.ch
    5. Jagten von Thomas Vinterberg. Bevor mit dem oscarnominierten Druk die neue Kollaboration Vinterberg/Mikkelsen ins Kino kommt, noch einmal das Gegenstück zu Vinterbergs Festen: Die Geschichte einer Hexenjagd auf einen vermeintlich Pädophilen. Via cinefile.ch oder myfilm.ch

     

  1. Und im Filmpodcast morgen: The Dissident, The Rider, Les guérisseurs am Dokumentarfilmfestival Nyon «Visions du réel», Emilie Bujès.