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  • Die Unverpassbaren, Woche 25 – 2017

    Von Michael Sennhauser | 22. Juni 2017 - 09:06

    ‚Gute Tage‘ von Urs Graf © Look Now!

    Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

    1. Gute Tage von Urs Graf. Der Zürcher Altmeister des feinen Dokumentarfilms besucht Künstlerfreundinnen und -Freunde, bei denen das Alter ebenfalls den Schaffensprozess verändert, behindert, aber auch weiterhin bereichert. Feinfühlig und berührend.
    2. Une vie von Stéphane Brizé. Das traurige Leben einer vereinsamenden adeligen Frau im 19. Jahrhundert. Brizé gelingt das Kunststück, aus dem Stück Weltliteratur einen tiefen, zugleich traurigen und hellen Film mit fast dokumentarischer Anmutung und einer atemberaubend guten Hauptdarstellerin zu machen.
    3. L’Opera de Paris von Jean-Stéphane Bron. Der Regisseur und Opern-Neuling Bron steigt ab in die Katakomben der Pariser Oper – keine einzige Szene einer Aufführung zeigt er, aber ein schillerndes Porträt dieser und damit unserer eigenen verrückten Welt, aus der man am liebsten nie wieder auftaucht.
    4. Inversion von Behnam Behzadi. Ein stiller und überzeugender Film über eine unverheiratete Frau in Teheran, die sich zwar gern für ihr Umfeld einsetzt, aber auch einfordert, dass sie über solche Einsätze selber bestimmen kann.
    5. Beuys von Andres Veiel. Geniale Collage von bisher unediertem Foto- und Filmmaterial über den Künstler mit dem markanten Lachen und dem typischen Hut. Veiel inszeniert Beuys als kunst-demokratischen Don Quichotte, der gegen bildungsbürgerliche Windmühlen ankämpft.

    Im Filmpodcast morgen: Return to Montauk, Gute Tage, Bildrausch Basel mit Teres Villaverde.

    Themen: Die Unverpassbaren, Film, Filmbesprechung | Kein Kommentar »

    Filmpodcast Nr. 522: Wonder Woman, Une vie

    Von Brigitte Häring | 16. Juni 2017 - 08:15

    Judith Chemla in ‚Une vie‘ von Stéphane Brizé © xenix

    Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute geht’s in unserer Filmrolle um zwei Frauenschicksale. Die allerdings unterschiedlicher nicht sein könnten. Wonder Woman ist die Superheldin, die im gleichnamigen Film für Aufsehen sorgt; Georges Wyrsch weiss, warum. Der französische Film Une vie erzählt von einem Frauenschicksal im 19. Jahrhundert, meisterhaft, wie ich finde. Das sind die beiden Filmbeiträge in der Rolle heute – dazu natürlich Kurztipps und Tonspur

    Hören:

    Saugen: Filmpodcast Nr. 522 (Rechtsklick für Download)


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    Die Unverpassbaren, Woche 24 – 2017

    Von Michael Sennhauser | 15. Juni 2017 - 10:28

    ‚Inversion‘ © cineworx

    Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

    1. Une vie von Stéphane Brizé. Das traurige Leben einer vereinsamenden adeligen Frau im 19. Jahrhundert. Brizé gelingt das Kunststück, aus dem Stück Weltliteratur einen tiefen, zugleich traurigen und hellen Film mit fast dokumentarischer Anmutung und einer atemberaubend guten Hauptdarstellerin zu machen. 
    2. L’Opera de Paris von Jean-Stéphane Bron. Der Regisseur und Opern-Neuling Bron steigt ab in die Katakomben der Pariser Oper – keine einzige Szene einer Aufführung zeigt er, aber ein schillerndes Porträt dieser und damit unserer eigenen verrückten Welt, aus der man am liebsten nie wieder auftaucht.
    3. Inversion von Behnam Behzadi. Ein stiller und überzeugender Film über eine unverheiratete Frau in Teheran, die sich zwar gern für ihr Umfeld einsetzt, aber auch einfordert, dass sie über solche Einsätze selber bestimmen kann.
    4. Beuys von Andres Veiel. Geniale Collage von bisher unediertem Foto- und Filmmaterial über den Künstler mit dem markanten Lachen und dem typischen Hut. Veiel inszeniert Beuys als kunst-demokratischen Don Quichotte, der gegen bildungsbürgerliche Windmühlen ankämpft.
    5. Eshtebak – The Clash von Mohamed Diab. Der Film über Ägypten, sechs Jahre nach der Revolution. Packendes Kammerspiel über das Trauma einer Nation, humanistisch, nicht nur gut gemeint, auch besonders gut gemacht.

    Im Filmpodcast morgen: Une vie, Wonder Woman, etc.

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    Filmpodcast Nr. 521: Inversion, L’Opéra de Paris, Beuys

    Von Brigitte Häring | 9. Juni 2017 - 08:15

    ‚Inversion‘ aus dem Iran © cineworx

    Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Mit Georges Wyrsch gehts nach Teheran in den Smog: der Film Inversion erzählt davon – und von einer Frau im Kampf um Selbstbestimmung. Der Schweizer Jean-Stéphane Bron hat sich 18 Monate lang hinter die Kulissen der Pariser Oper begeben: das Resultat heisst L’Opéra de Paris, Gabriela Kägi hat den Beitrag dazu. Und Georges Wyrsch hat den Dokumentarfilm Beuys über den faszinierenden Künstler gesehen. Auch in der Rolle: Rätseltonspur und Kurztipps.

    Hören:

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    Die Unverpassbaren, Woche 23 – 2017

    Von Michael Sennhauser | 8. Juni 2017 - 13:47

    ‚L’opéra de Paris‘ von Jean-Stéphane Bron © frenetic

    Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

    1. L’Opera de Paris von Jean-Stéphane Bron. Der Regisseur und Opern-Neuling Bron steigt ab in die Katakomben der Pariser Oper – keine einzige Szene einer Aufführung zeigt er, aber ein schillerndes Porträt dieser und damit unserer eigenen verrückten Welt, aus der man am liebsten nie wieder auftaucht.
    2. Inversion von Behnam Behzadi. Ein stiller und überzeugender Film über eine unverheiratete Frau in Teheran, die sich zwar gern für ihr Umfeld einsetzt, aber auch einfordert, dass sie über solche Einsätze selber bestimmen kann.
    3. Beuys von Andres Veiel. Geniale Collage von bisher unediertem Foto- und Filmmaterial über den Künstler mit dem markanten Lachen und dem typischen Hut. Veiel inszeniert Beuys als kunst-demokratischen Don Quichotte, der gegen bildungsbürgerliche Windmühlen ankämpft.
    4. Eshtebak – The Clash von Mohamed Diab. Der Film über Ägypten, sechs Jahre nach der Revolution. Packendes Kammerspiel über das Trauma einer Nation, humanistisch, nicht nur gut gemeint, auch besonders gut gemacht.
    5. Une vie ailleurs von Olivier Peyon. Spannendes Kindsrückentführungs-Drama. Kein Film Noir, sondern eher ein Film Lumineux über wahre Mutterliebe, mit höchst dramatischen Sequenzen zwar, aber auch mit einem grundlegenden Glauben an das Gute im Menschen.

    Im Filmpodcast morgen: L’opéra de Paris, Inversion, etc.

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    Filmpodcast Nr. 520: Filmjahr 1967, Kino-Küssen

    Von Brigitte Häring | 2. Juni 2017 - 08:15

    Upside Down: Filmkuss aus Sam Raimis «Spiderman» aus dem Jahr 2002 © Sony Pictures

    Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute mit zwei längeren Beiträgen zur Kinogeschichte – beide von Michael Sennhauser. Um das Filmjahr 1967 gehts im einen und um die schönste Kinosache, um das Küssen, im anderen Beitrag. Dazu wie immer ein Tonspurrätsel und unsere Kurztipps.

    Hören:

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    Die Unverpassbaren, Woche 22 – 2017

    Von Michael Sennhauser | 1. Juni 2017 - 09:09

    ‚Beuys‘ von Andres Veiel © look now!

    Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

    1. Beuys von Andres Veiel. Geniale Collage von bisher unediertem Foto- und Filmmaterial über den Künstler mit dem markanten Lachen und dem typischen Hut. Veiel inszeniert Beuys als kunst-demokratischen Don Quichotte, der gegen bildungsbürgerliche Windmühlen ankämpft.
    2. Eshtebak – The Clash von Mohamed Diab. Der Film über Ägypten, sechs Jahre nach der Revolution. Packendes Kammerspiel über das Trauma einer Nation, humanistisch, nicht nur gut gemeint, auch besonders gut gemacht.
    3. Une vie ailleurs von Olivier Peyon. Spannendes Kindsrückentführungs-Drama. Kein Film Noir, sondern eher ein Film Lumineux über wahre Mutterliebe, mit höchst dramatischen Sequenzen zwar, aber auch mit einem grundlegenden Glauben an das Gute im Menschen.
    4. Mister Universo von Tizza Covi und Rainer Frimmel. Eine bestechende Dokufiktion mitten aus der verschwindenden Welt italienischer Schausteller- und Zirkusfamilien.
    5. Get Out von Jordan Peele. Für Chris entwickelt sich das Wochenende auf dem Anwesen der reichen Eltern seiner weissen Freundin zunehmend beängstigend. Eine Gesellschaftssatire im Gewand eines Genre-Films, beissend und spöttisch.

    Im Filmpodcast morgen: Küssen im KinoFilmjahr 1967.

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    Cannes 17: YOU WERE NEVER REALLY HERE von Lynne Ramsay

    Von Michael Sennhauser | 27. Mai 2017 - 13:16

    Joaquin Phoenix und Ekaterina Samsonov in ‚You Were Never Really Here‘ © Why Not Prod.

    Vor sechs Jahren ging Lynne Ramsay den Schuldgefühlen der Mutter eines Amokläufers nach, hier in Cannes, mit We Need To Talk About Kevin. Mit Ratcatcher und Morvern Callar, ihren vorherigen Filmen, erwies sich die einstige Fotografin als immenses Talent aus Schottland.

    Vernachlässigte Jugendliche, komplexe Beziehungen, oder das Problem einer Mutter, deren Sohn in der Schule Amok läuft: Bei ihr gerinnt die scheusslichste Wirklichkeit in starke, oft verstörende Bilder. Weiterlesen »

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    Cannes 17: AUS DEM NICHTS von Fatih Akin

    Von Michael Sennhauser | 26. Mai 2017 - 14:55

    Diane Krüger und Numan Acar © Bombero Int.

    Die rechtsextremen Mörder der NSU und der schier endlose Prozess gegen sie sind der Ausgangspunkt für Fatih Akins jüngsten Film.

    Diane Krüger spielt Katja Şekerci, die deutsche Frau eines Secondo-Türken und Mutter eines Sohnes. In der Auftaktsequenz des Filmes heiraten die beiden, im Gefängnis, wo Nuri für Drogenhandel einsitzt. Er war Katjas Haschlieferant, so haben sie sich kennengelernt.
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    Cannes 17: L’AMANT DOUBLE von François Ozon

    Von Michael Sennhauser | 26. Mai 2017 - 12:22

    Jérémie Renier und Marina Vacth in ‚L’amant double‘ von François Ozon © filmcoopi

    Zwillinge und ihre Persönlichkeitsdynamik haben schon manchen Thriller und manchen Horrorfilm belebt. Im Zentrum standen sie unter anderem in Sisters von Brian De Palma oder in David Cronenbergs Dead Ringers.

    Bei Brian De Palma 1972 spielte Margot Kidder die Zwillingsschwestern mit ungleich verteilter Psychopathologie. Und bei Cronenberg war Jeremy Irons der Gynäkologe mit dem besessenen alter Ego. Weiterlesen »

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