Filmpodcast Nr. 574: Look and Roll, Eingeimpft, David Lynch in Sitten und Morges

‚Eingeimpft‘ ? David Sieveking mit seiner Tochter © Stamm Film

Heute mit einer etwas ungewöhnlichen Ausgabe. Wir steigen ein mit einem Ohr auf das nur alle zwei Jahre stattfindende «Look and Roll» Kurzfilmfestival in Basel. Dann nehmen wir uns den sympathischen, aber verunglückten Dokumentarfilm «Eingeimpft» von David Sieveking vor ­– und geben im Anschluss dazu den Kolleginnen von der Wissenschaftsredaktion das Wort, weil das bitter nötig ist.

Und schliesslich nimmt uns Georges Wyrsch mit ins Wallis und an den Genfersee, zu gleich zwei Ausstellungen mit grafischen Arbeiten des Filmemachers David Lynch.

Dazu natürlich die unumgängliche Tonspur, und unsere Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 38 – 2018

Alexander Scheer als ‚Gundermann‘ mit Regisseur Andreas Dresen © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Chris the Swiss von Anja Kofmel. Mit dieser bestechenden Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm macht sich die Autorin auf Spurensuche nach ihrem 1992 in Kroatien ermordeten Cousin.
  2. Gundermann von Andreas Dresen. Gerhard Gundermann war Sänger und Baggerfahrer in der DDR. Und Stasi-Mitarbeiter. Ein grossartiger, liebevoller Film über Idealismus, Schuld und Haltung.
  3. Gaspard va au mariage von Antony Cordier.  Eine verhinderte Hochzeit in einem chaotischen Zoo. Eine animalisch frivole französische Komödie ausserhalb der Norm. Und mit Laetitia Dosch.
  4. Khook von Mani Haghighi. Ein Verrückter köpft in Teheran die wichtigen Filmemacher. Und Hasan versteht nicht, warum er noch lebt. Ist er doch der wichtigste. Eine satirische Tour de Force voller Einfälle.
  5. The Children Act von Richard Eyre. Eine Richterin im familienethischen Dilemma. Dank der grossartigen Emma Thompson übersteht der Roman von Ian McEwan dessen eigene Drehbuchfassung.

Und im Filmpodcast morgen Eingeimpft, Look & Roll, David Lynch im Wallis.

Filmpodcast Nr. 573: Chris the Swiss, Gundermann, The Man Who Killed Don Quixote, Ryuichi Sakamoto, Oleg Sentsov

Anna Unterberger (Conny) und Alexander Scheer in ‚Gundermann‘ von Andreas Dresen &copy: filmcoopi

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Einer der ungewöhnlichsten Filme des Jahres kommt aus der Schweiz: Chris the Swiss von Anja Kofmel. Gundermann heisst Andreas Dresens filmische Biographie des gleichnamigen DDR-Liedermachers. Terry Gilliam hat endlich seinen Don Quixote fertig. Der Filmmusikkomponist Ryuichi Sakamoto hat ein eigenes Filmporträt bekommen. Und der ukrainische Filmregisseur Oleg Sentsov ist im Hungerstreik. Dazu wie immer eine Tonspur, wie gewohnt, und unsere Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 37 – 2018

‚Chris the Swiss‘ von Anja Kofmel © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Chris the Swiss von Anja Kofmel. Mit dieser bestechenden Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm macht sich die Autorin auf Spurensuche nach ihrem 1992 in Kroatien ermordeten Cousin.
  2. Gundermann von Andreas Dresen. Gerhard Gundermann war Sänger und Baggerfahrer in der DDR. Und Stasi-Mitarbeiter. Ein grossartiger, liebevoller Film über Idealismus, Schuld und Haltung.
  3. Gaspard va au mariage von Antony Cordier.  Eine verhinderte Hochzeit in einem chaotischen Zoo. Eine animalisch frivole französische Komödie ausserhalb der Norm. Und mit Laetitia Dosch.
  4. Khook von Mani Haghighi. Ein Verrückter köpft in Teheran die wichtigen Filmemacher. Und Hasan versteht nicht, warum er noch lebt. Ist er doch der wichtigste. Eine satirische Tour de Force voller Einfälle.
  5. The Children Act von Richard Eyre. Eine Richterin im familienethischen Dilemma. Dank der grossartigen Emma Thompson übersteht der Roman von Ian McEwan dessen eigene Drehbuchfassung.

Und im Filmpodcast morgen Gundermann, Chris the Swiss, The Man who killed Don Quixotte, Ryuichi Sakamota: Coda, Oleg Sentsov.

Filmpodcast Nr. 572: Gaspard va au mariage, Die grüne Lüge, Swiss Animation, Western in Venedig

Félix Moati und Christa Théret in ‚Gaspard va au mariage‘ © Outside the Box

Eine ungewöhnlich animalische Komödie auf Frankreich ist Gaspard va au mariage, während Die grüne Lüge uns mitten ins beruhigte Gewissen kickt. Im Kunstraum Baden feiert das Groupement Suisse du Film d’animation, die Schweizer Trickfilmgruppe, ihre ersten 50 Jahre. Und in Venedig hat Brigitte Häring gleich zwei Zeitgeist-Western gesehen. Dazu eine Tonspur, wie gewohnt, und unsere Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 36 – 2018

‚Gaspard va au mariage‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Gaspard va au mariage von Antony Cordier.  Eine verhinderte Hochzeit in einem chaotischen Zoo. Eine animalisch frivole französische Komödie ausserhalb der Norm. Und mit Laetitia Dosch.
  2. Khook von Mani Haghighi. Ein Verrückter köpft in Teheran die wichtigen Filmemacher. Und Hasan versteht nicht, warum er noch lebt. Ist er doch der wichtigste. Eine satirische Tour de Force voller Einfälle.
  3. The Children Act von Richard Eyre. Eine Richterin im familienethischen Dilemma. Dank der grossartigen Emma Thompson übersteht der Roman von Ian McEwan dessen eigene Drehbuchfassung.
  4. Blackkklansman von Spike Lee. Der «Filmemacher der Vergeltung», wie sich Lee selber nennt, hat wieder zugeschlagen: Er bietet beste Unterhaltung mit unangenehmen Stacheln, lässt uns über rassistische Karrikaturen lachen und stellt zugleich die Frage, was es da überhaupt zu lachen gibt.
  5. Figlia Mia von Laura Bispuri. Ein Mädchen zwischen zwei Müttern: Aussergewöhnlich schönes, unsentimentales Melodrama über familiäre Verbundenheit und Liebe, die man nicht anfassen kann.

Und im Filmpodcast morgen Gaspard va au mariage, Die grüne Lüge, 50 Jahre GSFA, Western am Filmfestival Venedig.

Venedig 18: THE BALLAD OF BUSTER SCRUGGS von Joel und Ethan Coen

‚The Ballad of Buster Scruggs‘ © Netflix

Eine Anthologie nennen die Brüder ihren sechsteiligen Episodenfilm, der ursprünglich als Serie für Netflix geplant war.

Nun ist es ein Episodenfilm geworden mit Geschichten aus dem Wilden Westen, die Joel und Ethan Coen – schön gemacht – in ein altes Buch packen, das auf einem groben Holztisch liegt und von einer Hand umgeblättert wird. Aber natürlich ist das Buch nicht wirklich alt, die Coens haben ihre Geschichten selber geschrieben und wie immer ironisch, humorvoll, bitterböse und mit einer ordentlichen Portion Gewalt. „Venedig 18: THE BALLAD OF BUSTER SCRUGGS von Joel und Ethan Coen“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 571: The Children Act, Khook, Filmfestival Venedig

Emma Thompson und Stanley Tucci in ‚The Children Act‘ © Ascot Elite

Wir freuen uns über Emma Thompson in der Ian McEwan-Verfilmung The Children Act und gruselkichern über den Fanatiker, der in der iranischen Satire Khook – Schwein – von Mani Haghighi Filmregisseure meuchelt. Brigitte Häring berichtet vom Filmfestival Venedig und die Unverpassbaren haben wir wieder ebenso an Bord unseres Kinoschiffes wie die Tonspur aus vergangenen Leinwand-Tagen.

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Venedig 18: THE FAVOURITE von Yorgos Lanthimos (Wettbewerb)

Rachel Weisz in ‚The Favourite‘ © Fox Searchlight Pictures

Yorgos Lanthimos hat sich zum gefragtesten griechischen Regisseur gemausert, der mit seinen Filmen Stammgast an den grossen Festivals geworden ist. Erst letztes Jahr gewann er in Cannes für The Killing Of A Sacred Deer den Drehbuchpreis. Nun ist er mit dem Historiendrama The Favourite im Wettbewerb von Venedig zu sehen.

Lanthimos hat sich schon mit seinem ersten internationalen Erfolg Kynodontas (Dogtooth, 2009) als genauer Beobachter und Abbilder von seelischer Gewalt und Grausamkeit gezeigt. „Venedig 18: THE FAVOURITE von Yorgos Lanthimos (Wettbewerb)“ weiterlesen

Venedig 18: ROMA von Alfonso Cuarón (Wettbewerb)

‚Roma‘ von Alfonso Cuarón © Netflix

Nicht die italienische Hauptstadt ist Titelgeberin für diesen Film, sondern ein Stadtteil von Mexiko-City. Der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón hatte zuletzt mit Gravity ein wunderbar deliriöses Weltraum-Kammerstück mit George Clooney und Sandra Bullock gedreht und dafür einen Oscar gewonnen. Sein neuer Film Roma, im Wettbewerb von Venedig, unterscheidet sich komplett vom Vorgänger.

Dieser Film ist sehr persönlich und inspiriert von Cuaróns eigenen Kindheit, die er in einer mittelständischen Familie in ebendiesem Stadtteil verbracht hat. «Roma» ist eine Erzählung über soziale Gräben zwischen spanischstämmigen und indigenen Mexikanern, die tief in der Gesellschaft verankert sind. Und über Mütter, über Frauen und ihren Kampf, den sie – egal auf welcher Seite des Grabens – führen müssen. „Venedig 18: ROMA von Alfonso Cuarón (Wettbewerb)“ weiterlesen