Filmpodcast Nr. 837: Bruno Bréguet, Les histoires d’amour de Liv S., Àma Gloria

Kino im Kopf – mit Georges Wyrsch. Heute zwei Mal Neues aus der Schweiz: Der Dok-Film La scomparsa di Bruno Bréguet beleuchtet die Spuren eines verschollenen linksradikalen Aktivisten. Brigitte Häring schaut hin. Dann Romantik: Les histoires damour de Liv. S. Klingt nicht nach einem Film aus Zürich, ist es aber. Und Michael Sennhauser bespricht ein Kindermädchen-Drama mit kapverdischem Einschlag: Àma Gloria. Dazu wie immer: Kurztipps und Tonspur-Rätsel.

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Die Unverpassbaren, Woche 24 – 2024

IIlça Moreno Zego, Louise Mauroy-Panzan: Àma Gloria © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Àma Gloria von Marie Amachoukeli. Eine Sechsjährige muss nach dem Verlust der Mutter mit der Abreise des Kindermädchens fertig werden. Mary Poppins in echt und wunderbar.
  2. Inshallah a Boy von Amjad Al Rasheed. Damit sie nicht um ihre Hinterlassenschaft geprellt wird, behauptet eine frischgebackene Witwe sie sei mit einem Erben schwanger. Ein riskantes Spiel in einem Land, in dem Frauen auch gegängelt werden, ohne dass sie aus der Not Kinder erfinden.
  3. Sterben von Matthias Glasner. Das ist keine Komödie. Aber schmerzlich lustig, weil Regie und Darstellerinnen den komischen Aspekten familiärer Verlorenheit nicht ausweichen.
  4. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.
  5. Goodbye Julia von Mohamed Kordofani. Eine südsudanesische Haushaltshilfe und ihre Arbeitgeberin könnten beste Freundinnen sein, hätte nicht eine der beiden etwas Unverzeihliches getan. Privates ist politisch, vor allem aber unwiderstehlich melodramatisch in diesem vertrackten Versteckspiel.

Im Filmpodcast morgen: Les histoires d’amour de Liv, La scomparsa di Bruno Bréguet, Àma Gloria

Filmpodcast Nr. 836: Inshallah A Boy, Alle die du bist

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Heute kurz aber knackig: mit einem jordanischen Spielfilm über eine Witwe, die eine Schwangerschaft vorgaukelt und sogar wissen will, dass es ein Junge wird: Inshallah A Boy heisst der Film, den Georges Wyrsch gesehen hat. Ich bespreche den deutschen Spielfilm Alle die du bist, ein Liebesdrama, das im Arbeitermilieu des Braunkohleabbaus angesiedelt ist. Und auch diese Woche habe ich natürlich eine Tonspur und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 23 – 2024

‚Inshallah Walad‘ © trigon-film

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Inshallah a Boy von Amjad Al Rasheed. Damit sie nicht um ihre Hinterlassenschaft geprellt wird, behauptet eine frischgebackene Witwe sie sei mit einem Erben schwanger. Ein riskantes Spiel in einem Land, in dem Frauen auch gegängelt werden, ohne dass sie aus der Not Kinder erfinden.
  2. Sterben von Matthias Glasner. Das ist keine Komödie. Aber schmerzlich lustig, weil Regie und Darstellerinnen den komischen Aspekten familiärer Verlorenheit nicht ausweichen.
  3. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.
  4. Goodbye Julia von Mohamed Kordofani. Eine südsudanesische Haushaltshilfe und ihre Arbeitgeberin könnten beste Freundinnen sein, hätte nicht eine der beiden etwas Unverzeihliches getan. Privates ist politisch, vor allem aber unwiderstehlich melodramatisch in diesem vertrackten Versteckspiel.
  5. Hors-saison von Stéphane Brizé. Was wäre gewesen wenn…? 15 Jahre nach  der Trennung treffen sich Mathieu und Alice zufällig und spielen das durch. Romantische Melancholie gegen die Unwiderruflichkeit des Lebens.

Im Filmpodcast morgen: Inshalla a Boy, Alle die Du bist

Filmpodcast Nr. 835: Sterben, Sidonie au Japon, Teaches of Peaches

Sterben ist nicht einfach und Familie schon gar nicht. Aber im Film von Matthias Glasner mischen sich Schrecken und Komik. Georges Wyrsch stellt ihn vor. Brigitte Häring begleitet Isabelle Huppert nach Japan mit Sidonie au Japon. Und Luca Koch hat sich Teaches of Peaches vorgenommen, den Dokumentarfilm über die kanadische Musikerin. Das alles ergänzen wir wie gewohnt mit den wöchentlichen Kurztipps und mit einer frisch ausgelegten Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 22 – 2024

‚Sterben‘: Corinna Harfouch, Lars Eidinger © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Sterben von Matthias Glasner. Das ist keine Komödie. Aber schmerzlich lustig, weil Regie und Darstellerinnen den komischen Aspekten familiärer Verlorenheit nicht ausweichen.
  2. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.
  3. Goodbye Julia von Mohamed Kordofani. Eine südsudanesische Haushaltshilfe und ihre Arbeitgeberin könnten beste Freundinnen sein, hätte nicht eine der beiden etwas Unverzeihliches getan. Privates ist politisch, vor allem aber unwiderstehlich melodramatisch in diesem vertrackten Versteckspiel.
  4. Hors-saison von Stéphane Brizé. Was wäre gewesen wenn…? 15 Jahre nach  der Trennung treffen sich Mathieu und Alice zufällig und spielen das durch. Romantische Melancholie gegen die Unwiderruflichkeit des Lebens.
  5. Omen (Augure) von Baloji. Ein junger Belgier wird von seiner kongolesischen Verwandtschaft geächtet. Aus Aberglaube – oder es geht tatsächlich übernatürlich zu in diesem absurd-afrofuturistischen Universum, in dem das Abwehren des Fluchs zum Fluch selbst wird.

Im Filmpodcast morgen: Sterben, Sidonie au Japon, Teaches of Peaches

Filmpodcast Nr. 834: Cannes, High & Low – John Galliano, Goodbye Julia, L’été dernier

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Aus Cannes vom Filmfestival berichtet Michael Sennhauser – unter anderem über Furiosa, den neuen Teil der «Mad Max»-Saga, der diese Woche auch schon bei uns im Kino ist. Ich habe die Dokumentation High & Low über den Modedesigner John Galliano gesehen und Georges Wyrsch den sudanesischen Spielfilm Goodbye Julia. Und Michael Sennhauser hat sich mit der französischen Regisseurin Catherine Breillat über ihren neuen Film L’été dernier unterhalten. Dazu wie immer die Kurztipps und eine Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 21 – 2024

‚L’été dernier‘ mit Léa Drucker und Samuel Kircher © xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.
  2. Goodbye Julia von Mohamed Kordofani. Eine südsudanesische Haushaltshilfe und ihre Arbeitgeberin könnten beste Freundinnen sein, hätte nicht eine der beiden etwas Unverzeihliches getan. Privates ist politisch, vor allem aber unwiderstehlich melodramatisch in diesem vertrackten Versteckspiel.
  3. Hors-saison von Stéphane Brizé. Was wäre gewesen wenn…? 15 Jahre nach  der Trennung treffen sich Mathieu und Alice zufällig und spielen das durch. Romantische Melancholie gegen die Unwiderruflichkeit des Lebens.
  4. Omen (Augure) von Baloji. Ein junger Belgier wird von seiner kongolesischen Verwandtschaft geächtet. Aus Aberglaube – oder es geht tatsächlich übernatürlich zu in diesem absurd-afrofuturistischen Universum, in dem das Abwehren des Fluchs zum Fluch selbst wird.
  5. La voie royale von Frédéric Mermoud. Ihre Mathematikbegabung katapultiert Bauerntochter Sophie mitten in die französische Realität zwischen Gilets jaunes und Elitehochschulen. Packend und herzlich.

Im Filmpodcast morgen: Goodbye Julia, L’été dernier, Catherine Breillat

MOTEL DESTINO von Karim Aïnouz

© The Match Factory

Der Film beginnt mit einer Trigger-Warnung, einem Hinweis auf grelles, stroboskopartiges Licht.

Aber die paar Bildüberlagerungen im dramatischen Finale geben nicht genügend Unruhe her, um das einzulösen. Ironie? „MOTEL DESTINO von Karim Aïnouz“ weiterlesen

GRAND TOUR von Miguel Gomes

Cláudio da Silva als Timothy Sanders und Lang Khê Tran
als Ngoc © Match Factory

Ein Film wie dieser erinnert daran, was die eigentliche Magie des Kinos ausmacht: Bilder und Stimmungen, die sich mit anderen verbinden, uneindeutig, sehnsüchtig, traumähnlich.

Miguel Gomes ist es gelungen, «Heart of Darkness», Apocalypse Now, Pilgrims Progress zu einer Liebesgeschichte zu machen.

Diese Grand Tour ist eine Art «travelogue», ein Reisebericht mit entrückter Positionierung. „GRAND TOUR von Miguel Gomes“ weiterlesen