Filmpodcast Nr. 598: My Masterpiece, The Other Story am Yesh!, Les chatouilles

Pierre Deladonchamps und Cyrille Mairesse in ‚Les chatouilles‘ von Andréa Bescond und Eric Métayer. © Praesens

Um Freundschaft, Kunst und Kunstmarkt geht es in der Satire My Masterpiece. Das jüdische Filmfestival Yesh! in Zürich hat mit The Other Story eröffnet. Und im Gespräch zu Les chatouilles – Das Kitzeln – erzählen die Filmemacherin und der Filmemacher davon, wie sie ihren ungewöhnlichen Umgang mit pädophilen Übergriffen von der Bühne auf die Leinwand gebracht haben. Dazu wie gewohnt Kurztipps und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 11 – 2019

Dimitri Stapfer als ‚Sohn meines Vaters‘. Im Hintergrund Katja Kolm, Dani Levy und Sibylle Canonica © Vinca Film

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Les Chatouilles von Andrea Bescond und Eric Metayer. Die achtjährige Odette wird vom pädophilen Nachbarn missbraucht. Die erwachsene Odette tanzt und wütet sich das von der Seele. Bescond und Metayer haben haben ihr Einfrau-Powerstück hinreissend auf die Leinwand gewuchtet.
  2. Sohn meines Vaters von Jeshua Dreyfus. Der Psychiater-Vater manipuliert seinen Sohn. Der spannt ihm darauf die Geliebte aus. Eine nicht perfekte, aber mitreissende Familien-Screwball-Dramödie.
  3. The Old Man & The Gun von David Lowery. In seiner erklärtermassen letzten Rolle als Schauspieler fährt der 83jährige Robert Redford noch einmal sein ganzes Charisma auf als Gentleman-Bankräuber. Eine tolle Abschiedsvorstellung, abgerundet durch die wunderbare Sissy Spacek.
  4. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!
  5. The Wild Pear Tree (Ahlat Ağaçı) von Nuri Bilge Ceylan. Kunst und Menschwerdung, Ironie und Familie, über mehr als drei grossartige Stunden hinweg. In jeder Sekunde einzigartig, ausufernd diszipliniert, und perfekt in der Balance zwischen Gegenwart und Geschichte.

Und im Filmpodcast morgen: Les chatouilles, My Masterpiece, The Other Story am Yesh!

Filmpodcast Nr. 597: The Old Man & The Gun, Captain Marvel, Tel Aviv on Fire

Lubna Azabal und Yousef ‚Joe‘ Sweid in ‚Tel Aviv on Fire‘ © trigon

Heute zu Robert Redfords Abschiedsvorstellung The Old Man & The Gun, zu Marvels Versuch, mit Captain America eine eigene Wonder Woman zu lancieren, und mit einem Gespräch mit Regisseur Sameh Zoabi zu seiner Komödie Tel Aviv on Fire. Dazu wie gewohnt Kurztipps und Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 10 – 2019

Sissy Spacek und Robert Redford in ‚The Old Man & The Gun‘ © DCM

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Old Man & The Gun von David Lowery. In seiner erklärtermassen letzten Rolle als Schauspieler fährt der 83jährige Robert Redford noch einmal sein ganzes Charisma auf als Gentleman-Bankräuber. Eine tolle Abschiedsvorstellung, abgerundet durch die wunderbare Sissy Spacek.
  2. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!
  3. The Wild Pear Tree (Ahlat Ağaçı) von Nuri Bilge Ceylan. Kunst und Menschwerdung, Ironie und Familie, über mehr als drei grossartige Stunden hinweg. In jeder Sekunde einzigartig, ausufernd diszipliniert, und perfekt in der Balance zwischen Gegenwart und Geschichte.
  4. Boy Erased von Joel Edgerton. Die Geschichte einer versuchten «Umprogrammierung» eines schwulen Jungen konzentriert sich nicht zuletzt auf die von Nicole Kidman und Russell Crowe gespielten Eltern und wird so zum mehrschichtigen Drama.
  5. If Beale Street Could Talk von Barry Jenkins. Die erste originalsprachliche Verfilmung des bahnbrechenden Romans von James Baldwin. Lyrisch und schön, hart und schneidend.

Und im Filmpodcast morgen: Captain Marvel, The Old Man & The Gun und Regisseur Sameh Zoabi zu Tel Aviv on Fire.

Filmpodcast Nr. 596: On The Basis Of Sex, Gräns, Oscars für Netflix

‚On the Basis of Sex‘: Felicity Jones als Ruth Bader Ginsburg © Ascot-Elite

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Ann Mayer hat den biographischen Film über die Feministin Ruth Bader Ginsburg gesehen, On The Basis Of Sex. Und Georges Wyrsch den schwedischen Spielfilm Gräns. Michael Sennhauser spricht darüber, was es bedeutet, wenn Streamingdienste nun auch an den Oscars abräumen – wie letzten Sonntag mit Roma. Und ich habe für Sie Kurztipps und eine Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 09 – 2019

‚Gräns‘ von Ali Abbasi © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!
  2. The Wild Pear Tree (Ahlat Ağaçı) von Nuri Bilge Ceylan. Kunst und Menschwerdung, Ironie und Familie, über mehr als drei grossartige Stunden hinweg. In jeder Sekunde einzigartig, ausufernd diszipliniert, und perfekt in der Balance zwischen Gegenwart und Geschichte.
  3. Boy Erased von Joel Edgerton. Die Geschichte einer versuchten «Umprogrammierung» eines schwulen Jungen konzentriert sich nicht zuletzt auf die von Nicole Kidman und Russell Crowe gespielten Eltern und wird so zum mehrschichtigen Drama.
  4. If Beale Street Could Talk von Barry Jenkins. Die erste originalsprachliche Verfilmung des bahnbrechenden Romans von James Baldwin. Lyrisch und schön, hart und schneidend.
  5. The Favourite von Yorgos Lanthimos. Hintersinniges, intrigantes, und grausam komisches Historiendrama am englischen Königshof von Queen Anne zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Olivia Coleman, Rachel Weisz und Emma Stone spielen alle an die Wand – was Olivia Coleman eben den Oscar eingebracht hat.

Und im Filmpodcast morgen: Gräns, On the Basis of Sex, Oscar für Netflix.

Filmpodcast Nr. 595: Der Goldene Handschuh, Boy Erased, Claude Goretta, Bruno Ganz

Jonas Dassler als Frauenmörder Fritz Honka in ‚Der goldene Handschuh‘ © Warner Bros. Ent.

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute mit meiner Besprechung des sehr kontrovers diskutierten Films Der Goldene Handschuh von Fatih Akin, mit dem Film Boy Erased, den Ann Mayer gesehen hat. Und mit Erinnerungen an Claude Goretta und Bruno Ganz. Mit in dieser Rolle natürlich auch unsere Kino-Kurztipps und ein Tonspurrätsel.

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Die Unverpassbaren, Woche 08 – 2019

‚Ahlat Ağaçı‘ von Nuri Bilge Ceylan © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Wild Pear Tree (Ahlat Ağaçı) von Nuri Bilge Ceylan. Kunst und Menschwerdung, Ironie und Familie, über mehr als drei grossartige Stunden hinweg. In jeder Sekunde einzigartig, ausufernd diszipliniert, und perfekt in der Balance zwischen Gegenwart und Geschichte.
  2. Boy Erased von Joel Edgerton. Die Geschichte einer versuchten «Umprogrammierung» eines schwulen Jungen konzentriert sich nicht zuletzt auf die von Nicole Kidman und Russell Crowe gespielten Eltern und wird so zum mehrschichtigen Drama.
  3. If Beale Street Could Talk von Barry Jenkins. Die erste originalsprachliche Verfilmung des bahnbrechenden Romans von James Baldwin. Lyrisch und schön, hart und schneidend.
  4. Immer und Ewig von Fanny Bräuning. Die Tochter begleitet ihre Eltern auf die Reise mit dem Wohnmobil, das ihr Vater für sich und seine gelähmte Frau gebaut hat. Ein Dokumentarfilm über Liebe, Grosszügigkeit und diese Sache mit der Abhängigkeit.
  5. The Favourite von Yorgos Lanthimos. Hintersinniges, intrigantes, und grausam komisches Historiendrama am englischen Königshof von Queen Anne zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Olivia Coleman, Rachel Weisz und Emma Stone spielen alle an die Wand. Kino wie ein barockes Festmahl.

Und im Filmpodcast morgen: Boy Erased, Der Goldene Handschuh, Bruno Ganz.

Berlinale 19: SYNONYMES von Nadav Lapid

Quentin Dolmaire, Tom Mercier, Louise Chevillotte © Guy Ferrandis / SBS Films

Ein Film im Wettbewerb, der lange nachhallt – und das nicht nur des auffällig senfgelben Mantels, den der Protagonist praktisch immer trägt.

Synonymes ist ein kluger, einfühlsamer und manchmal auch schräger und geheimnisvoller Film über Ablösung und Neuanfang – in dem sehr viel über die Sprache passiert. Den FIPRESCI-Preis der Kritikerinnen und Kritiker hat er schon gewonnen hier in Berlin. „Berlinale 19: SYNONYMES von Nadav Lapid“ weiterlesen