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    Le Scaphandre et le papillon

    Von Michael Sennhauser | 22. Mai 2007 - 10:34

     

     

    Jean-Dominique Bauby war der erfolgreiche Chefredakteur der französischen Elle, bis ihn der Schlag traf und er in seinem eigenen Körper gefangen war: «Locked in Syndrom». Das einzige, was er noch bewegen konnte, war das linke Augenlid – und damit hat er zu kommunizieren gelernt und schliesslich seinen autobiographischen Bestseller diktiert, Buchstaben für Buchstaben: Die Taucherglocke und der Schmetterling. Daraus einen Film zu machen, wäre für jeden Regisseur eine massive Herausforderung gewesen. Der Künstler und Filmemacher Julian Schnabel («Basqiat») hat die Herausforderung gemeistert. Mit phantastischen Bildern, einem 20minütigen Filmeinstieg, ausschliesslich aus der einäugigen Persepektive des völlig Gelähmten im Spitalbett, dem ganzen Humor des Buches und etlichen überaus dramatischen Szenen wie jene, in der die Ehefrau der Geliebten des Gelähmten übers Telefon dessen Antworten übermitteln muss, die sie ihm Buchstaben für Buchstaben vom Auge abliest. Schnabel ist das Kunststück gelungen, mit avantgardistischen Bildideen einen fast linearen, vor allem aber allgemein zugänglichen und verständlichen Film zu machen, Publikumskino für alle, aber mit hohem Anspruch an Gestaltung und Umsetzung. Eine sehr schöne Arbeit, die wahrscheinlich ein grosses Publikum finden wird. Obs auch für eine Palme reicht?

    Topics: Film | Kommentare deaktiviert für Le Scaphandre et le papillon

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