Filmpodcast Nr. 756: Alcarràs, Girl Gang, ZFF Winnetou und Rachel Portman

Indianerlis wie früher: Lola Linnéa Padotzke als Nscho-tschi in ‚Der junge Häuptling Winnetou‘ © Ascot-Elite

Georges Wyrsch stellt den Berlinale-Gewinner Alcarràs vor, der jetzt im Kino läuft. Ich habe am ZFF Susanne Meures Girl Gang gesehen und den neuen Winnetou-Kinderfilm. Und Elisabeth Baureithel hat mit der Filmmusikkomponistin Rachel Portman geredet, die am ZFF ausgezeichnet wurde. Und Kurztipps und Tonspur haben wir auch.

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Die Unverpassbaren, Woche 39 – 2022

‚Alcarràs‘ von Carla Simón © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Alcarràs von Carla Simón. Eine spanische Familienplantage steht vor dem aus. Realistisches Kino im besten Sinn: Hunderprozentig glaubwürdig. Man lernt diese Familie kennen und gehört bald dazu. Dafür gabs den goldenen Bären der Berlinale.
  2. Jill von Steven Michael Hayes. Hippie-Albträumer. Ein chronogeschichtetes Aussteiger-Familiendrama als Spiegel unserer Zeit. Gedreht im Schweizer Jura, angesiedelt in den Wäldern Montanas. Erstaunlich stark.
  3. Mahatah – Side Stories from Main Stations von Sandra Gysi & Ahmed Abdel Mohsen. Das Getriebe der Hauptbahnhöfe von Kairo und Zürich, rhythmisch aufbereitet zu einer betörenden Leinwandsymphonie.
  4. Nos utopies communautaires – Die Kunst des Zusammenlebens von Pierre-Yves Borgeaud. Wie realisieren die 68er ihre einstigen Gemeinschaftsentwürfe im Alter? Der Dokfilm macht Mut, weil er Menschen zeigt, die ihre Ideale behalten haben, ohne ideologisch zu verhärten.
  5. Drii Winter von Michael Koch. Nicht der erste Schweizer Spielfilm mit einem Urner Bergdorf als Kulisse, aber der hier nutzt die steile Landschaft geschickt, um eine tragische Liebe ins Sagenhafte zu überführen.

Und im Filmpodcast morgen: Alcarràs, Girl Gang und Der junge Häuptling Winnetou und die Filmkomponistin Rachel Portman am ZFF

Filmpodcast Nr. 755: Peter von Kant, Avatar, ZFF18

Denis Ménochet als ‚Peter von Kant‘ und Isabelle Adjani als Diva-Muse Sidonie © filmcoopi

Brigitte Häring stellt uns François Ozons Fassbinder-Hommage-Remake Peter von Kant vor. Georges Wyrsch erinnert anlässlich der Wiederaufführung von James Camerons Avatar an die Wirkung, die der Film vor dreizehn Jahren hatte. Und ich versuche eine kleine Anfangsübersicht zum Auftakt des 18. Zurich Film Festivals. Dazu Kurztipps und eine frisch ausgelegte Tonspur, wie gewohnt.

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Die Unverpassbaren, Woche 38 – 2022

‚Jill‘ © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Jill von Steven Michael Hayes. Hippie-Albträumer. Ein chronogeschichtetes Aussteiger-Familiendrama als Spiegel unserer Zeit. Gedreht im Schweizer Jura, angesiedelt in den Wäldern Montanas. Erstaunlich stark.
  2. Mahatah – Side Stories from Main Stations von Sandra Gysi & Ahmed Abdel Mohsen. Das Getriebe der Hauptbahnhöfe von Kairo und Zürich, rhythmisch aufbereitet zu einer betörenden Leinwandsymphonie.
  3. Nos utopies communautaires – Die Kunst des Zusammenlebens von Pierre-Yves Borgeaud. Wie realisieren die 68er ihre einstigen Gemeinschaftsentwürfe im Alter? Der Dokfilm macht Mut, weil er Menschen zeigt, die ihre Ideale behalten haben, ohne ideologisch zu verhärten.
  4. Drii Winter von Michael Koch. Nicht der erste Schweizer Spielfilm mit einem Urner Bergdorf als Kulisse, aber der hier nutzt die steile Landschaft geschickt, um eine tragische Liebe ins Sagenhafte zu überführen.
  5. The Hill Where Lionesses Roar von Leila Bashrami. Aus Perspektivenlosigkeit im Balkan wird kriminelle Energie. Doch statt Bonnie and Clyde gibt es in diesem Spielfilm Bonnie, Bonnie und Bonnie. Ein junges Frauentrio fährt im Kosovo die Krallen aus.

Und im Filmpodcast morgen: Peter von Kant, Avatar Re-Release, ZFF

Filmpodcast Nr. 754: Jill, Juniper, Mahatah, Jean-Luc Godard, Alain Tanner

Der Bahnhof von Kairo in ‚Mahata‘ © Reck Film

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Wir nehmen Abschied von Jean-Luc Godard und Alain Tanner. Und wir heissen neue Kinofilme willkommen: Das packende Aussteigerdrama Jill – Michael Sennhauser hat es gesehen. Georges Wyrsch bespricht den neuseeländischen Spielfilm Juniper mit Charlotte Rampling in der Hauptrolle. Und Susanna Petrin hat den schweizerisch-ägyptischen Film Mahatah gesehen – ein stimmungsvolles Porträt der Bahnhöfe Zürich und Kairo. Dazu gibt’s wie immer die Kurztipps und eine Rätseltonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 37 – 2022

Alison Skye und Juliet Rylance in ‚Jill‘ © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

    1. Jill von Steven Michael Hayes. Hippie-Albträumer. Ein chronogeschichtetes Aussteiger-Familiendrama als Spiegel unserer Zeit. Gedreht im Schweizer Jura, angesiedelt in den Wäldern Montanas. Erstaunlich stark.
    2. Mahatah – Side Stories from Main Stations von Sandra Gysi & Ahmed Abdel Mohsen. Das Getriebe der Hauptbahnhöfe von Kairo und Zürich, rhythmisch aufbereitet zu einer betörenden Leinwandsymphonie.
    3. Nos utopies communautaires – Die Kunst des Zusammenlebens von Pierre-Yves Borgeaud. Wie realisieren die 68er ihre einstigen Gemeinschaftsentwürfe im Alter? Der Dokfilm macht Mut, weil er Menschen zeigt, die ihre Ideale behalten haben, ohne ideologisch zu verhärten.
    4. Drii Winter von Michael Koch. Nicht der erste Schweizer Spielfilm mit einem Urner Bergdorf als Kulisse, aber der hier nutzt die steile Landschaft geschickt, um eine tragische Liebe ins Sagenhafte zu überführen.
    5. The Hill Where Lionesses Roar von Leila Bashrami. Aus Perspektivenlosigkeit im Balkan wird kriminelle Energie. Doch statt Bonnie and Clyde gibt es in diesem Spielfilm Bonnie, Bonnie und Bonnie. Ein junges Frauentrio fährt im Kosovo die Krallen aus.

Und im Filmpodcast morgen: Juniper, Jill, Mahata, Abschied von Alain Tanner und Jean-Luc Godard

Zum Tod von Alain Tanner

Alain Tanner ist tot. Der wichtigste und erfolgreichste Vertreter des neuen Schweizer Films der 1960er und 70er Jahre ist heute Morgen 92jährig gestorben.

Zwölf Jahre bevor Hollywood mit dem feministischen Roadmovie Thelma & Louise zwei Frauen aus den gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen liess, hatte Alain Tanner das schon in der Schweiz durchgespielt.

Messidor hiess Tanners Film von 1979, in dem die Studentin Jeanne und die Verkäuferin Marie aufbrechen, um die Freiheitsmöglichkeiten der reichen Schweiz zu erkunden – und tödlich scheitern. „Zum Tod von Alain Tanner“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 753: Nos utopies communautaires, The Apple Day, Werner Herzog, Causa Seidl, Madeleine Collins

Virginie Efira in ‚Madeleine Collins‘ © filmcoopi

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Und mit einem bunten Themenstrauss. Nos utopies communautaires ist ein Schweizer Dokfilm, der sich mit Formen des Zusammenlebens auseinandersetzt; Michael Sennhauser hat ihn gesehen. Georges Wyrsch bespricht den iranischen neorealistischen Film The Apple Day, Andres Hutter hat die Memoiren des 80-jährigen Werner Herzog gelesen: «Jeder für sich und Gott gegen Alle». George Wyrsch ordnet die Anschuldigungen gegen den österreichischen Regisseur Ulrich Seidl ein, er habe bei Dreharbeiten rumänische Kinder und ihre Eltern unredlich behandelt.
Und Michael Sennhauser schliesslich hat mit Antoine Barraud über dessen Film Madeleine Collins gesprochen. Dazu kommen Kurztipps wie jede Woche und das allseits beliebte Tonspurrätsel.

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Die Unverpassbaren, Woche 36 – 2022

‚Nos utopies communautaires‘ © Louise Prod.

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Nos utopies communautaires – Die Kunst des Zusammenlebens von Pierre-Yves Borgeaud. Wie realisieren die 68er ihre einstigen Gemeinschaftsentwürfe im Alter? Der Dokfilm macht Mut, weil er Menschen zeigt, die ihre Ideale behalten haben, ohne ideologisch zu verhärten.
  2. Drii Winter von Michael Koch. Nicht der erste Schweizer Spielfilm mit einem Urner Bergdorf als Kulisse, aber der hier nutzt die steile Landschaft geschickt, um eine tragische Liebe ins Sagenhafte zu überführen.
  3. The Hill Where Lionesses Roar von Leila Bashrami. Aus Perspektivenlosigkeit im Balkan wird kriminelle Energie. Doch statt Bonnie and Clyde gibt es in diesem Spielfilm Bonnie, Bonnie und Bonnie. Ein junges Frauentrio fährt im Kosovo die Krallen aus.
  4. Semret von Caterina Mona. Eine alleinerziehende Mutter aus Eritrea arbeitet in Zürich als Pflegehilfskraft auf der Geburtenabteilung. Emphatisch wird hier die Psyche einer traumatisierten Frau ausgelotet, eingebettet in einen überfälligen Einblick in die eritreische Diaspora in der Schweiz.
  5. Nope von Jordan Peele. Der Regisseur von Get Out mischt hier Aliens, Cowboys, Rassismus und die mediale Inszenierung von Tieren samt Backlash zu einem irren, anregenden und vor allem leinwandfüllenden Cocktail.

Und im Filmpodcast morgen: Nos utopies communautaires, The Apple Day, Werner Herzog 80, Causa Seidl, Antoine Barraud und seine Madeleine Collins

Filmpodcast Nr. 752: Drii Winter; Filmfestspiele Venedig; Good Luck to You, Leo Grande

Emma Thompson, Daryl McCormack in ‚Good Luck to You, Leo Grande‘ © Ascot-Elite

Mit Georges Wyrsch. Heute mit zwei Filmbesprechungen und einer Festivalvorschau. Besprechung Nummer eins: Drii Winter von Michael Koch – ein Spielfilm aus den Urner Alpen, der bereits vor seinem dieswöchigen Schweizer Kinostart hoch gehandelt wird. Anschliessend Peter Claus mit einer Einschätzung, was sich so alles anbahnt an den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig. Und dann wieder was Neues aus den heimischen Kinos: Im britischen Spielfilm Good Luck to You, Leo Grande ist Emma Thompson zu sehen als Freierin. Dazu Kurztipps und das Tonspur-Rätsel.

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