INGEBORG BACHMANN – Jemand, der einmal ich war. von Regina Schilling

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) am Ufer des Tiber in Rom. © xenix

«Unsere Geisterbeschwörung», nennt Regina Schilling ihr Ingeborg-Bachmann-Dokumentarfilmprojekt mit Sandra Hüller, als es endlich losgeht: «Unsere Séance». „INGEBORG BACHMANN – Jemand, der einmal ich war. von Regina Schilling“ weiterlesen

A SAD AND BEAUTIFUL WORLD von Cyril Aris

Yasmina (Mounia Akl) und Nino (Hasan Akil) © trigon

Während in einem Spital in Beirut Raketenbeschuss die Fenster bersten lässt und die Menschen panisch durch die Gänge rennen, werden im Abstand von nur einer Minute zwei Kinder geboren. Nino um 17.05 Uhr, Yasmina um 17.06 Uhr. „A SAD AND BEAUTIFUL WORLD von Cyril Aris“ weiterlesen

BECAÀRIA von Erik Bernasconi

Prisca (Sinéad Thornhill) und Mario (Francesco Tozzi) © cineworx

Mario ist sechzehn Jahre alt, Sohn eines Tankstellenbetreibers im Sopraceneri, unglücklich am Gymnasium, unsicher bei den Mädchen und unmöglich in den Augen seiner Lehrer. Bis ihn sein Vater den Sommer über zu einer Bergbauernfamilie in den Höhen des oberen Maggiatals verbannt. Auf dass der vermeintliche Faulpelz lerne, was arbeiten heisst. „BECAÀRIA von Erik Bernasconi“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 33 – 2026

‚Laundry‘: Khuthala Sithole (Ntobeko Sishi) und seine Schwester Ntombentle (Zekhethelo Zondi) im Laden © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Laundry (Uhlanjululo) von Zamo Mkhwanazi. Ein behütetes Mittelschichtgeschwisterpaar in Südafrika wird 1968 vom normalisierten Terror des Apartheids-Regime erfasst. Ein intensiver Augenöffner.
  2. Le città di pianura von Francesco Sossai. Zwei juvenile alte Säufer im Veneto nehmen einen jungen Architekturstudenten mit auf die Jagd nach einem letzten Glas zwischen Kaurismäki und Fellini.
  3. Nightborn (Yön lapsi) von Hanna Bergholm. Ein kluges, perfides und bisweilen blutiges Spiel mit den Ängsten und Überforderungen rund um Mutter- und Elternschaft.
  4. H is for Hawk von Philippa Lowthorpe. Das Beizjagdtraining eines Habichts als Depressionstherapie. Dank Claire Foy insanely likeable and rather British.
  5. The Odyssey von Christopher Nolan. Zurück ins Kino jener Tage, als wir noch kleiner waren und die Leinwände grösser.  Spektakel mit Substanz – ohne Ironie.

LA VÉNUS ÉLECTRIQUE von Pierre Salvadori

Titus (Gustave Kervern) und seine elektrische Vénus Suzanne (Anaïs Demoustier) © frenetic

Suzanne (Anaïs Demoustier) verkörpert für den ausbeuterischen Schausteller Titus (Gustave Kervern) in Paris in den 1930er Jahren die «elektrische Venus». Die Jahrmarktsattraktion besteht darin, dass sie für 30 Centimes auf der offenen Bühne Männer küsst, während sie die zwei grossen Entlade-Kugeln eines Funkeninduktors berührt. Dabei werden sie und der erstaunte Kunde vor dem staunenden Publikum regelrecht elektrisiert. Eine intensive Erfahrung für die Männer, aber ein strapaziöser Job für die junge Frau, die danach regelmässig Brandwunden an den Füssen und Handflächen versorgen muss. „LA VÉNUS ÉLECTRIQUE von Pierre Salvadori“ weiterlesen

LAUNDRY (Uhlanjululo) von Zamo Mkhwanazi

Khuthala Sithole (Ntobeko Sishi) bei der Prüfung für den «Dompass» © First Hand Films

Südafrika, 1968. Der junge Khuthala Sithole (Ntobeko Sishi) träumt von einer Jazz-Karriere in den USA, während sein Vater Enoch (Siyabonga Shibe ) zusammen mit seiner Frau versucht, den Familienbetrieb, eine grosse innerstädtische Wäscherei in einer «weissen Zone», vor den Enteignungsversuchen des zunehmend korrupten und gewalttätigen Apartheidsregimes zu schützen. „LAUNDRY (Uhlanjululo) von Zamo Mkhwanazi“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 32 – 2026

‚Le città di pianura‘: Carlobianchi (Sergio Romano) und Doriano (Pierpaolo Capovilla) © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Le città di pianura von Francesco Sossai. Zwei juvenile alte Säufer im Veneto nehmen einen jungen Architekturstudenten mit auf die Jagd nach einem letzten Glas zwischen Kaurismäki und Fellini.
  2. Nightborn (Yön lapsi) von Hanna Bergholm. Ein kluges, perfides und bisweilen blutiges Spiel mit den Ängsten und Überforderungen rund um Mutter- und Elternschaft.
  3. H is for Hawk von Philippa Lowthorpe. Das Beizjagdtraining eines Habichts als Depressionstherapie. Dank Claire Foy insanely likeable and rather British.
  4. The Odyssey von Christopher Nolan. Zurück ins Kino jener Tage, als wir noch kleiner waren und die Leinwände grösser.  Spektakel mit Substanz – ohne Ironie.
  5. À voix basse von Leyla Bouzids. Ingenieurin Lilia kommt mit ihrer Partnerin zurück nach Tunesien, anlässlich des Todes ihres Onkels. Seine und ihre Homosexualität sind nicht die einzigen Familientabus. Feinfühlig und stimmig.

LE CITTÀ DI PIANURA von Francesco Sossai

Carlobianchi (Sergio Romano) und Doriano (Pierpaolo Capovilla) © Outside the Box

Es gibt einen Optimismus, der ist der Jugend vorbehalten. Und den Betrunkenen. Für die beiden Endfünziger Carlobianchi (Sergio Romano) und Doriano (Pierpaolo Capovilla), zwei endlos juvenile Söhne des Veneto, ist es die göttliche Vorsehung, die sie immer wieder mit neuen Gelegenheiten für ein «letztes Glas» versorgt. „LE CITTÀ DI PIANURA von Francesco Sossai“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 31 – 2026

‚H is for Hawk‘: Helen (Claire Foy) und ihr Habicht Mabel © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. H is for Hawk von Philippa Lowthorpe. Das Beizjagdtraining eines Habichts als Depressionstherapie. Dank Claire Foy insanely likeable and rather British.
  2. The Odyssey von Christopher Nolan. Zurück ins Kino jener Tage, als wir noch kleiner waren und die Leinwände grösser.  Spektakel mit Substanz – ohne Ironie.
  3. À voix basse von Leyla Bouzids. Ingenieurin Lilia kommt mit ihrer Partnerin zurück nach Tunesien, anlässlich des Todes ihres Onkels. Seine und ihre Homosexualität sind nicht die einzigen Familientabus. Feinfühlig und stimmig.
  4. L’inconnu de la Grande Arche von Stéphane Demoustier. The Brutalist in real und in Paris. Politik, Zeitgeschichte und Architekturdrama mit feinster Besetzung.
  5. La Hija Cóndor von Álvaro Olmos Torrico. Clara singt als angehende Anden-Hebamme alte Quechua-Gesänge, träumt aber auch von einer Pop-Karriere in der Stadt. Bildstark und zeitgemäss epochenbalanciertes Ethno-Kino.

Die Unverpassbaren, Woche 30 – 2026

‚H is for Hawk‘: Helen (Claire Foy) und ihr Habicht Mabel © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. H is for Hawk von Philippa Lowthorpe. Das Beizjagdtraining eines Habichts als Depressionstherapie. Dank Claire Foy insanely likeable and rather British.
  2. The Odyssey von Christopher Nolan. Zurück ins Kino jener Tage, als wir noch kleiner waren und die Leinwände grösser.  Spektakel mit Substanz – ohne Ironie.
  3. À voix basse von Leyla Bouzids. Ingenieurin Lilia kommt mit ihrer Partnerin zurück nach Tunesien, anlässlich des Todes ihres Onkels. Seine und ihre Homosexualität sind nicht die einzigen Familientabus. Feinfühlig und stimmig.
  4. L’inconnu de la Grande Arche von Stéphane Demoustier. The Brutalist in real und in Paris. Politik, Zeitgeschichte und Architekturdrama mit feinster Besetzung.
  5. La Hija Cóndor von Álvaro Olmos Torrico. Clara singt als angehende Anden-Hebamme alte Quechua-Gesänge, träumt aber auch von einer Pop-Karriere in der Stadt. Bildstark und zeitgemäss epochenbalanciertes Ethno-Kino.

+++ «Teenage Sex & Death at Camp Miasma» +++ Ab Donnerstag im Kino