Filmpodcast Nr. 682: My French Film Festival, Lockdown Collection II, Les rivières, Colorblind Casting

Regé-Jean Page und Phoebe Dynevor in der Netflix-Serie ‚Bridgerton‘ © Netflix

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Vorerst bis Ende Februar werden wir nicht ins Kino gehen können: zu sehen gibt es trotzdem mehr als genug. Zum Beispiel beim My French Film Festival, meint Michael Sennhauser – ein Festival, das schon seit 10 Jahren online ist. Oder schauen Sie in die Schweizer Kurzfilmsammlung «Lockdown Collection II» rein – eine Pralinenschachtel voller leckerer Mümpfeli, wie Georges Wyrsch findet. Ann Mayer empfiehlt den französisch-vietnamesischen Dokfilm Les rivières und Michael Sennhauser erklärt anhand der neuen Netflix-Serie «Bridgerton», was «Colorblind Casting» ist. Und ich habe dazu eine passende Tonspur zum Erraten und die Kurztipps für den Streaming-Dschungel.

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Die Unverpassbaren, Woche 02 – 2021

‚Les rivières‘ von Mai Hua © sister distribution

Die Kinos sind noch immer geschlossen. Aber das Filmangebot ist riesig. Hier ein paar Vorschläge für gute Erlebnisse:

    1. Les rivières von Mai Hua. Im Mai 2013 bringt die Dokumentarfilmerin ihre Grossmutter von Vietnam nach Frankreich. Eine intensive Familienliebesgeschichte. Auf filmingo.
    2. Lockdown Collection  – 2nd Wave. Noch einmal 25 Kurzfilme zur Zeit, von Schweizer Filmemacherinnen und Filmemachern. Ein bunter, nachdenklicher, witziger Strauss. Frei verfügbar auf Playsuisse.
    3. Unser Garten Eden von Mano Khalil.  Der grossartige Schrebergarten-Dokfilm aus dem Jahr 2010 zeigt die Freuden und Schwierigkeiten des Zusammenlebens auf kleinem Raum. Eine Wohltat in der aktuellen Zeit. Zu sehen auf filmingo.ch 
    4. Fragments du Paradis von Stéphane Goël. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Erfreuliche und berührende Gespräche und Begegnungen mit jener Generation, die gerade heute besonders gefährdet ist. Zu sehen auf PlaySuisse.ch 
    5. Turist – Force Majeure von Ruben Östlund. Selten hat ein Film das männliche Selbstverständnis dermassen gnadenlos in Frage gestellt wie dieser hinterlistige schwedische Ski-Ferien-Thriller von 2014. Zu sehen auf filmingo.ch und cinefile.ch

Und im Filmpodcast morgen: Lockdown 2nd Wave, Les rivières, Colorblind Casting, My French Film Festival.

Filmpodcast Nr. 681: Wilder 3, Petite fille, Fragments du paradis, Turist, Unser Garten Eden

Rosa Wilder (Sarah Spale) und Manfred Kägi (Marcus Signer) in ‚Wilder‘ – Staffel 3 © SRF

Willkommen zu unserer ersten Filmrolle im Jahr 2021. Filme gibt es derzeit nur zuhause zu sehen. Wir stellen ein paar Perlen aus dem riesigen Angebot vor. Etwa die dritte Staffel von «Wilder» auf SRF, den Dokfilm Petite fille auf ARTE, die Fragments du paradis, das Schnee- und Männlichkeitsdrama Turist und den grossartigen Berner Dok Unser Garten Eden – alles «on demand» zu haben. Dazu eine passende Tonspur. Und damit alles schön kompakt bleibt, die Kurz-Tipps für Eilige.

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Die Unverpassbaren, Woche 01 – 2021

Kristofer Hivju als Mats in 'Turist' © Look Now
Kristofer Hivju als Mats in ‚Turist‘ © Look Now

Die Kinos sind noch immer geschlossen. Aber das Filmangebot ist grösser denn je. Hier eine Auswahl, die nicht enttäuscht:

  1. Unser Garten Eden von Mano Khalil.  Der grossartige Schrebergarten-Dokfilm aus dem Jahr 2010 zeigt die Freuden und Schwierigkeiten des Zusammenlebens auf kleinem Raum. Eine Wohltat in der aktuellen Zeit. Zu sehen auf filmingo.ch
  2. Fragments du Paradis von Stéphane Goël. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Erfreuliche und berührende Gespräche und Begegnungen mit jener Generation, die gerade heute besonders gefährdet ist. Zu sehen auf PlaySuisse.ch
  3. Yalda von Massoud Bakhshi. Die 22jährige Yalda hat ihren 65jährigen Mann getötet und soll nun in einer Fernsehshow um Vergebung bitten. Eine iranische Mediensatire mit tiefem Einblick. Zu sehen auf filmingo.ch
  4. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt. Zu sehen auf myfilm.ch und auf cinefile.ch
  5. Turist – Force Majeure von Ruben Östlund. Selten hat ein Film das männliche Selbstverständnis dermassen gnadenlos in Frage gestellt wie dieser hinterlistige schwedische Ski-Ferien-Thriller von 2014. Zu sehen auf filmingo.ch und cinefile.ch

Und im Filmpodcast morgen: Wilder – Staffel 3, Unser Garten Eden, Fragments du paradis, Turist, Petite Fille. 

Filmpodcast Nr. 680: Vielen Dank für nichts, Nebraska, Yalda

‚Thelma & Louise‘ von 1991 © Columbus Film

Willkommen zu unserer letzten Filmrolle im 2020. Die Kinos sind wieder geschlossen; wir helfen heute aus mit streambaren Filmen auf Schweizer Plattformen. Mit der Rollstuhl-Rüpel-Tragikomödie Vielen Dank für Nichts, dem Alters-Winterfilm Nebraska und Yalda, der letzte Woche hätte im Kino anlaufen sollen. Dazu eine ausführlich aufgefangene Tonspur. Und die Tipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 51 – 2020

Bruce Dern und Will Forte in ‚Nebraska‘ von Alexander Payne

Die Kinos sind bis auf weiteres wieder geschlossen. Und von unseren Tipps der letzten Woche warten drei auf die Wiedereröffnung, zwei sind via Streaming verfügbar. Und die ergänzen wir heute um drei weitere, völlig willkürlich gewählte, tolle, streambare Filme:

    1. Yalda von Massoud Bakhshi. Die 22jährige Yalda hat ihren 65jährigen Mann getötet und soll nun in einer Fernsehshow um Vergebung bitten. Eine iranische Mediensatire mit tiefem Einblick. Zu sehen auf filmingo.ch
    2. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt. Zu sehen auf myfilm.ch und auf cinefile.ch
    3. Turist – Force Majeure von Ruben Östlund. Selten hat ein Film das männliche Selbstverständnis dermassen gnadenlos in Frage gestellt wie dieser hinterlistige schwedische Ski-Ferien-Thriller von 2014. Zu sehen auf filmingo.ch und cinefile.ch
    4. Nebraska von Alexander Payne.  Ein Winterfilm in Schwarzweiss, mit dem grossartigen Bruce Dern in einer wunderbaren Altersrolle. Zu sehen auf  cinefile.ch
    5. Vielen Dank für Nichts von Stefan Hillebrand und Oliver Paulus. Rüpel im Rollstuhl proben den Aufstand gegen Lethargie und Verzweiflung. Eine starke kleine Tragikomödie. Im freien Angebot von playsuisse.ch

Und im Filmpodcast morgen: Yalda, Vielen Dank für Nichts, Nebraska

Die Unverpassbaren, Woche 50 – 2020

‚Yalda‘ von Massoud Bakhshi © Sister Distribution

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Yalda von Massoud Bakhshi. Die 22jährige Yalda hat ihren 65jährigen Mann getötet und soll nun in einer Fernsehshow um Vergebung bitten. Eine iranische Mediensatire mit tiefem Einblick.
  2. Rückkehr nach Višegrad von Julie Biro und Antoine Jaccoud.  In den 90ern hat sie der Krieg getrennt, jetzt wagen sich serbische und bosnische Ex-Schulgspänli zögerlich an eine Klassenzusammenkunft. Ein Dokfilm des Wiedersehens und der versuchten Versöhnung.
  3. Kühe auf dem Dach von Aldo Gugolz. Keine Alpromantik in diesem Dokumentarfilm, sondern ein Teil Krimi und ein Teil Alp-Traum. Ein Mitnehmer.
  4. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt.
  5. Suot tschêl blau von Ivo Zen. Ein überraschender Dokumentarfilm aus dem Bündnerland, der daran erinnert, dass das Schweizer Drogenelend nicht auf die städtischen Brennpunkte begrenzt war.

Und im Filmpodcast morgen: Yalda, Rückkehr nach Višegrad, The Midnight Sky.

THE MIDNIGHT SKY von George Clooney

George Clooney als Augustine Lofthouse © Ascot Elite

Kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag beweist sich Hollywood-Star George Clooney zum siebten Mal als Regisseur. The Midnight Sky heisst sein von Netflix produzierter Science-Fiction-Thriller. Und wie so oft bei ambitionierter Science Fiction spielt das eigentliche Drama auch hier mehr im Kopf als im Weltraum. „THE MIDNIGHT SKY von George Clooney“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 678: Another Reality, Human Rights Film Festival, Cellule de crise, Jean-Luc Godard, Memoriav

Godard zieht Kameramann Raoul Coutard auf dem Set von ‚A bout de souffle‘

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute mit einem Dokfilmstart: die deutsch-schweizerische Koproduktion Another Reality – Georges Wyrsch hat ihn gesehen. Und er hat sich auch das Programm des Human Rights Film Festival angeschaut, das jetzt in Zürich läuft. Michael Sennhauser hat sich die neue Serie von RTS Cellule de Crise angeschaut und hat einen Geburtstagsgruss zum 90. von Jean-Luc Godard. Und zum 25. Geburtstag von Memoriav hat Anna Jungen mit der Direktorin des Vereins gesprochen, der sich um die Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts der Schweiz bemüht. Ausserdem legen wir eine Tonspur aus und haben die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 49 – 2020

‚Rückkehr nach Višegrad‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Rückkehr nach Višegrad von Julie Biro und Antoine Jaccoud.  In den 90ern hat sie der Krieg getrennt, jetzt wagen sich serbische und bosnische Ex-Schulgspänli zögerlich an eine Klassenzusammenkunft. Ein Dokfilm des Wiedersehens und der versuchten Versöhnung.
  2. Kühe auf dem Dach von Aldo Gugolz. Keine Alpromantik in diesem Dokumentarfilm, sondern ein Teil Krimi und ein Teil Alp-Traum. Ein Mitnehmer.
  3. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt.
  4. Suot tschêl blau von Ivo Zen. Ein überraschender Dokumentarfilm aus dem Bündnerland, der daran erinnert, dass das Schweizer Drogenelend nicht auf die städtischen Brennpunkte begrenzt war.
  5. W – Was von der Lüge bleibt von Rolando Colla.  Ein berührender Dokumentarfilm über und mit dem Mann, der sich eine Kindheitsgeschichte im KZ zusammenfantasiert hat und damit einen Literaturskandal verursachte.

Und im Filmpodcast morgen: Another Reality, Human Rights Film Festival, Cellule de crise, Godard zum 90sten, Memoriav