Filmpodcast Nr. 634: Little Joe, Lindenberg!, Solothurner Filmtage, Urs Egger, Terry Jones

Udo Lindenberg (Jan Bülow) mit Musikbusiness-Mattheisen (Detlev Buck) © DCM

Georges Wyrsch hat Jessica Hausners Little Joe gesehen. Ich war mit Hermine Huntgeburth auf ihrem Trip in die Anfangsjahre des Udo Lindenberg. Brigitte Häring ist an den Solothurner Filmtagen und hat von der Eröffnung mit Moskau einfach von Micha Lewinsky berichtet. Urs Egger, der Regisseur von Kinder der Landstrasse oder dem grossen SRF-Gotthard-Zweiteiler ist gestorben. Und mit dem Tod von Terry Jones sind nun bloss noch vier der Original-Monty-Pythons unter uns. Dazu wieder eine Tonspur. Und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 04 – 2020

Emily Beecham als Alice in ‚Little Joe‘ ©filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Little Joe von Jessica Hausner. Alice konstruiert für eine Gentech-Firma eine Topfpflanze, deren Duft glücklich macht. Mit Nebenwirkungen. Eine irre, etwas unterkühlte Mischung aus Science-Fiction und Gegenwartsanalyse, aufdringlich, aber faszinierend.
  2. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  3. 1917 von Sam Mendes. Zwei Soldaten im ersten Weltkrieg zwischen den Schützengräben. Atem- und pausenlos wie am Stück gefilmt, virtuos, berührend und deutlich menschlicher als ähnliche Versuche.
  4. Les misérables von Ladj Ly. In der Pariser Peripherie kippt das Gleichgewicht zwischen Gang-Disziplin und Polizei-Gewalt. Einsichten aus erster Hand, mit episch-filmischem Flair beschleunigt.
  5. Les Particules von Blaise Harrison. Eine wunderbar mysteriöse Alltagsbetrachtung zum Teenagerleben, rund um das CERN und den partikulär wolkig instabilen Aggregatszustand Adoleszenz. Pure Schönheit.

Und im Filmpodcast morgen: Lindenberg! Mach dein Ding, Little Joe, Terry Jones, Urs Egger, Solothurner Filmtage.

Filmpodcast Nr. 632: Platzspitzbaby, Le milieu de l’horizon, 1917, The Current War

‚Le milieu de l’horizon‘ von Delphine Lehericey © outside the box

Die starken neuen Filme drängeln sich wieder gegenseitig auf den Leinwänden. George Wyrsch stellt gleich drei davon vor: Platzspitzbaby, 1917 und The Current War. Und ich habe Delphine Lehericeys Schweizer Buchpreisverfilmung Le milieu de l’horizon gesehen. Dazu wieder eine frisch ausgelegte Tonspur. Und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 03 – 2020

Benedict Cumberbatch als Edison in ‚The Current War‘ © Ascot Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  2. 1917 von Sam Mendes. Zwei Soldaten im ersten Weltkrieg zwischen den Schützengräben. Atem- und pausenlos wie am Stück gefilmt, virtuos, berührend und deutlich menschlicher als ähnliche Versuche.
  3. Les misérables von Ladj Ly. In der Pariser Peripherie kippt das Gleichgewicht zwischen Gang-Disziplin und Polizei-Gewalt. Einsichten aus erster Hand, mit episch-filmischem Flair beschleunigt.
  4. Les Particules von Blaise Harrison. Eine wunderbar mysteriöse Alltagsbetrachtung zum Teenagerleben, rund um das CERN und den partikulär wolkig instabilen Aggregatszustand Adoleszenz. Pure Schönheit.
  5. The Current War von Alfonso Gomez-Rejon.  Der Kampf der Erfinder und Vermarkter um die Elektrifizierung der Welt. Schnell, komplex, faszinierend. Es fühlt sich an, als stünde der Film selbst unter Strom.

Und im Filmpodcast morgen: 1917, Platzspitzbaby, Le milieu de l’horizon, The Current War.

Filmpodcast Nr. 631: Les misérables, Les particules, Knives Out, Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Midnight Family, Echo.

Jamie Lee Curtis (and knives) in ‚Knives Out‘ von Rian Johnson © Impuls

Herzlich willkommen zu unserer ersten Filmrolle für 2020. Dank der kleinen Pause, die wir gemacht haben, können wir Ihnen heute gleich sechs aktuelle Filme vorstellen: Les misérables, Les particules, Knives Out, Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Midnight Family und Echo. Die Kurztipps sind auch ganz frisch, und für eine kurze Tonspur sollte es auch reichen.

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Die Unverpassbaren, Woche 02 – 2020

Pure Energie: Die Teenager in ‚Les particules‘ © Cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Les misérables von Ladj Ly. In der Pariser Peripherie kippt das Gleichgewicht zwischen Gang-Disziplin und Polizei-Gewalt. Einsichten aus erster Hand, mit episch-filmischem Flair beschleunigt.
  2. Les Particules von Blaise Harrison. Eine wunderbar mysteriöse Alltagsbetrachtung zum Teenagerleben, rund um das CERN und den partikulär wolkig instabilen Aggregatszustand Adoleszenz. Pure Schönheit.
  3. Knives Out von Rian Johnson. Witzig und bissig aufdatierte Variation auf das One-Room-Murder-Mystery nach Agatha Christie. Mit Hammer-Besetzung.
  4. Midnight Family von Luke Lorentzen. In Mexico-City ersetzen private Ambulanzen die fehlenden des Staates. Ein fast Dokumentarfilm mit einem unwiderstehlichen Sog.
  5. Echo von Rúnar Rúnarsson. Absurde Episoden aus der isländischen Weihnachtszeit. Unglaublich aufwändig und bildstark zu einem Monument verfugt.

Und im Filmpodcast morgen: Les misérables, Les particules, Knives Out, Midnight Family, Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Echo.

Filmpodcast Nr. 630: Motherless Brooklyn, Der Bär in mir, Silhouettentrick, The Dude

Edward Norton und Willem Dafoe in ‚Motherless Brooklyn‘ © Warner Bros.

Herzlich willkommen zur letzten Filmrolle für 2019. Die nächste Ausgabe von Kino im Kopf gibt es in der zweiten Januarwoche. Aber heute haben wir noch eine schöne Leinwand-Ladung: Edward Norton als Detektiv mit Tourette-Syndrom in Motherless Brooklyn. Einen spektakulären Schweizer Dokumentarfilm mit dem selbsterklärenden Namen Der Bär in mir. Einen Werkstattbesuch bei einem der letzten Silhouetten-Film-Handwerker. Und in seinem 70. Lebensjahr eine Erinnerung an die populärste Rolle von Jeff «The Dude» Bridges. Dazu Kurztipps und die passende Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 50 – 2019

Gugu Mbatha-Raw und Edward Norton in ‚Motherless Brooklyn‘ © Warner Bros.

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Motherless Brooklyn von Edward Norton. Einen 50ies-Privatdetektiv mit Tourette-Syndrom spielt Regisseur Norton hier, in New York, virtuos wie immer. Und keineswegs realistisch. Aber witzig, poetisch, schön und kreativ.
  2. Le jeune Ahmed von Luc und Jean-Pierre Dardenne. Ihr erster Film, bei dem die belgischen Brüder ihre Hauptfigur, einen jungen Islamisten, selber nicht mehr verstehen. Eine faszinierende Einkreisung.
  3. The Lighthouse von Robert Eggers. Zwei Männer im huis clos auf einem einsamen Leuchtturm. Der schwarzweisse Horrorfilm im klassischen Format beeindruckt mit seinem perfekten Zusammenspiel von Form und Inhalt, surreal, grotesk, märchenhaft, wie altes, schauriges Seemansgarn.
  4. The Irishman von Martin Scorsese. Eine Art «Best-of-Scorsese» um Gangstertum und Politik in den USA. Dreieinhalb Stunden gekonntes Déjà-vue, produziert von und für Netflix, immerhin noch im Kino zu sehen.
  5. Portrait de la jeune fille en feu von Céline Sciamma. Was für ein Film! Eine Malerin und ihr Sujet, vier Frauen, ein Universum. Céline Sciamma trifft jeden Ton, setzt kein falsches Bild, spinnt ihre Geschichte durchsichtig und funkelnd, wie ein Spinnennetz aus Glas.

Und im Filmpodcast morgen: Motherless Brooklyn, Der Bär in mir.

A RAINY DAY IN NEW YORK von Woody Allen

Timothée Chalamet ‚A Rainy Day in New York‘ © frenetic

A Rainy Day in New York heisst Woody Allens neuer Film, der jetzt ins Kino kommt. Überall, ausser in den USA. Die produzierenden Amazon-Studios haben ihren Vertrag mit Woody Allen sistiert, nachdem im Zug der MeToo-Enthüllungen auch die juristisch längst beigelegten Missbrauchs-Vorwürfe gegen den Regisseur wieder in die Schlagzeilen geraten waren. „A RAINY DAY IN NEW YORK von Woody Allen“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 629: Les hirondelles de Kaboul, A Rainy Day in New York, Le jeune Ahmed, Freie Sicht aufs Kino

Kameramann Vittorio Storaro und Woody Allen beim Dreh von ‚A Rainy Day in New York‘ © frenetic

Ein Animationsfilm für Erwachsene mit drastischen Bildern: Les hirondelles de Kaboul. Der neue Woody Allen – fast ein Jahr verspätet im Kino: A Rainy Day in New York. Die belgischen Dardenne-Brüder im Gespräch über ihren jungen Islamisten: Le jeune Ahmed. Und ein Buch über die Filmkritik in der Schweiz: Freie Sicht aufs Kino. Das ist unser Angebot heute. Dazu die Kurztipps wie immer und eine überaus passende Tonspur.

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