Venedig 20: LACCI von Daniele Luchetti

Luigi Lo Cascio und Alba Rohrwacher in ‚Lacci‘ © Gianni Fiorito

Zum ersten Mal seit elf Jahren darf wieder ein italienischen Film das grosse Festival im eigenen Land eröffnen. Die 77. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele Venedig ist eine besondere: es ist das erste grosse Festival, das wieder vor Ort stattfindet statt nur virtuell.

Kamerablick auf eine Reihe von Füssen. Musik setzt ein, alle Füsse beginnen gleichzeitig an zu tanzen: Das ist die allererste Filmszene dieser besonderen Festivalausgabe 2020. ein Fest wird gefeiert. Venedig feiert das Kino, den Film – zwar durften nur halb so viele Menschen wie sonst mitfeiern, denn jeder zweite Platz im Festivalpalast wurde freigelassen. Und auch das Lächeln der geladenen Gäste war versteckt unter den Masken, die auch während aller Kinovorstellungen auf den Gesichtern bleiben müssen. „Venedig 20: LACCI von Daniele Luchetti“ weiterlesen

Filmpodcast Nr. 658: L’île aux oiseaux, Edelweiss Revolution, Markus Gross, Franz Schnyder

Franz Schnyder auf dem Set, aus dem Bildband «Drehmomente» © Roland Bertschinger/PD

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute stellen wir zwei Filme vor, beide aus Genf, beide eine Mischung aus Dokumentation und Fiktion. Und trotzdem könnten sie unterschiedlicher nicht sein: l’île aux oiseaux heisst der eine, Edelweiss Revolution bzw. La preuve scientifique de l’existence de Dieu der andere. Ausserdem stellen wir Markus Gross vor, den ETH-Professor und Leiter des Walt-Disney-Forschungslabors in Zürich – er ist neu in die Oscar-Akademie aufgenommen worden. Und: Endlich gibt’s eine umfassende Biografie über Franz Schnyder, den Gotthelf-Verfilmer der Nation.  Kurztipps und Tonspur, wie immer.

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Filmpodcast Nr. 653: Suicide Tourist, Notre Dame, Love Me Tender

‚Suicide Tourist‘ Max (Nikolaj Coster-Waldau) & Laerke (Tuva Novotny) © DCM

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Endlich können wir wieder ins Kino! Und auch wenn die Auswahl noch etwas beschränkt ist, sind doch einige spannende Filme zu entdecken. Zum Beispiel der dänische Film Suicide Tourist mit Game of Thrones-Star Nicolaj Coster-Waldau; die französische Komödie Notre Dame – gedreht noch VOR dem grossen Brand – und der Tessiner Spielfilm Love Me Tender über eine Frau mit Agoraphobie. Dazu gibt’s fünf Kurztipps- jetzt können wir dafür wieder im Kinoprogramm stöbern – und eine Rätseltonspur.

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Filmpodcast Nr. 650: Plötzlich Heimweh, Switzerlanders, Michel Piccoli, Peter Thomas

Raumpatrouille Orion (1966)

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Grosse Reisen sind immer noch nicht möglich – und so bleiben wir auch in der Filmrolle fast ausschliesslich in der Schweiz. Plötzlich Heimweh ist ein Dokfilm der Chinesin Yu Hao, die im Appenzell lebt. Für Switzerlanders haben sich Menschen in der Schweiz selber gefilmt, Michael Steiner hat daraus einen Film gemacht. Und wir mussten Abschied nehmen: vom französischen Schauspieler Michel Piccoli und vom Filmmusikkomponisten Peter Thomas. Die Kurztipps für Streamingabende und eine Tonspur habe ich auch für Sie.

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Filmpodcast Nr. 644: Zurück in die 80er, Der Berg, Eagle Eye, CH-Streamingdienste

Dreharbeiten zu ‚Der Berg‘ ca. 1989 © Markus-Imhoof.ch

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Immer noch verbringen die meisten von uns ihre Zeit zuhause in den eigenen vier Wänden – wo auch diese Filmrolle entsteht – statt im Studio halt unter einer dicken Decke. Aber auch das Stubenkino bietet einiges, vor allem übers Osterwochenende, da heisst es auf SRF «Zurück in die 80er». Aber auch ältere Schweizer Filme gibt es neu oder wieder zu entdecken, wie Markus Imhoofs Der Berg. Und wem die Ruhe zu viel wird, dem sei mal wieder ein Action-Thriller empfohlen, zum Beispiel Eagle Eye aus dem Jahr 2008. Und dann schauen wir diese Woche mal genauer hin: auf die Schweizer Streamingangebote. Auch Kurztipps habe ich für Sie – und eine Tonspur.

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Filmpodcast Nr. 642: CH-Filmpreise, Milieu de l’horizon, You Will Die At 20, Bienvenue chez les Ch’tis

Luc Bruchez, Laetitia Casta ‚Le milieu de l’horizon‘ © Outside the Box

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Die Schweizer Filmpreise wurden vergeben. Nicht in einem Festakt, sondern ganz prosaisch via Mitteilung. Michael Sennhauser schätzt die Preise ein. Dazu gibts einen Beitrag über den Gewinnerfilm Le milieu de l’horizon. Ausserdem haben wir zwei Tipps fürs Sofakino: Den Neustart You Will Die at 20 gibts zum Streamen und den französischen Komödienklassiker Bienvenue chez les Ch’tis im Fernsehen. Kurztipps fürs Sofakino habe ich auch und wie immer die Rätseltonspur.

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Filmpodcast Nr. 640: Ema y Gastón, The Perfect Candidate und Haifaa Al Mansour, Mare und Andrea Štaka

‚Ema y Gastón‘ © trigon

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Drei Filme, drei Kontinente heute: Aus Chile kommt das starke Beziehungsdrama Ema y Gastón von Pablo Larraín. Aus Saudi-Arabien der Film The Perfect Candidate; ich habe mit der saudischen Regisseurin Haifaa Al Mansour gesprochen. Und aus der Schweiz und aus Kroatien ist Mare der Zürcherin Andrea Štaka; Michael Sennhauser hat mit ihr über den Film gesprochen. Dazu gibt’s wie immer eine Tonspur zum erraten und die fünf Kurztipps.

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Filmpodcast Nr. 638: Berlinale, Mare, Schwesterlein, Filmschule Ladj Ly

Das ‚Mare‘-Filmteam vor dem Berliner Zoo-Palast.

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. In Berlin dreht sich wieder alles um die Bären: es ist Berlinale. Michael Sennhauser ist dort und berichtet über Neues – zum Beispiel über Carlo Chatrian, der dieses Jahr den langjährigen Direktor Dieter Kosslick abgelöst hat – und er hat zwei Schweizer Filme gesehen, die an der Berlinale Weltpremiere feierten: Mare von Andrea Štaka und Schwesterlein vom Regisseurinnen-Duo Stéphanie Chuat und Véronique Reymond. Und von Berlin noch nach Paris: dort, im Banlieuviertel Clichy-sous-Bois hat Les Misérables-Regisseur Ladj Ly eine Filmschule eröffnet, Margit Hillmann hat sie besucht.

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Venedig 19: THE LAUNDROMAT von Steven Soderbergh

Meryl Streep in ‚The Laundromat‘ © Netflix

Ein Laundromat, das ist ein Waschsalon – und im Fall des Films von Steven Soderbergh (Erin Brockovich, Ocean’s Eleven) wird darin Geld gewaschen, sehr viel Geld. Und fast ganz legal. Oder zumindest an vielen Gesetzeslücken und Landesgrenze vorbei.

The Laundromat erzählt die Geschichte der Panama Papers: das war dieses riesige Konstrukt um die Treuhandfirma Mossack & Fonseca herum. Diese betrieb über 214’000 Briefkastenfirmen, bis ein Whistleblower Daten leakte und investigative Journalisten das ganze Ausmass des riesigen Konstruktes aufarbeiteten. „Venedig 19: THE LAUNDROMAT von Steven Soderbergh“ weiterlesen

Venedig 19: JOKER von Todd Phillips

Joaquin Phoenix als ‚Joker‘ © Warner Bros.

Festivaldirektor Alberto Barbera fährt seinen Kurs, Venedig als Oscar-Startrampe zu etablieren, unbeirrt weiter. Immer mehr gleicht der internationale Wettbewerb einem Blockbuster-Festival, in dem die wenigen unbekannten und leiseren Arthousefilme zu verschwinden drohen.

Mit «Joker» hat Barbera einen Film in den Wettbewerb aufgenommen, der zwar im weiteren Sinn als Autorenfilm durchgehen kann (Hangover-Regisseur) Todd Philips hat Regie geführt und am Drehbuch mitgeschrieben und gleich auch selber mitproduziert. Aber «Joker» ist eben auch eine grosse Hollywood-Produktion (Warner). „Venedig 19: JOKER von Todd Phillips“ weiterlesen