Filmpodcast Nr. 642: CH-Filmpreise, Milieu de l’horizon, You Will Die At 20, Bienvenue chez les Ch’tis

Luc Bruchez, Laetitia Casta ‚Le milieu de l’horizon‘ © Outside the Box

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Die Schweizer Filmpreise wurden vergeben. Nicht in einem Festakt, sondern ganz prosaisch via Mitteilung. Michael Sennhauser schätzt die Preise ein. Dazu gibts einen Beitrag über den Gewinnerfilm Le milieu de l’horizon. Ausserdem haben wir zwei Tipps fürs Sofakino: Den Neustart You Will Die at 20 gibts zum Streamen und den französischen Komödienklassiker Bienvenue chez les Ch’tis im Fernsehen. Kurztipps fürs Sofakino habe ich auch und wie immer die Rätseltonspur.

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Filmpodcast Nr. 640: Ema y Gastón, The Perfect Candidate und Haifaa Al Mansour, Mare und Andrea Štaka

‚Ema y Gastón‘ © trigon

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Drei Filme, drei Kontinente heute: Aus Chile kommt das starke Beziehungsdrama Ema y Gastón von Pablo Larraín. Aus Saudi-Arabien der Film The Perfect Candidate; ich habe mit der saudischen Regisseurin Haifaa Al Mansour gesprochen. Und aus der Schweiz und aus Kroatien ist Mare der Zürcherin Andrea Štaka; Michael Sennhauser hat mit ihr über den Film gesprochen. Dazu gibt’s wie immer eine Tonspur zum erraten und die fünf Kurztipps.

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Filmpodcast Nr. 638: Berlinale, Mare, Schwesterlein, Filmschule Ladj Ly

Das ‚Mare‘-Filmteam vor dem Berliner Zoo-Palast.

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. In Berlin dreht sich wieder alles um die Bären: es ist Berlinale. Michael Sennhauser ist dort und berichtet über Neues – zum Beispiel über Carlo Chatrian, der dieses Jahr den langjährigen Direktor Dieter Kosslick abgelöst hat – und er hat zwei Schweizer Filme gesehen, die an der Berlinale Weltpremiere feierten: Mare von Andrea Štaka und Schwesterlein vom Regisseurinnen-Duo Stéphanie Chuat und Véronique Reymond. Und von Berlin noch nach Paris: dort, im Banlieuviertel Clichy-sous-Bois hat Les Misérables-Regisseur Ladj Ly eine Filmschule eröffnet, Margit Hillmann hat sie besucht.

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Venedig 19: THE LAUNDROMAT von Steven Soderbergh

Meryl Streep in ‚The Laundromat‘ © Netflix

Ein Laundromat, das ist ein Waschsalon – und im Fall des Films von Steven Soderbergh (Erin Brockovich, Ocean’s Eleven) wird darin Geld gewaschen, sehr viel Geld. Und fast ganz legal. Oder zumindest an vielen Gesetzeslücken und Landesgrenze vorbei.

The Laundromat erzählt die Geschichte der Panama Papers: das war dieses riesige Konstrukt um die Treuhandfirma Mossack & Fonseca herum. Diese betrieb über 214’000 Briefkastenfirmen, bis ein Whistleblower Daten leakte und investigative Journalisten das ganze Ausmass des riesigen Konstruktes aufarbeiteten. „Venedig 19: THE LAUNDROMAT von Steven Soderbergh“ weiterlesen

Venedig 19: JOKER von Todd Phillips

Joaquin Phoenix als ‚Joker‘ © Warner Bros.

Festivaldirektor Alberto Barbera fährt seinen Kurs, Venedig als Oscar-Startrampe zu etablieren, unbeirrt weiter. Immer mehr gleicht der internationale Wettbewerb einem Blockbuster-Festival, in dem die wenigen unbekannten und leiseren Arthousefilme zu verschwinden drohen.

Mit «Joker» hat Barbera einen Film in den Wettbewerb aufgenommen, der zwar im weiteren Sinn als Autorenfilm durchgehen kann (Hangover-Regisseur) Todd Philips hat Regie geführt und am Drehbuch mitgeschrieben und gleich auch selber mitproduziert. Aber «Joker» ist eben auch eine grosse Hollywood-Produktion (Warner). „Venedig 19: JOKER von Todd Phillips“ weiterlesen

Venedig 19: MARRIAGE STORY von Noah Baumbach

Scarlett Johansson, Adam Driver © Netflix

Das Kino hat ein neues Leinwandtraumpaar – ein Traumpaar in Sachen Trennung. Scarlett Johansson und Adam Driver spielen Nicole und Charlie, sie ist Schauspielerin, er Theaterregisseur. Zusammen haben sie einen achtjährigen Sohn, Henry.

Noah Baumbachs Film heisst Marriage Story – und er beginnt da, wo Nicole und Charlie zum ersten Mal über Trennung sprechen. Beziehungsweise schon vorher – man hört zuerst Charlie aus dem Off erzählen, was er an Nicole liebt, danach sie über ihn. Dazu gibt’s hübsche Familienszenen und heiter-beschwingte Musik (grossartig übrigens von Randy Newman). „Venedig 19: MARRIAGE STORY von Noah Baumbach“ weiterlesen

Venedig 19: LA VERITÉ
von Hirokazu Kore-eda

Catherine Deneuve und Juliette Binoche in ‚La verité‘ © 3B-Bunbuku-MiMovies-FR3

Er ist der Seismograph der japanischen Befindlichkeit, der Meister der japanischen Familiengeschichten, der «Ken Loach Japans», wie er auch schon genannt wurde: Hirokazu Kore-eda. Nun hat sich auf ein komplett neues Terrain gewagt: Er hat einen französischen Film gedreht, mit Catherine Deneuve und Juliette Binoche in den Hauptrollen. Und mit Ethan Hawke als Binoches US-amerikanischem Ehemann.

Fabienne (Deneuve) – eine berühmte französische Schauspielerin – veröffentlicht ihre Memoiren. Zu diesem Anlass kommt ihre Tochter Lumir (Binoche) samt Ehemann (Hawke) und kleiner Tochter zu Besuch. Das Treffen von Mutter und Tochter – nach längerer Zeit – ist nicht besonders herzlich, und der Konflikt bricht umso mehr auf, als Lumir das Buch ihrer Mutter gelesen hat. Und dass Fabienne im Moment ausgerechnet in einem Film mitspielt, der eine Mutter-Tochter-Beziehung ad absurdum führt, verkompliziert alles noch einmal mehr. „Venedig 19: LA VERITÉ
von Hirokazu Kore-eda“
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Filmpodcast Nr. 613: Le grand bain, They Shall Not Grow Old

‚They Shall Not Grow Old‘ von Peter Jackson © Warner Bros.

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute zum letzten Mal vor der Sommerpause und mit einer perfekten Abkühlung für heisse Tage: Le Grand Bain heisst eine frische französische Komödie, die Michael Sennhauser gesehen hat. Und Georges Wyrsch stellt die verblüffende BBC-Dokumentation They Shall Not Grow Old vor, in der schwarzweisse Bilder aus den Schützengräben des Ersten Weltkriegs coloriert und in 3D zu neuem Leben erweckt werden. Und dazu habe ich für Sie eine Tonspur und die Kurztipps.

Der Filmpodcast macht Sommerpause.
Die nächste Ausgabe kommt am 22. August 2019.

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Filmpodcast Nr. 611: Le jeu

Roschdy Zem in ‚Le jeu‘ © Agora

Kino im Kopf, mit Brigitte Häring. Es war – dank Pfingstmontag – eine kurze Woche, und so fällt heute auch unsere Filmrolle etwas kürzer aus. Immerhin einen neuen Filmstart haben wir in der Rolle: Georges Wyrsch bespricht die französische Komödie Le jeu. Und ausserdem gibt’s wie immer die fünf Kurztipps und eine Tonspur.

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Filmpodcast Nr. 610: Mon tissu préféré, Amanda

David (Vincent Lacoste) und seine Nichte Amanda (Isaure Multrier) © JMH

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Erotik und Zärtlichkeit mitten in Krieg und Terror – darum drehen sich beide Filme, die wir heute in dieser Filmrolle haben: Georges Wyrsch spricht über Mon tissu préféré von Gaya Jiji. Und Ann Mayer hat Amanda von Mikhaël Hers gesehen. Und von mir gibt’s die Tonspur und die fünf Kurztipps, wie jede Woche.

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