SFT 11: Solothurner Film-Talks zum Nachhören

Film Club II SFT11
Film Club 2, moderiert von Catherine Ann Berger

Hier noch ein Nachtrag zu den Solothurner FIlmtagen 2011: Es gab eine ganze Reihe von Talks und Podiumsdiskussionen. Im Film Club diskutierten ausländische Kolleginnen und Kollegen über Schweizer Filme, im Film Club II zum Beispiel Andreas Kilb («FAZ»), Isabella Reicher («Der Standard») und Susan Vahabzadeh («Süddeutsche Zeitung») unter der Leitung von Catherine Ann Berger («SF») über Sennentuntschi von Michael Steiner, Satte Farben vor Schwarz von Sophie Heldmann, Manipulation von Pascal Verdosci und Jean-Stéphane Brons Cleveland vs Wall Street. Sämtliche Talks wurden im Auftrag der Filmtage mitgeschnitten und sind nun als Downloads verfügbar.

Wer Lust hat, kann Catherine Ann Bergers oben genannte Runde aber auch gleich hier hören:

Trennbalken 46. Solothturner Filmtage

SFT 11: Eine erste Gesprächsbilanz der aktuellen Filmtage

SFT Reithalle

Wie waren sie, die 46. Solothurner Filmtage? Was war besonders schön? Wo steuert die Filmpolitik hin? Und warum gibt es ausgerechnet jetzt, am Ende der umstrittenen Phase Bideau, so viele tolle Schweizer Filme? Ein Gespräch mit Kaspar Kasics, dem Präsidenten des ARF, Matthias Bürcher von artfilm.ch und CH-Film-Urgestein Clemens Klopfenstein.

Saugen MP3 12.1 MB (Rechtsklick) Hören:

Nachtrag vom 31. Januar 2010. Hier gibts noch eine Nachbilanz im Kulturstammtisch auf DRS4, mit Marcy Goldberg und mir, moderiert von Eric Facon:

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SFT 11: Begutachtungs-Ausschuss

begutachtungsexperten

Ausschüsse haben in der Regel kaum mit Ausschuss zu tun, auch wenn sie pflichtgemäss mit ablehnenden Bescheiden welchen produzieren. Das Bundesamt für Kultur sucht Ersatz für drei zurückgetretene Expertinnen und Experten für jene Gruppe, welche Filmprojekte bewertet, nicht mehr ganz nach dem alten System, aber auch noch nicht nach dem Neuen, das gestern von einem Teil der Branche als Wunschmodell skizziert worden ist. Wer also Lust hat, zu begutachten, und sich berufen fühlt, der guten Sache in einer Zwischenphase zu dienen, soll sich doch melden. Bis spätestens Freitag.

SFT 11: Migros-Preis für Simon Baumann

Gerd Folkers, Peter Liechti, Urs Fitze und Hedy Graber ©sennhauser

Vor einem Jahr stellte Hedy Graber vom Migros-Kulturprozent hier in Solothurn den neuen Dokumentarfilm-Wettbewerb vor, der Filme von der Projektentwicklung bis auf die Leinwand begleiten soll. Heute wurde mit Simon Baumann der erste Sieger gekürt, dessen Projekt nun in die Produktion gehen soll. Wenn alles klappt, könnte der fertige Film 2012 am Dokumentarfilmfestival in Nyon uraufgeführt werden. Gleichzeitig gab Hedy Graber das Thema für den nächsten wiederum zweistufigen Wettbewerb bekannt: Freiheit – eine Herausforderung. Projekte können ab sofort und bis 16. Mai 2011 eingegeben werden.

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SFT 11: Demonstrative Einigkeit bei den Filmverbänden

In seltener und ungewohnter Einigkeit traten heute in Solothurn die drei wichtigsten Autoren- und Produzentenverbände auf. Gemeinsam präsentierten die SFP, die GARP und der ARF/FDS der Branche die bisher erarbeiteten Vorschläge für die Umgestaltung der Bundesfilmförderung per 2012. Auch wenn die Splittergruppe der „IG der unabhängigen Produzenten“ noch nicht dabei ist: Die Branche ist sich offenbar im Klaren darüber, dass das gegenwärtige Machtvakuum mit dem Abgang des noch nicht ersetzten Chefs der Sektion Film im BAK den idealen Zeitpunkt darstellt, um konkrete Pläne zu präsentieren. Und da spürte man auf jeden Fall das Bemühen um einen geeinten Auftritt. Vorerst drei Punkte wurden heute konkret präsentiert, alle mit einiger Tragweite und alle unter Berücksichtigung der im letzten Jahr immer lauter geäusserten Vorwürfe an das „System Bideau“. Das Begutachtungssystem für Fördergesuche soll neu organisiert werden, die Förderung von Drehbüchern und Treatments soll ausgebaut werden, und schliesslich soll die automatische Förderung Succès cinéma mit dem pacte de l’audiovisuel in ein neues, stärkeres automatisches Fördersystem umgebaut werden. Und zu guter Letzt kam auch noch der uralte Wunsch nach einer Überführung der Bundesfilmförderung vom Bundesamt für Kultur in ein Filminstitut oder eine Stiftung wieder zur Sprache.

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SFT 11: Und noch eine Schweizer Filmdatenbank

filmsearch

Morgen Montagnachmittag wird in Solothurn filmsearch.ch vorgestellt. Es handelt sich dabei im wesentlichen um den online-Datenbestand der Solothurner Filmtage zu den Filmen, die hier gezeigt wurden und werden, ein permanent verfügbarer Katalog, wie ihn zum Beispiel die Visions du Réel in Nyon auch schon seit ein paar Jahren anbieten. Die umfangreichste der bisher zugänglichen Datenbanken zum Schweizer Film unterhält seit mehr als zehn Jahren die Promotionsagentur Swissfilms, in ihren Beständen sind zur Zeit 3282 Filme erfasst (gegenüber derzeit 1816 Filmen im Solothurner Angebot). Allerdings sind die Suchmöglichkeiten und das Datenangebot unterschiedlich, beide Datenbanken bieten spezifische Angaben wie Festivalauftritte der Filme und natürlich Querverbindungen über die Macherinnen und Macher. Wer allerdings Auswertungszahlen zu den Filmen sucht, findet die immer noch eher bei der Branchenorganisation der Filmverleiher und Kinobetreiber, bei Procinema. Und die grössten Datenbestände überhaupt lagern in den nur rudimentär online zugänglichen Datenbanken der Cinémathèque suisse in Lausanne und in ihrer Zürcher Zweigstelle. Dazu kommen die recht ausführlichen Bestände der kommerziellen Schweizer Filmsite cineman.ch, welche zumindest all jene Schweizer Filme erfasst, welche eine Kinoauswertung erfahren haben, und diverse weiter Spezialdatenbanken. Warum also noch eine Solothurner Solotour, habe ich Daniel Fuchs gefragt, den Geschäftsführer der Filmtage.

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SFT 11: Kummer ausradieren?

Foto ©Brigitte Häring
Foto ©Brigitte Häring

Witzchen mit Namen sind im Journalismus tabu. Zu billig, zu einfach, und vor allem: Zu abgeschmackt. Aber diesen Witz hat sich die Caritas Schweiz erlaubt, oder ihre Plakatgesellschaft – und dies wahrscheinlich unwissentlich. Wer am Bahnhof in Solothurn ankommt, um die diesjährigen Filmtage zu besuchen, und dabei weiss, dass ihr langjähriger Direktor Ivo Kummer heisst, der kann nicht umhin, sich am Kopf zu kratzen bei dem Anblick in der Unterführung.

SFT 11: Brancheninformation BAK

Jean Frédéric Jauslin in der Krone in Solothurn ©sennhauser
Jean Frédéric Jauslin in der Krone in Solothurn ©sennhauser

In Ermangelung eines offiziellen Filmchefs (Nicolas Bideau ist zurückgetreten, seine Nachfolge wird zur zeit emsig evaluiert) hat Jean-Frédéric Jauslin, der Leiter des Bundesamtes für Kultur BAK, heute wieder einmal persönlich informiert. Und die Meldungen klangen alle irgendwie positiv. Mehr Geld für die relevanten Filmfestivals (nicht mehr Geld für das Zurich Film Festival), ein wenig Geld für die kostpielige Digitalisierung auch der unabhängigen Kinobetriebe, eine sich abzeichnende Einigung im Gezerre zwischen Filmakademie und BAK. Vorbei die Zeiten wilder Vorwürfe aus dem Saal, wie man sie noch letztes Jahr erleben konnte?

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