Die Unverpassbaren, Woche 02 – 2021

‚Les rivières‘ von Mai Hua © sister distribution

Die Kinos sind noch immer geschlossen. Aber das Filmangebot ist riesig. Hier ein paar Vorschläge für gute Erlebnisse:

    1. Les rivières von Mai Hua. Im Mai 2013 bringt die Dokumentarfilmerin ihre Grossmutter von Vietnam nach Frankreich. Eine intensive Familienliebesgeschichte. Auf filmingo.
    2. Lockdown Collection  – 2nd Wave. Noch einmal 25 Kurzfilme zur Zeit, von Schweizer Filmemacherinnen und Filmemachern. Ein bunter, nachdenklicher, witziger Strauss. Frei verfügbar auf Playsuisse.
    3. Unser Garten Eden von Mano Khalil.  Der grossartige Schrebergarten-Dokfilm aus dem Jahr 2010 zeigt die Freuden und Schwierigkeiten des Zusammenlebens auf kleinem Raum. Eine Wohltat in der aktuellen Zeit. Zu sehen auf filmingo.ch 
    4. Fragments du Paradis von Stéphane Goël. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Erfreuliche und berührende Gespräche und Begegnungen mit jener Generation, die gerade heute besonders gefährdet ist. Zu sehen auf PlaySuisse.ch 
    5. Turist – Force Majeure von Ruben Östlund. Selten hat ein Film das männliche Selbstverständnis dermassen gnadenlos in Frage gestellt wie dieser hinterlistige schwedische Ski-Ferien-Thriller von 2014. Zu sehen auf filmingo.ch und cinefile.ch

Und im Filmpodcast morgen: Lockdown 2nd Wave, Les rivières, Colorblind Casting, My French Film Festival.

Die Unverpassbaren, Woche 01 – 2021

Kristofer Hivju als Mats in 'Turist' © Look Now
Kristofer Hivju als Mats in ‚Turist‘ © Look Now

Die Kinos sind noch immer geschlossen. Aber das Filmangebot ist grösser denn je. Hier eine Auswahl, die nicht enttäuscht:

  1. Unser Garten Eden von Mano Khalil.  Der grossartige Schrebergarten-Dokfilm aus dem Jahr 2010 zeigt die Freuden und Schwierigkeiten des Zusammenlebens auf kleinem Raum. Eine Wohltat in der aktuellen Zeit. Zu sehen auf filmingo.ch
  2. Fragments du Paradis von Stéphane Goël. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Erfreuliche und berührende Gespräche und Begegnungen mit jener Generation, die gerade heute besonders gefährdet ist. Zu sehen auf PlaySuisse.ch
  3. Yalda von Massoud Bakhshi. Die 22jährige Yalda hat ihren 65jährigen Mann getötet und soll nun in einer Fernsehshow um Vergebung bitten. Eine iranische Mediensatire mit tiefem Einblick. Zu sehen auf filmingo.ch
  4. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt. Zu sehen auf myfilm.ch und auf cinefile.ch
  5. Turist – Force Majeure von Ruben Östlund. Selten hat ein Film das männliche Selbstverständnis dermassen gnadenlos in Frage gestellt wie dieser hinterlistige schwedische Ski-Ferien-Thriller von 2014. Zu sehen auf filmingo.ch und cinefile.ch

Und im Filmpodcast morgen: Wilder – Staffel 3, Unser Garten Eden, Fragments du paradis, Turist, Petite Fille. 

Die Unverpassbaren, Woche 51 – 2020

Bruce Dern und Will Forte in ‚Nebraska‘ von Alexander Payne

Die Kinos sind bis auf weiteres wieder geschlossen. Und von unseren Tipps der letzten Woche warten drei auf die Wiedereröffnung, zwei sind via Streaming verfügbar. Und die ergänzen wir heute um drei weitere, völlig willkürlich gewählte, tolle, streambare Filme:

    1. Yalda von Massoud Bakhshi. Die 22jährige Yalda hat ihren 65jährigen Mann getötet und soll nun in einer Fernsehshow um Vergebung bitten. Eine iranische Mediensatire mit tiefem Einblick. Zu sehen auf filmingo.ch
    2. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt. Zu sehen auf myfilm.ch und auf cinefile.ch
    3. Turist – Force Majeure von Ruben Östlund. Selten hat ein Film das männliche Selbstverständnis dermassen gnadenlos in Frage gestellt wie dieser hinterlistige schwedische Ski-Ferien-Thriller von 2014. Zu sehen auf filmingo.ch und cinefile.ch
    4. Nebraska von Alexander Payne.  Ein Winterfilm in Schwarzweiss, mit dem grossartigen Bruce Dern in einer wunderbaren Altersrolle. Zu sehen auf  cinefile.ch
    5. Vielen Dank für Nichts von Stefan Hillebrand und Oliver Paulus. Rüpel im Rollstuhl proben den Aufstand gegen Lethargie und Verzweiflung. Eine starke kleine Tragikomödie. Im freien Angebot von playsuisse.ch

Und im Filmpodcast morgen: Yalda, Vielen Dank für Nichts, Nebraska

Die Unverpassbaren, Woche 50 – 2020

‚Yalda‘ von Massoud Bakhshi © Sister Distribution

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Yalda von Massoud Bakhshi. Die 22jährige Yalda hat ihren 65jährigen Mann getötet und soll nun in einer Fernsehshow um Vergebung bitten. Eine iranische Mediensatire mit tiefem Einblick.
  2. Rückkehr nach Višegrad von Julie Biro und Antoine Jaccoud.  In den 90ern hat sie der Krieg getrennt, jetzt wagen sich serbische und bosnische Ex-Schulgspänli zögerlich an eine Klassenzusammenkunft. Ein Dokfilm des Wiedersehens und der versuchten Versöhnung.
  3. Kühe auf dem Dach von Aldo Gugolz. Keine Alpromantik in diesem Dokumentarfilm, sondern ein Teil Krimi und ein Teil Alp-Traum. Ein Mitnehmer.
  4. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt.
  5. Suot tschêl blau von Ivo Zen. Ein überraschender Dokumentarfilm aus dem Bündnerland, der daran erinnert, dass das Schweizer Drogenelend nicht auf die städtischen Brennpunkte begrenzt war.

Und im Filmpodcast morgen: Yalda, Rückkehr nach Višegrad, The Midnight Sky.

Die Unverpassbaren, Woche 49 – 2020

‚Rückkehr nach Višegrad‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Rückkehr nach Višegrad von Julie Biro und Antoine Jaccoud.  In den 90ern hat sie der Krieg getrennt, jetzt wagen sich serbische und bosnische Ex-Schulgspänli zögerlich an eine Klassenzusammenkunft. Ein Dokfilm des Wiedersehens und der versuchten Versöhnung.
  2. Kühe auf dem Dach von Aldo Gugolz. Keine Alpromantik in diesem Dokumentarfilm, sondern ein Teil Krimi und ein Teil Alp-Traum. Ein Mitnehmer.
  3. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt.
  4. Suot tschêl blau von Ivo Zen. Ein überraschender Dokumentarfilm aus dem Bündnerland, der daran erinnert, dass das Schweizer Drogenelend nicht auf die städtischen Brennpunkte begrenzt war.
  5. W – Was von der Lüge bleibt von Rolando Colla.  Ein berührender Dokumentarfilm über und mit dem Mann, der sich eine Kindheitsgeschichte im KZ zusammenfantasiert hat und damit einen Literaturskandal verursachte.

Und im Filmpodcast morgen: Another Reality, Human Rights Film Festival, Cellule de crise, Godard zum 90sten, Memoriav

Die Unverpassbaren, Woche 48 – 2020

‚Kühe auf dem Dach‘ von Aldo Gugolz © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Kühe auf dem Dach von Aldo Gugolz. Keine Alpromantik in diesem Dokumentarfilm, sondern ein Teil Krimi und ein Teil Alp-Traum. Ein Mitnehmer.
  2. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt.
  3. Suot tschêl blau von Ivo Zen. Ein überraschender Dokumentarfilm aus dem Bündnerland, der daran erinnert, dass das Schweizer Drogenelend nicht auf die städtischen Brennpunkte begrenzt war.
  4. W – Was von der Lüge bleibt von Rolando Colla.  Ein berührender Dokumentarfilm über und mit dem Mann, der sich eine Kindheitsgeschichte im KZ zusammenfantasiert hat und damit einen Literaturskandal verursachte.
  5. Wildland von Jeanette Nordahl.  Ein mafiöses Matriarchat in Dänemark. Konsequent, spannend und ausgesprochen weiblich.

Und im Filmpodcast morgen:  Je ne te voyais pas, Kühe auf dem Dach,  Die unterbrochene Spur, Wonderwoman-Weihnachten.

Die Unverpassbaren, Woche 47 – 2020

‚Suot tschêl blau‘ von Ivo Zen © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. A Perfectly Normal Family (En helt almindelig familie) von Malou Reymann. Das Leben einer Elfjährigen gerät aus den Fugen, als der Vater verkündet, er wolle künftig als Frau leben. Ein feinfühliger, autobiographisch inspirierter Erstling, der undramatisch und gerade darum glaubhaft vermittelt.
  2. Suot tschêl blau von Ivo Zen. Ein überraschender Dokumentarfilm aus dem Bündnerland, der daran erinnert, dass das Schweizer Drogenelend nicht auf die städtischen Brennpunkte begrenzt war.
  3. W – Was von der Lüge bleibt von Rolando Colla.  Ein berührender Dokumentarfilm über und mit dem Mann, der sich eine Kindheitsgeschichte im KZ zusammenfantasiert hat und damit einen Literaturskandal verursachte.
  4. Wildland von Jeanette Nordahl.  Ein mafiöses Matriarchat in Dänemark. Konsequent, spannend und ausgesprochen weiblich.
  5. Zürcher Tagebuch von Stefan Haupt. Der Zwingli-Regisseur blickt zusammen mit anderen auf die neue Ratlosigkeit unserer Zeit. Nachdenklich und überraschend.

Und im Filmpodcast morgen:  A Perfectly Normal Family, Suot tschêl blau, Mank.

Die Unverpassbaren, Woche 46 – 2020

‚W – Was von der Lüge bleibt‘ von Rolando Colla © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. W – Was von der Lüge bleibt von Rolando Colla.  Ein berührender Dokumentarfilm über und mit dem Mann, der sich eine Kindheitsgeschichte im KZ zusammenfantasiert hat und damit einen Literaturskandal verursachte.
  2. Wildland von Jeanette Nordahl.  Ein mafiöses Matriarchat in Dänemark. Konsequent, spannend und ausgesprochen weiblich.
  3. Zürcher Tagebuch von Stefan Haupt. Der Zwingli-Regisseur blickt zusammen mit anderen auf die neue Ratlosigkeit unserer Zeit. Nachdenklich und überraschend.
  4. Beyto von Gitta Gsell. Der junge Schweiz-Türke Beyto verliebt sich in seinen gleichaltrigen Schwimmtrainer, worauf ihn seine Eltern mit seiner türkischen Jugendfreundin verheiraten. Ein subtiles, realistisches Drama mit einem erfreulichen Twist.
  5. There is no Evil von Mohammad Rasoulof. Vier verknüpfte Geschichten über das Töten, bzw. über die Möglichkeit, es zu verweigern. Je nach Gusto effekthascherisch oder extrem effektvoll erzählt.

Und im Filmpodcast morgen: W – Was von der Lüge bleibt, Hillbilly Elegy, Frauen im Auftragsfilm.

Die Unverpassbaren, Woche 45 – 2020

‚Wildland‘: Sandra Guldberg Kampp, Sidse Babett Knudsen, Joachim Fjelstrup, Elliott Crosset Hove, Besir Zeciri © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Wildland von Jeanette Nordahl.  Ein mafiöses Matriarchat in Dänemark. Konsequent, spannend und ausgesprochen weiblich.
  2. Zürcher Tagebuch von Stefan Haupt. Der Zwingli-Regisseur blickt zusammen mit anderen auf die neue Ratlosigkeit unserer Zeit. Nachdenklich und überraschend.
  3. Beyto von Gitta Gsell. Der junge Schweiz-Türke Beyto verliebt sich in seinen gleichaltrigen Schwimmtrainer, worauf ihn seine Eltern mit seiner türkischen Jugendfreundin verheiraten. Ein subtiles, realistisches Drama mit einem erfreulichen Twist.
  4. There is no Evil von Mohammad Rasoulof. Vier verknüpfte Geschichten über das Töten, bzw. über die Möglichkeit, es zu verweigern. Je nach Gusto effekthascherisch oder extrem effektvoll erzählt.
  5. The Assistant von Kitty Green. Zeichnet das enge Netz nach, das jahrzehntelang sexuelle Gewalt deckte – ohne Harvey Weinstein je beim Namen zu nennen. Eine starke Perspektive.

Und im Filmpodcast morgen: Wildland, Zürcher Tagebuch, Kinosituation Schweiz, Bye Sean Connery!

Die Unverpassbaren, Woche 44 – 2020

‚Beyto‘ (Burak Ates) und Mike (Dimitri Stapfer) © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Beyto von Gitta Gsell. Der junge Schweiz-Türke Beyto verliebt sich in seinen gleichaltrigen Schwimmtrainer, worauf ihn seine Eltern mit seiner türkischen Jugendfreundin verheiraten. Ein subtiles, realistisches Drama mit einem erfreulichen Twist.
  2. There is no Evil von Mohammad Rasoulof. Vier verknüpfte Geschichten über das Töten, bzw. über die Möglichkeit, es zu verweigern. Je nach Gusto effekthascherisch oder extrem effektvoll erzählt.
  3. The Assistant von Kitty Green. Zeichnet das enge Netz nach, das jahrzehntelang sexuelle Gewalt deckte – ohne Harvey Weinstein je beim Namen zu nennen. Eine starke Perspektive.
  4. Dark Waters von Todd Haynes. Der aufrechte Einzelkämpfer gegen Big Business. Klassisch wütendes Filmdrama zwischen Gerichtssaal und Detektivstory.
  5. Never Rarely Sometimes Always von Eliza Hittman. Ein Film von Frauen über Frauen, der nun tatsächlich eine klar andere Perspektive hat, ohne das je betonen zu müssen.

Und im Filmpodcast morgen:  Und morgen die ganze Welt, Beyto, La bonne épouse und Martin Provost