Die Unverpassbaren, Woche 26 – 2024

Anne Hathaway, Jessica Chastain in ‚Mothers‘ Instinct‘ © Ascot-Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Mothers‘ Instinct von Benoît Delhomme. Ein aufgeblasener Psychothriller, der zwei Mütter aufeinander loslässt. Einzig darum sehenswert, weil diese Mütter von Jessica Chastain und Anne Hathaway gespielt werden.
  2. La fille de son père von Erwan Le Duc. Die Tücken einer Vater-Tochter-Beziehung bieten Stoff für eine versponnene Frühlingssonate, die ein traumtänzerisches Gleichgewicht herstellt zwischen visuellen Gags und verbaler Poesie.
  3. Àma Gloria von Marie Amachoukeli. Eine Sechsjährige muss nach dem Verlust der Mutter mit der Abreise des Kindermädchens fertig werden. Mary Poppins in echt und wunderbar.
  4. Inshallah a Boy von Amjad Al Rasheed. Damit sie nicht um ihre Hinterlassenschaft geprellt wird, behauptet eine frischgebackene Witwe sie sei mit einem Erben schwanger. Ein riskantes Spiel in einem Land, in dem Frauen auch gegängelt werden, ohne dass sie aus der Not Kinder erfinden.
  5. Sterben von Matthias Glasner. Das ist keine Komödie. Aber schmerzlich lustig, weil Regie und Darstellerinnen den komischen Aspekten familiärer Verlorenheit nicht ausweichen.

Im Filmpodcast morgen: Mothers‘ Instinct, Everybody hates Johan, Reas, Nora Ephron

Die Unverpassbaren, Woche 25 – 2024

Céleste Brunnquell, Nahuel Perez Biscayart © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. La fille de son père von Erwan Le Duc. Die Tücken einer Vater-Tochter-Beziehung bieten Stoff für eine versponnene Frühlingssonate, die ein traumtänzerisches Gleichgewicht herstellt zwischen visuellen Gags und verbaler Poesie.
  2. Àma Gloria von Marie Amachoukeli. Eine Sechsjährige muss nach dem Verlust der Mutter mit der Abreise des Kindermädchens fertig werden. Mary Poppins in echt und wunderbar.
  3. Inshallah a Boy von Amjad Al Rasheed. Damit sie nicht um ihre Hinterlassenschaft geprellt wird, behauptet eine frischgebackene Witwe sie sei mit einem Erben schwanger. Ein riskantes Spiel in einem Land, in dem Frauen auch gegängelt werden, ohne dass sie aus der Not Kinder erfinden.
  4. Sterben von Matthias Glasner. Das ist keine Komödie. Aber schmerzlich lustig, weil Regie und Darstellerinnen den komischen Aspekten familiärer Verlorenheit nicht ausweichen.
  5. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.

Im Filmpodcast morgen: La fille de son père, Die Vision der Claudia Andujar, Xavier Koller 80, Das Löwengebrüll von MGM.

Die Unverpassbaren, Woche 24 – 2024

IIlça Moreno Zego, Louise Mauroy-Panzan: Àma Gloria © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Àma Gloria von Marie Amachoukeli. Eine Sechsjährige muss nach dem Verlust der Mutter mit der Abreise des Kindermädchens fertig werden. Mary Poppins in echt und wunderbar.
  2. Inshallah a Boy von Amjad Al Rasheed. Damit sie nicht um ihre Hinterlassenschaft geprellt wird, behauptet eine frischgebackene Witwe sie sei mit einem Erben schwanger. Ein riskantes Spiel in einem Land, in dem Frauen auch gegängelt werden, ohne dass sie aus der Not Kinder erfinden.
  3. Sterben von Matthias Glasner. Das ist keine Komödie. Aber schmerzlich lustig, weil Regie und Darstellerinnen den komischen Aspekten familiärer Verlorenheit nicht ausweichen.
  4. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.
  5. Goodbye Julia von Mohamed Kordofani. Eine südsudanesische Haushaltshilfe und ihre Arbeitgeberin könnten beste Freundinnen sein, hätte nicht eine der beiden etwas Unverzeihliches getan. Privates ist politisch, vor allem aber unwiderstehlich melodramatisch in diesem vertrackten Versteckspiel.

Im Filmpodcast morgen: Les histoires d’amour de Liv, La scomparsa di Bruno Bréguet, Àma Gloria

Die Unverpassbaren, Woche 23 – 2024

‚Inshallah Walad‘ © trigon-film

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Inshallah a Boy von Amjad Al Rasheed. Damit sie nicht um ihre Hinterlassenschaft geprellt wird, behauptet eine frischgebackene Witwe sie sei mit einem Erben schwanger. Ein riskantes Spiel in einem Land, in dem Frauen auch gegängelt werden, ohne dass sie aus der Not Kinder erfinden.
  2. Sterben von Matthias Glasner. Das ist keine Komödie. Aber schmerzlich lustig, weil Regie und Darstellerinnen den komischen Aspekten familiärer Verlorenheit nicht ausweichen.
  3. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.
  4. Goodbye Julia von Mohamed Kordofani. Eine südsudanesische Haushaltshilfe und ihre Arbeitgeberin könnten beste Freundinnen sein, hätte nicht eine der beiden etwas Unverzeihliches getan. Privates ist politisch, vor allem aber unwiderstehlich melodramatisch in diesem vertrackten Versteckspiel.
  5. Hors-saison von Stéphane Brizé. Was wäre gewesen wenn…? 15 Jahre nach  der Trennung treffen sich Mathieu und Alice zufällig und spielen das durch. Romantische Melancholie gegen die Unwiderruflichkeit des Lebens.

Im Filmpodcast morgen: Inshalla a Boy, Alle die Du bist

Die Unverpassbaren, Woche 22 – 2024

‚Sterben‘: Corinna Harfouch, Lars Eidinger © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Sterben von Matthias Glasner. Das ist keine Komödie. Aber schmerzlich lustig, weil Regie und Darstellerinnen den komischen Aspekten familiärer Verlorenheit nicht ausweichen.
  2. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.
  3. Goodbye Julia von Mohamed Kordofani. Eine südsudanesische Haushaltshilfe und ihre Arbeitgeberin könnten beste Freundinnen sein, hätte nicht eine der beiden etwas Unverzeihliches getan. Privates ist politisch, vor allem aber unwiderstehlich melodramatisch in diesem vertrackten Versteckspiel.
  4. Hors-saison von Stéphane Brizé. Was wäre gewesen wenn…? 15 Jahre nach  der Trennung treffen sich Mathieu und Alice zufällig und spielen das durch. Romantische Melancholie gegen die Unwiderruflichkeit des Lebens.
  5. Omen (Augure) von Baloji. Ein junger Belgier wird von seiner kongolesischen Verwandtschaft geächtet. Aus Aberglaube – oder es geht tatsächlich übernatürlich zu in diesem absurd-afrofuturistischen Universum, in dem das Abwehren des Fluchs zum Fluch selbst wird.

Im Filmpodcast morgen: Sterben, Sidonie au Japon, Teaches of Peaches

Die Unverpassbaren, Woche 21 – 2024

‚L’été dernier‘ mit Léa Drucker und Samuel Kircher © xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. L’été dernier von Catherine Breillat. Eine Anwältin lässt sich auf eine Affäre mit ihrem jungen Stiefsohn ein und beschliesst, zu lügen. Breillat interessiert nicht die Moral, sondern die Dynamik.
  2. Goodbye Julia von Mohamed Kordofani. Eine südsudanesische Haushaltshilfe und ihre Arbeitgeberin könnten beste Freundinnen sein, hätte nicht eine der beiden etwas Unverzeihliches getan. Privates ist politisch, vor allem aber unwiderstehlich melodramatisch in diesem vertrackten Versteckspiel.
  3. Hors-saison von Stéphane Brizé. Was wäre gewesen wenn…? 15 Jahre nach  der Trennung treffen sich Mathieu und Alice zufällig und spielen das durch. Romantische Melancholie gegen die Unwiderruflichkeit des Lebens.
  4. Omen (Augure) von Baloji. Ein junger Belgier wird von seiner kongolesischen Verwandtschaft geächtet. Aus Aberglaube – oder es geht tatsächlich übernatürlich zu in diesem absurd-afrofuturistischen Universum, in dem das Abwehren des Fluchs zum Fluch selbst wird.
  5. La voie royale von Frédéric Mermoud. Ihre Mathematikbegabung katapultiert Bauerntochter Sophie mitten in die französische Realität zwischen Gilets jaunes und Elitehochschulen. Packend und herzlich.

Im Filmpodcast morgen: Goodbye Julia, L’été dernier, Catherine Breillat

Die Unverpassbaren, Woche 19 – 2024

Guillaume Canet und Alba Rohrwacher in «Hors saison» von Stéphane Brizé © Xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Hors-saison von Stéphane Brizé. Was wäre gewesen wenn…? 15 Jahre nach  der Trennung treffen sich Mathieu und Alice zufällig und spielen das durch. Romantische Melancholie gegen die Unwiderruflichkeit des Lebens.
  2. Omen (Augure) von Baloji. Ein junger Belgier wird von seiner kongolesischen Verwandtschaft geächtet. Aus Aberglaube – oder es geht tatsächlich übernatürlich zu in diesem absurd-afrofuturistischen Universum, in dem das Abwehren des Fluchs zum Fluch selbst wird.
  3. La voie royale von Frédéric Mermoud. Ihre Mathematikbegabung katapultiert Bauerntochter Sophie mitten in die französische Realität zwischen Gilets jaunes und Elitehochschulen. Packend und herzlich.
  4. Omegäng von Aldo Gugolz. Ein ungezwungener Streifzug durch Deutschschweizer Mundartlandschaften. Die Freude am gesprochenen Dialekt ist hier – ob bewahrend oder kreativ verfremdend – vor allem: ansteckend.
  5. Andrea lässt sich scheiden von Josef Hader. Land-Polizistin Andrea will die Scheidung. Aber dazu kommt es nicht mehr. Eine tragikomische Birgit Minichmayr in und mit einem grossartigen Hader. Und Gin-Tonic is ka Alkohol.

Im Filmpodcast morgen: Omen, 8 Tage im August, Hors-saison und Stéphane Brizé

Die Unverpassbaren, Woche 18 – 2024

Marie Colomb, Suzanne Jouannet © frenetic films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. La voie royale von Frédéric Mermoud. Ihre Mathematikbegabung katapultiert Bauerntochter Sophie mitten in die französische Realität zwischen Gilets jaunes und Elitehochschulen. Packend und herzlich.
  2. Omegäng von Aldo Gugolz. Ein ungezwungener Streifzug durch Deutschschweizer Mundartlandschaften. Die Freude am gesprochenen Dialekt ist hier – ob bewahrend oder kreativ verfremdend – vor allem: ansteckend.
  3. Andrea lässt sich scheiden von Josef Hader. Land-Polizistin Andrea will die Scheidung. Aber dazu kommt es nicht mehr. Eine tragikomische Birgit Minichmayr in und mit einem grossartigen Hader. Und Gin-Tonic is ka Alkohol.
  4. Evil Does Not Exist – Aku wa sonzai shinai von Ryusuke Hamaguchi. Ein grossstädtisches Glampingprojekt bedroht die ökologische und soziale Harmonie eines Dorfes. Bedächtige Naturparabel, akkurate Sozialstudie und magisch-realistisches Filmpoem in einem.
  5. C’è ancora domani von Paola Cortellesi. Schon jetzt einer der meistgesehenen Filme in Italien: Die hinreissende Tragikomödie über eine Frau, die sich im Rom von 1946 vom prügelnden Ehemann nicht unterkriegen lässt.

Im Filmpodcast morgen: King’s Land (Bastarden), Mon pire ennemi, La voie royale

Die Unverpassbaren, Woche 17 – 2024

‚Evil Does Not Exist‘ von Ryusuke Hamaguchi © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Omegäng von Aldo Gugolz. Ein ungezwungener Streifzug durch Deutschschweizer Mundartlandschaften. Die Freude am gesprochenen Dialekt ist hier – ob bewahrend oder kreativ verfremdend – vor allem: ansteckend.
  2. Andrea lässt sich scheiden von Josef Hader. Land-Polizistin Andrea will die Scheidung. Aber dazu kommt es nicht mehr. Eine tragikomische Birgit Minichmayr in und mit einem grossartigen Hader. Und Gin-Tonic is ka Alkohol.
  3. Evil Does Not Exist – Aku wa sonzai shinai von Ryusuke Hamaguchi. Ein grossstädtisches Glampingprojekt bedroht die ökologische und soziale Harmonie eines Dorfes. Bedächtige Naturparabel, akkurate Sozialstudie und magisch-realistisches Filmpoem in einem.
  4. C’è ancora domani von Paola Cortellesi. Schon jetzt einer der meistgesehenen Filme in Italien: Die hinreissende Tragikomödie über eine Frau, die sich im Rom von 1946 vom prügelnden Ehemann nicht unterkriegen lässt.
  5. Tillsammans 99 von Lukas Moodyson. 24 Jahre nach seiner liebevollen Kommunenkomödie versammelt der Schwede sein Ensemble zu einem grossartigen Update. Komisch, bissig, lebensecht.

Im Filmpodcast morgen: Challengers, Terrestrial Verses, Ripley-Serie

Die Unverpassbaren, Woche 16 – 2024

‚Omegäng‘ © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Omegäng von Aldo Gugolz. Ein ungezwungener Streifzug durch Deutschschweizer Mundartlandschaften. Die Freude am gesprochenen Dialekt ist hier – ob bewahrend oder kreativ verfremdend – vor allem: ansteckend.
  2. Andrea lässt sich scheiden von Josef Hader. Land-Polizistin Andrea will die Scheidung. Aber dazu kommt es nicht mehr. Eine tragikomische Birgit Minichmayr in und mit einem grossartigen Hader. Und Gin-Tonic is ka Alkohol.
  3. Evil Does Not Exist – Aku wa sonzai shinai von Ryusuke Hamaguchi. Ein grossstädtisches Glampingprojekt bedroht die ökologische und soziale Harmonie eines Dorfes. Bedächtige Naturparabel, akkurate Sozialstudie und magisch-realistisches Filmpoem in einem.
  4. C’è ancora domani von Paola Cortellesi. Schon jetzt einer der meistgesehenen Filme in Italien: Die hinreissende Tragikomödie über eine Frau, die sich im Rom von 1946 vom prügelnden Ehemann nicht unterkriegen lässt.
  5. Tillsammans 99 von Lukas Moodyson. 24 Jahre nach seiner liebevollen Kommunenkomödie versammelt der Schwede sein Ensemble zu einem grossartigen Update. Komisch, bissig, lebensecht.

Im Filmpodcast morgen: The Monk and the Gun, Omegäng, Visions du Réel