Die Unverpassbaren, Woche 21 – 2019

Penelope Cruz in ‚Dolor y Gloria‘ von Pedro Almodóvar © Pathé

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Dolor y Gloria von Pedro Almodóvar. Unverhohlen autobiographisch, gleichzeitig stilisiert, selbstironisch und persönlich. Ein ziemlich rafinierter, oft auch anrührender Film über Wehleidigkeit und Einsicht. Mit Antonio Banderas als Almodóvars Alter Ego.
  2. Ray and Liz von Richard Billingham. Fast zwanzig Jahre nach seinem Fotoband widmet der britische Künstler seinen Eltern und seiner prekären Jugend einen schneidend klarsichtigen Film. Unangenehm, stark und bisweilen böse komisch.
  3. Stan & Ollie von Jon S. Baird. Steve Coogan ist Stan Laurel, John C. Reilly spielt Oliver Hardy. Das würde schon reichen.  Aber darüber hinaus ist das ein Film-Film und ein schönes Hassliebe-Drama. Enorm befriedigend!
  4. Ash Is The Purest White – Jiang hu er nü von Jia Zhang-Ke. Am Beispiel seiner eigenwilligen Heldin zeigt dieser Film den Wandel Chinas über sechzehn Jahre hinweg stark und einleuchtend. Und wer einen weiteren Grund für den Kinobesuch braucht: Schauspielerin Zhao Tao ist unglaublich gut.
  5. En guerre von Stéphane Brizé. Diese Chronik eines aussichtslosen französischen Streiks gegen einen globalen Konzern bringt den Agitationsfilm mit Aufklärungsanspruch à la Ken Loach ein Jahrhundert weiter.

Und im Filmpodcast morgen: Dolor y Gloria, PityCannes.

Die Unverpassbaren, Woche 20 – 2019

‚Ash is the purest white‘ Qiao (Zhao Tao) © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Ray and Liz von Richard Billingham. Fast zwanzig Jahre nach seinem Fotoband widmet der britische Künstler seinen Eltern und seiner prekären Jugend einen schneidend klarsichtigen Film. Unangenehm, stark und bisweilen böse komisch.
  2. Stan & Ollie von Jon S. Baird. Steve Coogan ist Stan Laurel, John C. Reilly spielt Oliver Hardy. Das würde schon reichen.  Aber darüber hinaus ist das ein Film-Film und ein schönes Hassliebe-Drama. Enorm befriedigend!
  3. Ash Is The Purest White – Jiang hu er nü von Jia Zhang-Ke. Am Beispiel seiner eigenwilligen Heldin zeigt dieser Film den Wandel Chinas über sechzehn Jahre hinweg stark und einleuchtend. Und wer einen weiteren Grund für den Kinobesuch braucht: Schauspielerin Zhao Tao ist unglaublich gut.
  4. En guerre von Stéphane Brizé. Diese Chronik eines aussichtslosen französischen Streiks gegen einen globalen Konzern bringt den Agitationsfilm mit Aufklärungsanspruch à la Ken Loach ein Jahrhundert weiter.
  5. Nuestro tiempo von Carlos Reygadas. Szenen einer Ehe vom mexikanischen Grossmeister. Den lyrisch-wehleidigen Machismo, den Reygadas nur ganz wenig karikiert, muss man nicht mögen. Aber dieser Film ist grosses Kino in jeder Beziehung.

Und im Filmpodcast morgen: Photo de famille, Doris Day, Cannes

Die Unverpassbaren, Woche 19 – 2019

Ella Smith in ‚Ray and Liz‘ von Richard Billingham © xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Ray and Liz von Richard Billingham. Fast zwanzig Jahre nach seinem Fotoband widmet der britische Künstler seinen Eltern und seiner prekären Jugend einen schneidend klarsichtigen Film. Unangenehm, stark und bisweilen böse komisch.
  2. Stan & Ollie von Jon S. Baird. Steve Coogan ist Stan Laurel, John C. Reilly spielt Oliver Hardy. Das würde schon reichen.  Aber darüber hinaus ist das ein Film-Film und ein schönes Hassliebe-Drama. Enorm befriedigend!
  3. Ash Is The Purest White – Jiang hu er nü von Jia Zhang-Ke. Am Beispiel seiner eigenwilligen Heldin zeigt dieser Film den Wandel Chinas über sechzehn Jahre hinweg stark und einleuchtend. Und wer einen weiteren Grund für den Kinobesuch braucht: Schauspielerin Zhao Tao ist unglaublich gut.
  4. En guerre von Stéphane Brizé. Diese Chronik eines aussichtslosen französischen Streiks gegen einen globalen Konzern bringt den Agitationsfilm mit Aufklärungsanspruch à la Ken Loach ein Jahrhundert weiter.
  5. Nuestro tiempo von Carlos Reygadas. Szenen einer Ehe vom mexikanischen Grossmeister. Den lyrisch-wehleidigen Machismo, den Reygadas nur ganz wenig karikiert, muss man nicht mögen. Aber dieser Film ist grosses Kino in jeder Beziehung.

Und im Filmpodcast morgen: Ray and Liz, Stan & Ollie, God exists, her name is Petrunya, Green Storytelling an Filmschulen.

Die Unverpassbaren, Woche 18 – 2019

Fan Liao und Zhao Tao in ‚Ash is the Purest White‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Ash Is The Purest White – Jiang hu er nü von Jia Zhang-Ke. Am Beispiel seiner eigenwilligen Heldin zeigt dieser Film den Wandel Chinas über sechzehn Jahre hinweg stark und einleuchtend. Und wer einen weiteren Grund für den Kinobesuch braucht: Schauspielerin Zhao Tao ist unglaublich gut.
  2. En guerre von Stéphane Brizé. Diese Chronik eines aussichtslosen französischen Streiks gegen einen globalen Konzern bringt den Agitationsfilm mit Aufklärungsanspruch à la Ken Loach ein Jahrhundert weiter.
  3. Nuestro tiempo von Carlos Reygadas. Szenen einer Ehe vom mexikanischen Grossmeister. Den lyrisch-wehleidigen Machismo, den Reygadas nur ganz wenig karikiert, muss man nicht mögen. Aber dieser Film ist grosses Kino in jeder Beziehung.
  4. At Eternity’s Gate von Julian Schnabel.  Wieder einmal Van Gogh: aber wie hier der eine Künstler den anderen porträtiert, das ist grosse Kunst. Willem Dafoe verkörpert Van Gogh mit jeder Faser und zeigt den unberechenbaren, psychotischen, depressiven Eigenbrötler auch als nahbaren, reflektierten Menschen. Sehr gelungenes Kunstkino.
  5. Les dames von Véronique Reymond und Stéphanie Chuat. In der Romandie wurde dieser Dokumentarfilm mit seinen fünf Protagonistinnen über sechzig zu einem Überraschungserfolg. Mut und Lebenslust dieser Frauen sind ansteckend.

Und im Filmpodcast morgen: Ash is the purest White, En guerre, Nos batailles.

Die Unverpassbaren, Woche 17 – 2019

Carlos Reygadas und seine Frau Natalia Lopez in ‚Nuestro tiempo‘ © Look Now!

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Nuestro tiempo von Carlos Reygadas. Szenen einer Ehe vom mexikanischen Grossmeister. Den lyrisch-wehleidigen Machismo, den Reygadas nur ganz wenig wenig karikiert, muss man nicht mögen. Aber dieser Film ist grosses Kino in jeder Beziehung.
  2. At Eternity’s Gate von Julian Schnabel.  Wieder einmal Van Gogh: aber wie hier der eine Künstler den anderen porträtiert, das ist grosse Kunst. Willem Dafoe verkörpert Van Gogh mit jeder Faser und zeigt den unberechenbaren, psychotischen, depressiven Eigenbrötler auch als nahbaren, reflektierten Menschen. Sehr gelungenes Kunstkino.
  3. Les dames von Véronique Reymond und Stéphanie Chuat. In der Romandie wurde dieser Dokumentarfilm mit seinen fünf Protagonistinnen über sechzig zu einem Überraschungserfolg. Mut und Lebenslust dieser Frauen sind ansteckend.
  4. Doubles vies von Olivier Assayas. Digitalisierung und Medienwandel im Spiegel eines eleganten französischen Quasselfilms, mit Juliette Binoche und ebenbürtigen Mitspielerinnen und Mitspielern.
  5. Gateways to New York von Martin Witz.  Der Schweizer Ingenieur, der von New York aus die Brückenbautechnik revolutionierte. Publikumspreis der Solothurner Filmtage.

Und im Filmpodcast morgen: Gloria Bell, Nuestro Tiempo, Hannelore Elsner

Die Unverpassbaren, Woche 16 – 2019

Juliette Binoche und Guillaume Canet in ‚Doubles vies‘ von Olivier Assayas © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. At Eternity’s Gate von Julian Schnabel.  Wieder einmal Van Gogh: aber wie hier der eine Künstler den anderen porträtiert, das ist grosse Kunst. Willem Dafoe verkörpert Van Gogh mit jeder Faser und zeigt den unberechenbaren, psychotischen, depressiven Eigenbrötler auch als nahbaren, reflektierten Menschen. Sehr gelungenes Kunstkino.
  2. Les dames von Véronique Reymond und Stéphanie Chuat. In der Romandie wurde dieser Dokumentarfilm mit seinen fünf Protagonistinnen über sechzig zu einem Überraschungserfolg. Mut und Lebenslust dieser Frauen sind ansteckend.
  3. Doubles vies von Olivier Assayas. Digitalisierung und Medienwandel im Spiegel eines eleganten französischen Quasselfilms, mit Juliette Binoche und ebenbürtigen Mitspielerinnen und Mitspielern.
  4. Gateways to New York von Martin Witz.  Der Schweizer Ingenieur, der von New York aus die Brückenbautechnik revolutionierte. Publikumspreis der Solothurner Filmtage.
  5. Insulaires von Stéphane Goël. Die Geschichte des Berners Alfred von Rodt, der sich 1877 zum Herrscher über 60 Einwohner und 100 Kühe auf der tatsächlichen Robinson-Insel aufschwang. Und ein poetischer Dokumentarfilm über menschliche Robinsonaden.

Und im Filmpodcast morgen: Mid90ies, At Eternity’s Gate, Passion – Zwischen Revolte und Resignation – Christian Labhart.

Die Unverpassbaren, Woche 15 – 2019

‚Les dames‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Les dames von Véronique Reymond und Stéphanie Chuat. In der Romandie wurde dieser Dokumentarfilm mit seinen fünf Protagonistinnen über sechzig zu einem Überraschungserfolg. Mut und Lebenslust dieser Frauen sind ansteckend.
  2. Doubles vies von Olivier Assayas. Digitalisierung und Medienwandel im Spiegel eines eleganten französischen Quasselfilms, mit Juliette Binoche und ebenbürtigen Mitspielerinnen und Mitspielern.
  3. Gateways to New York von Martin Witz.  Der Schweizer Ingenieur, der von New York aus die Brückenbautechnik revolutionierte. Publikumspreis der Solothurner Filmtage.
  4. Insulaires von Stéphane Goël. Die Geschichte des Berners Alfred von Rodt, der sich 1877 zum Herrscher über 60 Einwohner und 100 Kühe auf der tatsächlichen Robinson-Insel aufschwang. Und ein poetischer Dokumentarfilm über menschliche Robinsonaden.
  5. The Sisters Brothers von Jacques Audiard. Ein Western als Odyssee mit Sprachwitz, viel Blei, einer guten Portion Ironie und natürlich vielen Zitaten und Hommagen an das Genre. Eine toll besetzte, unterhaltsame Parabel über den Einzug der Zivilisation in den gesetzlosen wilden Westen.

Und im Filmpodcast morgen: Wildlife, Amin, Werner Herzog und Les dames.

Die Unverpassbaren, Woche 14 – 2019

‚Gateways to New York‘ von Martin Witz – Ingenieur Othmar H. Ammann © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Doubles vies von Olivier Assayas. Digitalisierung und Medienwandel im Spiegel eines eleganten französischen Quasselfilms, mit Juliette Binoche und ebenbürtigen Mitspielerinnen und Mitspielern.
  2. Gateways to New York von Martin Witz.  Der Schweizer Ingenieur, der von New York aus die Brückenbautechnik revolutionierte. Publikumspreis der Solothurner Filmtage.
  3. Insulaires von Stéphane Goël. Die Geschichte des Berners Alfred von Rodt, der sich 1877 zum Herrscher über 60 Einwohner und 100 Kühe auf der tatsächlichen Robinson-Insel aufschwang. Und ein poetischer Dokumentarfilm über menschliche Robinsonaden.
  4. The Sisters Brothers von Jacques Audiard. Ein Western als Odyssee mit Sprachwitz, viel Blei, einer guten Portion Ironie und natürlich vielen Zitaten und Hommagen an das Genre. Eine toll besetzte, unterhaltsame Parabel über den Einzug der Zivilisation in den gesetzlosen wilden Westen.
  5. Les Chatouilles von Andrea Bescond und Eric Metayer. Die achtjährige Odette wird vom pädophilen Nachbarn missbraucht. Die erwachsene Odette tanzt und wütet sich das von der Seele. Bescond und Metayer haben ihr Einfrau-Powerstück hinreissend auf die Leinwand gewuchtet.

Und im Filmpodcast morgen: Doubles vies, Gateways to New York, Insulaires, Agnès Varda.

Die Unverpassbaren, Woche 13 – 2019

John C. Reilly in ‚The Sisters Brothers‘ von Jacques Audiard © Ascot-Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Sisters Brothers von Jacques Audiard. Ein Western als Odyssee mit Sprachwitz, viel Blei, einer guten Portion Ironie und natürlich vielen Zitaten und Hommagen an das Genre. Eine toll besetzte, unterhaltsame Parabel über den Einzug der Zivilisation in den gesetzlosen wilden Westen.
  2. Les Chatouilles von Andrea Bescond und Eric Metayer. Die achtjährige Odette wird vom pädophilen Nachbarn missbraucht. Die erwachsene Odette tanzt und wütet sich das von der Seele. Bescond und Metayer haben ihr Einfrau-Powerstück hinreissend auf die Leinwand gewuchtet.
  3. Sohn meines Vaters von Jeshua Dreyfus. Der Psychiater-Vater manipuliert seinen Sohn. Der spannt ihm darauf die Geliebte aus. Eine nicht perfekte, aber mitreissende Familien-Screwball-Dramödie.
  4. The Old Man & The Gun von David Lowery. In seiner erklärtermassen letzten Rolle als Schauspieler fährt der 83jährige Robert Redford noch einmal sein ganzes Charisma auf als Gentleman-Bankräuber. Eine tolle Abschiedsvorstellung, abgerundet durch die wunderbare Sissy Spacek.
  5. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!

Und im Filmpodcast morgen: Dumbo, RBG, Terence Hill und das Ende des „uncanny valley“

Die Unverpassbaren, Woche 12 – 2019

‚The Sisters Brothers‘ von Jacques Audiard © Ascot-Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Sisters Brothers von Jacques Audiard. Ein Western als Odyssee mit Sprachwitz, viel Blei, einer guten Portion Ironie und natürlich vielen Zitaten und Hommagen an das Genre. Eine toll besetzte, unterhaltsame Parabel über den Einzug der Zivilisation in den gesetzlosen wilden Westen.
  2. Les Chatouilles von Andrea Bescond und Eric Metayer. Die achtjährige Odette wird vom pädophilen Nachbarn missbraucht. Die erwachsene Odette tanzt und wütet sich das von der Seele. Bescond und Metayer haben ihr Einfrau-Powerstück hinreissend auf die Leinwand gewuchtet.
  3. Sohn meines Vaters von Jeshua Dreyfus. Der Psychiater-Vater manipuliert seinen Sohn. Der spannt ihm darauf die Geliebte aus. Eine nicht perfekte, aber mitreissende Familien-Screwball-Dramödie.
  4. The Old Man & The Gun von David Lowery. In seiner erklärtermassen letzten Rolle als Schauspieler fährt der 83jährige Robert Redford noch einmal sein ganzes Charisma auf als Gentleman-Bankräuber. Eine tolle Abschiedsvorstellung, abgerundet durch die wunderbare Sissy Spacek.
  5. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!

Und im Filmpodcast morgen: The Sisters Brothers, Die Goldfische, Jeshua Dreyfus und Sohn meines Vaters