Die Unverpassbaren, Woche 46 – 2019

‚Where We Belong‘ von Jacqueline Zünd © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Where We Belong von Jacqueline Zünd. Kinder und ihre getrennten Eltern, ein schwebender Tauchgang in Menschlichkeit, ein herzliches dokumentarisches Gesamt-Kunstwerk.
  2. The Irishman von Martin Scorsese. Eine Art «Best-of-Scorsese» um Gangstertum und Politik in den USA. Dreieinhalb Stunden gekonntes Déjà-vue, produziert von und für Netflix, immerhin noch vor dem Kanalstart zwei Wochen im Kino zu sehen.
  3. Lara von Jan Ole Gerster. Vor allem Dank der trotzigen Leichtigkeit von Corinna Harfouchs Spiel hängt man sich gerne ein in diese Tragikomödie um eine alternde Mutter und ihren entfremdeten Pianisten-Sohn.
  4. Sorry we missed you von Ken Loach.  Gerade wenn man denkt, man kenne das System Loach/Laverty zur Genüge, überraschen sie einen mit dieser herzlich verzweifelten Familienkonstellation im Strudel der Austerität.
  5. Portrait de la jeune fille en feu von Céline Sciamma. Was für ein Film! Eine Malerin und ihr Sujet, vier Frauen, ein Universum. Céline Sciamma trifft jeden Ton, setzt kein falsches Bild, spinnt ihre Geschichte durchsichtig und funkelnd, wie ein Spinnennetz aus Glas.

Und im Filmpodcast morgen: Where We Belong, The Irishman, African Mirror.

Die Unverpassbaren, Woche 45 – 2019

Corinna Harfouch ist ‚Lara‘ im Film von Jan Ole Gerster © Pathé Schweiz

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Lara von Jan Ole Gerster. Vor allem Dank der trotzigen Leichtigkeit von Corinna Harfouchs Spiel hängt man sich gerne ein in diese Tragikomödie um eine alternde Mutter und ihren entfremdeten Pianisten-Sohn.
  2. Sorry we missed you von Ken Loach.  Gerade wenn man denkt, man kenne das System Loach/Laverty zur Genüge, überraschen sie einen mit dieser herzlich verzweifelten Familienkonstellation im Strudel der Austerität.
  3. Portrait de la jeune fille en feu von Céline Sciamma. Was für ein Film! Eine Malerin und ihr Sujet, vier Frauen, ein Universum. Céline Sciamma trifft jeden Ton, setzt kein falsches Bild, spinnt ihre Geschichte durchsichtig und funkelnd, wie ein Spinnennetz aus Glas.
  4. Yves von Benoît Forgeard. Ein intelligenter Kühlschrank nervt seinen Besitzer und nimmt am Eurovision Song Contest teil. Was klingt wie blöder Klamauk, ist eine intelligente Komödie über künstliche Intelligenz, die Menschen und Computerwesen nicht gegeneinander ausspielt.
  5. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst.

Und im Filmpodcast morgen: Lara, Deutschstunde, Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes, Die Rückkehr der Wölfe.

Die Unverpassbaren, Woche 44 – 2019

‚Sorry We Missed You‘ – Die Turners: Debbie Honeywood, Katie Proctor, Rhys Stone und Kris Hitchen © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Sorry we missed you von Ken Loach.  Gerade wenn man denkt, man kenne das System Loach/Laverty zur Genüge, überraschen sie einen mit dieser herzlich verzweifelten Familienkonstellation im Strudel der Austerität.
  2. Portrait de la jeune fille en feu von Céline Sciamma. Was für ein Film! Eine Malerin und ihr Sujet, vier Frauen, ein Universum. Céline Sciamma trifft jeden Ton, setzt kein falsches Bild, spinnt ihre Geschichte durchsichtig und funkelnd, wie ein Spinnennetz aus Glas.
  3. Yves von Benoît Forgeard. Ein intelligenter Kühlschrank nervt seinen Besitzer und nimmt am Eurovision Song Contest teil. Was klingt wie blöder Klamauk, ist eine intelligente Komödie über künstliche Intelligenz, die Menschen und Computerwesen nicht gegeneinander ausspielt.
  4. So Long My Son von Wang Xiaoshuai. Über mehr als zwanzig Jahre chinesische Gesellschaftsentwicklung entfaltet sich die Geschichte von Yojun und Liyun, die ihren einzigen Sohn verloren haben. Die Einkind-Politik ist nur ein Aspekt dieser eben so epischen wie empathischen China-Geschichte.
  5. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst.

Und im Filmpodcast morgen: Sorry we missed you, Al-Shafaq, Jessica Rabbit.

Die Unverpassbaren, Woche 43 – 2019

Adèle Haenel in ‚Portrait de la jeune fille en feu‘ © Cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Portrait de la jeune fille en feu von Céline Sciamma. Was für ein Film! Eine Malerin und ihr Sujet, vier Frauen, ein Universum. Céline Sciamma trifft jeden Ton, setzt kein falsches Bild, spinnt ihre Geschichte durchsichtig und funkelnd, wie ein Spinnennetz aus Glas.
  2. Yves von Benoît Forgeard. Ein intelligenter Kühlschrank nervt seinen Besitzer und nimmt am Eurovision Song Contest teil. Was klingt wie blöder Klamauk, ist eine intelligente Komödie über künstliche Intelligenz, die Menschen und Computerwesen nicht gegeneinander ausspielt.
  3. So Long My Son von Wang Xiaoshuai. Über mehr als zwanzig Jahre chinesische Gesellschaftsentwicklung entfaltet sich die Geschichte von Yojun und Liyun, die ihren einzigen Sohn verloren haben. Die Einkind-Politik ist nur ein Aspekt dieser eben so epischen wie empathischen China-Geschichte.
  4. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst.
  5. Grâce à Dieu von François Ozon. Als filmische Stafette inszeniert Ozon die Anstrengung dreier Männer, die katholische Kirche Frankreichs auf Missbrauch zu behaften. Stark geschrieben und gespielt, in unmittelbarer Nähe zur Realität.

Und im Filmpodcast morgen: Portrait de la jeune fille en feu, Céline Sciamma im Gespräch, Roubaix, une lumière, Addams Family History.

Die Unverpassbaren, Woche 42 – 2019

Jérem (William Lebghil) und Yves © Sisters Distribution

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Yves von Benoît Forgeard. Ein intelligenter Kühlschrank nervt seinen Besitzer und nimmt am Eurovision Song Contest teil. Was klingt wie blöder Klamauk, ist eine intelligente Komödie über künstliche Intelligenz, die Menschen und Computerwesen nicht gegeneinander ausspielt.
  2. So Long My Son von Wang Xiaoshuai. Über mehr als zwanzig Jahre chinesische Gesellschaftsentwicklung entfaltet sich die Geschichte von Yojun und Liyun, die ihren einzigen Sohn verloren haben. Die Einkind-Politik ist nur ein Aspekt dieser eben so epischen wie empathischen China-Geschichte.
  3. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst.
  4. Grâce à Dieu von François Ozon. Als filmische Stafette inszeniert Ozon die Anstrengung dreier Männer, die katholische Kirche Frankreichs auf Missbrauch zu behaften. Stark geschrieben und gespielt, in unmittelbarer Nähe zur Realität.
  5. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, Historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.

Und im Filmpodcast morgen: Yves, Ask Dr. Ruth, Color Mania Winterthur.

Die Unverpassbaren, Woche 41 – 2019

‚So Long My Son‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. So Long My Son von Wang Xiaoshuai. Über mehr als zwanzig Jahre chinesische Gesellschaftsentwicklung entfaltet sich die Geschichte von Yojun und Liyun, die ihren einzigen Sohn verloren haben. Die Einkind-Politik ist nur ein Aspekt dieser eben so epischen wie empathischen China-Geschichte.
  2. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst.
  3. Grâce à Dieu von François Ozon. Als filmische Stafette inszeniert Ozon die Anstrengung dreier Männer, die katholische Kirche Frankreichs auf Missbrauch zu behaften. Stark geschrieben und gespielt, in unmittelbarer Nähe zur Realität.
  4. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, Historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  5. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.

Und im Filmpodcast morgen: Joker, So Long My Son, Wir Eltern

 

Die Unverpassbaren, Woche 40 – 2019

‚Grâce à dieu‘ von François Ozon © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst.
  2. Grâce à Dieu von François Ozon. Als filmische Stafette inszeniert Ozon die Anstrengung dreier Männer, die katholische Kirche Frankreichs auf Missbrauch zu behaften. Stark geschrieben und gespielt, in unmittelbarer Nähe zur Realität.
  3. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, Historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  4. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  5. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.

Und im Filmpodcast morgen:  Grâce à dieu, Systemsprenger, ZFF Karl Spoerri, die Letzte.

Die Unverpassbaren, Woche 39 – 2019

‚Monos‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, Historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  2. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  3. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  4. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  5. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.

Und im Filmpodcast morgen:  Manser, ZFF, The Goldfinch, DDR Privatarchiv.

Die Unverpassbaren, Woche 38 – 2019

Mikael Persbrandt, Anna Odell in ‚X and Y‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  2. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  3. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  4. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  5. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.

Und im Filmpodcast morgen:  Tambour battant, The Song of Mary Blane, Rambo, The Italian Job.

Die Unverpassbaren, Woche 37 – 2019

Anna Odell und ihre alter egos im Bett in ‚X and Y‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  2. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  3. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  4. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  5. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.

Und im Filmpodcast morgen:  Der Büezer, Gut gegen Nordwind, Der nackte König und Andreas Hoessli im Gespräch