Die Unverpassbaren, Woche 38 – 2019

Mikael Persbrandt, Anna Odell in ‚X and Y‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  2. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  3. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  4. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  5. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.

Und im Filmpodcast morgen:  Tambour battant, The Song of Mary Blane, Rambo, The Italian Job.

Die Unverpassbaren, Woche 37 – 2019

Anna Odell und ihre alter egos im Bett in ‚X and Y‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution von Andreas Hoessli. Der Filmemacher, historiker und Journalist verknüpft die Revolution im Iran von 1979 mit jener in Polen von 1980, über persönliche Erinnerungen und heutige Interviews. Anregend, fragmentarisch, informativ – das Gegenteil einer polierten TV-Dokumentation.
  2. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  3. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  4. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  5. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.

Und im Filmpodcast morgen:  Der Büezer, Gut gegen Nordwind, Der nackte König und Andreas Hoessli im Gespräch

Die Unverpassbaren, Woche 36 – 2019

Anna Odell probiert sich als Wölfin in ihrem ‚X and Y‘ © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. X and Y von Anna Odell. Die schwedische Künstlerin spielt Geschlechter-Stereotype mit ihrem Kollegen Mikael Persbrandt und je drei alter egos durch. Ein erotisch-subversives, beeindruckendes, achtköpfiges filmisches Monster.
  2. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  3. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  4. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.
  5. La paranza dei bambini von Claudio Giovannesi. Neapolitanische Teenager legen sich mit der alteingesessenen Mafia-Garde an. Realistisch-regelkonforme filmische Umsetzung des Romans von Camorra-Spezialist Roberto Saviano.

Und im Filmpodcast morgen:  Erde, X and Y, Diego Maradona, 70 Jahre The Third Man, Filmszene: Bodyguard

Die Unverpassbaren, Woche 35 – 2019

Michèle Rohrbach in ‚Die fruchtbaren Jahre sind vorbei‘ von Natascha Beller © Cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Nurejew – The White Crow von Ralph Fiennes. Die Jahre vor dem Ruhm beim legendären Tänzer, raffiniert, zurückhaltend, spannend und gezielt gebaut.
  2. Die fruchtbaren Jahre sind vorbei von Natascha Beller. Die Komödie zu angeblicher Torschlusspanik und zwingendem Kinderwunsch bei Frauen über Dreissig. Bildwitzig, schlagfertig und undeutschschweizerisch saftsaugend.
  3. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.
  4. La paranza dei bambini von Claudio Giovannesi. Neapolitanische Teenager legen sich mit der alteingesessenen Mafia-Garde an. Realistisch-regelkonforme filmische Umsetzung des Romans von Camorra-Spezialist Roberto Saviano.
  5. Blinded by the Light von Gurinder Chadha.  Die Bend it like Beckham-Regisseurin erzählt vom pakistanischen Jungen in Thatchers England, dem Bruce Springsteens Songs beim Erwachsen werden helfen. Wunderbar poetisch, selbst für Springsteen-Agnostiker. Auch wenn sich die Magie im Verlauf des Films ein wenig abnutzt.

Und im Filmpodcast morgen:  The White Crow, Venedig eröffnet, Cinémathèque mit neuem Forschungszentrum, Die fruchtbaren Jahre…

Die Unverpassbaren, Woche 34 – 2019

Steenspringers in ‚Blinded by the Light‘ von Gurinder Chadha © Warner Bros.

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Monos von Alejandro Landes. Eine rätsel- und rauschhafte Variation auf Goldings «Lord of the Flies». Ein Film der vieles offen lässt, und genau deshalb fasziniert.
  2. La paranza dei bambini von Claudio Giovannesi. Neapolitanische Teenager legen sich mit der alteingesessenen Mafia-Garde an. Realistisch-regelkonforme filmische Umsetzung des Romans von Camorra-Spezialist Roberto Saviano.
  3. Blinded by the Light von Gurinder Chadha.  Die Bend it like Beckham-Regisseurin erzählt vom pakistanischen Jungen in Thatchers England, dem Bruce Springsteens Songs beim Erwachsen werden helfen. Wunderbar poetisch, selbst für Springsteen-Agnostiker. Auch wenn sich die Magie im Verlauf des Films ein wenig abnutzt.
  4. Once Upon a Time in Hollywood von Quentin Tarantino. Tarantinos neunter ist nicht sein bester. Aber noch lange gut genug, um bestens zu unterhalten mit seiner Mischung aus Hollywood-Nostalgie und Tinseltown-Enttarnung.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Nachhaltig hinterhältig unterhaltsam.

Und im Filmpodcast morgen:  Monos, La paranza dei bambini, Blinded by the Light

Die Unverpassbaren, Woche 27 – 2019

Sabine Timoteo, Vinicio Marchioni in ‚Cronofobia‘ © Cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Cronofobia von Francesco Rizzi. Eine Frau, die sich der Gegenwart verweigert, trifft auf einen Mann, den seine Vergangenheit quält. Sabine Timoteo und Vinicio Marchioni in einer Un-Liebesgeschichte.  Ein heisskühler, erstaunlich reifer Spielfilmerstling aus dem Tessin.
  2. Le grand bain von Gilles Lellouche. Sieben Männer mit traurigen Gesichtern und tristen Perspektiven erschaffen sich eine Versageroase mit ihrem Synchronschwimmteam. Eine Reihe von Tragödien, effektvoll und urkomisch als Komödie inszeniert.
  3. They Shall Not Grow Old von Peter Jackson.  Dieser Dokumentarfilm bringt Schwarzweissfotos aus dem ersten Weltkrieg in Farbe und 3D ins Leben und kombiniert sie mit Erinnerungen von Veteranen zu einem überraschend paradoxen Gemisch aus Künstlichkeit und Nähe.
  4. Mon tissu préféré von Gaya Jiji. Verfänglich betörender, subversiver Film über eine Frau, die mitten im syrischen Bürgerkrieg die Macht ihres eigenen Körpers entdeckt.
  5. En liberté von Pierre Salvadori. Polizistin Yvonne erfährt, dass ihr verstorbener Mann ein korrupter Polizist war. Nun setzt sie sich heimlich für eines seiner Opfer ein und die Dinge werden kompliziert. Und komisch. Raffinierter Klamauk, dank Adèle Haenel in der Hauptrolle.

Der Filmpodcast macht Sommerpause und erscheint das nächste mal am 23. August.

Die Unverpassbaren, Woche 26 – 2019

Virginie Efira, Guillaume Canet, Benoit Poelvoorde, Jean-Hugues Anglade, Philippe Katerine, Mathieu Amalric, Felix Moati in ‚ Le grand bain‘ von Gilles Lellouche © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Le grand bain von Gilles Lellouche. Sieben Männer mit traurigen Gesichtern und tristen Perspektiven erschaffen sich eine Versageroase mit ihrem Synchronschwimmteam. Eine Reihe von Tragödien, effektvoll und urkomisch als Komödie inszeniert.
  2. They Shall Not Grow Old von Peter Jackson.  Dieser Dokumentarfilm bringt Schwarzweissfotos aus dem ersten Weltkrieg in Farbe und 3D ins Leben und kombiniert sie mit Erinnerungen von Veteranen zu einem überraschend paradoxen Gemisch aus Künstlichkeit und Nähe.
  3. Mon tissu préféré von Gaya Jiji. Verfänglich betörender, subversiver Film über eine Frau, die mitten im syrischen Bürgerkrieg die Macht ihres eigenen Körpers entdeckt.
  4. En liberté von Pierre Salvadori. Polizistin Yvonne erfährt, dass ihr verstorbener Mann ein korrupter Polizist war. Nun setzt sie sich heimlich für eines seiner Opfer ein und die Dinge werden kompliziert. Und komisch. Raffinierter Klamauk, dank Adèle Haenel in der Hauptrolle.
  5. Dolor y Gloria von Pedro Almodóvar. Unverhohlen autobiographisch, gleichzeitig stilisiert, selbstironisch und persönlich. Ein ziemlich raffinierter, oft auch anrührender Film über Wehleidigkeit und Einsicht. Mit Antonio Banderas als Almodóvars Alter Ego.

Die Unverpassbaren, Woche 24 – 2019

Penelope Cruz in ‚Dolor y Gloria‘ von Pedro Almodóvar © Pathé

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Mon tissu préféré von Gaya Jiji. Verfänglich betörender, subversiver Film über eine Frau, die mitten im syrischen Bürgerkrieg die Macht ihres eigenen Körpers entdeckt.
  2. En liberté von Pierre Salvadori. Polizistin Yvonne erfährt, dass ihr verstorbener Mann ein korrupter Polizist war. Nun setzt sie sich heimlich für eines seiner Opfer ein und die Dinge werden kompliziert. Und komisch. Raffinierter Klamauk, dank Adèle Haenel in der Hauptrolle.
  3. Dolor y Gloria von Pedro Almodóvar. Unverhohlen autobiographisch, gleichzeitig stilisiert, selbstironisch und persönlich. Ein ziemlich raffinierter, oft auch anrührender Film über Wehleidigkeit und Einsicht. Mit Antonio Banderas als Almodóvars Alter Ego.
  4. Ray and Liz von Richard Billingham. Fast zwanzig Jahre nach seinem Fotoband widmet der britische Künstler seinen Eltern und seiner prekären Jugend einen schneidend klarsichtigen Film. Unangenehm, stark und bisweilen böse komisch.
  5. Stan & Ollie von Jon S. Baird. Steve Coogan ist Stan Laurel, John C. Reilly spielt Oliver Hardy. Das würde schon reichen.  Aber darüber hinaus ist das ein Film-Film und ein schönes Hassliebe-Drama. Enorm befriedigend!

Die Unverpassbaren, Woche 23 – 2019

‚Mon tissu péféré‘ von Gaya Jiji © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Mon tissu préféré von Gaya Jiji. Verfänglich betörender, subversiver Film über eine Frau, die mitten im syrischen Bürgerkrieg die Macht ihres eigenen Körpers entdeckt.
  2. En liberté von Pierre Salvadori. Polizistin Yvonne erfährt, dass ihr verstorbener Mann ein korrupter Polizist war. Nun setzt sie sich heimlich für eines seiner Opfer ein und die Dinge werden kompliziert. Und komisch. Raffinierter Klamauk, dank Adèle Haenel in der Hauptrolle.
  3. Dolor y Gloria von Pedro Almodóvar. Unverhohlen autobiographisch, gleichzeitig stilisiert, selbstironisch und persönlich. Ein ziemlich raffinierter, oft auch anrührender Film über Wehleidigkeit und Einsicht. Mit Antonio Banderas als Almodóvars Alter Ego.
  4. Ray and Liz von Richard Billingham. Fast zwanzig Jahre nach seinem Fotoband widmet der britische Künstler seinen Eltern und seiner prekären Jugend einen schneidend klarsichtigen Film. Unangenehm, stark und bisweilen böse komisch.
  5. Stan & Ollie von Jon S. Baird. Steve Coogan ist Stan Laurel, John C. Reilly spielt Oliver Hardy. Das würde schon reichen.  Aber darüber hinaus ist das ein Film-Film und ein schönes Hassliebe-Drama. Enorm befriedigend!

Und im Filmpodcast morgen:  Mon tissu préféré, Amanda.

Die Unverpassbaren, Woche 22 – 2019

Yvonne (Adèle Haenel) ‚En liberté‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. En liberté von Pierre Salvadori. Polizistin Yvonne erfährt, dass ihr verstorbener Mann ein korrupter Polizist war. Nun setzt sie sich heimlich für eines seiner Opfer ein und die Dinge werden kompliziert. Und komisch. Raffinierter Klamauk, dank Adèle Haenel in der Hauptrolle.
  2. Dolor y Gloria von Pedro Almodóvar. Unverhohlen autobiographisch, gleichzeitig stilisiert, selbstironisch und persönlich. Ein ziemlich raffinierter, oft auch anrührender Film über Wehleidigkeit und Einsicht. Mit Antonio Banderas als Almodóvars Alter Ego.
  3. Ray and Liz von Richard Billingham. Fast zwanzig Jahre nach seinem Fotoband widmet der britische Künstler seinen Eltern und seiner prekären Jugend einen schneidend klarsichtigen Film. Unangenehm, stark und bisweilen böse komisch.
  4. Stan & Ollie von Jon S. Baird. Steve Coogan ist Stan Laurel, John C. Reilly spielt Oliver Hardy. Das würde schon reichen.  Aber darüber hinaus ist das ein Film-Film und ein schönes Hassliebe-Drama. Enorm befriedigend!
  5. Ash Is The Purest White – Jiang hu er nü von Jia Zhang-Ke. Am Beispiel seiner eigenwilligen Heldin zeigt dieser Film den Wandel Chinas über sechzehn Jahre hinweg stark und einleuchtend. Und wer einen weiteren Grund für den Kinobesuch braucht: Schauspielerin Zhao Tao ist unglaublich gut.

Und im Filmpodcast morgen:  En liberté, The Harvesters.