Die Unverpassbaren, Woche 12 – 2019

‚The Sisters Brothers‘ von Jacques Audiard © Ascot-Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Sisters Brothers von Jacques Audiard. Ein Western als Odyssee mit Sprachwitz, viel Blei, einer guten Portion Ironie und natürlich vielen Zitaten und Hommagen an das Genre. Eine toll besetzte, unterhaltsame Parabel über den Einzug der Zivilisation in den gesetzlosen wilden Westen.
  2. Les Chatouilles von Andrea Bescond und Eric Metayer. Die achtjährige Odette wird vom pädophilen Nachbarn missbraucht. Die erwachsene Odette tanzt und wütet sich das von der Seele. Bescond und Metayer haben haben ihr Einfrau-Powerstück hinreissend auf die Leinwand gewuchtet.
  3. Sohn meines Vaters von Jeshua Dreyfus. Der Psychiater-Vater manipuliert seinen Sohn. Der spannt ihm darauf die Geliebte aus. Eine nicht perfekte, aber mitreissende Familien-Screwball-Dramödie.
  4. The Old Man & The Gun von David Lowery. In seiner erklärtermassen letzten Rolle als Schauspieler fährt der 83jährige Robert Redford noch einmal sein ganzes Charisma auf als Gentleman-Bankräuber. Eine tolle Abschiedsvorstellung, abgerundet durch die wunderbare Sissy Spacek.
  5. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!

Und im Filmpodcast morgen: The Sisters Brothers, Die Goldfische, Jeshua Dreyfus und Sohn meines Vaters

Die Unverpassbaren, Woche 11 – 2019

Dimitri Stapfer als ‚Sohn meines Vaters‘. Im Hintergrund Katja Kolm, Dani Levy und Sibylle Canonica © Vinca Film

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Les Chatouilles von Andrea Bescond und Eric Metayer. Die achtjährige Odette wird vom pädophilen Nachbarn missbraucht. Die erwachsene Odette tanzt und wütet sich das von der Seele. Bescond und Metayer haben haben ihr Einfrau-Powerstück hinreissend auf die Leinwand gewuchtet.
  2. Sohn meines Vaters von Jeshua Dreyfus. Der Psychiater-Vater manipuliert seinen Sohn. Der spannt ihm darauf die Geliebte aus. Eine nicht perfekte, aber mitreissende Familien-Screwball-Dramödie.
  3. The Old Man & The Gun von David Lowery. In seiner erklärtermassen letzten Rolle als Schauspieler fährt der 83jährige Robert Redford noch einmal sein ganzes Charisma auf als Gentleman-Bankräuber. Eine tolle Abschiedsvorstellung, abgerundet durch die wunderbare Sissy Spacek.
  4. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!
  5. The Wild Pear Tree (Ahlat Ağaçı) von Nuri Bilge Ceylan. Kunst und Menschwerdung, Ironie und Familie, über mehr als drei grossartige Stunden hinweg. In jeder Sekunde einzigartig, ausufernd diszipliniert, und perfekt in der Balance zwischen Gegenwart und Geschichte.

Und im Filmpodcast morgen: Les chatouilles, My Masterpiece, The Other Story am Yesh!

Die Unverpassbaren, Woche 10 – 2019

Sissy Spacek und Robert Redford in ‚The Old Man & The Gun‘ © DCM

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Old Man & The Gun von David Lowery. In seiner erklärtermassen letzten Rolle als Schauspieler fährt der 83jährige Robert Redford noch einmal sein ganzes Charisma auf als Gentleman-Bankräuber. Eine tolle Abschiedsvorstellung, abgerundet durch die wunderbare Sissy Spacek.
  2. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!
  3. The Wild Pear Tree (Ahlat Ağaçı) von Nuri Bilge Ceylan. Kunst und Menschwerdung, Ironie und Familie, über mehr als drei grossartige Stunden hinweg. In jeder Sekunde einzigartig, ausufernd diszipliniert, und perfekt in der Balance zwischen Gegenwart und Geschichte.
  4. Boy Erased von Joel Edgerton. Die Geschichte einer versuchten «Umprogrammierung» eines schwulen Jungen konzentriert sich nicht zuletzt auf die von Nicole Kidman und Russell Crowe gespielten Eltern und wird so zum mehrschichtigen Drama.
  5. If Beale Street Could Talk von Barry Jenkins. Die erste originalsprachliche Verfilmung des bahnbrechenden Romans von James Baldwin. Lyrisch und schön, hart und schneidend.

Und im Filmpodcast morgen: Captain Marvel, The Old Man & The Gun und Regisseur Sameh Zoabi zu Tel Aviv on Fire.

Die Unverpassbaren, Woche 09 – 2019

‚Gräns‘ von Ali Abbasi © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Gräns (Grenze) von Ali Abbasi. Ein wilder, aber perfekt kontrollierter, Genre-hüpfender Stilmix um eine Grenzwächterin mit der Fähigkeit, Vergehen zu riechen. Fantastischer magischer Realismus aus – unerwartet – Schweden!
  2. The Wild Pear Tree (Ahlat Ağaçı) von Nuri Bilge Ceylan. Kunst und Menschwerdung, Ironie und Familie, über mehr als drei grossartige Stunden hinweg. In jeder Sekunde einzigartig, ausufernd diszipliniert, und perfekt in der Balance zwischen Gegenwart und Geschichte.
  3. Boy Erased von Joel Edgerton. Die Geschichte einer versuchten «Umprogrammierung» eines schwulen Jungen konzentriert sich nicht zuletzt auf die von Nicole Kidman und Russell Crowe gespielten Eltern und wird so zum mehrschichtigen Drama.
  4. If Beale Street Could Talk von Barry Jenkins. Die erste originalsprachliche Verfilmung des bahnbrechenden Romans von James Baldwin. Lyrisch und schön, hart und schneidend.
  5. The Favourite von Yorgos Lanthimos. Hintersinniges, intrigantes, und grausam komisches Historiendrama am englischen Königshof von Queen Anne zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Olivia Coleman, Rachel Weisz und Emma Stone spielen alle an die Wand – was Olivia Coleman eben den Oscar eingebracht hat.

Und im Filmpodcast morgen: Gräns, On the Basis of Sex, Oscar für Netflix.

Die Unverpassbaren, Woche 08 – 2019

‚Ahlat Ağaçı‘ von Nuri Bilge Ceylan © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Wild Pear Tree (Ahlat Ağaçı) von Nuri Bilge Ceylan. Kunst und Menschwerdung, Ironie und Familie, über mehr als drei grossartige Stunden hinweg. In jeder Sekunde einzigartig, ausufernd diszipliniert, und perfekt in der Balance zwischen Gegenwart und Geschichte.
  2. Boy Erased von Joel Edgerton. Die Geschichte einer versuchten «Umprogrammierung» eines schwulen Jungen konzentriert sich nicht zuletzt auf die von Nicole Kidman und Russell Crowe gespielten Eltern und wird so zum mehrschichtigen Drama.
  3. If Beale Street Could Talk von Barry Jenkins. Die erste originalsprachliche Verfilmung des bahnbrechenden Romans von James Baldwin. Lyrisch und schön, hart und schneidend.
  4. Immer und Ewig von Fanny Bräuning. Die Tochter begleitet ihre Eltern auf die Reise mit dem Wohnmobil, das ihr Vater für sich und seine gelähmte Frau gebaut hat. Ein Dokumentarfilm über Liebe, Grosszügigkeit und diese Sache mit der Abhängigkeit.
  5. The Favourite von Yorgos Lanthimos. Hintersinniges, intrigantes, und grausam komisches Historiendrama am englischen Königshof von Queen Anne zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Olivia Coleman, Rachel Weisz und Emma Stone spielen alle an die Wand. Kino wie ein barockes Festmahl.

Und im Filmpodcast morgen: Boy Erased, Der Goldene Handschuh, Bruno Ganz.

Die Unverpassbaren, Woche 07 – 2019

‚If Beale Street Could Talk‘ Tish (KiKi Layne) und Fonny (Stephan James) © DCM

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. If Beale Street Could Talk von Barry Jenkins. Die erste originalsprachliche Verfilmung des bahnbrechenden Romans von James Baldwin. Lyrisch und schön, hart und schneidend.
  2. Immer und Ewig von Fanny Bräuning. Die Tochter begleitet ihre Eltern auf die Reise mit dem Wohnmobil, das ihr Vater für sich und seine gelähmte Frau gebaut hat. Ein Dokumentarfilm über Liebe, Grosszügigkeit und diese Sache mit der Abhängigkeit.
  3. Le vent tourne von Bettina Oberli. Selbstbestimmtes Leben auf dem Oeko-Hof im Jura. Mit jenen Fallen und Leidenschaften, die wir fürchten und lieben.
  4. The Favourite von Yorgos Lanthimos. Hintersinniges, intrigantes, und grausam komisches Historiendrama am englischen Königshof von Queen Anne zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Olivia Coleman, Rachel Weisz und Emma Stone spielen alle an die Wand. Kino wie ein barockes Festmahl.
  5. Alles ist gut von Eva Trobisch. Janne weiss, dass sie vom besoffenen Martin vergewaltigt worden ist. Aber sie will kein Opfer sein und verdrängt den Abend. Bis ihr alles entgleitet. Intelligent, unaufgeregt, präzise und eindringlich.

Und im Filmpodcast morgen: If Beale Street Could Talk, Fair Traders, Kacey Mottet-Klein an der Berlinale

Die Unverpassbaren, Woche 06 – 2019

Emma Stone in ‚The Favourite‘ © Twentieth Century Fox

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Immer und Ewig von Fanny Bräuning. Die Tochter begleitet ihre Eltern auf die Reise mit dem Wohnmobil, das ihr Vater für sich und seine gelähmte Frau gebaut hat. Ein Dokumentarfilm über Liebe, Grosszügigkeit und diese Sache mit der Abhängigkeit.
  2. Le vent tourne von Bettina Oberli. Selbstbestimmtes Leben auf dem Oeko-Hof im Jura. Mit jenen Fallen und Leidenschaften, die wir fürchten und lieben.
  3. The Favourite von Yorgos Lanthimos. Hintersinniges, intrigantes, und grausam komisches Historiendrama am englischen Königshof von Queen Anne zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Olivia Coleman, Rachel Weisz und Emma Stone spielen alle an die Wand. Kino wie ein barockes Festmahl.
  4. Alles ist gut von Eva Trobisch. Janne weiss, dass sie vom besoffenen Martin vergewaltigt worden ist. Aber sie will kein Opfer sein und verdrängt den Abend. Bis ihr alles entgleitet. Intelligent, unaufgeregt, präzise und eindringlich.
  5. Burning (Beoning) von Lee Chang-dong. Ein kunstvoll verrätselter und verbildeter Slow-Thriller nach Haruki Murakami. Kunst und Vorstellung als theoretische Konstruktion und praktisches Kino. Zauberhaft.

Und im Filmpodcast morgen: The Price of everything, Straightwashing.

Die Unverpassbaren, Woche 05 – 2019

‚Le vent tourne‘: Pauline (Mélanie Thierry) am Creux du Van © Niels Ackermann / Lundi13

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Immer und Ewig von Fanny Bräuning. Die Tochter begleitet ihre Eltern auf die Reise mit dem Wohnmobil, das ihr Vater für sich und seine gelähmte Frau gebaut hat. Ein Dokumentarfilm über Liebe, Grosszügigkeit und diese Sache mit der Abhängigkeit.
  2. Le vent tourne von Bettina Oberli. Selbstbestimmtes Leben auf dem Oeko-Hof im Jura. Mit jenen Fallen und Leidenschaften, die wir fürchten und lieben.
  3. The Favourite von Yorgos Lanthimos. Hintersinniges, intrigantes, und grausam komisches Historiendrama am englischen Königshof von Queen Anne zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Olivia Coleman, Rachel Weisz und Emma Stone spielen alle an die Wand. Kino wie ein barockes Festmahl.
  4. Alles ist gut von Eva Trobisch. Janne weiss, dass sie vom besoffenen Martin vergewaltigt worden ist. Aber sie will kein Opfer sein und verdrängt den Abend. Bis ihr alles entgleitet. Intelligent, unaufgeregt, präzise und eindringlich.
  5. Burning (Beoning) von Lee Chang-dong. Ein kunstvoll verrätselter und verbildeter Slow-Thriller nach Haruki Murakami. Kunst und Vorstellung als theoretische Konstruktion und praktisches Kino. Zauberhaft.

Und im Filmpodcast morgen: Le vent tourne, Green Book, Fanny Bräuning, CH Filmpreis Nominationen

Die Unverpassbaren, Woche 04 – 2018

Emma Stone als Abigail in ‚The Favourite‘ © Twentieth Century Fox

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Favourite von Yorgos Lanthimos. Hintersinniges, intrigantes, und grausam komisches Historiendrama am englischen Königshof von Queen Anne zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Olivia Coleman, Rachel Weisz und Emma Stone spielen alle an die Wand. Kino wie ein barockes Festmahl.
  2. Alles ist gut von Eva Trobisch. Janne weiss, dass sie vom besoffenen Martin vergewaltigt worden ist. Aber sie will kein Opfer sein und verdrängt den Abend. Bis ihr alles entgleitet. Intelligent, unaufgeregt, präzise und eindringlich.
  3. Burning (Beoning) von Lee Chang-dong. Ein kunstvoll verrätselter und verbildeter Slow-Thriller nach Haruki Murakami. Kunst und Vorstellung als theoretische Konstruktion und praktisches Kino. Zauberhaft.
  4. Capharnaüm von Nadine Labaki. Ein Junge im Libanon verklagt seine Eltern dafür, dass sie ihn in die Welt gebracht haben. Ein eben so harter wie schön gemachter Film, eine Anklage als grosses Kino in jedem Wortsinn.
  5. Three Faces von Jafar Panahi. Der schlitzohrige Iraner unterläuft das Arbeitsverbot Film um Film. Auch sein jüngster gibt wieder vor, keiner zu sein. Und das auf höchst raffinierte Weise.

Und im Filmpodcast morgen: The Favourite, Beautiful Boy.

Die Unverpassbaren, Woche 03 – 2018

Aenne Schwarz ist Janne in ‚Alles ist gut‘ von Eva Trobisch © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Alles ist gut von Eva Trobisch. Janne weiss, dass sie vom besoffenen Martin vergewaltigt worden ist. Aber sie will kein Opfer sein und verdrängt den Abend. Bis ihr alles entgleitet. Intelligent, unaufgeregt, präzise und eindringlich.
  2. Burning (Beoning) von Lee Chang-dong. Ein kunstvoll verrätselter und verbildeter Slow-Thriller nach Haruki Murakami. Kunst und Vorstellung als theoretische Konstruktion und praktisches Kino. Zauberhaft.
  3. Capharnaüm von Nadine Labaki. Ein Junge im Libanon verklagt seine Eltern dafür, dass sie ihn in die Welt gebracht haben. Ein eben so harter wie schön gemachter Film, eine Anklage als grosses Kino in jedem Wortsinn.
  4. Three Faces von Jafar Panahi. Der schlitzohrige Iraner unterläuft das Arbeitsverbot Film um Film. Auch sein jüngster gibt wieder vor, keiner zu sein. Und das auf höchst raffinierte Weise.
  5. Shoplifters (Manbiki Kazoku) von Hirokazu Kore-Eda. Eine zusammengewürfelte Familie beschliesst, gemeinsam dem Sturz durch die sozialen Netze zu trotzen. Bis sie auffliegen. Eine hinreissend wütend herzliche Anklage von Japans Meisterregisseur.

Und im Filmpodcast morgen: Glass, Alles ist gut, Zwingli.