Die Unverpassbaren, Woche 14 – 2020

Laetitia Casta, Luc Bruchez und Thibaut Evrard in ‚Le milieu de l’horizon‘ © Outside the Box

Die Kinos stehen still und leer, wie fast das gesamte öffentliche Leben. Aber diese neuen Filme sind ab sofort im Online-Streaming verfügbar:

  1. Le milieu de l’horizon von Delphine Lehericey.  Im glühenden Sommer von 1976 fällt Gus aus der Kindheit und seine Mutter aus der Ehe. Ein flirrendes, augenfälliges Drama. Schweizer Filmpreis 2020. (online via Outside the Box)
  2. You Will Die At 20 von Amjad Abu Alala. Der seit 40 Jahren erste neue Spielfilm aus dem Sudan hat es in sich. Ein junge Mann, dem nach der Geburt der Tod in seinem zwanzigsten Lebensjahr prophezeit wurde, steht in Zentrum eines Spannungsbogens, der politisch, metaphorisch oder auch einfach märchenhaft interpretiert werden kann. (online via filmingo.ch)
  3. Jeanne von Bruno Dumont. Der eigenwillige französische Regisseur inszeniert seine Version der Jeanne d’Arc zwischen Pastorale und Choral, mit einer zehnjährigen Hauptdarstellerin. Pures Kino! (via Outside the Box)
  4. Mare von Andrea Štaka.  Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. (online zu sehen via cinefile.ch oder myfilm.ch)
  5. Ema y Gastón von Pablo Larraín. Libertad und Reggaeton, Liebe, Familie und rauschender Tanz: Ein körperlicher, heftiger, leidenschaftlicher Film. (online zu sehen via filmingo.ch)

Und im Filmpodcast morgen:  Die Preise des FIFF online, Bruno Dumont zu Jeanne.

Die Unverpassbaren, Woche 13 – 2020

Mahmoud Elsaraj in ‚You Will Die At 20‘ © trigon

Die Kinos stehen still und leer, wie fast das gesamte öffentliche Leben. Aber diese neuen Filme sind ab sofort im Online-Streaming verfügbar:

  1. You Will Die At 20 von Amjad Abu Alala. Der seit 40 Jahren erste neue Spielfilm aus dem Sudan hat es in sich. Ein junge Mann, dem nach der Geburt der Tod in seinem zwanzigsten Lebensjahr prophezeit wurde, steht in Zentrum eines Spannungsbogens, der politisch, metaphorisch oder auch einfach märchenhaft interpretiert werden kann. (online via filmingo.ch)
  2. Jeanne von Bruno Dumont. Der eigenwillige französische Regisseur inszeniert seine Version der Jeanne d’Arc zwischen Pastorale und Choral, mit einer zehnjährigen Hauptdarstellerin. Pures Kino! (via Outside the Box)
  3. Mare von Andrea Štaka.  Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. (online zu sehen via cinefile.ch oder myfilm.ch)
  4. Ema y Gastón von Pablo Larraín. Libertad und Reggaeton, Liebe, Familie und rauschender Tanz: Ein körperlicher, heftiger, leidenschaftlicher Film. (online zu sehen via filmingo.ch)
  5. La vérité von Hirokazu Kore-eda. Der japanische Grossmeister der Familiengeschichten hat in Frankreich gedreht. Mit Catherine Deneuve und Juliette Binoche, mitten im französischen Kino- und Starmilieu. Attraktiv, komisch und rührend. (Streaming in Abklärung)

Und im Filmpodcast morgen:  You will die at 20, Schweizer Filmpreis, Le milieu de l’horizon, Bienvenue chez les Cht’is.

Die Unverpassbaren, Woche 12 – 2020

‚Mare‘: Marija Škaričić, Goran Navojec © frenetic

Die Kinos stehen still und leer, wie fast das gesamte öffentliche Leben. Aber zumindest zwei der Filme, die wir euch schon letzte Woche ans Herz legten, sind ab sofort im Online-Streaming verfügbar: „Die Unverpassbaren, Woche 12 – 2020“ weiterlesen

Die Unverpassbaren, Woche 11 – 2020

Mare (Marija Škaričić) © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Ema y Gastón von Pablo Larraín. Libertad und Reggaeton, Liebe, Familie und rauschender Tanz: Ein körperlicher, heftiger, leidenschaftlicher Film.
  2. Mare von Andrea Štaka.  Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau.
  3. La vérité von Hirokazu Kore-eda. Der japanische Grossmeister der Familiengeschichten hat in Frankreich gedreht. Mit Catherine Deneuve und Juliette Binoche, mitten im französischen Kino- und Starmilieu. Attraktiv, komisch und rührend.
  4. Jagdzeit von Sabine Boss. Stilles Drama aus der realen Wirtschaftswelt: Der Machtkampf und die leere Einsamkeit jener, die vergessen haben, dass es noch eine andere Welt geben könnte, mit anderen Massstäben.
  5. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.

Und im Filmpodcast morgen: Mare, Ema y Gastón, The Perfect Candidate.

Die Unverpassbaren, Woche 10 – 2020

Catherine Deneuve und Juliette Binoche in ‚La vérité‘ © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. La vérité von Hirokazu Kore-eda. Der japanische Grossmeister der Familiengeschichten hat in Frankreich gedreht. Mit Catherine Deneuve und Juliette Binoche, mitten im französischen Kino- und Starmilieu. Attraktiv, komisch und rührend.
  2. Jagdzeit von Sabine Boss. Stilles Drama aus der realen Wirtschaftswelt: Der Machtkampf und die leere Einsamkeit jener, die vergessen haben, dass es noch eine andere Welt geben könnte, mit anderen Massstäben.
  3. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  4. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und nach vierfachem Oscargewinn wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: La vérité, Dani Levy und Die Känguru-Chroniken

Die Unverpassbaren, Woche 09 – 2020

Cho Yeo Cheong und Lee Sun Kyun in ‚Parasite‘ © Barunson E&A

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Jagdzeit von Sabine Boss. Stilles Drama aus der realen Wirtschaftswelt: Der Machtkampf und die leere Einsamkeit jener, die vergessen haben, dass es noch eine andere Welt geben könnte, mit anderen Massstäben.
  2. Il traditore von Marco Bellocchio.  Der italienische Altmeister kombiniert eindrücklich das Kino-Mafia-Epos mit der neueren Dokufiktion mit diesem Leinwandmonster über Italiens «Pentito»-Mafiaprozesse der 1980er und 90er.
  3. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  4. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und nach vierfachem Oscargewinn wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: Berlinale, Filmschule für Banlieu-Kids

Die Unverpassbaren, Woche 08 – 2020

‚Jagdzeit‘ Stefan Kurt, Ulrich Tukur © Ascot Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Jagdzeit von Sabine Boss. Stilles Drama aus der realen Wirtschaftswelt: Der Machtkampf und die leere Einsamkeit jener, die vergessen haben, dass es noch eine andere Welt geben könnte, mit anderen Massstäben.
  2. Il traditore von Marco Bellocchio.  Der italienische Altmeister kombiniert eindrücklich das Kino-Mafia-Epos mit der neueren Dokufiktion mit diesem Leinwandmonster über Italiens «Pentito»-Mafiaprozesse der 1980er und 90er.
  3. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  4. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und nach vierfachem Oscargewinn wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: Jagdzeit, Chambre 212

Die Unverpassbaren, Woche 07 – 2020

Bong Joon-ho mit zweien seiner vier ‚Parasite‘-Oscars © screenshot

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Il traditore von Marco Bellocchio.  Der italienische Altmeister kombiniert eindrücklich das Kino-Mafia-Epos mit der neueren Dokufiktion mit diesem Leinwandmonster über Italiens «Pentito»-Mafiaprozesse der 1980er und 90er.
  2. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  3. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  4. 1917 von Sam Mendes. Zwei Soldaten im ersten Weltkrieg zwischen den Schützengräben. Atem- und pausenlos wie am Stück gefilmt, virtuos, berührend und deutlich menschlicher als ähnliche Versuche.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und nach vierfachem Oscargewinn wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: J’accuse, Moskau einfach, La Gomera, Oscars?

Die Unverpassbaren, Woche 06 – 2020

‚Il traditore‘ Pierfrancesco Favino als Tommaso Buscetta © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Il traditore von Marco Bellocchio.  Der italienische Altmeister kombiniert eindrücklich das Kino-Mafia-Epos mit der neueren Dokufiktion mit diesem Leinwandmonster über Italiens «Pentito»-Mafiaprozesse der 1980er und 90er.
  2. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und zugleich ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  3. Little Joe von Jessica Hausner. Alice konstruiert für eine Gentech-Firma eine Topfpflanze, deren Duft glücklich macht. Mit Nebenwirkungen. Eine irre, etwas unterkühlte Mischung aus Science-Fiction und Gegenwartsanalyse, aufdringlich, aber faszinierend.
  4. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  5. 1917 von Sam Mendes. Zwei Soldaten im ersten Weltkrieg zwischen den Schützengräben. Atem- und pausenlos wie am Stück gefilmt, virtuos, berührend und deutlich menschlicher als ähnliche Versuche.

Und im Filmpodcast morgen: Il traditore, Joker-Komponistin Hildur Guðnadóttir, Kamerafrau Judith Kaufmann, RIP Kirk Douglas.

Die Unverpassbaren, Woche 05 – 2020

‚Little Women‘: Florence Pugh, Saoirse Ronan, Emma Watson © Sony

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Little Women von Greta Gerwig. Die Filmemacherin schafft das Wunder, der geliebten Vorlage sehr treu zu bleiben und zugleich ein feministisches Feuerwerk zu zünden. Schwelgerisch und souverän zugleich.
  2. Little Joe von Jessica Hausner. Alice konstruiert für eine Gentech-Firma eine Topfpflanze, deren Duft glücklich macht. Mit Nebenwirkungen. Eine irre, etwas unterkühlte Mischung aus Science-Fiction und Gegenwartsanalyse, aufdringlich, aber faszinierend.
  3. Platzspitzbaby von Pierre Monnard. Die Zürcher Geschichte der Emanzipation einer starken Tochter von ihrer Junkie-Mutter weckt Emotionen, ohne zu gängeln, die Darstellerinnen sind umwerfend.
  4. 1917 von Sam Mendes. Zwei Soldaten im ersten Weltkrieg zwischen den Schützengräben. Atem- und pausenlos wie am Stück gefilmt, virtuos, berührend und deutlich menschlicher als ähnliche Versuche.
  5. Les misérables von Ladj Ly. In der Pariser Peripherie kippt das Gleichgewicht zwischen Gang-Disziplin und Polizei-Gewalt. Einsichten aus erster Hand, mit episch-filmischem Flair beschleunigt.

Und im Filmpodcast morgen: Little Women, Magari, Wer sind wir?, Bea Cuttat in Solothurn.