Die Unverpassbaren, Woche 24 – 2018

‚Zama‘ von Lucrecia Martel © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Zama von Lucrecia Martel. Das faszinierende Porträt eines biederen spanischen Kolonialbeamten in Südamerika verbindet hypnotisch schöne Landschaftsbilder mit dem absurden Witz von Kafka und Beckett.
  2. Au revoir là-haut von Albert Dupontel. Visuell übermütiger, quicklebendiger Kostümfilm, der umso mehr Spass macht, je länger er dauert und der bei aller Tragik auch vor Situationskomik und schwarzem Humor nicht zurückschreckt.
  3. Transit von Christian Petzold. Eine raffinierte, packend aktualisierte Umsetzung von Anna Seghers Roman, mit mehr als einem Hauch von Casablanca.
  4. The Third Murder von Hirokazu Kore-Eda. Wer ist ein Mörder, wer richtet? Ob Familiengeschichte oder Gerichtsdrama: Der japanische Regisseur geht stets tiefer. Und stets mit seiner liebevoll täuschenden Leichtigkeit.
  5. L’apparition von Xavier Giannoli. Vincent Lindon für einmal nicht als Arbeiter, sondern als nüchterner Reporter, der im Auftrag des Vatikans einer angeblichen Marien-Erscheinung nachgeht. Ein raffiniertes Spiel mit Glauben, Glaubhaftigkeit und Erkennen.

Die Unverpassbaren, Woche 23 – 2018

‚Zama‘ von Lucrecia Martel © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Zama von Lucrecia Martel. Das faszinierende Porträt eines biederen spanischen Kolonialbeamten in Südamerika verbindet hypnotisch schöne Landschaftsbilder mit dem absurden Witz von Kafka und Beckett.
  2. Au revoir là-haut von Albert Dupontel. Visuell übermütiger, quicklebendiger Kostümfilm, der umso mehr Spass macht, je länger er dauert und der bei aller Tragik auch vor Situationskomik und schwarzem Humor nicht zurückschreckt.
  3. Transit von Christian Petzold. Eine raffinierte, packend aktualisierte Umsetzung von Anna Seghers Roman, mit mehr als einem Hauch von Casablanca.
  4. The Third Murder von Hirokazu Kore-Eda. Wer ist ein Mörder, wer richtet? Ob Familiengeschichte oder Gerichtsdrama: Der japanische Regisseur geht stets tiefer. Und stets mit seiner liebevoll täuschenden Leichtigkeit.
  5. L’apparition von Xavier Giannoli. Vincent Lindon für einmal nicht als Arbeiter, sondern als nüchterner Reporter, der im Auftrag des Vatikans einer angeblichen Marien-Erscheinung nachgeht. Ein raffiniertes Spiel mit Glauben, Glaubhaftigkeit und Erkennen.

Die Unverpassbaren, Woche 22 – 2018

Paula Beer, Franz Rogowski © Schramm Film / Marco Krüger

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Transit von Christian Petzold. Eine raffinierte, packend aktualisierte Umsetzung von Anna Seghers Roman, mit mehr als einem Hauch von Casablanca.
  2. The Third Murder von Hirokazu Kore-Eda. Wer ist ein Mörder, wer richtet? Ob Familiengeschichte oder Gerichtsdrama: Der japanische Regisseur geht stets tiefer. Und stets mit seiner liebevoll täuschenden Leichtigkeit.
  3. L’apparition von Xavier Giannoli. Vincent Lindon für einmal nicht als Arbeiter, sondern als nüchterner Reporter, der im Auftrag des Vatikans einer angeblichen Marien-Erscheinung nachgeht. Ein raffiniertes Spiel mit Glauben, Glaubhaftigkeit und Erkennen.
  4. Wonderstruck von Todd Haynes.  Ein Junge in den Siebziger Jahren und ein Mädchen in den Zwanzigern durchleben auffällig ähnliche Situationen… Todd Haynes gelingt ein kleines New-York-Filmwunder (fast) ohne übernatürliche Elemente.
  5. I am not a Witch von Rungano Nyoni. Eine Achtjährige wird in Zambia der Hexerei beschuldigt. In ihrem ersten Spielfilm verwebt die Regisseurin Erfahrungen, die sie im Alltag in Ghana gemacht hat.

Morgen im Filmpodcast: Transit, Bildrausch Basel.

Die Unverpassbaren, Woche 21 – 2018

Vincent Lindon in ‚L’apparition‘ von Xavier Giannoli © Praesens

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Third Murder von Hirokazu Kore-Eda. Wer ist ein Mörder, wer richtet? Ob Familiengeschichte oder Gerichtsdrama: Der japanische Regisseur geht stets tiefer. Und stets mit seiner liebevoll täuschenden Leichtigkeit.
  2. L’apparition von Xavier Giannoli. Vincent Lindon für einmal nicht als Arbeiter, sondern als nüchterner Reporter, der im Auftrag des Vatikans einer angeblichen Marien-Erscheinung nachgeht. Ein raffiniertes Spiel mit Glauben, Glaubhaftigkeit und Erkennen.
  3. Wonderstruck von Todd Haynes.  Ein Junge in den Siebziger Jahren und ein Mädchen in den Zwanzigern durchleben auffällig ähnliche Situationen… Todd Haynes gelingt ein kleines New-York-Filmwunder (fast) ohne übernatürliche Elemente.
  4. I am not a Witch von Rungano Nyoni. Eine Achtjährige wird in Zambia der Hexerei beschuldigt. In ihrem ersten Spielfilm verwebt die Regisseurin Erfahrungen, die sie im Alltag in Ghana gemacht hat.
  5. Isle of Dogs von Wes Anderson. Andersons zweiter Stop-Motion Film mit Puppen versammelt wieder eine kuriose Wahlverwandschaft. Diesmal sind es die verbannten Hunde einer japanischen Megacity, die sich auf ihrer Insel verbünden. Wieder taucht Anderson in eine andere Kultur ein wie ein Erzählschwamm und transponiert seine Familiengeschichten. Charmant und witzig.

Morgen im Filmpodcast: L’apparition, The Third Murder und Hirokazu Kore-Eda, Franchise-Business: Solo – A Star Wars Story.

Die Unverpassbaren, Woche 20 – 2018

Ekaterina Samsonov als Hanna in ‚Wonderstruck‘ © amazon studios

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Wonderstruck von Todd Haynes.  Ein Junge in den Siebziger Jahren und ein Mädchen in den Zwanzigern durchleben auffällig ähnliche Situationen… Todd Haynes gelingt ein kleines New-York-Filmwunder (fast) ohne übernatürliche Elemente.
  2. I am not a Witch von Rungano Nyoni. Eine Achtjährige wird in Zambia der Hexerei beschuldigt. In ihrem ersten Spielfilm verwebt die Regisseurin Erfahrungen, die sie im Alltag in Ghana gemacht hat.
  3. Isle of Dogs von Wes Anderson. Andersons zweiter Stop-Motion Film mit Puppen versammelt wieder eine kuriose Wahlverwandschaft. Diesmal sind es die verbannten Hunde einer japanischen Megacity, die sich auf ihrer Insel verbünden. Wieder taucht Anderson in eine andere Kultur ein wie ein Erzählschwamm und transponiert seine Familiengeschichten. Charmant und witzig.
  4. Loveless (Nelyubov) von Andrey Zvyagintsev. Die Kälte in diesem Film ist schwer auszuhalten. Ein Paar streitet darüber, wer nach der Scheidung den Sohn zu sich nehmen muss – der Junge hört mit und verschwindet. Ein starker, unerbittlicher Film.
  5. Jupiter’s Moon von Kornél Mundrúczo. Ein junger syrischer Flüchtling wird erschossen und beginnt zu levitieren. Ein zynischer Arzt möchte daraus Kapital schlagen. Irrwitzig, märchenhaft, metaphorisch im Plot, verblüffend realistisch in der Umsetzung.

Morgen im Filmpodcast: Wonderstruck, Chris the Swiss, Dans le lit du Rhône.

Die Unverpassbaren, Woche 19 – 2018

Wes Andersons ‚Isle of Dogs‘ © 2018 Twentieth Century Fox

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. I am not a Witch von Rungano Nyoni. Eine Achtjährige wird in Zambia der Hexerei beschuldigt. In ihrem ersten Spielfilm verwebt die Regisseurin Erfahrungen, die sie im Alltag in Ghana gemacht hat.
  2. Isle of Dogs von Wes Anderson. Andersons zweiter Stop-Motion Film mit Puppen versammelt wieder eine kuriose Wahlverwandschaft. Diesmal sind es die verbannten Hunde einer japanischen Megacity, die sich auf ihrer Insel verbünden. Wieder taucht Anderson in eine andere Kultur ein wie ein Erzählschwamm und transponiert seine Familiengeschichten. Charmant und witzig.
  3. Loveless (Nelyubov) von Andrey Zvyagintsev. Die Kälte in diesem Film ist schwer auszuhalten. Ein Paar streitet darüber, wer nach der Scheidung den Sohn zu sich nehmen muss – der Junge hört mit und verschwindet. Ein starker, unerbittlicher Film.
  4. Jupiter’s Moon von Kornél Mundrúczo. Ein junger syrischer Flüchtling wird erschossen und beginnt zu levitieren. Ein zynischer Arzt möchte daraus Kapital schlagen. Irrwitzig, märchenhaft, metaphorisch im Plot, verblüffend realistisch in der Umsetzung.
  5. You Were Never Really Here von Lynne Ramsay. Die schottische Regisseurin schickt Joaquin Phoenix als traurigen Totschläger auf Mädchenrettungsmission. Dabei ist der Killer-Thriller-Plot mehr Folie als Motor, der Film ein assoziatives, entsetzlich packendes Netzwerk aus Bildern und Tönen.

Morgen im Filmpodcast: I am not a Witch, Filmfestival Cannes

Die Unverpassbaren, Woche 18 – 2018

Aryan (Zsombor Jéger) levitiert © Outside the Box

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Jupiter’s Moon von Kornél Mundrúczo. Ein junger syrischer Flüchtling wird erschossen und beginnt zu levitieren. Ein zynischer Arzt möchte daraus Kapital schlagen. Irrwitzig, märchenhaft, metaphorisch im Plot, verblüffend realistisch in der Umsetzung.
  2. You Were Never Really Here von Lynne Ramsay. Die schottische Regisseurin schickt Joaquin Phoenix als traurigen Totschläger auf Mädchenrettungsmission. Dabei ist der Killer-Thriller-Plot mehr Folie als Motor, der Film ein assoziatives, entsetzlich packendes Netzwerk aus Bildern und Tönen.
  3. In den Gängen von Thomas Stuber. Eine Liebesgeschichte im Lebensmittelgrossmarkt, durchkomponiert und packend einfach, mit Franz Rogowski, Sandra Hüller und vielen Gabelstaplern.
  4. Jeune femme von Léonor Serraille. Die junge Schweizerin Laetitia Dosch ist das dauergeschüttelte Epizentrum dieser perfekt komponierten Pariser Odyssee ins Erwachsenenleben.
  5. Lean on Pete von Andrew Haigh. Vom Regisseur von 45 Years, ein Roadmovie mit Pferd und Teenager und einer satten, runden Figurenzeichnung. Verblüffend einnehmend.

Morgen im Filmpodcast: Jupiter’s Moon, Grain, Mexploitation, #KlappeAuf.

Die Unverpassbaren, Woche 17 – 2018

Laetitia Dosch in ‚Jeune femme‘ © cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. You Were Never Really Here von Lynne Ramsay. Die schottische Regisseurin schickt Joaquin Phoenix als trauriger Totschläger auf Mädchenrettungsmission. Dabei ist der Killer-Thriller-Plot mehr Folie als Motor, der Film ein assoziatives, entsetzlich packendes Netzwerk aus Bildern und Tönen.
  2. In den Gängen von Thomas Stuber. Eine Liebesgeschichte im Lebensmittelgrossmarkt, durchkomponiert und packend einfach, mit Franz Rogowski, Sandra Hüller und vielen Gabelstaplern.
  3. Jeune femme von Léonor Serraille. Die junge Schweizerin Laetitia Dosch ist das dauergeschüttelte Epizentrum dieser perfekt komponierten Pariser Odyssee ins Erwachsenenleben.
  4. Lean on Pete von Andrew Haigh. Vom Regisseur von 45 Years, ein Roadmovie mit Pferd und Teenager und einer satten, runden Figurenzeichnung. Verblüffend einnehmend.
  5. Sarah joue un loup-garou von Katharina Wyss. Ein komplexer Erstlingsfilm um einen einsamen Teenager in einer bedrückenden Familie. Das zweisprachige, dunkle Spiegelstück zu Blue My Mind wurde in Freiburg inszeniert und an die Kritikerwoche in Venedig eingeladen.

Morgen im Filmpodcast: Yoe were never really here, Jeune femme, In den Gängen, Emma, Thomas Stuber.

Die Unverpassbaren, Woche 16 – 2018

‚Sarah joue un loup-garou‘ Loane Balthasar © xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Lean on Pete von Andrew Haigh. Vom Regisseur von 45 Years, ein Roadmovie mit Pferd und Teenager und einer satten, runden Figurenzeichnung. Verblüffend einnehmend.
  2. Sarah joue un loup-garou von Katharina Wyss. Ein komplexer Erstlingsfilm um einen einsamen Teenager in einer bedrückenden Familie. Das zweisprachige, dunkle Spiegelstück zu Blue My Mind wurde in Freiburg inszeniert und an die Kritikerwoche in Venedig eingeladen.
  3. The Death of Stalin von Armando Ianucci. Der Tod des Diktators setzt die Sykophantenmaschine in Bewegung. Eine beissende Satire auf Machtbetriebe, mit überraschenden Zwischentönen.
  4. Strangers von Lorenz Suter. Eine träumerisch verspielte Zürcher Hommage an den Film noir, mit Echos aus The Big Sleep und Figuren, die wirken, als ob Raymond Chandler sie in einem Zürcher Altersheim geträumt hätte.
  5. Tranquillo von Jonathan Jäggi. Noch ein Zürcher Erstlingsfilm, in dem ein plötzlicher Tinnitus das Leben eines jungen Mannes unterbricht und neu ausrichtet. Sorgfältig und stimmig.

Morgen im Filmpodcast: Lean on Pete, Sarah joue un loup-garou, Breathe von Andy Serkis, Abschied von Miloš Forman.

Die Unverpassbaren, Woche 15 – 2018

‚Tranquillo‘ von Jonathan Jäggi © Spot On Distribution

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. The Death of Stalin von Armando Ianucci. Der Tod des Diktators setzt die Sykophantenmaschine in Bewegung. Eine beissende Satire auf Machtbetriebe, mit überraschenden Zwischentönen.
  2. Strangers von Lorenz Suter. Eine träumerisch verspielte Zürcher Hommage an den Film noir, mit Echos aus The Big Sleep und Figuren, die wirken, als ob Raymond Chandler sie in einem Zürcher Altersheim geträumt hätte.
  3. Tranquillo von Jonathan Jäggi. Noch ein Zürcher Erstlingsfilm, in dem ein plötzlicher Tinnitus das Leben eines jungen Mannes unterbricht und neu ausrichtet. Sorgfältig und stimmig.
  4. Foxtrot von Samuel Maoz. In Israel hat der Film für Kontroversen gesorgt, weil Regisseur Maoz (Lebanon, 2009) darin erneut die israelische Armee scharf kritisiert. Im Rest der Welt begeistern die hinreissend tragikomische Erzählweise und Hauptdarsteller Lior Ashkenazi.
  5. Madame Hyde von Serge Bozon. Stevensons Verwandlungsklassiker, neu gedacht als psychopathologische Pädagogik-Farce, mit Blitz und Donner und Isabelle Huppert.

Morgen im Filmpodcast: Drei Tage in Quiberon, Strangers, The Death of Stalin, Tranquillo, Abschied von Isao Takahata.