Die Unverpassbaren, Woche 49 – 2018

‚Roma‘ von Alfonso Cuarón © Netflix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Astrid von Pernille Fischer-Christensen. Der Film erzählt, mit der hinreissenden Alba August als Astrid Lindgren, wie die spätere Kinderbuchautorin mit 19 direkt aus der Kindheit ins Erwachsenenalter katapultiert wurde. Und sich so wohl das Kinderdenken erhalten hat.
  2. Roma von Alfonso Cuarón. Eine Liebeserklärung des Regisseurs an die Frauen, die ihn erzogen haben. In strahlendem Schwarzweiss und über alle sozialen Gräben hinweg.
  3. Cold War von Pawel Pawlikowski. Eine grossartige Hassliebe in Schwarzweiss, mit schmelzenden Zwischentönen.
  4. Touch Me Not von Adina Pintilie. Ein Film als Experiment in Berührung, fordernd, verblüffend und unvergesslich.
  5. Glaubenberg von Thomas Imbach. Die Liebe der Schwester zum Bruder als raffiniertes fliessendes Drama zwischen Ovid und heute. Ein extrem schöner Film mit umwerfenden jungen Darstellern.

Und im Filmpodcast morgen:  Roma, Widows, Astrid, Human Rights Film Festival Zürich. 

Die Unverpassbaren, Woche 48 – 2018

Joanna Kulig (Zula) in ‚Zimna wojna‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Cold War von Pawel Pawlikowski. Eine grossartige Hassliebe in Schwarzweiss, mit schmelzenden Zwischentönen.
  2. Touch Me Not von Adina Pintilie. Ein Film als Experiment in Berührung, fordernd, verblüffend und unvergesslich.
  3. Glaubenberg von Thomas Imbach. Die Liebe der Schwester zum Bruder als raffiniertes fliessendes Drama zwischen Ovid und heute. Ein extrem schöner Film mit umwerfenden jungen Darstellern.
  4. Was uns nicht umbringt von Sandra Nettelbeck.  Eine psychoanalytische Ensemblekomödie aus Deutschland. Verspielt, intelligent, clever und nachdenklich lustig.
  5. Liquid Truth (Aos teus olhos) von Carolina Jabor. Das brasilianische Filmdrama erzählt, wie Facebook und WhatsApp den Verdacht auf einen sexuellen Übergriff in eine Hexenjagd verwandeln. Beklemmend aktuell und raffiniert offen.

Im Filmpodcast morgen:  Cold War, Impulso, Abschied von Bernardo Bertolucci, Touch Me Not Adina Pintilie und Laura Benson

Ab heute auch im Kino: Lars von Triers The House That Jack Built

Die Unverpassbaren, Woche 47 – 2018

Zsofia Körös als Lena in ‚Glaubenberg‘ von Thomas Imbach © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Glaubenberg von Thomas Imbach. Die Liebe der Schwester zum Bruder als raffiniertes fliessendes Drama zwischen Ovid und heute. Ein extrem schöner Film mit umwerfenden jungen Darstellern.
  2. Was uns nicht umbringt von Sandra Nettelbeck.  Eine psychoanalytische Ensemblekomödie aus Deutschland. Verspielt, intelligent, clever und nachdenklich lustig.
  3. Liquid Truth (Aos teus olhos) von Carolina Jabor. Das brasilianische Filmdrama erzählt, wie Facebook und WhatsApp den Verdacht auf einen sexuellen Übergriff in eine Hexenjagd verwandeln. Beklemmend aktuell und raffiniert offen.
  4. Leto von Kirill Serebrennikov. Die Geschichte des Leningrader Rockers Viktor Tsoi und seiner Band „Kino“ als raffinierte, verspielte Schwarzweiss-Rückblende in die 80er Jahre.
  5. Ága von Milko Lazarov. Ein niederschmetternd schöner Film über die letzten Dinge und das Vergessen, gegen das sich ein altes Jakuten-Paar stemmt.

Und im Filmpodcast morgen:  Was uns nicht umbringt, Liquid Truth, Abschied von Yves Yersin, Glaubenberg und Thomas Imbach

Die Unverpassbaren, Woche 46 – 2018

Mike und Natasha (Roman Bilyk, Irina Starshenbaum) in ‚Leto‘ © Xenix

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Leto von Kirill Serebrennikov. Die Geschichte des Leningrader Rockers Viktor Tsoi und seiner Band „Kino“ als raffinierte, verspielte Schwarzweiss-Rückblende in die 80er Jahre.
  2. Ága von Milko Lazarov. Ein niederschmetternd schöner Film über die letzten Dinge und das Vergessen, gegen das sich ein altes Jakuten-Paar stemmt.
  3. Genesis 2.0 von Christian Frei und Maxim Arbugaev. Zwei Abenteuerfilme in einer Dokumentation. Die Jagd nach Mammuth-Stosszähnen im auftauenden Permafrost. Und die Jagd nach dem Gen-Code, mit dem sich Gottes Schöpfung verbessern liesse. Pathos mit einem Hauch Zukunfts-Grusel.
  4. Welcome to Zwitscherland von Marc Tschudin. Wie das Land, so die Vögel, behauptet der Dokfilm. Und löst das spektakulär und unterhaltsam ein, seinem überflüssigen Off-Kommentar zum Trotz.
  5. Woman at War von Benedikt Erlingsson. Eine 50jährige Isländerin als heimliche Ökoterroristin. Ein erfinderisches, schelmisches Stück Kino über eine charismatische Kämpferin vor sagenhafter Kulisse.

Und im Filmpodcast morgen:  Leto, 4th Arab Film Festival Zurich, Godiva-Hair.

Die Unverpassbaren, Woche 45 – 2018

‚Ága‘ von Milko Lazarov © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Ága von Milko Lazarov. Ein niederschmetternd schöner Film über die letzten Dinge und das Vergessen, gegen das sich ein altes Inuit-Paar stemmt.
  2. Genesis 2.0 von Christian Frei und Maxim Arbugaev. Zwei Abenteuerfilme in einer Dokumentation. Die Jagd nach Mammuth-Stosszähnen im auftauenden Permafrost. Und die Jagd nach dem Gen-Code, mit dem sich Gottes Schöpfung verbessern liesse. Pathos mit einem Hauch Zukunfts-Grusel.
  3. Welcome to Zwitscherland von Marc Tschudin. Wie das Land, so die Vögel, behauptet der Dokfilm. Und löst das spektakulär und unterhaltsam ein, seinem überflüssigen Off-Kommentar zum Trotz.
  4. Woman at War von Benedikt Erlingsson. Eine 50jährige Isländerin als heimliche Ökoterroristin. Ein erfinderisches, schelmisches Stück Kino über eine charismatische Kämpferin vor sagenhafter Kulisse.
  5. Pájaros de verano – Birds of Passage von Ciro Guerra & Cristina Gallego. Indigene Mythen und Gebräuche verwoben mit jenen des Godfather-Genres. Raffiniert und spannend, brutal und episch.

Und im Filmpodcast morgen:  Ága, Kurzfilmtage Winterthur, Genesis 2.0 und Christian Frei

Die Unverpassbaren, Woche 44 – 2018

‚Woman at War‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Welcome to Zwitscherland von Marc Tschudin. Wie das Land, so die Vögel, behauptet der Dokfilm. Und löst das spektakulär und unterhaltsam ein, seinem überflüssigen Off-Kommentar zum Trotz.
  2. Woman at War von Benedikt Erlingsson. Eine 50jährige Isländerin als heimliche Ökoterroristin. Ein erfinderisches, schelmisches Stück Kino über eine charismatische Kämpferin vor sagenhafter Kulisse.
  3. Pájaros de verano – Birds of Passage von Ciro Guerra & Cristina Gallego. Indigene Mythen und Gebräuche verwoben mit jenen des Godfather-Genres. Raffiniert und spannend, brutal und episch.
  4. Becoming Animal von Peter Mettler & Emma Davie. Ein animistisch-dokumentarisches Naturabenteuer voller Erkennen und mit einiger Ironie. Spektakulär, raunend, staunend.
  5. Blaze von Ethan Hawke. Ein brillanter, sehnsuchtsvoller Film über den unbekannten, früh verstorbenen Singer/Songwwriter Blaze Foley, inszeniert als augenzwinkernde Legendenbildung mit hinreissender Besetzung.

Und im Filmpodcast morgen: Zwitscherland, Woman at War, Der Unschuldige.

Die Unverpassbaren, Woche 43 – 2018

Natalia Reyes als Zaida in ‚Birds of Passage‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Pájaros de verano – Birds of Passage von Ciro Guerra & Cristina Gallego. Indigene Mythen und Gebräuche verwoben mit jenen des Godfather-Genres. Raffiniert und spannend, brutal und episch.
  2. Becoming Animal von Peter Mettler & Emma Davie. Ein animistisch-dokumentarisches Naturabenteuer voller Erkennen und mit einiger Ironie. Spektakulär, raunend, staunend.
  3. Blaze von Ethan Hawke. Ein brillanter, sehnsuchtsvoller Film über den unbekannten, früh verstorbenen Singer/Songwwriter Blaze Foley, inszeniert als augenzwinkernde Legendenbildung mit hinreissender Besetzung.
  4. The Guilty von Gustav Möller.  Ein Telefon-Thriller aus Dänemark, konzeptuell am Podcast orientiert, aber voll auf der Leinwand. Spannend, irreführend, packend.
  5. Leave No Trace von Debra Granik. Ein Vater lebt mit seiner Tochter versteckt im Wald, bis die beiden zufällig entdeckt werden und die Vormundschaftsbehörde eingreift. Individuelle Freiheit vs. gesellschaftliche Norm, subtil inszeniert, zwischen Thoreaus «Walden» und zeitgenössischer Aussteigerromantik.

Und im Filmpodcast morgen: Birds of Passage, Plaire, aimer et courir vite, Becoming Animal mit Peter Mettler.

Die Unverpassbaren, Woche 42 – 2018

Asger (Jakob Cedergren) in ‚The Guilty‘ © Ascot-Elite

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Blaze von Ethan Hawke. Ein brillanter, sehnsuchtsvoller Film über den unbekannten, früh verstorbenen Singer/Songwwriter Blaze Foley, inszeniert als augenzwinkernde Legendenbildung mit hinreissender Besetzung.
  2. The Guilty von Gustav Möller.  Ein Telefon-Thriller aus Dänemark, konzeptuell am Podcast orientiert, aber voll auf der Leinwand. Spannend, irreführend, packend.
  3. Leave No Trace von Debra Granik. Ein Vater lebt mit seiner Tochter versteckt im Wald, bis die beiden zufällig entdeckt werden und die Vormundschaftsbehörde eingreift. Individuelle Freiheit vs. gesellschaftliche Norm, subtil inszeniert, zwischen Thoreaus «Walden» und zeitgenössischer Aussteigerromantik.
  4. Der Läufer von Hannes Baumgartner. Wie wird ein Mann zum Mörder, wie explodiert das Innere sinnlos ins Äussere? Ein präziser Versuch, einem realen Gewalttäter fiktiv zu folgen. Mit einem starken Max Hubacher in der zentralen Rolle.
  5. Lazzaro felice von Alice Rohrwacher. Vorindustrielle de-facto-Leibeigenschaft kontrastiert mit aktueller Arbeitslosigkeit in dieser hinreissenden Italien-Traum-Skizze: märchenhaft verspielt, ein bisschen oeko-esoterisch, ein wenig satirisch und ausufernd figurenreich fantasievoll.

Und im Filmpodcast morgen Subito – Das Sofortbild, Blaze, The Guilty.

Die Unverpassbaren, Woche 41 – 2018

Thomasin McKenzie und Ben Foster in ‚Leave No Trace‘ von Debra Granik © Praesens

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Leave No Trace von Debra Granik. Ein Vater lebt mit seiner Tochter versteckt im Wald, bis die beiden zufällig entdeckt werden und die Vormundschaftsbehörde eingreift. Individuelle Freiheit vs. gesellschaftliche Norm, subtil inszeniert, zwischen Thoreaus «Walden» und zeitgenössischer Aussteigerromantik.
  2. Der Läufer von Hannes Baumgartner. Wie wird ein Mann zum Mörder, wie explodiert das Innere sinnlos ins Äussere? Ein präziser Versuch, einem realen Gewalttäter fiktiv zu folgen. Mit einem starken Max Hubacher in der zentralen Rolle.
  3. Lazzaro felice von Alice Rohrwacher. Vorindustrielle de-facto-Leibeigenschaft kontrastiert mit aktueller Arbeitslosigkeit in dieser hinreissenden Italien-Traum-Skizze: märchenhaft verspielt, ein bisschen oeko-esoterisch, ein wenig satirisch und ausufernd figurenreich fantasievoll.
  4. Out of Paradise von Batbayar Chogsom. Ein mongolischer Hirte und seine Frau werden in der Hauptstadt mit der modernen Welt konfrontiert. Der aus der Schweiz heraus produzierte Erstling hat den Spielfilmpreis des Shanghai-Filmfestivals gewonnen. Und wer sich darauf einlässt, kann das unschwer nachvollziehen.
  5. Chris the Swiss von Anja Kofmel. Mit dieser bestechenden Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm macht sich die Autorin auf Spurensuche nach ihrem 1992 in Kroatien ermordeten Cousin.

Und im Filmpodcast morgen Fahrenheit 11/9, Yvette Z’Graggen, Frenemy.

Die Unverpassbaren, Woche 40 – 2018

Tommaso Ragno und Adriano Tardiolo in ‚Lazzaro felice‘ von Alice Rohrwacher © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Der Läufer von Hannes Baumgartner. Wie wird ein Mann zum Mörder, wie explodiert das Innere sinnlos ins Äussere? Ein präziser Versuch, einem realen Gewalttäter fiktiv zu folgen. Mit einem starken Max Hubacher in der zentralen Rolle.
  2. Lazzaro felice von Alice Rohrwacher. Vorindustrielle de-facto-Leibeigenschaft kontrastiert mit aktueller Arbeitslosigkeit in dieser hinreissenden Italien-Traum-Skizze: märchenhaft verspielt, ein bisschen oeko-esoterisch, ein wenig satirisch und ausufernd figurenreich fantasievoll.
  3. Out of Paradise von Batbayar Chogsom. Ein mongolischer Hirte und seine Frau werden in der Hauptstadt mit der modernen Welt konfrontiert. Der aus der Schweiz heraus produzierte Erstling hat den Spielfilmpreis des Shanghai-Filmfestivals gewonnen. Und wer sich darauf einlässt, kann das unschwer nachvollziehen.
  4. Chris the Swiss von Anja Kofmel. Mit dieser bestechenden Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm macht sich die Autorin auf Spurensuche nach ihrem 1992 in Kroatien ermordeten Cousin.
  5. Gundermann von Andreas Dresen. Gerhard Gundermann war Sänger und Baggerfahrer in der DDR. Und Stasi-Mitarbeiter. Ein grossartiger, liebevoller Film über Idealismus, Schuld und Haltung.

Und im Filmpodcast morgen Der Läufer, Werk ohne Autor, Leave No Trace, Debra Granik.