Die Unverpassbaren, Woche 32 – 2020

Atsuko Maeda unterwegs ‚To the Ends of the Earth‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. To the Ends of the Earth von Kyoshi Kurosawa. Ein japanisches Reise-TV-Team in Usbekistan. Japans Ex-Girl-Group-Star Atsuko Maeda findet als Moderatorin Yoko eine neue Welt für sich. Ein Film, der beim Sehen fühlt.
  2. Sekuritas von Carmen Stadler. Eine scheue Sekuritas-Wachfrau und das Gebäude, auf das sie aufpasst, tanzen einen nächtlichen pas de deux, dem sich andere Schlaflose anschliessen. Skurril, raffiniert und überraschend unterhaltsam.
  3. Edelweiss Revolution (La preuve scientifique de l’existence de Dieu) von Fred Bailiff. Eine Alt-68er-Aktivistengruppe trifft sich nach 50 Jahren wieder, um erneut aktiv zu werden. Frech gestrickte Komödie aus Realem und Fiktivem, mit echten Personen, Laiendarstellern und mit Irène Jacob und Jean-Luc Bideau.
  4. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  5. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.

Und im Filmpodcast morgen: Insumisas, Loulou, Mulan ohne Kino, Filmfestival Locarno.

Die Unverpassbaren, Woche 31 – 2020

Atsuko Maeda unterwegs ‚To the Ends of the Earth‘ © trigon

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. To the Ends of the Earth von Kyoshi Kurosawa. Ein japanisches Reise-TV-Team in Usbekistan. Japans Ex-Girl-Group-Star Atsuko Maeda findet als Moderatorin Yoko eine neue Welt für sich. Ein Film, der beim Sehen fühlt.
  2. Sekuritas von Carmen Stadler. Eine scheue Sekuritas-Wachfrau und das Gebäude, auf das sie aufpasst, tanzen einen nächtlichen pas de deux, dem sich andere Schlaflose anschliessen. Skurril, raffiniert und überraschend unterhaltsam.
  3. Edelweiss Revolution (La preuve scientifique de l’existence de Dieu) von Fred Bailiff. Eine Alt-68er-Aktivistengruppe trifft sich nach 50 Jahren wieder, um erneut aktiv zu werden. Frech gestrickte Komödie aus Realem und Fiktivem, mit echten Personen, Laiendarstellern und mit Irène Jacob und Jean-Luc Bideau.
  4. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  5. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.

Und im Filmpodcast morgen: To the Ends of the Earth, The Roads Not Taken, The King of Staten Island, Tout simplement noir, Universal & AMC

Die Unverpassbaren, Woche 30 – 2020

‚Sekuritas‘ von Camen Stadler © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Sekuritas von Carmen Stadler. Eine scheue Sekuritas-Wachfrau und das Gebäude, auf das sie aufpasst, tanzen einen nächtlichen pas de deux, dem sich andere Schlaflose anschliessen. Skurril, raffiniert und überraschend unterhaltsam.
  2. Edelweiss Revolution (La preuve scientifique de l’existence de Dieu) von Fred Bailiff. Eine Alt-68er-Aktivistengruppe trifft sich nach 50 Jahren wieder, um erneut aktiv zu werden. Frech gestrickte Komödie aus Realem und Fiktivem, mit echten Personen, Laiendarstellern und mit Irène Jacob und Jean-Luc Bideau.
  3. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  4. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  5. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.

Und im Filmpodcast morgen: Sekuritas, Fiancées, Un divan a Tunis, Tenet trödelt.

Die Unverpassbaren, Woche 29 – 2020

‚La preuve scientifique de l’existence de Dieu‘ von Fred Bailiff © Aardvark

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Edelweiss Revolution (La preuve scientifique de l’existence de Dieu) von Fred Bailiff. Eine Alt-68er-Aktivistengruppe trifft sich nach 50 Jahren wieder, um erneut aktiv zu werden. Frech gestrickte Komödie aus Realem und Fiktivem, mit echten Personen, Laiendarstellern und mit Irène Jacob und Jean-Luc Bideau. Selten gesehene Art von Schweizer Kino und dennoch sehr schweizerisch.
  2. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  3. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  4. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.
  5. Thalasso von Guillaume Nicloux. Die «monstres sacrés» Michel Houellebecq und Gérard Depardieu erleichtern sich einen Kuraufenthalt mit Reden und Trinken. Ein wunderbar absurdes Spiel mit Starbildern und Wünschen.

Und im Filmpodcast morgen: L‘ île aux oiseaux, La preuve scientifique de l’existence de Dieu, Ein ETH Professor in der Academy, Franz Schnyder Biografie.

Die Unverpassbaren, Woche 28 – 2020

Welket Bungué als Francis in Burhan Qurbanis ‚Berlin Alexanderplatz‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  2. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  3. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.
  4. Thalasso von Guillaume Nicloux. Die «monstres sacrés» Michel Houellebecq und Gérard Depardieu erleichtern sich einen Kuraufenthalt mit Reden und Trinken. Ein wunderbar absurdes Spiel mit Starbildern und Wünschen.
  5. And Then We Danced von Levan Akin. Mehr Disziplin, weniger Kapriolen: Daran würde sich ein Tänzer im georgischen Nationalballett wohl halten – wäre er nicht in seinen Konkurrenten verliebt. Amouröse Schwingungen, knöchelbrecherische Pirouetten: Das geht ins Blut.

Und im Filmpodcast morgen: Berlin Alexanderplatz, Pinocchio, Ennio Morricone, filmZ, Überbuchen beim BAK.

Die Unverpassbaren, Woche 27 – 2020

‚Alice et le maire‘ Fabrice Luchini und Anaïs Demoustier © Agora

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  2. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.
  3. Thalasso von Guillaume Nicloux. Die «monstres sacrés» Michel Houellebecq und Gérard Depardieu erleichtern sich einen Kuraufenthalt mit Reden und Trinken. Ein wunderbar absurdes Spiel mit Starbildern und Wünschen.
  4. And Then We Danced von Levan Akin. Mehr Disziplin, weniger Kapriolen: Daran würde sich ein Tänzer im georgischen Nationalballett wohl halten – wäre er nicht in seinen Konkurrenten verliebt. Amouröse Schwingungen, knöchelbrecherische Pirouetten: Das geht ins Blut.
  5. It Must Be Heaven von Elia Suleiman. Nazareth sei längst überall, sagt der palästinensische Filmemacher, und lässt sein an Buster Keaton erinnerndes Alter Ego auch in Paris und New York stumm in die Kamera blinzeln.

Und im Filmpodcast morgen: Alice et le maire, O fim do mundo, Les traducteurs, NIFFF und Anaïs Emery.

Die Unverpassbaren, Woche 26 – 2020

‚And Then We Danced‘ © Cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. And Then We Danced von Levan Akin. Mehr Disziplin, weniger Kapriolen: Daran würde sich ein Tänzer im georgischen Nationalballett wohl halten – wäre er nicht in seinen Konkurrenten verliebt. Amouröse Schwingungen, knöchelbrecherische Pirouetten: Das geht ins Blut.
  2. It Must Be Heaven von Elia Suleiman. Nazareth sei längst überall, sagt der palästinensische Filmemacher, und lässt sein an Buster Keaton erinnerndes Alter Ego auch in Paris und New York stumm in die Kamera blinzeln.
  3. Iniciales S.G. von Rania Attieh & Daniel García. In Buenos Aires wird ein alternder Pornodarsteller und Serge-Gainsbourg-Interpret hart vom Pech verfolgt – nur in der Liebe hat er viel mehr Glück, als ihm auffällt. Ein frivoles, makabres und wehmütiges Schelmenstück aus Argentinien.
  4. Love Me Tender von Klaudia Reynicke. Mutter tot, Vater weg: Eine dreissigjährige Frau mit Angst vor offenen Räumen schafft es, ihre Wohnung zu verlassen. Ein absurdes, tragikomisches Low-Budget-Stück aus dem Tessin: Liebenswert, witzig – und zeitgemäss.
  5. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. Jetzt endlich wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: And Then We Danced, Sous la peau, Hope Gap.

Die Unverpassbaren, Woche 25 – 2020

Regisseur und Filmfigur Elia Suleiman © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. It Must Be Heaven von Elia Suleiman. Nazareth sei längst überall, sagt der palästinensische Filmemacher, und lässt sein an Buster Keaton erinnerndes Alter Ego auch in Paris und New York stumm in die Kamera blinzeln.
  2. Iniciales S.G. von Rania Attieh & Daniel García. In Buenos Aires wird ein alternder Pornodarsteller und Serge-Gainsbourg-Interpret hart vom Pech verfolgt – nur in der Liebe hat er viel mehr Glück, als ihm auffällt. Ein frivoles, makabres und wehmütiges Schelmenstück aus Argentinien.
  3. Love Me Tender von Klaudia Reynicke. Mutter tot, Vater weg: Eine dreissigjährige Frau mit Angst vor offenen Räumen schafft es, ihre Wohnung zu verlassen. Ein absurdes, tragikomisches Low-Budget-Stück aus dem Tessin: Liebenswert, witzig – und zeitgemäss.
  4. Suicide Tourist  von Jonas Alexander Arnby. In einem dubiosen Alpenhotel lässt sich ein Hirntumorpatient in den Freitod begleiten. Oder doch nicht? Kein seriöser Beitrag zum Thema Sterbehilfe, aber atmosphärisch dicht und verschachtelt geschnitten wie bei Nicolas Roeg.
  5. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. Jetzt endlich wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: It Must Be Heaven, Iniciales S.G., Thalasso, L’enlèvement de Michel Houellebecq und Guillaume Nicloux im Gespräch, Netflix-Zahlen Schweiz.

Die Unverpassbaren, Woche 24 – 2020

‚Love Me Tender‘ von Klaudia Reynicke © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Love Me Tender von Klaudia Reynicke. Mutter tot, Vater weg: Eine dreissigjährige Frau mit Angst vor offenen Räumen schafft es, ihre Wohnung zu verlassen. Ein absurdes, tragikomisches Low-Budget-Stück aus dem Tessin: Liebenswert, witzig – und zeitgemäss.
  2. Suicide Tourist  von Jonas Alexander Arnby. In einem dubiosen Alpenhotel lässt sich ein Hirntumorpatient in den Freitod begleiten. Oder doch nicht? Kein seriöser Beitrag zum Thema Sterbehilfe, aber atmosphärisch dicht und verschachtelt geschnitten wie bei Nicolas Roeg.
  3. About Endlessness von Roy Andersson. Bei Andersson ist man nie sicher, ob er an der Menschheit verzweifelt, oder an seiner Liebe zu ihr. Jedenfalls ist auch dieser Film wieder einzigartig eigensinnig und voller Menschen.
  4. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. Jetzt endlich wieder im Kino.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und jetzt noch einmal im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: Love Me Tender, Suicide Tourist, Nôtre Dame.

Die Unverpassbaren, Woche 23 – 2020

‚About Endlessness‘ von Roy Andersson © Xenix

Wir sind mitten im Übergang. Ab Samstag können die Kinos wieder spielen, und das tun sie vorsichtig und sorgfältig, erst mit den Filmen, die plötzlich eingesperrt worden sind, dann mit denen, die erst angekündigt waren. Hier darum noch einmal ein Mix aus Kino- und On-demand-Perlen:

  1. About Endlessness von Roy Andersson. Bei Andersson ist man nie sicher, ob er an der Menschheit verzweifelt, oder an seiner Liebe zu ihr. Jedenfalls ist auch dieser Film wieder einzigartig eigensinnig und voller Menschen.
  2. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. Jetzt endlich wieder im Kino.
  3. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und jetzt noch einmal im Kino
  4. Systemsprenger von Nora Fingscheidt. Die neunjährige Benni sprengt mit ihren Wutanfällen jedes Erziehungssystem. Der Film ist so grandios geschrieben, inszeniert und vor allem auch interpretiert, dass man seine anstrengende Hauptfigur unmittelbar ins Herz schliesst. (Neu auf filmingo.chmyfilm.ch und cinefile.ch)
  5. Euthanizer (Armomurhaaja) von Teemu Nikki. Veijo mag Tiere lieber als Menschen, selbst wenn er sie als Schwarzmarkt-Abdecker umbringt. Grausam menschliches Genre-Kino zwischen Dirty Harry und Kaurismäki. (online via Outside the Box)

Und im Filmpodcast morgen: La belle saison und Another Reality.