Verstorben im November 2016

Florence Henderson ('The Brady Bunch') und Robert Vaughn ('The Man from U.N.C.L.E.'
Florence Henderson (‚The Brady Bunch‘) und Robert Vaughn (‚The Man from U.N.C.L.E.‘

232 Filmtote listet die IMdB für den November dieses Jahres. Das sind 26 mehr als im Oktober. Den Anfang machte am 1. November die Schauspielerin Lou Ann Graham, der letzte Eintrag bis heute gilt dem am 29. November verstorbenen Australier Ray Columbus, auch er mit bloss drei Filmen gelistet. Die prominentesten Namen stammen von Menschen, die eher Stoff für Filme geliefert haben, als selber Filme gemacht. Etwa Kubas Diktator Fidel Castro, oder der kanadische Dichter und Sänger Leonard Cohen. Mit 242 Soundtrack-Credits steht Cohen allerdings im Spitzenfeld, auch wenn die wenigsten seiner Songs explizit für Filmeinsätze geschrieben worden sind. Der bekannteste Schauspieler, der uns verlassen hat, ist wohl der stets enorm verlässliche Robert Vaughn, die bekannteste Schauspielerin, zumindest im US-TV, Florence Henderson, die Carol Brady aus The Brady BunchDrei Mädchen und drei Jungen»).

Nach dem Sprung folgen ein paar Youtube-Links und die vollständige Liste.

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Verstorben im Oktober 2016

Wolfgang Suschitzky, Andrzej Wajda, Pierre Étaix, Manfred Krug (in 'Spur der Steine', 1966)
Wolfgang Suschitzky, Andrzej Wajda, Pierre Étaix, Manfred Krug (in ‚Spur der Steine‘, 1966)

Mit 206 von der IMdB gelisteteten verstorbenen Filmmenschen war der Oktober gnädiger als frühere Monate dieses Jahres. Aufgefallen sind dabei vor allem vier in den Medien: Kameramann Wolfgang Suschitzky, Clown und Filmkomödiant Pierre Étaix, der grosse polnische Regisseur Andrzej Wajda und dann letzte Woche, schmerzlich vor allem für die deutsche Fernsehgemeinde, der Schauspieler und Sänger Manfred Krug. Nach dem Sprung folgen ein paar Gedanken und die vollständige Liste.

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Verstorben im September 2016

Curtis Hanson mit Meryl Streep auf dem Set von 'The River Wild' (1994) und Jon Polito als Johnny Caspar in 'Miller's Crossing' (1990)
Curtis Hanson mit Meryl Streep auf dem Set von ‚The River Wild‘ (1994) und Jon Polito als Johnny Caspar in ‚Miller’s Crossing‘ (1990)

219 Filmtote listet die IMdB für den September, das sind bloss vier mehr als im August. Irgendwie scheint die Zahl der Todesfälle immer in dem Bereich zu pendeln, was ändert, ist vor allem die Zahl der bekannten Namen. Und von denen sind es diesmal nur wenige. Stars sterben nicht im September? Stimmt bloss bedingt und froschperspektivisch. Der erste Filmtote im September war allerdings ein klassischer Charakter-Darsteller: Jon Polito, der Johnny Caspar aus Miller’s Crossing und vier anderen Filmen von den Coen-Brüdern:

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Verstorben im August 2016

David Huddleston und Cleavon Little (gest. 1992) in 'Blazing Saddles', Cleavon Little und Gene Wilder in 'Blazing Saddles' und Kenny Baker in R2D2
David Huddleston und Cleavon Little (gest. 1992) in ‚Blazing Saddles‘, Cleavon Little und Gene Wilder in ‚Blazing Saddles‘ und Kenny Baker in R2D2

Mit 215 in der IMdB gelisteten Toten ist auch der August im Durchschnitt geblieben. Gestorben wird immer, aber manchmal ist der subjektive Durchschlag stärker. Natürlich immer dann, wenn es gilt, Abschied zu nehmen von alten Bekannten. Von denen gab es im August allerdings sehr wenige. Der bekannteste Name ist wohl der des Schauspielers Gene Wilder, der am 29. August mit 83 Jahren verstorben ist.

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Verstorben im Juni 2016

Theresa Saldana, Anton Yelchin, Peter Shaffer, Michael Herr, Bud Spencer, Götz George
Sechs von 196: Theresa Saldana, Anton Yelchin, Peter Shaffer, Michael Herr, Bud Spencer, Götz George

Im Juni 2016 sind gemäss IMDb 196 Männer und Frauen aus dem Film-Umfeld verstorben. Am meisten Betroffenheit ausgelöst hat der Unfalltod des erst 27jährigen Schauspieler Anton Yelchin, der im Star Trek-Reboot den Chekov gespielt hatte. Die Autoren Michael Herr (sein «Dispatches» verhalf ihm zur Drehbuch-Mitarbeit an Kubricks Full Metal Jacket) und Peter Shaffer (Amadeus) wurden vor allem im Feuilleton gewürdigt, während diese Woche dann Bud Spencer und Götz George überall breit verabschiedet wurden. Aber wer erinnert sich noch an Theresa Saldana?

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Verstorben im Mai 2016

Niklaus Schilling an der Kamera für 'Der Westen leuchtet' © Visual Film
Niklaus Schilling an der Kamera für ‚Der Westen leuchtet‘ © Visual Film

Im Mai 2016 sind gemäss IMDb 226 Männer und Frauen aus dem Film-Umfeld verstorben. Bekannte Namen waren in diesem Monat nur wenige dabei. Im deutschsprachigen Raum der renommierteste Tote war wohl der aus Basel stammende Kameramann und Regisseur Niklaus Schilling. Er gehörte mit Filmen wie Die Vertreibung aus dem Paradies oder Rheingold zu den treibenden Kräften des neuen deutschen Films, hat aber als Kameramann manchmal auch einfach seine Brötchen verdient, zum Beispiel mit der Autorenkinoversion des Schulmädchen-Reports Erotik auf der Schulbank oder bei der May-Spils-Komödie Nicht fummeln, Liebling! Im Nachruf nennt ihn die FAZ einen «ironischen Erzähler par excellence». Schillings Filme und Bilder dazu gibt es bei Visual Film. Und mehr Tote nach dem Sprung:

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Verstorben im April 2016

Für den April 2016 listet die IMDb 155 Verstorbene. Am meisten Aufmerksamkeit bekam in diesem Monat das Musik-Genie Prince. Seine Stärke war allerdings nicht das Kino, Filme wie Purple Rain (1984),  Under the Cherry Moon (1986) oder Grafitti Bridge (1990) waren zwar Prince-zentrierte Gesamtkunstwerke, aber letztlich bloss Vehikel für die Musik, welche ihrerseits ein viel stärkeres Kino evozierte. Dafür bewies er mit dem Soundtrack zu Tim Burtons Batman von 1989, dass eigens komponierte Rockmusik tatsächlich auch dann als dramatischer Score funktionieren kann, wenn die einzelnen Stücke keine vorausgehende Publikumsprägung mitbringen. Musiker mit Kinoverbindungen sind übrigens im April noch einige verstorben, etwa Gato Barbieri, Merle Haggard oder Papa Wemba.

Für Bond-Fans war auch der Tod des immerhin 93jährigen britischen Regie-Routiniers Guy Hamilton ein April-Marker. Mit vier Bond-Filmen hat er die zwei stärksten Bond-Perioden geprägt, zunächst 1964 mit dem Klassiker Goldfinger und 1971 mit Diamonds are forever die Ära Sean Connery, danach gingen mit Live and Let Die und The Man with the Golden Gun zwei der stärkeren Roger-Moore-Bonds auf sein Konto. Hamilton war einer der letzten Vertreter des klassischen britischen Studio-Handwerks aus den goldenen Zeiten des britischen Unterhaltungs-Kinos.

Ronit Elkabetz mit Sasson Gabai in 'The Band's Visit' von 2007 © Xenix
Ronit Elkabetz mit Sasson Gabai in ‚The Band’s Visit‘ von 2007 © Xenix

Mit bloss 51 Jahren ist die israelische Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Ronit Elkabetz viel zu früh verstorben. Viele haben sie wohl noch in Erinnerung als Dina in The Band’s Visit von Eran Kolirin. Zuletzt hat sie zusammen mit ihrem Bruder mit Gett den Abschluss ihrer erschütternden Scheidungs-Trilogie auf die Leinwand gebracht.

Nach dem Sprung folgt eine Liste von 155 im März Verstorbenen aus der Filmwelt, sortiert nach geschätztem Bekanntheitsgrad und jeweils direkt verlinkt in die IMDb:

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Verstorben im März 2016

Adrienne Corri mit Denholm Elliott in 'Lease of Life' (1954), mit Crew und Stanley Kubrick 1970 auf dem Set zu 'A Clockwork Orange' und in einem Publicity Still der Rank Organisation
Adrienne Corri mit Denholm Elliott in ‚Lease of Life‘ (1954), mit Crew und Stanley Kubrick 1970 auf dem Set zu ‚A Clockwork Orange‘ und in einem Publicity Still der Rank Organisation

Für den März 2016 listet die IMDb 241 Verstorbene. Noch nicht nachgetragen in der IMDb ist der für die Schweizer Filmszene schmerzliche Verlust von Hugofilm-Produzent Christian Davi mit nur 49 Jahren. Da die Filmdatenbank alle irgendwo in einem Filmabspann auftauchenden Namen listet, finden sich in der Märzaufzählung auch Namen wie die frühere US-First Lady Nancy Reagan, der Musiker Keith Emerson, Beatles-Produzent George Martin oder gar die deutschen Politiker Guido Westerwelle und Lothar Späth. Die britische Schauspielerin Adrienne Corri, den meisten wohl bekannt aus Stanley Kubricks A Clockwork Orange, wurde immerhin 85 Jahre alt. Heinz Badewitz, Co-Gründer und bis zu seinem Tod durchgehend Leiter der Hofer Filmtage, wurde zwar nur 75 Jahre alt. Dafür starb er in Graz während der Diagonale, mithin aus dem Festivalleben mit Begegnungen und Neuentdeckungen hinaus, ein passender Abschied.

Nach dem Sprung folgt eine Liste von 241 im März Verstorbenen aus der Filmwelt, sortiert nach geschätztem Bekanntheitsgrad und jeweils direkt verlinkt in die IMDb: „Verstorben im März 2016“ weiterlesen