Prägende Oscars

Wichtige Oscars

In einer Woche werden wieder neue Goldmänner versklavt. Davor gibts in Luzern Quartze. Und weil wir uns ja immer wieder einmal fragen müssen, wer die wahren Oskars und Oscars denn eigentlich sind, habe ich hier eine Kollektion zusammengestellt. Ich mag nicht alle von ihnen, einige kann ich sogar im eigentlichen Sinn des Wortes nicht ausstehen. Aber Oskar sind sie alle. Nach dem Sprung folgt die Liste der Abgebildeten:

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Filmpodcast Nr. 170: An Education, Lourdes, Bödälä, Pianomania, DVD Polizist Wäckerli.

Emma Thompson (links) Carey Mulligan (rechts) 'An Education' ©rialto/Kerry Brown
Emma Thompson (links) Carey Mulligan (rechts) 'An Education' ©rialto/Kerry Brown

Kino im Kopf mit Michael Sennhauser. Ich stelle heute An Education vor, den neuen Film von Lone Scherfig, und den grossartigen Lourdes von der Österreicherin Jessica Hausner. Mit Raphael Zehnder rede ich über Gitta Gsells Tanzfilm Bödälä und Gabriela Kägi hat die grossartige Klavierstimmerdokumentation Pianomania gesehen. Dann ziehen wir am Zahn der Zeit und verweisen auf die DVD Polizist Wäckerli in Gefahr und schliesslich haben wir wie gewohnt die Tonspur und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 9

Elina Löwensohn in 'Lourdes' von Jessica Hausner ©xenix
Elina Löwensohn in 'Lourdes' von Jessica Hausner ©xenix

Erst diese fünf Filme sehen. Dann alle anderen.

  1. Lourdes von Jessica Hausner. Niemand sonst blickt so sanft und doch gnadenlos auf Gnadesuchende wie diese Österreicherin. Erlösend anders.
  2. An Education von Lone Scherfig. Schulmädchen wird wild. Das Drehbuch von Nick Hornby mag brav sein – die Inszenierung der Dänin hat Power und Herz.
  3. The Ghostwriter von Roman Polanski. Unter normalen Umständen ein solider Thriller. Aber mit Polanski unter Hausarrest und Tony Blair unter Beschuss gewinnt der Film an Aktualität, Witz und Biss.
  4. A Single Man von Tom Ford. Ein stilsicherer Erstling vom Modeschöpfer. Aber vor allem eine Glanzleistung von Schauspieler Colin Firth.
  5. Up in the Air von Jason Reitman. George Clooney als vielfliegender Entlasser, a single serious man zwischen Grounding und Durchstarten.

Finger weg von Nine, das ist allenfalls als Trailer geniessbar. Dafür macht Gitta Gsells Bödälä im Kino Vergnügen, auch wenn der Film nicht absolut unumgänglich ist. Warum, das erkläre ich morgen im Filmpodcast .

Berlinale: Bilanzrunde

Berlinale 2010 Montage

Die Berlinale feiert dieses Jahr einen runden Geburtstag: Zum 60. Mal werden die Internationalen Filmfestspiele Berlin durchgeführt. Brigitte Häring war vor Ort und zieht Bilanz, einen Tag vor der Preisverleihung, mit ihren Gästen Katja Nicodemus, Filmredaktorin der «Zeit», und dem Schweizer Filmkritiker Martin Walder. Gab es im Jubiläumsjahr besonderen Grund zum Jubeln – oder der reiht sich die Ausgabe 2010 der Berlinale unspektakulär in die der letzten Jahre ein? Welche Filme melden sich laut oder eher leise für den goldenen Bären 2010?

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Filmpodcast Nr. 169: The Lovely Bones, Invictus, DVD Brandnacht, Zukunftskino.

Barbara Auer, Bruno Ganz, Suzanne von Borsody in: 'Brandnacht' ©Warner HV
Barbara Auer, Bruno Ganz, Suzanne von Borsody in: 'Brandnacht' ©Warner HV

Kino im Kopf, mit Michael Sennhauser. Ich stelle Peter Jacksons missratene Verfilmung von The Lovely Bones vor, Clint Eastwoods Invictus und die neue DVD von Brandnacht mit Bruno Ganz. Dazu habe ich mit mit dem britischen Futurologen Ian Pearson über das Kino nach 3D unterhalten, über Hirnfilme und Gefühlsaufzeichnung. Und natürlich haben wir auch wieder die Tonspur und die Kurztipps.

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Berlinale Telegramm 07: Hotelzimmerblues

'Eine flexible Frau' von Tatjana Turanskyj ©Berlinale Forum
'Eine flexible Frau' von Tatjana Turanskyj ©Berlinale Forum

Dies ist das letzte Telegramm von der Berlinale 2010. Morgen fliege ich zurück nach Basel. Und ich habe von den letzten Tagen nichts zu berichten vom Potsdamer Platz, wo die Berlinale immer noch in vollem Gang ist. Warum? – Weil mich eine lästige Grippe im Hotelzimmer festhält. Und wenn ich auch leider die letzten Filme der Berlinale verpasse, muss ich dennoch nicht aufs Filme gucken verzichten:

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Die Unverpassbaren, Woche 8

Kim Catrall, Olivia Williams, Pierce Brosnan in: 'The Ghost Writer' ©pathe films
Kim Catrall, Olivia Williams, Pierce Brosnan in: 'The Ghost Writer' ©pathéfilms

Erst diese fünf Filme sehen. Dann alle anderen.

  1. The Ghostwriter von Roman Polanski. Unter normalen Umständen ein solider Thriller. Aber mit Polanski unter Hausarrest und Tony Blair unter Beschuss gewinnt der Film an Aktualität, Witz und Biss.
  2. A Single Man von Tom Ford. Ein stilsicherer Erstling vom Modeschöpfer. Aber vor allem eine Glanzleistung von Schauspieler Colin Firth.
  3. Up in the Air von Jason Reitman. George Clooney als vielfliegender Entlasser, a single serious man zwischen Grounding und Durchstarten.
  4. Troubled Water von Erik Poppe. Niemand bleibt allein mit seiner Vergangenheit – ein raffiniertes Verwirrspiel.
  5. A Serious Man von Joel und Ethan Coen. Die tiefgefühlte, todtraurige und sterbenslustige Tragikomödie der filmwütigen jüdischen Agnostiker aus Minnesota.

Im Filmpodcast von morgen Freitag folgt dann noch die Erklärung, warum Peter Jacksons The Lovely Bones ziemlich verpassbar geworden ist und warum auch Invictus von Routinier Clint Eastwood niemanden ins Kino zwingen sollte.

Berlinale Telegramm 06: Die waagrechte Leinwand

'Kings of Pastry' Jacquy Pfeiffer und Sebastien Canonne
'Kings of Pastry' Jacquy Pfeiffer und Sebastien Canonne

Der weiss gedeckte Esstisch sei eigentlich die in die Waagrechte gekippte Leinwand, auf der – wie im Kino – ein sinnliches Erlebnis inszeniert werde. So verblüffend einfach und doch einleuchtend erklärte mir heute der Kurator der Reihe Kulinarisches Kino, Thomas Struck, den Zusammenhang zwischen Kino und Essen. Seit einigen Jahren findet an der Berlinale diese Sonderreihe statt, ein Lieblingsprojekt des Berlinalechefs und Slow Food-Mitglieds Dieter Kosslick. Es war heute ein recht ungewohnter Ort für ein Interview an einem Filmfestival. Ich hatte mich mit dem Kurator der Reihe, Thomas Struck, und dem kulinarischen Leiter, Alf Wagenzink verabredet. Unser Treffen fand in der Küche vom Spiegelzelt statt, dem Ort, an dem die Gäste des kulinarischen Kinos anschliessend an die Filme der Reihe von bekannten Sterneköchen bekocht werden. Um uns herum wurde vorbereitet, gekocht, Geschirr klapperte – und die beiden Verantwortlichen der Reihe gerieten richtig ins Schwärmen über ihr Projekt:

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Der Winter geht, Fantoche kommt

Fantoche 2010 Poster quer

Vorbemerkung: Ich bin Vorstandsmitglied im Verein Fantoche und daher schamlos in meiner Begeisterung – und in meinen Assoziationen: Der neue grüne Fantoche erinnert mich an einen liebgewonnenen alten Bekannten.

Vom 7. – 12. September 2010 wird Baden wieder voll im Zeichen der Animation stehen. Fantoche geht in seine achte Runde und fühlt einmal mehr den aktuellsten Strömungen der animierten Bilder in all ihren Variationen den Puls. Die ersten Programmschwerpunkte für Fantoche 2010 sind gesetzt und auch der Wettbewerb ist eröffnet. Nationale und internationale Filmschaffende sind aufgerufen, ihre Animationsfilme bis am 31. Mai 2010 einzureichen:

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